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Dem Bundesamt für Statistik teilten die Spitäler 84 Prozent mehr Covid-Hospitalisierte mit als dem Bundesamt für Gesundheit (TEIL 2). © RiskNET

Covid-Spitalpatienten: Noch viel mehr Verwirrung

Urs P. Gasche /  Spitäler meldeten dem Bundesamt für Statistik 84 Prozent mehr Covid-Hospitalisierte als dem BAG. Niemand weiss genau warum.

In den Spitälern gab es viel mehr Patientinnen und Patienten, die dort wegen oder mit Corona behandelt wurden, als es das Bundesamt für Gesundheit BAG bekanntgibt, und als es Medien mit schön aufbereiteten Grafiken regelmässig verbreiten. Wieviel mehr es sind, kann niemand genau sagen. Laut Bundesamt für Statistik sind es 84 Prozent mehr.

Die Zahl der Covid-19-Erkrankten, die in einem Spital behandelt werden müssen, gibt an, wie gefährlich das Virus und wie folgenschwer die Pandemie ist. Unter anderem an dieser Zahl orientiert sich die Politik, wenn es darum geht, die Pandemie-Massnahmen zu lockern oder zu verschärfen. Und mit dieser Zahl wird die Hospitalisierungssrate ausgerechnet, das heisst, wie viele der Virusträger oder der Erkrankten so schwer erkrankten, dass eine Spitalbehandlung nötig wurde.

Die Krux: Die Zahl der Hospitalisierten, die das Bundesamt für Gesundheit BAG veröffentlicht, ist äusserst unzuverlässig. Infosperber hatte erstmals am 20. November 2020 darüber informiert. In den letzten Tagen kam es in verschiedenen Medien zu Schlagzeilen, weil das BAG positiv Getestete auch dann zu den Covid-Hospitalisierten zählt, wenn sie gar nicht wegen der Folgen von Covid-19 im Spital sind, sondern aus anderen Gründen. Wegen dieser unsauberen Erfassung gibt das BAG die Zahlen der schwer erkrankten Covid-Patienten bis heute zu hoch an.

Allerdings: Eine noch grössere statistische Diskrepanz zeigt jetzt – im Gegenteil –, dass es insgesamt viel mehr Patienten wegen oder mit Corona in Spitälern gab und gibt, als sie das BAG verbreitet. Dies gilt ganz sicher für das erste Covid-Jahr 2020 und höchstwahrscheinlich auch für das Jahr 2021 und wahrscheinlich in geringerem Mass auch noch heute.

Das BAG verbreitet bis heute Zahlen, wonach es im Jahr 2020 in Spitälern insgesamt 20’076 Patientinnen und Patienten gegeben habe, die auf Sars-CoV-2 positiv getestet wurden:

Fälle BAG

Laut BAG gab es im Jahr 2020 insgesamt 20’076 Patientinnen und Patienten mit einem positiven Covid-Test.

Unglaubliche Diskrepanz von 84 Prozent

Die gleichen Spitäler meldeten aber dem Bundesamt für Statistik BFS für das gleiche Jahr 2020 84 Prozent mehr Covid-Fälle in Spitälern. Das BFS zu Infosperber:

«Im Jahr 2020 meldeten die Spitäler dem BFS 36’962 Corona-Fälle. Es handelt sich um Spitalaustritte von Patienten mit dem ICD-10 Kode U07.1.»

Das sind genau 84 Prozent mehr Corona-Fälle als das BAG angibt.

Gleiche Erfassungskriterien

Den gewaltigen Unterschied von 84 Prozent konnten auf Anfrage weder das Bundesamt für Statistik noch das BAG zufriedenstellend erklären. 

Seit Beginn der Pandemie waren die Spitäler verpflichtet, sämtliche Spitalpatienten, die das Virus tragen, das heisst laborbestätigt positiv getestet waren oder wurden, dem BAG aktuell zu melden. Mit diesen Zahlen erstellt das BAG noch heute die Statistik der hospitalisierten Covid-Fälle.

