Bei Google keine Daten hinterlassen: So geht's

Urs P. Gasche © upg
Urs P. Gasche / 12. Nov 2014 - Auf Wunsch nochmals: Mit der holländischen Suchmaschine Ixquick kann man bei Google anonym suchen. Ein Tipp des Datenschützers.

Der Schweizer Datenschutz-Beauftragte Hanspeter Thür empfiehlt die niederländische Meta-Suchmaschine Ixquick. Sie liefert Suchresultate von Google unter absoluter Wahrung der Privatsphäre – ohne Google Ihre IP-Adresse und Identität zu verraten.

Wenn Sie mit Startpage suchen (auch die von mir empfohlene erweiterte Suche), bereinigt Ixquick mit Sitz in den Niederlanden alle Informationen, die zu einer Identifizierung führen können. Ixquick gibt Ihre Suchanfrage anonym an Google weiter. Ixquick erhält dann die Suchresultate und retourniert diese an Sie unter absoluter Wahrung Ihrer Privatsphäre. «Diese Suchmaschine schützt die Anonymität der Nutzer», versichert Thür.

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Die Meta-Suchmaschine Ixquick auf deutsch hier herunterladen und in Ihre Suchmaschine integrieren.

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Keine

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Anl. Ixquick

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17 Meinungen

Ich bin froh, dass Sie auf diese Möglichkeit hinweisen. Leider herrscht noch immer große Unkenntnis darüber. :-)
Peter Wicke, am 26. Dezember 2013 um 12:14 Uhr
Dabei nicht vergessen:
1) Der Verkehr mit Ixquick geht wie alle anderen Internetabfragen auch über mehrere Server, die irgendwo in der Welt stehen können und kann entsprechend abgefangen werden.
2) Wenn ich die NSA und ähnliche Organisationen wäre, würde ich selbst solche Suchmaschinen wie Ixquick betreiben, dann hätte ich schon eine interessante Zielgruppe und müsste nicht die grosse Masse der Abfragen durchforsten, denen die Internet-Geheimhaltung sekundär ist.
Schützen wird also IXquick in erster Linie vor der Profilierung durch google. Das bedeutet aber auch, dass die Suchresultate nicht auf das Profil des Abfragenden, sondern nur auf die gerade eingegebene Abfrage angepasst sind.
Das Anpassen der Abfragen auf sein eigenes Profil lässt sich übrigens unter google - settings auch abschalten.
Heiner Graafhuis, am 26. Dezember 2013 um 12:29 Uhr
Das Anpassen der Abfragresultate bei Google lässt sich nur abschalten, wenn man dort ein Konto hat. Ich habe zwar eines (und das Verfolgen des Suchverlaufs und damit das Anpassen längst abgeschaltet), und ich pflege mich nicht anzumelden. Dennoch habe ich das Gefühl, bei den Suchresultaten werde privilegiert, was ich schon kenne (wie sinnvoll!), Jedenfalls kommt mit Ixquick eine andere Reihenfolge.
Daniel Goldstein, am 27. Dezember 2013 um 16:50 Uhr
Ich habe auch ein rudimentäres Google Konto und Hemmungen allzuviel preiszugeben. Gerade deshalb habe ich ja die Warnung zur Offenheit des Internet-Verkehrs verfasst.
Andererseits schätze ich durchaus, dass Google «mitdenkt» wenn ich etwas suche, mir z.B. Wikipedia immer ziemlich früh empfiehlt, und ich gehe nur zu anderen Maschinen, wenn ich nicht genügend fündig werde... Jede Suchmaschine hat (hoffentlich) einen anderen Algorithmus - vielleicht stützt sich IxQuick nicht nur auf Google?? So genau untersuche ich das nicht. Wichtig bleibt: Internet ist offen - wie immer man auch sucht darin!
Heiner Graafhuis, am 27. Dezember 2013 um 17:04 Uhr
Startpage.com zu nutzen ist definitiv sinnvoll. Nur reicht es nicht: Google sammelt auch über ganz verschiedene andere Wege Daten wenn man surft, z.B. über das leider auch bei Infosperber eingesetzte Google Analytics. Wer das nicht will, braucht eine Firefox-Erweiterung wie Ghostry, über die sich Google Analytics deaktivieren lässt. Wenn Datenschutz für Infosperber ein Anliegen ist, so müsste Google Analytics weg, z.B. ersetzt werden durch Piwik, das genauso viel kann, bei dem man aber selber die Hoheit über die erhobenen Daten hat.
Jonas Ryser, am 25. Januar 2014 um 16:03 Uhr
Ich möchte eigentlich nur wissen, wie Einträge auf Google gelöscht werden können und wie Einträge nach der Wichtigkeit sortiert werden können! Danke für die Mitteilung.
Gruss Beda Düggelin
Beda Düggelin, lic. oec. HSG, am 26. Januar 2014 um 16:43 Uhr
Ich arbeite mit DuckDuckGo, das eine ähnliche Sicherheit aufweisen soll.
Und wenn das stimmt mit Ghostry, sollte das auf der Homepage tatsächlich - wie von Heiner Graafhuis geändert werden.

