29. Oktober 2017, 19.04 Uhr: Der Himmel über dem Lago Maggiore © CM
Lokalprognose Astano (als Beispiel) © Meteo Schweiz
Wetteralarm Tessin © Meteo Schweiz

Meteo Schweiz: Danke für gute Arbeit!

Christian Müller / 30. Dez 2017 - Ein viel genutzter, aber (zu) wenig beachteter Service public hat uns auch im Jahr 2017 vor grossen und kleinen Schäden bewahrt.

Die meisten Leute beziehen ihre Wetter-Prognosen wohl vom SRF-Bildschirm, viele, nicht zuletzt alle, die im Auto unterwegs sind, von Radio SRF. Wer es genau wissen will, geht am Mac oder am PC oder auf dem iPad direkt zur Quelle all dieser Prognosen: auf Meteo Schweiz. Dort kann man sogar die eigene Wohngemeinde eintippen und die, soweit möglich, auf den eigenen Standort heruntergerechneten Temperatur- und Regenmengen-Werte erhalten. Ein Service public par exellence!

Gut informiert wird man von Meteo Schweiz auch, wenn es gefährlich wird. Wer etwa hätte im Tessin schon vor Mitte Dezember einen Wintereinbruch mit soviel Schnee erwartet, wie es in diesem Jahr der Fall war? Niemand! So aber war man gewarnt, man konnte ein paar Dinge – im wörtlichen Sinne – noch ins Trockene bringen, etwa gewisse Pflanzen auf dem Balkon, das Auto vor dem Haus für den Start am Morgen in die richtige Richtung bringen oder grad beschliessen, für einmal trotz deutlich früherer Abfahrt den öV zu nehmen.

Ja, nicht alles, was vom Staat, von Bundes-Bern, kommt, ist schlecht! Auch wenn es den Steuerzahler etwas kostet. Allein die Hochrechnungsrechner, die es braucht und die bei Meteo Schweiz in Zusammenarbeit mit der ETH Zürich eingesetzt werden, kosten Millionen-Beträge.

Aber es können eben auch alle davon profitieren: der Luftverkehr, die Bahnen, die Strassen- und Autobahn-Unterhaltsbetriebe, und eben vor allem wir selber, wir alle, die nicht nur zuhause auf dem Kachelofen sitzen.

Wie sieht das Jahr 2017 im Rückblick aus?

Jetzt, gegen Ende des Jahres, informiert Meteo Schweiz aber auch sehr anschaulich und mit vielen Bildern, wie das ablaufende Jahr war: Wirklich wärmer? Nasser oder trockener? Mit besonderen Höchstwerten? Alle diese Informationen können mit einem Klick hier abgerufen werden – eine sehr informative Geschichte! Auch das besondere Abendrot im Tessin am 29. Oktober – siehe Bild oben – ist da zu finden!

Man muss ja nicht immer kritisieren, auch wenn wir Schweizer das gerne machen. Man darf auch einmal danke sagen. Gerade in einer Zeit, in der von liberaler und SVP-Seite alles unternommen wird, um Information aus nicht-privater Quelle zu unterbinden, ist auch dieses positive Beispiel von Information eine besondere Erwähnung wert.

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3 Meinungen

Sehr aufmerksam, Christian Müller, dieser Dank war überfällig.
Eduard Daetwyler, am 30. Dezember 2017 um 15:28 Uhr
Mir scheint, diesem Artikel liegt nicht primär die Dankbarkeit gegenüber MeteoSchweiz zugrunde. Vielmehr sieht das hier nach Abstimmungspropaganda pro SRF/kontra No-Billag-Initiative aus (vgl. Schluss des Artikels).

Aber ich kann mich auch täuschen und es ging dem Autor nicht darum. Nichtsdestotrotz spielt dietatsächlich Absicht des Autors aber für die Wirkung eines Textes keine Rolle. Und Medienprofis, wie Journalisten es sind, sollten sich stehts um die Wirkung ihrer Texte kümmern.

Nüchtern betrachtet, hat die SRG nichts mit dem «Bundesamt für Meteorologie und Klimatologie MeteoSchweiz» zu tun, ausser dass sich das SRF der Daten von MeteoSchweiz bedient, wie viele andere Institutionen und private Medienunternehmen wohl auch.

