Der UN-Hochkommissar für Flüchtlinge Antonio Guterres © UNHCR

Der UN-Hochkommissar für Flüchtlinge Antonio Guterres

António Guterres: ein Grund zur Hoffnung!

Antonio Guterres / 06. Okt 2016 - Eben hat sich der Uno-Sicherheitsrat auf António Guterres als neuer Uno-Generalsekretär geeinigt. Das macht Hoffnung!

(Red.) Vor einem Jahr, am 5. September 2015, brachte Infosperber Schweiz-exklusiv einen persönlichen Aufruf von António Guterres:

Fürchten Sie Flüchtlinge nicht – helfen Sie ihnen!

Flüchtlinge als Bedrohung zu behandeln, ist unmenschlich: Flüchtlinge suchen keine Konflikte, sie fliehen vor ihnen.

Das Jahr ist noch jung und schon besudelt von all dem Blutvergießen; Unsicherheit und Furcht vor Terrorismus dominieren die öffentliche Debatte, Angst und wirtschaftliche Unzufriedenheit schüren Extremismus jeglicher Art. Eine wachsende Anzahl von Menschen wenden sich Populisten und Fremdenhassern und – in einigen extremen Fällen – der Gewalt selbst zu.

Diese Entwicklung beeinträchtigt das Leben von Flüchtlingen und anderen gewaltsam Heimatvertriebenen in erheblichem Maße. Sie flüchten vor dem Trauma zuhause, und in ihren Exilorten erwartet sie Feindseligkeit: Sie sind die Sündenböcke für eine Reihe von Problemen, vom Terrorismus bis zur Wirtschaftskrise, und ihre Gastgeber empfinden sie als Bedrohung der eigenen Lebensweise, nennen sie illegale Migranten, Kriminelle oder Schlimmeres.

Bei all der aufkommenden Panik jedoch dürfen wir eines nicht vergessen: Die größte Gefahr sind nicht die Flüchtlinge, sondern die Flüchtlinge selbst sind in größter Gefahr. Menschen, denen Asyl gewährt wird, sind per Definition Überlebende grausamer Verfolgung und Gewalt. Viele von ihnen sind unter äußersten Strapazen und Gefahren in die Sicherheit geflüchtet – auf riskanten Nebenwegen durch Kriegsgebiete, gezwungen, sich in die Hände von Schmugglerringen zu begeben, um über Grenzen zu kommen, und Raubüberfällen von Banditen und Piraten ausgesetzt.

Mehr Flüchtlinge in Booten als im libyschen Bürgerkrieg

Im vergangenen Jahr (2014) flüchteten fast 220 000 Menschen in unsicheren Booten über das Mittelmeer – mehr als dreimal so viele Menschen wie während des libyschen Bürgerkriegs 2011. Deutliche Steigerungen waren auch im Golf von Aden, in Südostasien und in der Karibik zu verzeichnen, mit weltweit 360 000 Menschen, die über den Seeweg flüchteten.

Eine Folge dieser Entwicklung: Mehr als 4300 Menschen wurden im vergangenen Jahr auf See als tot oder vermisst gemeldet, die tatsächliche Zahl ist wahrscheinlich erheblich höher. Unzählige andere wurden von Schmugglern misshandelt und geschlagen, oder sie wurden gekidnappt und gezwungen, für Schmuggler-Ringe zu arbeiten. Und nun kämpfen Flüchtlinge mit der wachsenden Feindseligkeit in den Ländern, die sie für Schutzorte hielten.

Natürlich sollen die sicherheitsrelevanten Herausforderungen für die Asylländer nicht geleugnet werden, die die großen Flüchtlingsströme mit sich bringen, die wiederum der Gewalt und Unsicherheit andernorts geschuldet sind. Es gibt immer ein Risiko, und meine Organisation. die UNHCR, achtet darauf sehr genau. Aber die Flüchtlinge suchen keine Konflikte, sie fliehen vor ihnen. Flüchtlinge wie eine Bedrohung zu behandeln anstatt sie als Menschen in Not zu sehen, ist unmenschlich, uneffektiv und kontraproduktiv. Menschen, die mit einer Flucht ihr Leben retten wollen, kann man nicht davon abhalten, ohne dass sich die Situation weiter zuspitzt.

