CEO of Société Générale lied at the French Senat © L. Waterloo

CEO of Société Générale lied at the French Senat

The current system has run out of steam

Marc Chesney and Alexis Poulin / 12. Mai 2016 - Elected officials & bank directors seem to have discovered a durable, well-organized offshore system of large-scale dubious deals.

As strange and as sudden as it may be, thanks to the revelations by several international news sources concerning the magnitude of tax evasion facilitated by a Panamanian firm, elected officials and bank directors, often in collusion with each other, seem to have discovered a durable, well-organized offshore system of large-scale dubious deals.

China war vor etwa 300 Jahren «vermutlich die grösste Wirtschaftsmacht der Welt.» Das kann man lesen im Band 4 der «Geschichte der Welt», der dieses Jahr erschienen ist, und der sich beschäftigt mit der Zeit von «1750 – 1870. Wege zur modernen Welt». Es ist ein Ausblick auf die Gegenwart.

Anger is legitimate today. It is becoming impossible to make the working population or those unemployed believe that the only option for the good of the nations is to flexibilize labor market by capping salary increases, dismissing minimum wages, or reducing financial aid to those in the most precarious situations.

CEOs of failing companies rewarded with bonuses

Die Briten hingegen, die zu viel Tee einkauften (und Seide und Keramik), mochten das wachsende Handelsbilanzdefizit aber nicht leiden, und betrieben zum Ausgleich einen schwunghaften Export von indischem Opium nach China. Als die Chinesen den Opiumhandel verboten, zwangen die Briten, Franzosen und Amerikaner mit dem ersten und zweiten Opiumkrieg in zwei «Ungleichen Verträgen» China zur Öffnung der Häfen und des chinesischen Marktes.

China wurde damit innert kürzester von Asiens Vormacht zu einer Art Kolonie, dominiert von den euro-amerikanischen Wirtschaftsmächten und bedrängt von den Nachbarn Japan und Russland, die ebenfalls ihre Stellung in der Welt ausbauen wollten. Es war zweifellos eine traumatische Erfahrung. Man kann nach diesem Blick auf die Geschichte die Beweggründe der heutigen chinesischen Führung für ihre gegenwärtige Sicherheitspolitik nachvollziehen. Es ist nicht so sehr der Kalte Krieg – eine kurze Episode in der Geschichte –, der Chinas Führung antreibt. Es sind die grossen historischen Erfahrungen, die häufig das Verhalten von Völkern und Staaten prägen. Das bedeutet nicht Rechtfertigung einer rücksichtslosen Sicherheitspolitik, aber es bringt Verständnis auch für unsere Zeit. Geschichte bestimmt die Gegenwart.

[[Der globale Blick]]

Europe should rid itself of the tax havens it shelters within

After all, the treasury seems to be empty, unemployment insurance and health care funds have been nearly depleted, and growth will not happen any time soon. Not now, not like this.

No solution to the French problems will come from within its national framework. We need a different Europe: a Europe that rids itself of the tax havens it shelters within. That’s difficult though with a President of the European Commission, who is the former Prime Minister of Luxembourg. Does anyone remember LuxLeaks and how Luxembourg created unfair competition with regard to its neighbors by offering tax dumping to multinational companies?

[[Die grosse Veränderung]]

Against fiscal transparency

A few months ago the French government urged Members of Parliament to vote against a measure on fiscal transparency on the pretext that European affairs should prevail over national legislation. Interesting, except that in 2008, less than one month was needed to save the banks from bankruptcy through the use of public funds.

Apparently it will take years for our representatives, seemingly very busy, to harmonize the various fiscal policies of Europe while simultaneously, along with the G20 countries, attacking the tax havens which are so destructive.

Roy Bin Wong, Asienspezialist an der Universität Los Angeles, zieht den Vergleich weiter bis in die Gegenwart: «Die Dampfkraft war das, was Technikhistoriker als 'Allzwecktechnologie' bezeichnen» und: «Der Siliziumchip war die Allzwecktechnologie des späten 20. und frühen 21. Jahrhunderts.» Beide, Dampfkraft wie Silizium, waren Technologien, die eine Revolution der Produktionsweise und der ganzen Gesellschaft herbeiführten. Die Dampfkraft führte zur industriellen Revolution mit ihrer Verstädterung, mit der Herausbildung der neuen Arbeiterklasse und einer heftigen Phase des Klassenkampfs. Aber, so Bin Wong, sie führte auch zu einer neuen politischen Praxis, zum Beispiel in den USA. Sie produzierte eine politisch-ökonomische Schicht, der es durch alle Krisen hindurch gelang, ihre politische Macht mit der Produktion von bezahlbarem Überfluss so zu verbinden, dass ein ausreichend grosser Teil der Bevölkerung ruhiggestellt werden konnte.

Das scheint heute, wie der Wahlsieg von Donald Trump signalisiert, nicht mehr der Fall zu sein. Das alte Establishment wurde abgewählt (auch wenn Donald Trump für sein Kabinett jetzt wieder in geradzu extremer Form auf das Personal des politisch-militärisch-ökonomischen Komplexes zurückgegriffen hat), und für die Epoche des Silizium-Zeitalters ist die bekömmliche politische Form noch nicht gefunden. Alte Probleme brechen wieder auf.

Aufklärung und Religion

Big banks are under-taxed

Aber auch die Aufklärung selber wurde von den euro-amerikanischen Kolonisatoren häufig verstanden als Ausdruck der Überlegenheit der westlichen Kultur über die Kultur der Kolonisierten. Es scheint, dass in der Krise der industrialisierten Welt dieser eigentümliche Wunsch der weissen Rasse nach Überlegenheit wieder durchbricht..