Wenn die Patienten das Spital verlassen (oder dort verstorben sind), melden die gleichen Spitäler alle Patientinnen und Patienten mit einem laborbestätigten positiven Testresultat dem Bundesamt für Statistik (zusammen mit den erfolgten Behandlungen). Massgebend ist der WHO-Kode U07.1, der alle positiv getesteten Covid-Fälle ebenfalls «laborbestätigt» und «unabhängig von klinischen Symptomen» erfasst. Deshalb kann man feststellen:

Die Spitäler müssen bei den Daten, die sie ans BAG und ans BFS liefern, das genau gleiche Erfassungskriterium anwenden.

Der einzige Unterschied: Dem BAG müssen die Spitäler alle positiv Getesteten sofort für die aktuelle Statistik melden, dem BFS (und damit der SwissDRG AG) erst mit grösserer Verzögerung zusammen mit anderen medizinischen Daten. Aus diesem Datenpaket an das BFS ist ersichtlich, wie viele und wie hohe Pauschalen die Spitäler in Rechnung gestellt haben.

Das Bundesamt für Statistik BFS verfügt erst für das Jahr 2020 über die medizinischen Daten, welche die Spitäler liefern. Darunter befinden sich die oben erwähnten, vom BFS bestätigten 36’962 Corona-Fälle.

Die SwissDRG AG, welche die Abrechnungen der Spitäler ebenfalls erhält, hat die verrechneten Fallpauschalen von 124 Spitälern mit zusammen 31’988 Corona-Fällen analysiert. Das waren 86 Prozent aller – laut Angabe sämtlicher Spitäler – hospitalisierten Corona-Fällen. SwissDRG AG bearbeitete 59 Prozent mehr Fälle als es laut BAG überhaupt gab.

Grosszügig codiert?

Der Verdacht liegt nahe, dass viele Spitäler ihre Patientinnen und Patienten etwas grosszügig als Covid-Fälle einteilten, um mehr Einnahmen zu generieren. Tatsächlich war der Kostendeckungsgrad bei Covid-Patienten etwas höher als bei Patienten mit den gleichen Krankheitsbildern ohne Covid-Diagnose. Das zeigte die Auswertung der Spitalabrechnungen des Jahres 2020, die SwissDRG AG erstellt hat. SwissDRG-Geschäftsführer Simon Hölzer zu Infosperber: «Die Covid-Fälle wurden im Vergleich zu allen anderen stationären Fällen im Jahr 2020 in den meisten betroffenen Tarifgruppen leicht übervergütet.» 

Der Anfangsverdacht, dass Spitäler für Covid-Patienten zu wenig entschädigt werden, hat sich nicht bewahrheitet. Das Gegenteil war der Fall: Die verrechneten Leistungen deckten bei den Covid-Patienten 107,6 Prozent der Kosten ab, bei den Nicht-Covid-Patienten dagegen nur 99,6 Prozent. 

Etwas anders sah es auf den Intensivstationen «ohne Komplexbehandlung» aus: Dort wurden Covid-Fälle «durchschnittlich etwas weniger gut vergütet». Andererseits habe es bei den Komplexbehandlungen, meist künstlichen Beatmungen, «keine systematische Unterdeckung» gegeben, heisst es in der Analyse der SwissDRG AG.

Trotz der Überdeckung der Kosten bei den normal-stationären Covid-Patienten erkennt SwissDRG-Geschäftsführer Simon Hölzer für Spitäler «keinen Anreiz», zu viele covid-positive Fälle zu melden.

BAG: «Nicht überrascht»

Über die grosse Diskrepanz der Zahlen erklärt sich das BAG «nicht überrascht». Man wisse dies schon lange, könne die Gründe jedoch auch nur vermuten. Wahrscheinlich lägen die Zahlen des BFS näher bei der Realität. Denn die Meldungen ans BAG würden für die Spitäler «einen zusätzlichen Prozess zu den bestehenden administrativen Schritten» bedeuten. Deshalb sei «die Compliance bei der Meldung dieser Fälle (ans BAG) geringer als bei den routinemässig und etablierten Abrechnungsprozessen, welche die Grundlage der medizinischen Statistik (des BFS) bilden.»

Gegenüber Infosperber ergänzte das BAG, «die Interpretationsgrenzen der veröffentlichten Daten immer transparent» gemacht zu haben, indem bei den Zahlen die Warnung stehe: «Die Zahlen zu den Hospitalisationen sind aufgrund von Meldelücken und Meldeverzug mit Vorsicht zu interpretieren.» Allerdings hat der Meldeverzug, also die um Tage oder wenige Wochen verspätet eingegangenen Meldungen, auf das Jahr 2020 keinen Einfluss mehr, weil diese später eingetroffenen Meldungen längst nachgetragen wurden. Was alles unter «Meldelücken» zu verstehen ist, hat das BAG nie näher erläutert.

