Swiss Covid-19 Task Force korrigiert alarmistische Wortwahl

Urs P. Gasche © Peter Mosimann
Urs P. Gasche / 19. Jul 2020 - Aufgrund einer Intervention von Infosperber bezeichnet die Task Force «positiv Getestete» künftig nicht mehr als «Patienten».

Die einen verharmlosen die Corona-Krise und vergleichen Covid-19 mit einer normalen saisonalen Grippe. Andere übertreiben und bezeichnen alle Angesteckten als «geheilt», obwohl ein Grossteil von ihnen gar keine Krankheitssymptome aufwies und also nie krank war. Siehe Infosperber: Viele grosse Medien übertreiben.

Man würde erwarten, dass wenigstens die Swiss National COVID-19 Science Task Force mit der Wortwahl wissenschaftlich-sorgfältig umgeht. Es fiel jedoch auf, dass selbst die Task Force alle positiv Getesteten zuweilen als «Patienten» bezeichnet, obwohl sehr viele von ihnen gar nie krank waren. So zu informieren, als ob es sich bei allen bisherigen und täglich neu verbreiteten Corona-«Fällen» um Erkrankte handelt, ist unseriös.

Zwei Beispiele

In einem «Policy Brief» vom 16. April bezeichnete die Task Force asymptomatisch Getestete als «Patienten», obwohl diese keine Krankheitssymptome aufwiesen und nie krank waren:

In einem «Lagebericht» der Task Force ist von «symptomatischen Patienten» die Rede. Offensichtlich gibt es laut Sprachregelung der Task Force auch Patienten ohne Symptome.

Task Force: «Vielen Dank für den wichtigen Hinweis»

Infosperber machte die Task Force auf deren falsch und alarmistische Bezeichnung «Patienten» aufmerksam: «Man sollte davon ausgehen können, dass die Scientific Task Force mit der Wortwahl wissenschaftlich-sorgfältig umgeht. Müsste der Begriff «Patienten» in diesen Fällen nicht ersetzt werden, weil er falsch und irreführend ist?

Am 16. Juli antwortete die Task Force kurz und klar:

    «Vielen Dank für den wichtigen Hinweis, den wir für zukünftige Policy Briefs berücksichtigen werden

Offensichtlich hat sich bisher niemand am Begriff «Patienten» gestört.

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10 Meinungen

In unserem Sprachgebrauch ist Patient Synonym für Arzt-Kunde, egal ob er nun schwer krank, oder genesen für eine Nachuntersuchung, oder (vermeintlich) symptomlos für eine Vorsorgeuntersuchung die ärztliche Dienstleistung in Anspruch nimmt.
Bei gesunden, positiv Getesteten wäre es allenfalls präziser von symptomlosen Krankheitserregerträgern zu sprechen, aber in meinen Ohren ist ein gesunder Patient auch nicht ganz falsch, wenn er gerade die Arztpraxis verlässt.

Aber bei gesunden COVID19-Trägern ist es wichtig, dass sie beim Torjubel keine Mitspieler küssen, da sonst ganze Fussballmanschaften in Quarantäne von Spielen ausgeschlossen werden. Und da haben Sie Recht: niemand spricht hier von Patienten.