Im heutigen Klima der Angst müssen wir uns auf die größten Bedrohungen konzentrieren - auf die Bedrohung von Flüchtlingen und deren Familien. Wenn wir verhindern wollen, dass sich diese Bedrohungen vermehren und ausbreiten, müssen wir die Voraussetzungen schaffen für eine friedliche Rückkehr in die Heimatländer. Das tun wir, indem wir Schutz und Unterstützung bereitstellen und indem wir Menschen helfen, nicht nur zu überleben, sondern sich entwickeln zu können.

Weltweit über 50 Millionen Vertriebene

Über 51 Millionen Menschen weltweit wurden aus ihrer Heimat vertrieben, mehr als je zuvor seit dem Zweiten Weltkrieg. Immer mehr Konflikte, Menschenrechtsverletzungen und Heimatlosigkeit, dazu Klimawandel, Bevölkerungswachstum, Verstädterung in Kombination mit Arbeitslosigkeit und Ernährungs- und Wassergefährdung, haben ganze Gemeinwesen gegen ihren Willen entwurzelt. Dies ist mehr als eine unangenehme Statistik, es ist eine Herausforderung, die die Kapazitäten des humanitären Hilfssystems bereits überschritten hat – und die allen Anzeichen nach immer größer wird.

Unsere Reaktion auf diese Herausforderung allerdings war bestenfalls mittelmäßig und im schlechtesten Fall jämmerlich unzureichend. Humanitäre Hilfsaktionen sind massiv unterfinanziert, sowohl im Bereich der Grundbedürfnisse als auch im Bereich der Vorsorge gegen die Abwanderung, wie zum Beispiel im Bereich der Bildung.

Manche Regierungen versuchen, ihre Grenzen dicht zu machen («lock up shop») und investieren in Abschreckung, führen «Pushback- Operationen» durch und verhaften automatisch die Asylsuchenden, darunter auch Kinder. Italiens großmütige Operation «Mare Nostrum», bei der über 160 000 Menschen auf hoher See gerettet werden konnten, ist gerade ausgelaufen – und die EU plant keinen Ersatz zusätzlich zu den Grenzkontrollen, die im November 2014 im Rahmen der «Triton Operation» eingeführt worden sind. Viele Menschen werden deshalb ihr Leben verlieren.

Die Konzentration auf Grenzkontrollen wird das Problem nicht lösen. Regierungen haben zwar die Pflicht, Einwanderung zu kontrollieren, aber die Politik muss sicherstellen, dass verlorene Menschenleben nicht zum «Kollateralschaden» abgewertet werden.

Die Art und Weise, wie wir mit Bevölkerungsbewegungen umgehen, wird unser Jahrhundert grundlegend prägen, mit Auswirkungen auf die nächsten Generationen. Um diese Thematik zu bewältigen, muss Migration für die Menschen zu einer Option werden anstelle einer überlebenswichtigen Notwendigkeit. Wir müssen unser Augenmerk viel mehr auf die Ursachen von Vertreibung legen, müssen die Konfliktprävention forcieren und Entwicklungspolitik mit menschlicher Mobilität verlinken.

Und wir müssen die Erst-Antragsländer und die Transitstaaten unterstützen. Meist bleiben Menschen lieber näher an Zuhause, aber die Nachbarländer sind zunehmend überfordert und es mangelt ihnen an Handlungsmöglichkeiten. So ist es kein Wunder, dass Flüchtlinge immer weiter weg gehen.

Arme Staaten beherbergen 90 Prozent der Flüchtlinge

Arme Staaten weltweit beherbergen im Moment fast 90 Prozent der Flüchtlinge – und leiden unter der Last. Mit dem Ergebnis, dass manche sich extremer Mittel bedienen, um Flüchtlinge fernzuhalten – nicht aus fehlender Großzügigkeit, sondern weil sie den Notstand nicht länger alleine bewältigen können. Trotzdem werden ihre Hilferufe nicht gehört. Das ist nicht länger vertret- und hinnehmbar.

Genauso wichtig ist es, den Flüchtlingen Hoffnung für die Zukunft zu geben, die Möglichkeit, ihre Leben wieder aufzubauen und etwas zur Gemeinschaft beizusteuern. In einer Welt mit mehr als 50 Millionen Vertriebenen, von denen viele jahrelang weit weg von zuhause leben werden, reichen Zelte nicht aus. Menschen brauchen die Möglichkeit zu lernen, Arbeit zu finden und sich in die Gesellschaft zu integrieren – sonst werden sie ausgeschlossen oder abhängig von Hilfe – oder sind der Ausbeutung, dem Missbrauch und der Versuchung einer Radikalisierung ausgesetzt.

