Feuer in Bar: 40 Tote und 119 Verletzte in Crans-Montana*
Von «mehreren Dutzend Toten» sprach der Walliser Polizeichef an der Medienkonferenz von 10.15 heute Morgen. Am Abend wurden «etwa 40 Tote» bestätigt. Am Abend waren noch nicht alle identifiziert. 115 Personen seien verletzt, die meisten davon schwer. Sie wurden unter anderem in die Spitäler von Sitten, Lausanne, Genf und sogar Zürich eingeliefert.
Unter den Toten und Verletzten befinden sich auch junge ausländische Gäste verschiedener Nationalitäten.
Es gebe keinerlei Indizien, dass es sich um ein Attentat gehandelt habe. Um 01.30 sei Feuer ausgebrochen. Wie es dazu kam, ist noch nicht bekannt.
Über allenfalls fehlende oder nicht zugängliche Notausgänge könne die Polizei noch keine Angaben machen.
Das Deutschschweizer Fernsehen «SRF» hat die morgendliche Medienkonferenz nicht übertragen. Von Zusammenarbeit mit dem welschen Sender «RTS» keine Spur. Es ist nicht bekannt, weshalb «SRF» die Medienkonferenz von «RTS» nicht übernehmen und eine live-Übersetzung anbieten konnte. Nicht einmal einen Einblender zu diesem Ereignis und nicht einmal einen Hinweis auf die Medienkonferenz, die von «RTS» übertragen wurde. (Nachtrag: Um 13.45 Uhr strahlte SRF eine Sondertagesschau zur Situation in Crans-Montana aus.)
Der britische Sender «BBC» behandelte das Unglück als «Breaking News» und übertrug bereits ab 09.00 Uhr vor Ort und auch die Medienkonferenz.
Was man weiss über die Bar
«Inside Paradeplatz» berichtet heute:
Die Constellation-Bar gehört zwei Korsen. Das Ehepaar betreibt in der Gegend des Walliser Skiorts mehrere Gastrostätten und zählt zu den aufstrebenden Geschäftsleuten der Walliser Feriendestination. Ihren Aufstieg zum Gastronomen-Power-Couple begannen die heute knapp 50-jährigen vor 10 Jahren:
2015 mit der damals verwaisten Constellation Bar, 2020 kam ein Burger-Lokal in Crans-Montana mit Dauer-Sport-TV dazu. Vor 2 Jahren folgte schliesslich die Eröffnung eines Restaurants mit korsischer Küche im nahe gelegenen Wohnort, am Fusse des Bergs. Mit letzterem hätten sich die Zwei einen Namen weit über die Region hinaus gemacht, schrieb ein Crans-Montana-Immobilien-Magazin diesen Sommer.
Die Tragödie zählt zu den grössten der jüngeren Zeit. Die Constellation Bar biete Platz für 400 Leute, ist Berichten zu entnehmen.
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*Diese Zahlen wurden aktualisiert. Am Morgen des 1. Januar war von mehreren Dutzend Todesopfern und etwa 100 Verletzten die Rede.
Themenbezogene Interessenbindung der Autorin/des Autors
Keine. Informationsstand vom 1. Januar 2026, 11.45 Uhr.
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Meinungen in Beiträgen auf Infosperber entsprechen jeweils den persönlichen Einschätzungen der Autorin oder des Autors.








Auch das Tessiner Fernsehen (RSI) hat die PK live übertragen und mit zwei Journalisten aus dem Studio begleitet und übersetzt (darunter der Info-Chef). Oft sind die Tessiner alerter als die Deutschschweizer, obwohl deutlich schlechter dotiert. Oder sind sie vifer, weil sie weniger Leute haben und sich deshalb besonders anstrengen, um ihrem Publikum einen guten Service zu bieten? Hoffentlich realisiert auch das Tessiner Stimmvolk (besonders SRG-kritisch), was es am RSI hat!
Balz Bruppacher
Ihr Artikel ist nicht korrekt. Ich konnte die Pressekonferenz auf der SRF App auf französisch live mitverfolgen.
Meine Kritik galt den drei SRF-Fernsehkanälen SRF 1, SRF 2 und SRF info.
Ich mag diesen Beitrag nicht.
Es ist wohl klar, dass bei einem so dramatischen Vorfall mit derart vielen schwer Verletzten und Toten eine grosse Verwirrung und ein Ausnahmezustand geherrscht haben musste. Ich habe die Medienkonferenz auf RTS verfolgt. Die Behörden waren in der Tat sehr zurückhaltend aber klar in ihren Aussagen. Wenn man bei einem so dramatischen und offensichtlich komplexen Fall keine eindeutigen Aussagen machen kann, dann soll man lieber schweigen. Dass sie sich bemühten keine wirren Spekulationen aufkommen zu lassen, kann man ihnen ja nicht zum Vorwurf machen. Dass BBC als erste vom Unfall berichtete ist für mich auf jeden Fall kein Qualitätszeichen. SRF hat am morgen nach der Medienkonferenz über den Unfall berichtet, das so nebenbei.
Wo bleiben hier die wichtigen Positivberichte zur Bewältigung des entstandenen Chaos? Offensichtlich hat die interkantonale Zusammenarbeit sehr gut funktioniert.
Der Beitrag von upg brachte mir zusätzliche Informationen.
So wurde an der Medienorientierung vom Nachmittag des 1. Januar 2026 auf die Frage aus der Reihe der Medienschaffenden, wer die betroffene Bar betreibe, sehr, sehr ausweichend beantwortet.
D.h. es kam mir schon komisch vor, dass die Lokalen Behörden nicht gewusst haben sollen, wer die Besitzer dieser Bar sind. Oder gehören diese als Inhaber von 5 Lokalen jetzt schon zum Walliser-Filz?
Wo bleibt das Positive ?
Schon Tucholsky traf der Vorwurf, er sei zu negativ.
Herr Speiser, erinnern Sie sich wie es herauskam ?
Ich bin 77 jährig und hatte nie in meinem Leben einen Fernseher. Aber in anderen Medien las ich ein Herr Forler habe auf SFR Badewannen Geräusche abgespielt ?
Und das am Neujahrsmorgen.lch schlage ihnen vor, zahlen Sie meine Serafe Gebühr.
Was sind das für Zeiten, in denen «die Bild» informativer ist, als unser Staatsmedien.
Danke für Ihre Rückmeldung Herr Rothenbühler, die ich allerdings nicht verstehe… 77 Jahre, Tucholsky, ohne Fernseher, Badwannengeräusche, Serafe Gebühren, Herr Forler, Bild und Staatsmedien und alles am Neujahr…. und…? Interessant!
Meine Empfehlung: Mehr Tucholsky lesen, weniger Fernseher schauen.
Aber im Ernst: Der Bund zahlt pro Zeitung 43 Rappen Subvention für die Zustellung.
Glauben Sie ernsthaft, ein Journalist könne sich eine kritische Berichterstattung leisten.
Wenn dem so wäre, hätten Herr Hässig und Herr Gasche vermutlich weniger Erfolg.
Brandkatastrophe in Crans-Montana: Kontrollen im Wallis sind allgemein unbeliebt!
Diverse Vorfälle im Kanton Wallis zeigen immer wieder, dass der Vollzug von Rechtsvorschriften in diesem Kanton im Argen liegt.
Beispiele: Das Bauen in von Naturgefahren (Lawinen, Bergstürze, Hochwasser) bedrohten Lagen, überbordender Zweitwohnungsbau, Weinskandale, Abschuss von geschützten Wildtieren, Finanzskandale (Leukerbad), Politskandale (Fragen Sie Peter Bodenmann!).