Eigentlich waren und sind die Spitäler verpflichtet, die Corona-Fälle dem BAG lückenlos zu melden. Doch offensichtlich hat das BAG nicht dafür gesorgt, dass die Meldepflicht eingehalten wird. Eine Nachlässigkeit der Spitäler hat das BAG auch nie öffentlich gerügt.


Taskforce: BAG-Zahlen der Hospitalisierungen sind unbrauchbar

Während der aktuellen Omikron-Welle hängt vieles davon ab, ob es wegen dem gleichzeitigen Auftreten vieler Fälle in Spitälern zu Überlastungen kommt. Doch die Hospitalisierungzahlen, welche das BAG veröffentlicht, seien nicht aussagekräftig, erklärte die Taskforce diese Woche im neusten Lagebericht vom 17. Januar 2022. Grund: Die Spitäler würden die Covid-Fälle erst mit grosser Verzögerung mitteilen: «Es dauert mehr als zwei Wochen, bis über 90% der Hospitalisationen gemeldet werden.»
Infosperber ergänzt: Wenn denn überhaupt alle gemeldet würden.

Auch im dritten Corona-Jahr sorgt das BAG nicht dafür, dass die Spitäler ihrer gesetzlichen Pflicht nachkommen, positiv Getestete in Spitälern innerhalb von 24 Stunden zu melden. Die Spitäler ihrerseits reden häufig von Spital-Überlastungen, sind jedoch nicht bereit, den Behörden und der Öffentlichkeit aktuelle Statistiken zu liefern.

Obwohl die Spitäler dem BFS im Jahr 2020 fast 84 Prozent mehr Corona-Fälle meldeten als dem BAG, hielt es das BAG nicht für nötig, diese enorme Differenz gründlich abzuklären.

Zwar veröffentlichte das BAG im November 2021 «methodische Erläuterungen» zur Spitalstatistik. Doch darin fehlt ein systematischer Vergleich der ans BAG und ans BFS gelieferten Zahlen. Es wird nicht klar gesagt, dass die Spitäler die Hospitalisierungs-Fälle nach den identischen Kriterien erfassen müssen. Dafür wird beispielsweise erwähnt, dass die Meldepflicht für ambulante Patienten abgeschafft worden sei. Mit den Hospitalisierungszahlen hat dies allerdings nichts zu tun. Als Fazit stellt das BAG einfach fest: «Insbesondere die Überlastung in den Spitälern während der ersten und zweiten Welle führte in fast allen Kantonen zu einer Unterdeklaration.» Die Spitäler selber hätten ja keinen Nutzen von einer Überdeklaration gehabt, ergänzte das BAG.

Das BAG verschweigt dabei aber, dass die Zahlen der Hospitalisierungen gerade im ersten Coronajahr relevant waren für die Einschätzung, wie gefährlich das Virus ist. Behörden und Medien nutzten diese Zahlen für Vergleiche und Massnahmen. Damals hatte das BAG noch nicht davor gewarnt, die Zahlen seien «mit Vorsicht zu interpretieren».

Möglicherweise sei im Jahr 2021 mit einer geringeren Differenz zwischen den BAG- und den BFS-Zahlen zu rechnen, meint das BAG. Das BFS erhält die Zahlen für das Jahr 2021 von den Spitälern erst in einigen Monaten.

Spitäler machen «mangelnde Compliance» geltend oder schweigen

Infosperber wollte von sechs grossen Spitälern erfahren, wie sie sich erklären, dass die Spitäler schweizweit dem Bundesamt für Statistik 84 Prozent mehr Covid-Patienten meldeten als dem Bundesamt für Gesundheit. 

Die Berner Insel-Spitalgruppe macht «zum Teil mangelnde Meldecompliance» dafür verantwortlich, obwohl die Ärzte «auf verschiedenen Kanälen auf die Meldepflicht hingewiesen» worden seien. Es könne auch vorkommen, dass beim Verlegen von Patienten nicht immer klar sei, ob der Patient bereits gemeldet sei.