Der wachsende und irrige Fokus auf die Bedrohung, die von Flüchtlingen ausgeht – anstelle der Bedrohung der Flüchtlinge selbst – hat enorm schädliche Auswirkungen. Diese Sichtweise verzögert die Rückkehr zu Frieden und Wohlstand in ihren Heimatländern, was wiederum die Rückkehr der Flüchtlinge möglich machen würde.

Sie nährt die Angst und die Ressentiments – mit negativen Konsequenzen für alle. Und es besteht die Gefahr, dass diese Sichtweise eine «Self-fulfilling-Prophecy» wird, die genau das Problem, das sie zu vermeiden sucht, erschafft, statt dessen Ursache zu bekämpfen.

Der Umgang mit den Flüchtlingen wird zum Gradmesser des staatlichen Selbstvertrauens

Seit Jahrhunderten flüchten Menschen vor Unsicherheit: Der Zustand der Welt lässt keine Hoffnung zu, dass sich dies bald ändern wird. Wie Länder mit den Bedürfnissen jener umgehen, die innerhalb ihrer Grenzen Schutz suchen, ist ein Gradmesser der Kraft dieser Länder und wird eine entscheidende Rolle dabei spielen, wie dieses Jahrhundert, das so schlimm begonnen hat, ausgeht.

Bei komplexen Problemen ist es oft das Beste, zurückzugehen zu den Grundprinzipien: Leben schützen, Menschenrechte würdigen, Toleranz fördern und Vielfalt wertschätzen! Nach den niederträchtigen Anschlägen auf ein Satire-Magazin in Paris gingen Mitte Januar dieses Jahres Millionen von Menschen auf die Straße, um genau diese Ideale zu verteidigen. Ihnen müssen wir zuhören.

Die Sicherheit und den Wohlstand unserer Gesellschaften zu gewährleisten, steht nicht im Widerspruch zu diesen Prinzipien. Genau genommen bedingen sie sich gegenseitig. Wir dürfen denen, die Hass hegen, nicht erlauben, unsere Überzeugungen zu unterminieren.

Die Art, wie wir vertriebene Menschen behandeln, markiert die Frontlinie im Kampf der Ideale. Sie wird eine entscheidende Rolle spielen bei der Frage, ob wir nach den schrecklichen Tragödien der vergangenen Jahre eine Wende herbeiführen und anhaltenden Frieden schaffen können. Doch wir werden es nie schaffen, Konflikte zu beenden, wenn wir die Opfer dieser Konflikte als deren Ursache missverstehen.

Themenbezogene Interessen (-bindung) der Autorin/des Autors

Der UN-Hochkommissar für Flüchtlinge António Guterres hat diesen Appell im Frühling 2015 für die in Berlin erscheinende englischsprachige Zeitung The Atlantic Times verfasst. The Atlantic Times erlaubte der Vierteljahreszeitschrift DIE GAZETTE exklusiv, den Appell zu übernehmen. Die Übersetzung ins Deutsche besorgte Sabine Magnet. Infosperber dankt The Atlantic Times und der GAZETTE herzlich für die Wiedergabebewilligung und die deutsche Übersetzung.

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9 Meinungen

Täuschung und Ablenkung
Anstelle von Information

1.
Die Ursachen von Flüchtlingselend, Armut, Not sind seit die Menschheit existiert die gleichen.
Ist das so?
2.
An Talk-Shows und in Presseartikeln werden die Ursachen von Flüchtlingselend, Armut, Not kaum je erwähnt. Nie thematisiert.
Warum werden die Ursachen nicht thematisiert?
3.
Glaubwürdigkeit verlangt: Ursachen eines Übels und deren Beseitigung zu thematisieren, zum Dauerthema machen. Gegenwärtig: Flüchtlingselend, Armut, Not. Sich nur mit den Folgen des Flüchtlingselends zu befassen löst keine Probleme.
Ist das so?
4.
Politiker und Medien erwecken den Eindruck, als seien sie von den Flüchtlingswellen überrascht worden. Sie tun fatalistisch so, als handle es sich um eine Naturkatastrophe.
Warum tun sie so?
5.
Was meinen die Journalisten von Infosperber zu diesen Fakten, vor allem die (ex-)Mitarbeiter der Mainstream-Medien TA, SRF, aber auch WOZ. Medien welche nie müde werden ganz offen oder subtil zu Kriegseinsätzen oder gegen Muslime aufzuhetzen?

