Impfen oder nicht? Die Debatte ist so alt wie die Impfungen selbst. © Lance McCord/Flickr/CC

Impfen oder nicht? Die Debatte ist so alt wie die Impfungen selbst.

Impfskepsis in den Top Ten der globalen Gesundheitsgefahren

Jürg Müller-Muralt / 29. Jul 2020 - Die Impfkritik erhält in der Coronakrise Aufwind. Sie hat viele Gründe und mitunter auch problematische Wurzeln.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) zählt die Impfzurückhaltung und Impfverweigerung zu den zehn wichtigsten Gefahren für die globale Gesundheit. Impfungen seien eine der kosteneffektivsten Möglichkeiten, Krankheiten zu vermeiden, schreibt die WHO, und sie verhindern rund zwei bis drei Millionen Todesfälle pro Jahr; weitere anderthalb Millionen könnten bei verbesserter weltweiter Durchimpfung vermieden werden. Auch die Medizinhistorikerin Alessandra Parodi-Zimmermann sagt: «Impfungen sind eine der Garantien des Erhalts unserer hohen Gesundheitsstandards.»

Prozess nicht unumkehrbar

Impfungen gehören zu den bedeutendsten Errungenschaften der modernen Medizin. Dies vor allem «in ihrer unvergleichlichen Kombination von Wirkung, Dauer und Effekt auf die Gesamtbevölkerung», schreibt Christoph Gradmann, Professor für Medizingeschichte an der Universität Oslo, in der Zeitschrift NZZ Geschichte vom Juli 2020. Doch die Erfolge sind häufig regional begrenzt, und Rückschläge sind immer wieder möglich. Gradmann verweist als Beispiel auf die Folgen der Auflösung der Sowjetunion 1991: Das öffentliche Gesundheitswesen brach zusammen, «in den Nachfolgestaaten zerfiel das Impfprogramm. Die Folge: ein massiver Anstieg der Diphterie, einer Krankheit, die in Mitteleuropa fast völlig verschwunden war und vor allem für Kinder äusserst gefährlich ist.»

Im Zweifel für die Impfung

Trotz der zentralen Bedeutung von Impfungen im Gesundheitssystem: Die Impfdebatte flackert immer wieder auf, hierzulande in den letzten Jahren vor allem im Zusammenhang mit Masern. Jüngst hat das Bundesgericht anhand dieser hochansteckenden Krankheit ein möglicherweise wegweisendes Urteil gefällt, auch in Bezug auf die Impffrage generell. Wenn sich Eltern nicht einig seien, ob ihr Kind geimpft werden soll, dürfe keine Pattsituation entstehen; dann müssten die Behörden entscheiden, und diese haben sich nach der Empfehlung des Bundesamtes für Gesundheit zu richten. Mit anderen Worten: Im Zweifel für die Impfung.

Die Debatte wird derzeit auch wegen des in Erarbeitung stehenden Covid-19-Gesetzes geführt. Nochmals an Schwung gewinnen dürfte die Diskussion spätestens dann, wenn ein Impfstoff gegen das Coronavirus zur Verfügung stehen wird. Die einen wünschen ihn sehnlichst herbei, um die derzeitigen Einschränkungen weiter zurückzufahren. Andere protestieren schon prophylaktisch gegen einen befürchteten Impfzwang.

Pockenfrei dank WHO

Die Impfskepsis ist so alt wie die Impfungen selbst. Das Beispiel der Pockenimpfung zeigt das deutlich. Seit 1980 ist die Welt zwar pockenfrei – dank eines konsequenten Impfprogramms der WHO. Doch die moderne Pocken-Schutzimpfung, 1798 vom britischen Arzt Edward Jenner entwickelt, stiess lange auf grosse Skepsis. Im 19. Jahrhundert starben noch bis zu einem Fünftel der Kinder an Pocken. In Deutschland versuchte man mit dem Reichsimpfgesetz von 1874 dem Problem Herr zu werden: Alle Kinder mussten gegen Pocken geimpft werden. Das Gesetz wurde aber immer wieder als Eingriff in die persönliche Freiheit kritisiert und im 20. Jahrhundert gelockert.