Die Gruppe der Freiburger Spitäler sieht die Gründe ähnlich: «Die Meldung ans BAG erfordert das Ausfüllen eines speziellen Formulars. Bei starkem Andrang besteht die Gefahr, dass … Formulare vergessen werden.»

Das Universitätsspital Zürich wiederum behauptet, die Meldungen würden «nicht nach genau gleichen Regeln erfolgen». Und weiter meint die Kommunikationsbeauftragte Katrin Hürlimann, die eigentlich die Arbeit der Journalisten erleichtern sollte: «Ob dadurch die Diskrepanz erklärt werden kann, können Ihnen allenfalls die zuständigen Ämter beantworten.» Doch die Ämter erhielten die unterschiedlichen Zahlen vom Universitätsspital.

Keine Antworten erhielt Infosperber vom Kantonsspital St. Gallen und von den Kantonsspitälern Basel-Stadt und Basel-Land.

Analyse von SwissDRG: «Covid-Patienten hatten besseren Deckungsgrad»

Die Leistungen der Spitäler werden seit vielen Jahren mit Fallpauschalen abgegolten. Die Organisation SwissDRG AG, deren Aktionäre der Spitalverband H+, der Ärzteverband FMH, der Krankenkassenverband Santésuisse und der kantonalen Gesundheitsdirektoren-Konferenz sind, legt die Tarifstruktur fest. Im ersten Jahr der Pandemie behaupteten einige Spital-Exponenten, die Behandlungen von Covid-Patienten seien nicht kostendeckend. Deshalb hat die SwissDRG AG nach Vorliegen  der Spitalabrechnungen des Jahres 2020 analysiert, wie kostendeckend Covid-Patienten tatsächlich waren. 

Eine eigene Fallpauschale für Covid-19 gibt es keine. Die Spitäler nutzen die Fallpauschalen, welche für die wegen Covid-19 aufgetretenen Infektionskrankheiten, Lungenentzündungen und für andere Covid-Folgen gelten. Für «zusätzliche Massnahmen» wie beispielsweise eine Isolierung wurden die Spitäler mit der üblichen Isolierungspauschale entschädigt. 

In der Analyse des Jahres 2020 kommt die SwissDRG AG zum Schluss, dass «die Covid-Fälle (ohne Intensivstationen) im direkten Vergleich zu den Nicht-Covid-Fällen im Deckungsgrad gesamthaft besser abschnitten». Trotzdem sagt SwissDRG-Geschäftsführer Simon Hölzer, die Codierung eines Patienten als positiv getestet «beeinflusst die Höhe der Vergütung nicht».

Fazit der Analyse der SwissDRG AG: Die finanziellen Probleme der Spitäler entstanden nicht aus ungedeckten Kosten von Covid-Patienten, sondern aus Ertragsausfällen wegen verschobener Operationen und aus anderen Gründen. SwissDRG-AG-Geschäftsführer Simon Hölzer vermutet, dass Ertragsausfälle entstanden wegen der Auflage des Bundes, freie Kapazitäten aufrecht zu erhalten, und wegen des zusätzlichen Aufwands für Schutzmaterial sowie wegen ambulantem Mehraufwand.

Trotzdem geht der Kanton Zürich noch heute von einer «Tarifunterdeckung von Covid-Behandlungen» aus und davon, dass «Covid-Erkrankungen gegenwärtig zu einem nicht kostendeckenden Tarif erfolgen». Deshalb zahlt der Kanton Zürich an 26 Spitäler Zusatzzahlungen pro Covid-Patient: Von 18 Franken für jeden Behandlungstag in einem Akutbett bis zu 2113 Franken für einen Behandlungstag auf einer Intensivstation. Aufgrund dieses Verteilungsschlüssels zahlte der Kanton in den Jahren 2020 und 2021 den Spitälern insgesamt über 100 Millionen Franken. Das könnte ein Anreiz für die Spitäler gewesen sein, eine angebliche Unterdeckung der Behandlungskosten an die Wand zu malen und trotzdem möglichst viele Patienten als Covid-Patienten auszuweisen.


Themenbezogene Interessenbindung der Autorin/des Autors

Keine
_____________________
Meinungen in Beiträgen auf Infosperber entsprechen jeweils den persönlichen Einschätzungen der Autorin oder des Autors.

