Minions lieben Bananen und Kinder mögen Minions. Selber schälen sollten Kinder aber nur Bio-Bananen. © cc

Minions lieben Bananen und Kinder mögen Minions. Selber schälen sollten Kinder aber nur Bio-Bananen.

Nach Anfassen von Bananen die Hände waschen!

Red. / 16. Jan 2018 - Die Schalen konventionell angebauter Bananen enthalten viele Pestizide, ergab ein Test. Bananen mit Bio-Labels schnitten gut ab.

Bananen gelten als Chemiekeulen unter den Lebensmitteln. Ein deutsches Verbrauchermagazin hat das eben bestätigt. «Öko-Test» hat Bananen von 22 Anbietern auf 600 verschiedene Pflanzenschutzmittel getestet.Wenig überraschend fanden die Tester in allen Bananen aus konventionellem Anbau Pestizide.

So viele, dass die Autoren zu dieser Empfehlung kommen: Wer eine Banane aus konventionellen Anbau schält, sollte sich danach die Hände waschen. Kinder sollten nur ungeschälte Bananen in die Finger bekommen, wenn diese das Bio-Label tragen.

«Sehr gut» nur für Bio-Ware

«Sehr Gut» oder «Gut» abgeschnitten haben nur die zwölf Bio-Produkte verschiedener Marken, die fast alle frei von Rückständen waren. Die Testnote «Sehr Gut» wurde für die Bio-Bananen von fünf Anbietern vergeben, darunter auch solche von Discounter-Ketten. Die bekannte «Chiquita-Banane» schnitt wegen erhöhter Pestizidbelastung mit «Mangelhaft» ab, drei Proben erhielten gar ein «Ungenügend».

In fast allen konventionellen Produkten wurde wenigstens eines der Pestizide Imazalil und Bifenthrin gefunden, die laut «Öko-Test» nach dem europäischen Gefahrenstoffrecht als möglicherweise krebserregend gelten.

Das meiste Gift vermutlich in der Schale

Da die Bananen mit Schale getestet wurden, befände sich ein «vermutlich ein erheblicher Teil der Pestizide in und auf der Schale», schreiben die Autoren.

Von Verbraucherzentralen wird daher empfohlen, behandelte Früchte wie Orangen, Zitronen und Bananen zu schälen und die Schale nicht als Dekoration für Lebensmittel zu verwenden. Kinder sollten behandeltes Obst nur geschält in die Hände bekommen.

Pestizide schaden auch den Arbeitern

Worunter die Konsumenten leiden, schädigt noch viel stärker die Arbeiter, die Bananen anbauen und ernten. Pestizide werden in den Anbaugebieten meist mit dem Flugzeug aufgebracht und verteilen sich grossflächig. Die Plantagenarbeiter sind häufig nur unzureichend geschützt und den Giftstoffen ausgesetzt. Schlechte Löhne und Arbeitsbedingungen sind zudem die Regel.

«Öko-Test» empfiehlt daher, Bio-Bananen mit Fairtrade-Siegel zu kaufen und hat das in die Bewertung einbezogen. Das Siegel «Rainforest Alliance», mit dem viele konventionelle Bananen ausgezeichnet werden, erlaube noch zu viele hochgiftige Pestizide, kritisiert das Magazin.

Ganzen Test lesen:

«22 Bananenmarken im Test», Öko-Test 01/2018 (kostenpflichtig)

_

Diesen Beitrag hat Daniela Gschweng aufgrund eines Berichts von «Öko-Test» und anderer Quellen erstellt.

Themenbezogene Interessen (-bindung) der Autorin/des Autors

Keine.

Weiterführende Informationen

Auch im Kassensturz vom 9. Januar 2018

Meinungen / Ihre Meinung eingeben

Ähnliche Artikel dank Ihrer Spende

Möchten Sie weitere solche Beiträge lesen? Ihre Spende macht es möglich:

Mit Kreditkarte oder Paypal - oder direkt aufs Spendenkonto für Stiftung SSUI, Jurablickstr. 69, 3095 Spiegel BE
IBAN CH0309000000604575581 (SSUI)
BIC/SWIFT POFICHBEXXX, Clearing: 09000

Ihre Spenden können Sie bei den Steuern abziehen.

Einzahlungsschein anfordern: kontakt@infosperber.ch (Postadresse angeben!)

Noch keine Meinungen

Ihre Meinung

Loggen Sie sich ein. Wir gestatten keine Meinungseinträge anonymer User. Hier können Sie sich registrieren.
Sollten Sie ihr Passwort vergessen haben, können Sie es neu anfordern. Meinungen schalten wir neu 9 Stunden nach Erhalt online, damit wir Zeit haben, deren Sachlichkeit zu prüfen. Wir folgen damit einer Empfehlung des Presserats. Die Redaktion behält sich vor, Beiträge, welche andere Personen, Institutionen oder Unternehmen beleidigen oder unnötig herabsetzen, oder sich nicht auf den Inhalt des betreffenden Beitrags beziehen, zu kürzen, nicht zu veröffentlichen oder zu entfernen. Über Entscheide der Redaktion können wir keine Korrespondenz führen. Zwei Meinungseinträge unmittelbar hintereinander sind nicht erlaubt.