In der Schweiz scheitert Impfpflicht 1882

In der Schweiz dagegen scheiterte trotz diverser Versuche die Einführung des Impfobligatoriums. Wegen des Erfolgs der Pockenimpfung führten zwar einige Kantone bis in die 1860er Jahre die gesetzliche Impfpflicht ein. Doch dann wurde zurückbuchstabiert: «1882 kam das Impfobligatorium im Rahmen des Epidemiengesetzes zur eidgenössischen Volksabstimmung und wurde von fast 80 Prozent der Stimmenden verworfen. Die starke Impfgegnerschaft setzte zudem um 1883 die Aufhebung des Impfzwangs in diversen Deutschschweizer Kantonen durch. Sie argumentierten in erster Linie mit gesundheitlichen Einwänden (u.a. Verursachung anderer Krankheiten, so genannten Impfschäden.)», wie es im Historischen Lexikon der Schweiz (HLS) heisst. Heute ist das anders: Das vom Volk 2013 mit einer Ja-Mehrheit von 60 Prozent angenommene Epidemiengesetz sieht den Impfzwang unter bestimmten Voraussetzungen vor (siehe Infosperber).

Breite Palette von Gründen

Impfskepsis, Impfkritik oder die vollständige Ablehnung des Impfens haben ganz unterschiedliche Gründe. Es gibt religiös-weltanschauliche Motive, naturheilkundlich-alternativmedizinische Überzeugungen oder Ängste vor Impfschäden. Sonja Merten, Ärztin, Public-Health-Expertin und Privatdozentin an der Universität Basel, relativiert: Nur etwa ein bis drei Prozent verweigerten sich Impfungen komplett, sagt sie in einem Interview mit der SonntagsZeitung (19.07.2020). «Es gibt auch kaum eine generelle Impfskepsis, meist geht es um einzelne Impfungen». Merten beschäftigt sich unter anderem mit der Frage, warum Menschen zögern, sich impfen zu lassen. Sie plädiert generell für einen intensiveren Dialog mit der Bevölkerung. Denn: «Impfen ist ein medizinischer Eingriff an einer gesunden Person, die dadurch einem minimen Risiko ausgesetzt wird, denn es kann Nebenwirkungen geben. Sie werden oft gar nicht angesprochen. Denn viele Impfexpertinnen und -experten befürchten, dass die Impfbereitschaft sinkt, wenn sie umfassend informieren. Man muss aber auch sehen: Die durchs Impfen verhinderte Krankheit ist viel gefährlicher.»

Projektionsfläche für Feindbilder

Das Impfthema ist aber auch eine ideale Projektionsfläche für Feindbilder. Dem Zuger Kantonsarzt und Präsidenten der Schweizer Kantonsärztinnen und Kantonsärzte, Rudolf Hauri, machen die sozialen Medien «Sorgen», wie er in einem Interview mit der Republik sagt: «Da wird teilweise Unglaubliches verbreitet. Seit jüngstem verbreitet sich der Mythos von ‹Sklavenmasken›, die dazu da seien, die Leute zu unterwerfen, zu knechten und mit denen die Demokratie abgeschafft werden soll. Und natürlich die ganzen Hetzschriften gegen Impfungen, die Bill Gates verunglimpfen, und so weiter.»