Zum Infosperber-Dossier:

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17 Meinungen

  • am 19.01.2022 um 11:45 Uhr
    Permalink

    Ist bekannt was die Krankenkassen bezahlen? Ich denke da an den symptomlosen covidpositiven Beinbruch. Wird da zwei mal kassiert?

    • Favorit Daumen X
      am 19.01.2022 um 11:57 Uhr
      Permalink

      Die Kassen zahlen bei Allgemeinversicherten und bei Privatversicherten den Anteil der Grundversicherungsleistungen. Rund die Hälfte an die Spitalkosten zahlen die Kantone. Selbstverständlich kassiert niemand doppelt.

      • am 19.01.2022 um 14:42 Uhr
        Permalink

        Mit zwei Mal kassiert meinte ich wird einmal
        – der Beinbruch verrechnet und
        – das zweite Mal der Covidfall obwohl symptomlos getestet.

      • Favorit Daumen X
        am 19.01.2022 um 15:36 Uhr
        Permalink

        Nein, Für Covid gibt es keine eigene Fallpauschalen, wie im Artikel erwähnt.

      • am 19.01.2022 um 20:09 Uhr
        Permalink

        Und wie ist das mit den Entschädigungen gemäss RRB-2022-0077-1 Kanton Zürich (auf Infosperber im Kommentar von Bettina Bigler vom 16.01.2022 zu ‹Covid-Hospitalisierungen: «BAG unterschlägt willentlich Daten»› dargestellt)? In anderen Kantonen dürfte wohl analoge Regelungen gelten.

      • am 20.01.2022 um 06:58 Uhr
        Permalink

        Ich nehme an, dass mit dem Covid Test dann sehr viel zusätzliches «Schutzmaterial» und Desinfektionsmaterial mit recht gutem Gewinn verrechnet werden kann.
        Die Preisunterschiede bei solchen Materialien zwischen dem Kleinkauf Privat und dem Grosseinkauf in Krankeneinrichtungen lassen eine gewaltige Marge vermuten.

  • am 19.01.2022 um 12:55 Uhr
    Permalink

    Danke. die Zahlen sind unsauber und sollen es offensichtlich bleiben: jede Kritik wird ja seit 2 Jahren als Verschwörungstheorie abgetan. Auch die Hospitalisierungsrate besagt wenig, wenn die Eintrittsdiagnosen, die Vorerkrankungen und die Covid-Behandlungen vor dem Spitaleintritt nicht erfasst und detailliert dargestellt werden.
    Werden in der Schweiz Studien über die Wirksamkeit von Ivermectin, Hydroxychloroquin, von homöopathischen, anthroposophischen Behandlungen und Mittel der Volksmedizin durchgeführt? Welche Wirkung haben Schmerz/Fiebermittel auf den Krankheitsverlauf? Dass BAG und Massenmedien gerade nicht über die phylogenetische und individuelle Entwicklung des Immunsystems, die Möglichkeiten der Abwehrunterstützung, die gesundheitsfördernden Verhaltensweisen informieren, ist bezeichnend: es geht nicht um das Wohl der Bevölkerung, sondern um viel Geld.

  • am 19.01.2022 um 13:04 Uhr
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    Arzt klagt über das BAG:
    Das BAG macht die Hausaufgaben nicht
    «Die Liste der gescheiterten und unerledigten Projekte im BAG ist lang. Trotzdem wird mit einem noch nie dagewesenen Aktivismus und einer überhandnehmenden lähmenden Bürokratie wie verrückt weiter gewurstelt.»

    https://www.medinside.ch/de/post/das-bag-macht-die-hausaufgaben-nicht

    • am 26.01.2022 um 11:17 Uhr
      Permalink

      Allerdings möchte der Arzt auch ein funktionierendes Impfregister. Das ist die erste Voraussetzung für eine funktionierende Impfpflicht wie in Österreich (das eins hat) oder vielleicht Deutschland. Somit ist es wahrscheinlich im Sinn der hier Kommentierenden, dass dieses Projekt bei uns «unerledigt» ist.

  • am 19.01.2022 um 13:30 Uhr
    Permalink

    Wieder mal eine herrvorragende journalistische Arbeit!
    Danke für den guten Artikel.