Gruss Volker Jäger
Volker Jäger, am 27. Januar 2014 um 14:37 Uhr
Google und andere ähnliche Dienste systematisch anonymisiert zu benutzen, ist schändliches Trittbrettfahren. Etwa gleich wie in ein Restaurant zu gehen und dort das selber mitgebrachte Menü zu verspeisen, was auch niemandem in den Sinn kommt. Dass Google den eigenen (ja nicht unerheblichen) Aufwand mit Werbung finanziert und diese auch personalisiert ist ja hinlänglich bekannt und wem das nicht passt, sollte so konsequent sein, halt anderswo nach Informationen zu suchen. Andernfalls ist der Straftatbestand „Erschleichen einer Leistung“ nach Art. 150 StGB wohl klar erfüllt – auch wenn die Leistung nicht mit Geld, sondern mit Nutzerdaten entgolten wird. Dass Konsumentenschützer und erst recht der staatliche Datenschützer zu solchem Tun aufrufen, ist befremdlich.
Christoph J. Walther, am 29. Januar 2014 um 02:03 Uhr
Google und z.B. Bing anonymisiert zu benutzen ist selbstverständlich kein «schändliches Trittbrettfahren» und schon gar nicht strafrechtlich relevant. Startpage bzw. ixquick zahlt natürlich an Google für die Nutzung der Daten, ebenso zahlt Duck Duck Go an bing bzw. Microsoft. Beide zeigen auch Werbung an, über die sie sich finanzieren, nur ist diese Werbung eben nicht über ein angelegtes Personenprofil personalisiert.
Suchabfragen lassen sich einkaufen, z.B. 10'000 Abfragen für 15.31 Euro oder 2.5 Mio Abfragen für EUR 3826.50 bei bing. Ich nutze das für ein Projekt, und Sie können mir glauben: Die Nutzungsbedingungen sehen nirgends vor, dass man irgendwelche Daten an die Suchmaschinenbetreiber weitergeben muss. Das ist auch für die Suchmaschinen ein Geschäft, sonst hätten sie startpage & Co. längstens blockiert.
Jonas Ryser, am 29. Januar 2014 um 07:21 Uhr
Fast mehr als die Datenspuren interessiert mich der Energieverbrauch der Suchmaschinen. Google bemüht sich offenbar um die Benutzung erneuerbarer Energie, Microsoft (Bing) zählte mal zu den Atomkraftbefürwortern. Dann gibt es noch «Oekosuchmaschinen», welche ihre Oberfläche erneuerbar betreiben (dies ist allerdings nur ein Bruchteil des Stromverbrauchs) und sehr kleine Beträge an WWF oder so spenden.
Persönlich hätte ich gerne eine echte schweizerische oder zumindest europäische Oeko-Bezahlsuchmaschine auf, aber das scheint es nicht zu geben.
Ich stelle übrigens auch fest, dass mich Google «kennt», auch wenn ich nicht angemeldet bin, und trotzt wechselnder IP-Adressen. Es ist für Google wohl ein Kinderspiel, aufgrund verschiedener nicht versteckbarer Parameter einen User oder PC schnellstens zu identifizieren.
Theo Schmidt, am 12. November 2014 um 18:07 Uhr
@Heiner Graafhuis, Kommentar 26.12.13 / 12:29 und
@Daniel Goldstein, Kommentar 27.12.13 / 16:50:
Zu «Google-Zeiten» (auch mit dem 'umweltfreundlichen' Ecosia, dass ja voll mit Google arbeitet), also mit Googles Profilierungen hat es mich gerade eben gestört, dass meine Suchanfragen ausgewertet und zu einem Profil der (scheinbar) mich interessierenden Themen geformt werden. Je nach dem suche ich mal nach den einen, ein anderes mal nach anderen Kriterien und da ergeben sich falsche Resultate, wenn nach gespeicherten «Vorlieben» gesucht und gefiltert wird.