Absurde Attacken

Der Name von Bill Gates ist immer wieder auch auf Plakaten an Corona-Demonstrationen aufgetaucht. Es gibt zum Microsoft-Multimilliardär und seiner Stiftung, die sich unter anderem der Gesundheitsförderung verschrieben hat, durchaus Kritisches zu sagen. Doch ihn zum finstersten aller Bösewichte zu stilisieren, schiesst weit über das Ziel hinaus: «Das Arsenal der abstrusen Attacken reicht von der Behauptung, Gates habe das Coronavirus erst geschaffen, um es nun zu bekämpfen und sich mit Zwangsimpfungen zu bereichern, bis zum Fantasma, er wolle Menschen Überwachungs-Mikrochips unter die Haut pflanzen, die Weltbevölkerung dezimieren, eine Gesundheitsdiktatur errichten – oder gleich die Weltherrschaft übernehmen. Solche Verschwörungstheorien verbreitet nur eine kleine Minderheit. Dennoch sind die Wirkungen fatal: Das grosse Raunen schürt Ängste, nicht zuletzt unter denen, die als Verschwörer gebrandmarkt werden. Vor allem aber sorgt es für eine Polarisierung der Diskussion und erschwert eine nüchterne, rationale Auseinandersetzung mit Infektionskrankheiten, Impfungen und potenziellen Nebenwirkungen», schreibt der Spiegel.

Impfgegner als schlagkräftige Minderheit

Impfgegnerinnen und -gegner sind äusserst gut vernetzt und erzeugen deshalb im Internet grosse Aufmerksamkeit. Zu diesem Schluss kommt eine im Mai 2020 in der Wissenschaftszeitschrift Nature publizierte Untersuchung von Neil Johnson, Spezialist für komplexe Systeme an der George-Washington-Universität. Die Impfgegner seien zwar eine Minderheit, aber es gelinge ihnen besser, sich mit Unentschlossenen zu vernetzen. Sie sind viel stärker in kleine Communities aufgeteilt, haben eigene Websites, Gruppen und Foren mit Akteuren und Fans. «Zugleich verkaufen sie sich auch gut: Sie machen Videos mit persönlichen Geschichten, vermischt mit wissenschaftlichen Zitaten. Diese Videos sind sehr gut gemacht», sagt Johnson gemäss dem Wissenschaftsmagazin von Radio SRF 2. Neil Johnson findet das besorgniserregend, denn vielen gehe es «nicht nur ums Impfen. Sie schüren eine grundlegend wissenschaftsskeptische Haltung.» Das richte sich dann auch etwa gegen die Erkenntnisse der Klimaforschung.

«Natürlichkeit» als heikles Argument

Häufig argumentiert die Impfgegnerschaft mit der «Natürlichkeit»: Man solle doch die Natur entscheiden lassen, ob wir erkranken oder nicht. «Die heutigen Impfkritiker in den reichen Ländern kennen aber nur eine ‹Natur›, in der keine gravierenden Infektionskrankheiten wie die Pocken oder Polio existieren – dank der Impfungen – und sehen deren Notwendigkeit nicht mehr», sagt die Medizinhistorikerin Alessandra Parodi-Zimmermann. «Natürlichkeit» im Gesundheitsbereich ist in der Tat ein heikles Argument. Würde die Orientierung an natürlichen Lebensweisen konsequent zu Ende gedacht, führte das zu einem brutalen Überlebenskampf, zu einem «Survival oft he fittest».

Eine historisch starke Gruppe der Impfgegner war die Lebensreformbewegung seit der Mitte des 19. Jahrhunderts, eine breit gefächerte Bewegung mit Ausgangspunkt in Deutschland und mit grosser Verbreitung auch in der Schweiz. Die Lebensreformerinnen und -reformer propagierten eine naturnahe Lebensweise mit ökologischer Landwirtschaft, vegetarischer Ernährung ohne alkoholische Getränke und Tabakrauchen, Reformkleidung und Naturheilkunde. Sie übten Kritik an der Industrialisierung und der Urbanisierung. Für sie war das Impfen der Inbegriff aller Probleme moderner, ungesunder Lebensweise.