    Woher die Diskrepanz kommt interessiert natürlich auch niemand richtig.
    Dafür weiss man in der Schweiz exakt und in Echtzeit, auf welcher Wiese sich welche Kuh befindet. Von einem Bauer wird einer korrekte Meldung erwartet, von einem Arzt/Spital liegt die Erwartungshaltung offenbar tiefer. Man muss halt Prioritäten setzen.

    PS: Weiss Infosperber warum die Sterbetafeln nach Todesursache für 2020 noch nicht veröffentlicht wurde? Warum dauert das über ein Jahr? Es sollte doch möglich sein innerhalb von 200 Arbeitstagen diese Meldungen in ein Excel abzuspitzen?

  • am 19.01.2022 um 13:37 Uhr
    Permalink

    Haarsträubend einmal mehr!
    Erneut grossen Dank an Herrn Gasche für sein unermüdliches Aufdecken all der Unregelmässigkeiten in Zusammenhang mit dieser unsäglichen Geschichte.

  • am 20.01.2022 um 10:33 Uhr
    Permalink

    Quintessenz der ganzen Sache:
    In meiner Jugend haben wir jeweils gespottet:

    «Trau keiner Statistik, die du nicht selber gefälscht hast»!
    Diese Spöttelei verfügt wohl immer noch über einen gewissen Wahrheitsgehalt?

    Im Übrigen fehlen mir Zahlen darüber, wieviele Leute an den Impfungen selber verstorben sind. Ich weiss von einem Arzt, der dies in einem Altersheim untersucht hat. Weiss aber nicht, ob diese Zahlen in einer Statistik gelandet sind?

  • am 20.01.2022 um 10:54 Uhr
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    Offenbar ist es für unsere Behörden auch Jahre später nicht mehr nachvollziehbar wer wegen/mit Covid behandelt wurde, vom Impfstatus ganz zu schweigen.
    Diese Untergrabung einer sauberen Datenbasis behindert eine historische Betrachtung des «Pandemie»-Geschehen und verhindert damit aktiv eine juristische Aufarbeitung.
    Für kritische Geister war es schon zu Beginn her undurchsichtig, dass fast alle westlichen Staaten ein aktives Desintresse zeigten an statistisch sauber erfassten Daten, wer jetzt nun wirklich an der Diagnose Covid 19 behandelt wurde oder nicht.
    Das alle westliche Staaten auf saubere Kohortenstudien verzichteten ist auch nicht gerade vertrauensbildend.
    Noch verstörender ist die Tatsache, dass die Behörden kein Interesse zeigen Impfungen und deren Nebenwirkungen mit Kohortenstudien aktiv zu begleiten. Ich vermute Tierversuche werden besser überwacht.
    Die Behörden scheinen damit für die historische und juristische Aufarbeitung möglichst viele Steine in den Weg zu legen.
    Die Zertifikate werden nun gekürzt. Die Impfpflicht wird vorbereitet. Die 2-fach geimpften verlieren in Deutschland schon das Zertifikat und die Schweiz wird nachziehen.

  • am 20.01.2022 um 12:12 Uhr
    Permalink

    Einfach immer wieder erfrischend, wie Sie das Chaos durchleuchten, verehrter Herr Gasche. Das ist sehr wertvoll im so genannten Informationszeitalter, in dem Information zwar megatonnenweise, jedoch fragwürdiger denn je daherkommt. Grossen Dank einmal mehr.

  • am 20.01.2022 um 22:21 Uhr
    Permalink

    84 Prozent mehr Hospitalisierte mit Covid als vom BAG aufgeführt ? Ja hätten denn soviele Patienten überhaupt ein Spitalbett gekriegt?

  • am 22.01.2022 um 01:15 Uhr
    Permalink

    Herr Gasche erinnert mich mit seinen Zahlen ein wenig an Dr. Jon Campbell aus UK. Für Grossbritannien bespricht er in diesem Video https://www.youtube.com/watch?v=9UHvwWWcjYw&t=352s die Todeszahlen für 2020 und 2021. Die Übersterblichkeit im 5 Jahresvergleich (127’704) und die offiziell gemeldeten mit Corona verstorbenen (137’133) und die ausschliesslich (ohne andere Erkrankungen) an Corona verstorbenen (17’371). Diese Gruppe ist um den Faktor 8 kleiner als die offiziell benutzte Zahl. Das Durschnittsalter in dieser Gruppe lag bei 82.5 Jahren, also über der durchschnittlichen Lebenserwartung in UK.

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