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Das Gespenst Blochers über der BaZ. Lichtaktion am Redaktionsgebäude der "Basler Zeitung" © Rettet Basel!

Mein Name ist Schorsch, und ich weiss von Nichts.

Hugo Spitz /  Wie Georges Bindschedler, Verwaltungsrat der MedienVielfalt Holding, Unwissenheit ausbreitet und uns im Nebel stochern lässt.

Am Wochenende hat die Stadt Basel wieder Proteste gegen Christoph Blochers Steuerung der BaZ und die un-heimliche Machtstruktur bei der «Basler Zeitung Medien» erlebt. Basler Künstler haben mit einer Lichtaktion das Gespenst von Christoph Blocher auf das Redaktionsgebäude der «Basler Zeitung» am Aeschenplatz projiziert. Und Basler Bürgerinnen und Bürger haben über tausend Exemplare der neuen Sonntagsausgabe der «BAZ» zur Redaktion zurück gebracht. Das ist kein heisser Protest mehr aber fortgesetzter Ausdruck des Unmuts über die nach wie vor ungeklärte Gegenwart und Zukunft der «Basler Zeitung».

Der Schriftsteller Guy Krneta, Initiant von «Rettet Basel!» hat einmal mehr versucht, Licht in die Sache zu bringen. Diesmal im Gespräch mit Georges Bindschedler, «mit 7,1% der Stimmen und 12,5% Kapital (5 Mio.)… nach Tito Tettamanti der grösste Einzelaktionär der neuen MedienVielfalt Holding» (dieses und die folgenden Zitate alle von «Rettet Basel! Im Gespräch mit Georges Bindschedler», soweit nichts anderes erwähnt). «Als Schwiegersohn des Immobilienhändlers, Bankiers und einstigen Medienunternehmers («Espace Media Groupe») Charles von Graffenried war er bis vor zehn Jahren Delegierter des Verwaltungsrates der Von Graffenried Holding AG Bern und kontrollierte u.a. die «Berner Zeitung» und den «Bund». Zu seinem Ausstieg aus dem Unternehmen sagte er gegenüber den Medien: Er sei ihm eines Tages klar gewesen, dass sein Schwiegervater nicht auf ihn setzen würde. Er habe genug gehabt von der «Prinz-Charles-Rolle».

Und jetzt ist er Prinz Schorsch, wenn nicht alles täuscht, als zweiter Mann nach Tito Tettamanti, aber nur «auf der Ebene der Holding». Denn Eines bleibt zurück, wenn man sich durchgehangelt hat durch das Gespräch von Krneta mit Georges Bindschedler: Er hat 5 Millionen investiert, in welcher Form auch immer, und ansonsten keine Ahnung. «Viele Trägerschaften» sind erwünscht, für Medienvielfalt, die BaZ muss «gesunden», zuständig dafür ist Filippo Leutenegger, über Herrn Somm und die Wechsel in der Redaktion weiss er «viel zu wenig», Blocher «konnte aussteigen», aber er «leistet diese Garantie» für das «gesamte Unternehmen», aber die Führung ist jetzt «Filippo Leutenegger», aber Schorsch weiss nichts Genaues nicht, auch nicht über «Les Observateurs» in der Westschweiz, das jetzt «Herr Windisch» (Professor an der Uni Genf) als Projekt vorantreibt, und «das sind natürlich Leute, die sich kennen», aus dem «Verein Zivilgesellschaft», einer Tettamanti-Gründung, und dem ‚Schweizer Monat’, und so weiter.

«Das ist ein breites Sammelsurium von Leuten, das hier zusammenkommt. Über die ganze Schweiz verteilt. Jeder hat einen etwas anderen Bezug dazu. – Viel mehr kann ich dazu eigentlich gar nicht sagen. Ich würde gerne in ein paar Monaten noch mal mit Ihnen darüber diskutieren. Vielleicht haben wir dann mehr Fleisch am Knochen.»

Das ist der Schluss. Er ist Verwaltungsrat und weiss von nichts. Schadet nichts. Tettamanti gibt das Kleingeld, Blocher die Garantie, und Filippo macht die Sanierung. Was immer das bedeuten mag. Von Georges Bindschedler werden wir es sicher nicht erfahren.


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