Politisch fatale Konsequenzen

Die Naturverherrlichung durch die Lebensreformbewegung hatte teilweise auch politisch fatale Konsequenzen: Sie bot «hervorragende Anknüpfungspunkte für die nationalsozialistische Rassentheorie und ihre These von natürlicher Auslese. Kneippianer, Homöopathen, Anthroposophen und andere Naturheiler wurden zeitweilig in der Arbeitsgemeinschaft Neue deutsche Heilkunde zusammengeführt mit dem Ziel einer neuen Synthese zwischen Schulmedizin und Naturheilkunde», heisst es in einem Beitrag der in Stuttgart domizilierten Online-Publikation Kontext: Wochenzeitung. Der am 08.07.2020 publizierte Artikel geht der Frage nach, warum Baden-Württemberg die niedrigste Impfquote in Deutschland habe. Der Autor Dietrich Krauss sieht den Grund in der starken Verankerung der Anthroposophie im süddeutschen Bundesland. Die okkulte Lehre Rudolf Steiners, des Begründers der Anthroposophie, sei direkt aus der Lebensreformbewegung hervorgegangen.

Ambivalente Anthroposophie

Krauss attestiert den anthroposophischen Ärzten, dass sie sich in offiziellen Stellungnahmen klar von ordinären Impfgegnern abgrenzten. «Doch das ist nur die eine Hälfte der Wahrheit: Gleichzeitig unterstützt der vom anthroposophischen Kinderarzt Michael Friedl geführte Verein ‹Ärzte für individuelle Impfentscheidung› aktuell die Verfassungsklage gegen die Masernimpfpflicht. ‹Wir sind freie Bürger, die frei entscheiden, ob sie sich impfen lassen oder nicht›, sagte auch der anthroposophische Vordenker Christoph Hueck auf der Stuttgarter ‹Querdenken›-Demo im Mai. ‹Wir haben die Gehirnwäsche und das diktatorische Regierungshandeln satt›, polterte der Mitbegründer der anthroposophischen Akanthos-Akademie gegen die Corona-Massnahmen – und erklärte, einem guten Immunsystem könne das Corona-Virus nichts anhaben. Man werde jedenfalls kein Versuchskaninchen abgeben für neue Impfstoffe.»

In der Tat betrachtete Rudolf Steiner das Impfen als potenzielle Gefahr für die menschliche Spiritualität. Anthroposophen wärmten Steiners eigenartige Thesen in der aktuellen Pandemie auf. So werde das Corona-Virus in einem Youtube-Beitrag «als spiritueller Angriff des Teufels auf die Menschheit gedeutet, der aktuell seine Inkarnation vorbereite», schreibt Krauss.

Masernausbrüche an Steinerschulen

Die anthroposophische Impfskepsis hat Folgen: Auffällig oft brechen Masern in anthroposophisch geprägten Institutionen aus, etwa an Rudolf-Steiner-Schulen, auch Waldorfschulen genannt. Das Landesgesundheitsamt Baden-Württemberg hat gemäss einer Auswertung aus dem vergangenen Jahr «fortbestehende Impflücken» bei Waldorfkindern beklagt, wie die Süddeutsche Zeitung am 02.03.2020 schreibt. Ein Sprecher des Gesundheitsamtes wird wie folgt zitiert: «Eltern aus einem impffeindlichen Milieu fühlen sich oft hingezogen zu Waldorfschulen. (…) Und die Anthroposophie, die Weltanschauung hinter den Schulen, bestärkt diese Haltung oft auch noch.»

Das Phänomen ist auch in der Schweiz zu beobachten. Als es im Februar 2019 zu einem Masernausbruch in einer Steinerschule in Biel kam, sagte ein Sprecher des Bundesamtes für Gesundheit (BAG) zu Schweizer Medien, die Häufung an diesen Schulen sei kein Zufall, weil Rudolf Steiner Impfungen als problematisch eingestuft habe.