Die «Geschichte der Welt» macht aber klar, dass die euro-amerikanische weisse Vorherrschaft nur eine zeitlich klar begrenzte Epoche ist.

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Sebastian Conrad, Jürgen Osterhammel (Hrsg.:) 1750 – 1870. Wege zur modernen Welt. Band 4 der «Geschichte der Welt». Mit Beiträgen von Cemil Aydin, R. Bin Wong, Sebastian Conrad, Jürgen Osterhammel. C.H. Beck, München 2016

Moreover, before being sold, financial products should be certified so that they satisfy certain standards, as is the case in other industries such as the pharmaceutical, food or automotive industry. A supervisory authority should be responsible for the eventual certification of these products with the objective of halting the issuance of toxic financial products that penalize the clients of big banks and generate systemic risk in the economy.

It’s up to us citizens to bring forward this type of project because politicians will fail us. The current system has run out of steam. In the face of the hypocrisy displayed by most of those in power who far too often play the game of tax havens and big banks, it is civil courage alone which will allow us to reactivate democracy, allow ethics to play their rightful role, and put people back at the center of the economy.

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This article was first published by HuffingtonPost/TheWorldPost

Themenbezogene Interessen (-bindung) der Autorin/des Autors

None. Professor Marc Chesney is Director of the Department of Banking and Finance of the University of Zurich and former vice dean of HEC Paris. He is also the author of the recent book «Vom Grossen Krieg zur permanenten Krise».

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4 Meinungen

... one simple, technically feasible tax of approximately 0.5% on all electronic payments....

Meiner Meinung nach nicht ohne mindestens eine kleine Progression den sonst kommt es daher wie eine weitere flache Steuer die keine Rücksicht auf die finanziellen Verhältnisse nimmt... und was ist mit den 70 Mrd. Erbschaften in der CH und 280 Mrd. in BRD die völlig Leistungslos den Eigentümer wechseln? Nicht zu vergessen die vergangenen 25 Jahre und unzähligen fiskalischen Erleicherungen für Kapital...
Uwe Borck, am 12. Mai 2016 um 17:36 Uhr
Diese denkbar einfach zu erfassende Steuer scheint mir sehr sozial zu sein. Wer höhere Zahlungen und elektronische Geldverschiebungen – Einkommen oder Vermögen –macht, zahlt viel mehr als andere. Das Resultat wird viel sozialer sein, als die heutigen progressiven Einkommenssteuern mit den vielen Abzugs- und Umgehungsmöglichkeiten!
Urs P. Gasche, am 12. Mai 2016 um 17:57 Uhr
Zum Thema Progression:
Realistischerweise würde man ja sowieso nicht das gesamte Steuersystem auf einen Schlag völlig umkrempeln. In einem ersten Schritt könnte man z.B. die Mehrwertsteuer oder die Lohnprozente für die AHV (die auch nicht progressiv sind) durch eine Transaktionssteuer ersetzen. So könnte man auch Erfahrung sammeln, wie stark sich das Volumen der Transaktionen als Folge einer Besteuerung vermindern würde (Hochfrequenzhandel würde ziemlich rasch ganz verschwinden...).

Im Artikel wird schön erklärt, warum die EU im Bereich Steuern so wenig Energie in Harmonisierungen investiert. Trotzdem ist es sehr störend. Es müsste nicht mal eine gänzliche Vereinheitlichung sein. Aber wenn man schon einen Binnenmarkt will, dann müsste doch eigentlich auch klar sein, dass man die Besteuerung der grossen Akteure regeln muss. Ebenfalls müsste selbstverständlich sein, dass nicht wichtig ist, wo der Firmenhauptsitz ist, sondern wo das wirkliche Geschäft gemacht wird.
Daniel Heierli, am 12. Mai 2016 um 18:52 Uhr
@U. P. Gasche, Ich klammere mich irgendwie immer noch an das Prinzip der Ökonomischen Leistungsfähigkeit was Steuern und auch Abgaben anbelangt und ich denke das dies am effektivsten mit Progression umgesetzt wird. Dieses Prinzip wurde von unseren Vorfahren recht gut verstanden und deshalb umgesetzt, doch leider bis heute, ausser für sehr tiefe Einkommen bis ca. 250000.- , im einstigen Sinn und Zweck komplett ausgehebelt. Auch bei der Bundessteuer und Vermögenssteuer ist doch recht schnell mal fertig mit Progression und bald kommen individuelle Vereinbarungen mit den Steuerbehörden die gar degressiv sind. Kommt noch hinzu das Definitionen wie Mittelklasse bei lächerlichen 5500.- SFr. liegen und völlig legal seit Jahren tief gehalten werden und heute gar von Minusteuerung als Beweis ökonomischer Effizienz gerdet wird. Das Kapital und Profite bzw., die dafür nötigen Transaktionen innerhalb Europas nicht besteuert werden liegt sicher daran das es innerhalb der EU als einheitlichem Markt gar keine Kapitalverkehrskontrollen gibt. Trotzdem setzte man die Nationalstaaten bis in kleinste Details der Lebensbereiche auf recht brutalen Standortwettbewerb und befreite Investoren mit den völlig legalen Steueroasen von jeglicher verbindlicher gesellschaftlichener Verantwortung... am Ende wird diese Steuer einmal mehr die treffen die sich dem nicht entziehen können.
Uwe Borck, am 12. Mai 2016 um 20:27 Uhr

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