Sperberauge

Einmal etwas Erfreuliches aus dem Duterte-Land

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Red. /  Die philippinische Umweltministerin Gina Lopez heizt den Rohstofffirmen ein, damit sie verantwortlich und gesetzeskonform handeln.

Konzerne, die Umweltgesetze nicht einhalten und Lebensgrundlagen der örtlichen Bevölkerungen zerstören, bekommen es in den Philippinen mit Umweltministerin Gina Lopez zu tun. Sie wird dabei von Präsident Rodrigo Duterte unterstützt.
Lopez nutzt auch die Social Media, um Schäden an der Natur aufzuzeigen. Seit sie im Amt ist, sind auf den Philippinen bereits 28 Minen geschlossen und 75 Ausbeutungs-Konzessionen sistiert worden. Das meldete die NZZ am 22. April 2017.
Glencore betroffen
Auch die an Glencore vergebene Konzession zum Erschliessen und Ausbeuten grosser Gold- und Kupferlager auf Mindanao, das sogenannte Tampakan-Projekt, ist vorläufig ausser Kraft gesetzt. Die Umweltministerin verlangt von Glencore eine Umweltverträglichkeitsprüfung sowie das Errichten eines Spezialfonds zur Beseitigung von Umweltschäden.
Die Rohstoffbranche zeigt sich entsetzt. Der Dachverband «Chamber of Mines» setze alle Hebel in Bewegung, um die unliebsame Dame aus dem Amt zu kippen, berichtet die NZZ. Sie sei «nicht qualifziert» für das Amt, erklärte das «Chamber of Mines» am 19. April 2017 nach einer Bestätigung im Amt. Dies sei allerdings nicht so einfach, weil die 63-jährige Umweltministerin aus einer der reichsten Familien des Landes stamme und eine Auseinandersetzung mit der Industrie nicht scheue.


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