Nein – Antwort erwarte ich von Euch nicht, weiss ich doch auch, dass hierzulande von ehrenwerten „Journalisten“ für die Meinungsmanipulation schnell, gezielt und perfide zur Zensur gegriffen wird. Dass Art. 19 der AEMR „Meinungsäusserungs- und Informationsfreiheit“ von ihnen bedenkenlos ja skrupellos missachtet wird.

Unsere westlichen (auch die schweizerischen) Politiker und Medien haben weiterhin nicht im Entferntesten die Absicht die Kriege und Ausbeutungen zu beenden
Beat Wick, am 05. September 2015 um 16:59 Uhr
@Beat Wick: Den Aussagen 1 bis 4 kann ich nur zustimmen, es ist so, wie Sie es sagen. Dass die WOZ zu den Medien gehöre, welche «nie müde werden, ganz offen oder subtil zu Kriegseinsätzen oder gegen Muslime aufzuhetzen?» stimmt hingegen ganz und gar nicht. Ich lese die WOZ seit vielen Jahren, ein Artikel mit der besagten Tendenz wäre mir aber noch nie untergekommen und würde der Haltung der WOZ völlig wiedersprechen. - Oder meinten Sie vielleicht die «Weltwoche"?
Hartwig Roth, am 06. September 2015 um 17:16 Uhr
Ich versuche, nicht beleidigend oder unnötig herabsetzend zu kommentieren. Die Klageschrift des Politikers und rührigen UNHCR Hochkommissars für Flüchtlinge, Antonio Guterres, beinhaltet nämlich exakt die Versäumnisse seiner UNO. Es ist unfassbar, dass sich einer im Ton dermassen vergreift und selber im Privatjet und in der First Class um den Globus reist. Wenn einer von armen Flüchtlingen redet und sich selber und seinen Führungsstab in der S-Klasse herumchauffieren lässt. Ich habe dutzende UN-Mitarbeiter (auch UNHCR) in der First Class interviewed. Keiner fand es stossend, mit einem Häppchen Kaviar im Mund über Menschenrechte und Armut zu philosophieren. Ekelhaft.