Das Problem besteht übrigens nicht nur bei Google: Auch Amazon und viele andere Online-Anbieter - leider auch Buchhändler - arbeiten mit dieser Profilierungstechnik. Und schon gar nicht interessiert mich, wenn ich ein Buch online bestelle, was andere Kunden des Buchhändlers bestellt haben. Zumindest so lange noch nicht, als ich meine Bücher nicht nach dem Kriterium «Top-Bestseller» oder «Was alle haben muss ich auch haben» auswähle, sondern nach dem, was mich interessiert.
Hartwig Roth, am 13. November 2014 um 17:47 Uhr
@Schmid: Es ist nicht nur für Google sondern für jeden Server ein Kinderspiel, Sie eindeutig zu identifizieren, zumindest sofern Sie JavaScript zulassen. Ein Test, Erklärungen und Ausführungen dazu bei https://panopticlick.eff.org

Allgemein: Es gibt Suchanfragen, bei denen ixquick nicht dieselben Resultate liefert wie Google. Auch muss man sich angewöhnen, dass ixquick als Filter für Seiten «host:» nutzt und nicht «site:» wie google. Ab und an komme ich nicht darum herum, eine auf ixquick ergebnislose Suche bei google zu wiederholen - und werde dort meist fündig. Ganz ohne google gehts bei mir leider also (noch) nicht.
Felix Rothenbühler, am 13. November 2014 um 21:28 Uhr
Google nutzen die meisten nur aus reiner Gewohnheit. Wir sind schlicht und weg zu faul uns an etwas anderes zu gewöhnen. Seit einiger Zeit bin ich auf Swisscows umgestiegen. Die Tatsache, dass ihre Server alle in der Schweiz stehen und somit unabhängig von der EU und den USA sind, ist für mich den grössten Vorteil eigentlich. Bei DuckDuckGo und IxQuick ist das nicht der Fall. Die Ergebnisse sind erstaunlich gut und insgesamt mach Swisscows einen guten Eindruck. Jeder User sollte unbedingt darauf achten, was mit seinen persönlichen Daten passiert. Es gibt genug Alternativen zu Google, also nutzt diese auch.
Klas Summer, am 14. November 2014 um 13:48 Uhr
Ui, jetzt habe ich einmal meinen Adblocker ausgeschaltet und was sehe ich da auf Infosperber? Ghostry zeigt 11 Tracker an, neben Google Analytics und Brower-Update 6 Werbetracker und 3 Beacons, also Zählpixel. Aber Angst haben vor der Google Suche ...
Michael Gisiger, am 15. November 2014 um 11:03 Uhr
Ja, das ist mir auch aufgefallen. Inbesondere verwendet Infosperber Google Analytics. Ich weiss allerdings nicht, wie «schlimm» das ist im Vergleich zur Verwendung der Google Suchmaschine. Weiss jemand mehr?
Theo Schmidt, am 15. November 2014 um 13:57 Uhr
Ja, das ist mir auch aufgefallen. Inbesondere verwendet Infosperber Google Analytics. Ich weiss allerdings nicht, wie «schlimm» das ist im Vergleich zur Verwendung der Google Suchmaschine. Weiss jemand mehr?
Theo Schmidt, am 15. November 2014 um 13:57 Uhr
Ich finde den Einsatz von Google Analytics problematisch. Wer über Google sucht, muss in Kauf nehmen, dass er getrackt wird und verfälschte weil «personalisierte» Ergebnisse angezeigt bekommt. Wenn eine Webseite Google Analytics einsetzt, gibt sie Google direkten Zugriff auf die Daten der Seitenbesucher, ohne dass diese eingewilligt haben und (ausser durch den Einsatz z.B. von Ghostry) etwas dagegen unternehmen können. Durch die grosse Verbreitung von Google Analytics kann Google nicht nur feststellen, welche Artikel ich auf Infosperber gelesen habe, sondern gleich ein Profil erstellen, welches die Besuche und Verweildauer auf Infosperber, Bund online, meiner Zahnarztpraxis, Shoppingseiten, usw. umfasst. Kurz: Google kann den grössten Teil meiner Online-Aktivitäten aufzeichnen, und bei Nutzern von Gmail, Google+ und ähnlichem problemlos einer Person zuordnen.

Ich fände es deshalb wünschenswert, dass Infosperber auf den Einsatz von Google Analytics verzichtet. Mit Piwik existiert eine Software die Open Source und damit kostenlos ist und (fast) alles kann was Analytics kann. Im Gegensatz zu Google Analytics wird sie dezentral betrieben, was ein Verknüpfen der Daten über mehrere Seiten hinweg verunmöglicht. Für Infosperber bleibt alles wie bisher, Google geht leer aus.

Ich verwende bewusst keine Adblocker. Aber wenn Tracker installiert sind, blockiere ich über Ghostry alles - und da ist die Werbung halt auch weg. Ein Grund mehr für Seitenbetreiber, auf Tracker zu verzichten.
Jonas Ryser, am 15. November 2014 um 14:52 Uhr

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