Schlussendlich kommt es immer auf den Blickwinkel an.
Thomas Oberhänsli, am 20. Juli 2020 um 22:54 Uhr
Ein guter Anfang würde ich sagen.
Jetzt muss es der Infosperber noch schaffen, auch die alarmistisch-panikistische Berichterstattung der Medien in eine vernünftige Richtung zu lenken.
Eigentlich hätte dies von Anfang an einer der Hauptaufgaben der Task Force sein müssen, doch offenbar waren/sind deren Partizipanten dazu nicht in der Lage.
Mike Brügger, am 20. Juli 2020 um 23:40 Uhr
super, Infosperber immer voll dabei! Falls den Medien der Stoff für Hypes ausgehen sollte, da könnte Infosperber mal anlässlich der aktuellen 'Solar Orbiter' Mission ein neues Thema initiieren:
Wie steht es eigentlich mit dem 2016 von der Nasa angekündigten Sonnensturm für 2020 aus [1]?
Ist das Bundesamt für Kommunikation vorbereitet? Oder geht es wieder gleich wie beim BAG mit den Masken?
[1] u.a. auf https://www.wunderweib.de/nasa-warnt-2020-wird-es-einen-nie-da-gewesenen-sonnensturm-geben-13468.html
THOMAS OETTLI, am 21. Juli 2020 um 11:53 Uhr
Und niemand stört sich an der unsinnigen Bezeichnung «symptomatischer» Patient.....
https://www.duden.de/synonyme/symptomatisch
Franz Peter Dinter, am 21. Juli 2020 um 12:15 Uhr
Gratuliere Kollege Urs P. Gasche zu seiner fundierten Berichterstattung über Covid-19. Infosperber hat die Rolle als Korrektiv hervorragend wahrgenommen und den Lesern über die ganze Zeit einen echten Mehrwert gebracht. Und offenkundig auch etwas bewirkt.
Alexander Baur, am 21. Juli 2020 um 13:46 Uhr
Und die täglich für mich nicht mehr anzuhörenden Meldungen über die Anzahl Neuinfizierter, könnte da der Infosperber bei den Massenmedien nicht auch intervenieren? Wenn schon, wie viele Tests wurden gemacht, wie geht es den Infizierten? Wird dieser nichts Wesentliche aussagende, nur Angst ausbreitende Spuk auf ewig fortgesetzt, dann auch bei neuen Grippewellen? Kommen wir je aus dem Schlamassel wieder raus?
Wie wäre es, wenn die Taskforce auch mal Argumente von Wissenschaftler-Koryphäen, die anderer Meinung sind, in Erwägung ziehen würde? Prof. Ioannidis, z.B., der gesagt hat, dass die sogenannte Jahrhundert-Pandemie genauso ein Jahrhundert-Evidenz-Fiasko sein könnte.
Bei der spärlichen Faktenlage, all den Widersprüchen und offenen Fragen, aber trotzdem vielen falschen Behauptungen, gilt es die Worte von Mark Twain „Es ist leichter die Menschen zu täuschen, als sie zu überzeugen, dass sie getäuscht worden sind“ und Helmut Schmidt „Die Dummheit von Regierungen sollte niemals unterschätzt werden“ zu beachten.
Andreas Mathys, am 21. Juli 2020 um 13:57 Uhr
Bin derselben Meinung wie Brügger, Sie sollen vollständige Angaben veröffentlichen: Wieviele pro Tag getestet, wieviele positiv, wieviele ohne Symptome und wieviel in Spital eingeliefert zur Behandlung, wieviele intensiv behandelt. Wieviele genesen seit der letzten Veröffentlichung.
Carlos Werner Schenkel, am 21. Juli 2020 um 17:23 Uhr
Was bisher in den Mainstream-Medien, in Bezug auf die Covid-Pandemie, verbreitet wird, ist ein Erziehungsversuch und eine konzertierte Angstmache. Wieso wird laut geschrieen, wenn die tägliche «Ansteckungs-Zahl» wieder geringfügig ansteigt, selbst im Bewusstsein, dass viel mehr Tests durchgeführt werden und man weiss, dass die Fehlerquote sehr hoch ist? Warum gibt und gab es kaum Ansteckungen während den grossen Demos mit Tausenden von Leuten auf der Strasse, oder massenhaft bisher im ÖV? In Clubs und Bars, was durchaus nachvollziehbar ist, weil räumlich geschlossen, und die Besucher aus verständlichen Gründen, Nähe pflegen, gibt es einige Ansteckungen, meist bei jungen- und Besucher*innen mittleren Alters, die dann als gefährlich eingestuft werden. Die Angesteckten haben kaum Symptome. Tote sind glücklicherweise kaum mehr zu beklagen! Solches wird natürlich nicht gemeldet, in der Angst, die Leute könnten weniger vorsichtig sein und meinen, der Spuk sei vorbei? Stattdessen werden die grossen Hotspots in Amerika und Brasilien mit tausenden von Infizierten und Toten breitgetreten, um der Bevölkerung Angst zu machen, obwohl diese Länder bevölkerungsmässig viel grösser sind, und grössere Fehler gemacht haben als wir, und es nicht mal bewiesen ist, dass die Toten wirklich wegen dem Covid-19-Virus, oder höchstens mit dem Virus gestorben sind! Ist das der saubere, neutrale, ausgewogene Journalismus?
Willy Brauen, am 21. Juli 2020 um 18:51 Uhr
Liebes Infosperber Team
Vielen Dank für euere wertvolle Arbeit.
Meine Ansicht zu Worten:
Achte auf deine Gedanken, sie werden zu Worte.
Achte auf deine Worte, sie werden zu Taten.
Achte auf deine Taten, sie werden zu Gewohnheiten.
Sei dir deiner Gewohnheiten bewusst, sie bilden deinen Charakter
Achte auf deinen Charakter, er wird zu deinem Schicksal.
Die Verantwortung für dein Schicksal trägst du alleine.
Gedanken, Worte und Taten prägen und bestimmen den Gang der Welt.
Wir alle tragen in diesem Sinne Verantwortung, in jedem Augenblick, für das Schicksal der Welt.
Andreas Beers, am 21. Juli 2020 um 18:55 Uhr
Sehr guter Anfang von Infosperper!
Die bisherigen unterstützenden sehr wichtigen Meinungen gerne noch wie folgt ergänze:
- Die jetzt oft gebrauchte Wortwahl «Infizierte» ist immer noch falsch. Sogar positiv getestete wäre sogar nicht ganz korrekt. Der unbekannte Fehler ist nur die eine Seite. Der PCR Test ist nämlich gemäss Erfinder dieses Test gar nicht geeignet für so was! Ausserdem ist der COVID19 PCR-Test gar nicht validiert!! Aufgrund dieser Tatsache ist jetzt verständlich, wieso sogar Papayas und anderes positiv getestet wurden. Man stelle sich vor, der Lockdown kostet die Schweiz ca 70 Milliarden Steuergelder (ca. 20000 pro Haushalt!), dazu den Folgeschäden wie tiefere Steuererträge, soziale und auch gesundheitliche Schäden d.h langfristig werden es 100te von Milliarden sein. Dies alleine aufgrund Erfahrungsberichte, irrelevante Zahlen und des einzig wissenschaftlichen, der Test, ist nicht einmal validiert!! UNGLAUBLICH
- Die gesundheitlichen Schäden des Lockdown werden gar nicht erwähnt
- Alternativen wie man mit 70 Milliarden Steuergelder Leben retten könnte, werden auch nicht erwähnt. Leben die nebenbei ein grössere Lebenserwartung als die 84 Jahre der MIT Corona verstorbenen (Lebenserwartung Schweiz: knapp 83 Jahre!) hätten.
- Informationen mit Vergleich zu Grippetoten bei Jahren mit schwererer Grippe (Übersterblichkeit) und die tiefere Übersterblichkeit dieses Jahr mit Grippe und Covid
- etc etc
Beat Schärer, am 23. Juli 2020 um 09:30 Uhr

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