Kein Mensch redet zurzeit von den Ursachen der Flüchtlingsproblematik. Dass es vorwiegend keine an Leib und Leben bedrohte Menschen sind, welche nun die reichen und sozial grosszügigen Staaten überfluten, macht die Lage der wirklich betroffenen Flüchtlinge nicht einfacher. Niemand spricht davon, Despot Assad aus dem Tempel zu schmeissen. Niemand spricht davon, dass Europa selber aus dem letzten Loch pfeift und Bürgerkrieg und Chaos plötzlich eine sehr naheliegende Zukunft sein könnte. Niemand spricht davon, dass das Gutmenschentum einiger hundert Deutscher die Existenz von 80 Millionen ernsthaft gefährdet. Die führenden Maulhelden der EU-Integration sehen darin möglicherweise sogar die Lösung ihrer eigenen Probleme, indem sie die Flüchtlingsflut als Grund des EU-Versagens vorschieben. Unfassbar.
Renato Stiefenhofer, am 08. September 2015 um 10:44 Uhr
Politisch nicht korrekte Gedanken. Ich kann das Geschwätz von moralisierenden, hochbezahlten UNO-Beamten nicht nicht mehr hören. Sie stehen im Dienste der neuen Weltordnung nach USA.
Weder der Irak, noch Afghanistan, noch Libyen, noch Tunesien haben die USA oder ein europäisches Land angegriffen. Trotzdem führten die USA mit Hilfe verschiedener Europäischen Staaten Angriffskriege in diesen Ländern. Begründung war entweder Krieg gegen den Terror, oder gemäss Kanzlerin Merkel: „die Freiheit Europas wird am Hindukusch verteidigt“, oder der Aufbau einer Demokratie, was in besagten Ländern offensichtlich nicht möglich ist. Die politischen Klassen Europas inklusive der Schweiz reden von Flüchtlingen und verschleiern damit, was wirklich abläuft. Wir haben es durch die oben erwähnten Kriege mit einer bewusst herbeigeführten Völkerwanderung zu tun. Vor allem die Europäischen Staaten sollen durch den Zustrom von Völkern mit völlig anderen Kulturen politisch destabilisiert werden. Nur wenn die Europäischen Staaten mit ihren je eigenen Kulturen unter dem Joch der Brüsseler EU kontrolliert sind, kann die „Neue Weltordnung“ gemäss den US Vorstellungen durchgesetzt werden. Das sind keine Verschwörungs-Theorien sondern erklärte politische Ziele. Man muss nur lesen und sehen wollen.
Ulrich Hertig, am 12. September 2015 um 19:14 Uhr
@Renato Stiefenhofer: Sie schreiben, «dass das Gutmenschentum einiger hundert Deutscher die Existenz von 80 Millionen ernsthaft gefährdet.» Das leuchtet mir nicht ein: Gutmenschen sind doch solche, die Gutes tun. Wie sollen sie denn da andere gefährden? Gleich millionenfach! Oder verstehe ich etwas falsch: Sind Gutmenschen die schlechten? - Wer sind dann aber die Leute, die Gutes bewirken? Sind das die Schlechtmenschen? Dann wären die Guten die Schlechten und die Schlechten die Guten?
Hartwig Roth, am 12. September 2015 um 20:47 Uhr
@Hartwig Roth.
Herr Roth, Gutmenschen sind Menschen, die tatsächlich glauben, durch ihr Handeln Gutes zu tun. Sie denken leider nicht weiter und lassen sich ausschliesslich von ihren Emotionen leiten. Gutmenschen werden in der Regel von weniger guten Menschen missbraucht, um durch sie einen Profit zu erlangen. In diesem Falle sind vorerst die Schlepper gemeint. Kleine Würstchen. Sieht man das Ganze im grossen Zusammenhang, hat Herr Ulrich Hertig im vorangegangenen Posting nicht ganz unrecht. Man darf das natürlich nicht so formulieren, denn dann glaubt ihm keiner.
Wir sind noch nicht bereit, unseren Politfiguren ihre Kompetenz abzusprechen. Aus nicht restlos geklärten Gründen glauben wir wider besseren Wissens an ihre Unschuld. Egal ob Schäuble, Merkel oder Hollande. Es kann nicht sein, was nicht sein darf. Vom Club of Rome bis zu den Bilderbergern ist eine Elite erwachsen, welche Politiker jeder Couleur als Marionetten benutzen. Nicht einmal die grössten Politiker und Medienbosse blicken durch. Sie glauben sogar ernsthaft, Teil dieser Elite zu sein. Dream on. Wir werden sehen, ob die Neue Weltordnung eine Verbesserung bringt. Ich habe meine Zweifel. Wer schon mal Gelegenheit hatte, mit richtig Reichen und mächtigen Menschen wirklich private Gespräche zu führen, weiss was ich meine. Ich spreche nicht von Bill Gates oder Warren Buffet & Co. Ich meine richtig reich. Forbes Fortune 500 zeigt nur die unteren 90% der Pyramide.
Renato Stiefenhofer, am 13. September 2015 um 00:55 Uhr
@Stiefenhofer. Die populistische Dummheit scheint unerträglich grenzenlos; denn eben wo Argumente fehlen und sich nicht mal eine abwertendes Etikett einstellen mag, bleibt immer noch das Diffamieren. Denn: Bitte sehr was haben die Essgewohnheit des Herrn Guterres mit seinen sachlichen präzisen Analysen zu tun!
Hermann K.J. Fritsche, am 20. September 2015 um 17:24 Uhr
@Roth. Auch das Wort Gutmensch ist offebnsichtloich abwertendes Etuikette, wie beispielsweise Intellektuelle. Offensichtlich werden Verbrecher, wie Nazis und Dumpfbacken eher bevorzugt. Damit lässt sich doch trefflich Rabatz machen. Demokratie braucht Argumente, Argumente braucht Denken. Schaffen wir doch gleich das Denken ab, dann brauchen wir auch keine Demokratie: Ein Volkstribun wird es schon richten!
Hermann K.J. Fritsche, am 20. September 2015 um 17:28 Uhr
@Fritsche. Wenn Sie in meinen Posts populistische Dummheit und Diffamierung orten möchten, dann kann ich Ihnen auch mit Argumenten nicht beikommen.
Ich habe einen Sachverhalt geschildert, welcher Ihnen nicht passen mag, aber eben trotzdem stattgefunden hat. Wiederholt!
Der Fisch stinkt vom Kopf her.

Ein altes Indianer Sprichwort sagt; wenn du entdeckst, dass du ein totes Pferd reitest; steig ab!
Renato Stiefenhofer, am 20. September 2015 um 18:56 Uhr

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