@Michael Schwyzer: Ihre Skepsis ehrt Sie! Ich habe nichts lieber als kritische und skeptische Leserinnen und Leser. Um Ihre Vermutung zu klären: Ich selber gehöre zu den Privilegierten: 1. Ich gehöre zur Generation, bei der es immer aufwärts ging. 2. Ich bin mit dem roten Pass geboren. 3. Ich bin ins sogenannte Bildungsbürgertum geboren; mein Vater sorgte dafür, dass ich eine optimale Ausbildung erhielt. Erst was oben drauf kam, war mein eigenes Verdienst! Aber gerade deshalb bin ich ein Verfechter der Idee des «Service public» (Service für alle, ohne Rücksicht auf Stand, Wohnort, Sprache, etc etc). Ich kämpfe für mehr Solidarität mit den weniger Privilegierten, denn sie sind nicht «schuld» an ihrer Situation. Und ich bin für mehr Gemeinsamkeit und für weniger Egoismus. Aber – und bitte glauben Sie mir – wenn ich einen Artikel schreibe, dann meine ich es so, wie es geschrieben ist. Ich bin kein «Verführer», ich schreibe nicht über Meteo Schweiz und meine die SRG, aber ich schreibe über Meteo Schweiz, weil ich täglich davon profitiere, weil ich überzeugt bin, dass Meteo Schweiz ein gutes Beispiel für einen sinnvollen «Service public» ist und weil ich nicht immer nur kritisieren will. Und, da haben Sie recht, ich erlaube mir einen Querverweis auf die SRG. Ich habe viele Jahre lang für private Medien-Gruppen gearbeitet, sogar in Top-Positionen. Ich weiss, wie sie funktionieren. Gerade deshalb bin ich überzeugt, dass wir auch im Medien-Bereich den Service public unbedingt brauchen. Nur noch von privaten Medien-Informationen abhängig zu sein, wäre gesellschaftspolitisch eine Katastrophe. Die privaten Medien denken a) an ihren Profit, und b) sehr kurzfristig. Beides ist erlaubt. Aber wenn ALL UNSERE INFORMATION auf diesem Denken basiert, dann ist die Katastrophe voraussehbar und programmiert. Ich bin studierter Historiker und kenne die Geschichte! – So oder so danke ich Ihnen für Ihre Skepsis und für Ihr Interesse!
Michael Schwyzer, am 30. Dezember 2017 um 20:23 Uhr
Wenn ich Kachelmann Wetter bei google eingebe, kommt
http://wetterstationen.meteomedia.de/

Für die bayrische Alpen vergleiche ich diese Seite, mit ORF Wetter und Alpenverein Wetter.


Dem Kachelmann hat die deutsche Justiz übel mitgespielt.
https://de.wikipedia.org/wiki/Kachelmann-Prozess

Der Tiefpunkt war aber, das ein Gericht die Staatsanwalt Mannheim, zur Unterlassung von Diffarmierungen aufforderte.


Als ob es die Justiz nicht tiefer sinken könnte ?

https://de.wikipedia.org/wiki/Justizirrtum_um_Ralf_Witte

"Ralf Witte wurde 2001 von der damals 15-jährigen Jennifer W. beschuldigt, sie zusammen mit ihrem Vater, einem Bekannten von Witte, mehrfach brutal vergewaltigt und dabei entjungfert zu haben. Obwohl Witte ein Alibi für die vermeintlichen Tatzeitpunkte vorweisen konnte, keinerlei DNA-Spuren gefunden wurden und eine medizinische Untersuchung die Jungfräulichkeit des Mädchens feststellte,[1] verurteilte das Landgericht Hannover ihn 2004 zu zwölf Jahren und acht Monaten Freiheitsstrafe. Zwei Gutachter hatten im Verfahren erklärt, Jennifer W. sei „absolut glaubwürdig“.
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Nach anderthalb Jahren Wiederaufnahmeverfahren und fünf Wochen Verhandlung wurde Witte am 8. September 2010 durch das Landgericht Lüneburg vom Vorwurf der Vergewaltigung freigesprochen. In seiner Begründung führte der Vorsitzende Richter aus: „Dieser Fall hätte in Hannover nicht einmal angeklagt werden dürfen."


So eine Posse hätte ich in Kongo erwartet, aber nicht in Mitteleuropa !
Dieter Gabriel, am 03. Januar 2018 um 22:02 Uhr

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