Illegal: Live-Video per Smartphone vom Everest

Red. /  Daniel Hughes grüsste per Videobotschaft vom Mount Everest. Er hatte keine Bewilligung, dafür hat er nun ein Verfahren am Hals.

Nicht nur der Schweizer Star-Bergsteiger Ueli Steck machte jüngst nach einer Auseinandersetzung mit Sherpas am Mount Everest Schlagzeilen. Auch der britische Alpinist Daniel Hughes sorgt für Aufsehen – mit seinem Smartphone HTC One sandte er die erste Live-Video-Botschaft überhaupt vom höchsten Gipfel der Welt (8848 Meter) ins ferne Grossbritannien. Empfängerin der Übertragung war die BBC.

Im Video-Interview mit BBC spricht Hughes keuchend in sein Smartphone, das er auf einem Stativ befestigt hat. Er trägt eine Sauerstoffmaske und eine rote Clown-Nase, die das Symbol der britischen Hilfsorganisation Comic Relief ist. Der Smartphone-Schwenk zeigt ein prächtiges Panorama und ein ziemliches Alpinisten-Gedränge auf dem Gipfel. Mit dem Aufstieg sammelte Daniel Hughes umgerechnet rund 1,5 Millionen Franken zugunsten des Hilfswerkes, das sich dem Kampf gegen die Armut verschrieben hat.

Doch nun haben der britische Bergsteiger und die von ihm engagierte Trekking-Agentur ein Verfahren am Hals. Zwar gibt es auf dem Gipfel schon seit ein paar Jahren Handy-Empfang, doch die nepalesischen Behörden erklärten jetzt, die Live-Übertragung sei «illegal» gewesen. Die Agentur und Hughes hatten es laut der Zeitung «The Independent» versäumt, eine Bewilligung für das Vorhaben einzuholen. Laut «Washington Post» könnte Hughes mit einem fünfjährigen Einreiseverbot für Nepal und einem zehnjährigen Verbot, den Everest zu besteigen, belegt werden.

Quelle: TIME-Newsfeed


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