Der «Sinn» von Krankheiten

Früher kam es unter Schweizer Steinerschulfamilien (und nicht nur diesen) sogar vor, dass bei einem kranken Kind eine ‘Party’ veranstaltet wurde, damit möglichst viele Kinder sich mit einer Kinderkrankheit anstecken und dadurch immunisiert werden. «Social Happenings zur künstlichen Infektion wurden bis in die 1990er-Jahre gemacht», bestätigt Thomas Didden vom Verband der Rudolf-Steiner-Schulen Schweiz, gegenüber Swissinfo. «Mir ist aber kein heutiger Fall bekannt. Ich würde es auch nicht empfehlen.» Swissinfo hat Bernhard Wingeier, Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin an der anthroposophischen Klinik Arlesheim, gefragt, weshalb Kinder an Steinerschulen häufig nicht gegen Masern geimpft seien. Der Mensch werde in der Anthroposophie eben breiter gesehen als ein bloss physisches Wesen. Dieses Menschenbild wirke sich auch auf das Krankheitsverständnis in der anthroposophischen Medizin aus: «Wir glauben an die Selbstheilungskräfte des Menschen und wissen diese auch zu aktivieren», erklärt Wingeier. «Krankheit wird in der anthroposophischen Medizin nicht nur als wegzumachendes Übel gesehen, sondern auch als Entwicklungsweg, gerade bei Kindern.» Durch Fieber- und Infektionskrankheiten lerne das Kind, durch Krisen hindurchzugehen, was seine Entwicklung und die Entwicklung seines Immunsystems fördere.

Stellungnahme der anthroposophischen Ärzteschaft

Auf die Kritik nach den Masernausbrüchen an Steinerschulen reagierte die Internationale Vereinigung Anthroposophischer Ärztegesellschaften am 15.04.2019 mit einer Stellungnahme, in der es unter anderem heisst: «Zusammen mit Gesundheitserziehung, Hygiene und adäquater Ernährung sind Impfungen ein wesentliches Instrument in der Prävention infektiöser Erkrankungen. Sie haben dazu beigetragen, dass seit dem vergangenen Jahrhundert ungezählte Leben gerettet werden konnten. (…) Anthroposophische Medizin würdigt ausdrücklich den Beitrag von Impfungen zur weltweiten Gesundheit und unterstützt sie als wichtige Massnahme zur Vermeidung lebensbedrohlicher Erkrankungen. Anthroposophische Medizin vertritt keine Anti-Impf-Haltung und unterstützt keine Anti-Impf-Bewegungen. (…) Anthroposophische Medizin ist wissenschaftsorientiert; dies gilt umso mehr, als in der zurzeit polarisiert geführten Impfdebatte ein kontinuierlicher wissenschaftlicher Diskurs wichtiger denn je ist.»

Die offizielle Haltung der anthroposophischen Ärzteschaft scheint klar zu sein. Ob dies im gesamten anthroposophischen Milieu so gesehen wird, muss bezweifelt werden.

Themenbezogene Interessen (-bindung) der Autorin/des Autors

Keine

Meinungen / Ihre Meinung eingeben

Ähnliche Artikel dank Ihrer Spende

Möchten Sie weitere solche Beiträge lesen? Ihre Spende macht es möglich:

Mit Kreditkarte oder Paypal - oder direkt aufs Spendenkonto für Stiftung SSUI, Jurablickstr. 69, 3095 Spiegel BE
IBAN CH0309000000604575581 (SSUI)
BIC/SWIFT POFICHBEXXX, Clearing: 09000

Ihre Spenden können Sie bei den Steuern abziehen.

Einzahlungsschein anfordern: kontakt@infosperber.ch (Postadresse angeben!)

21 Meinungen

Da wird jetzt die anthroposophischen Medizin ins Korn genommen und munter eine Dummheit nach der anderen aus dem Rohr geschossen. Ausgeblendet wird zum Beispiel, dass es Impfschäden gibt, dass also nicht so selten Impfungen gesunde Menschen krank machen. Wie sehr dies verbreitet ist, darüber wird sehr gestritten. Dass in DE eine Anerkennung eines Impfschadens schwer zu erreichen ist, hat seine Gründe. In der CH die Haftung nach 10 Jahren erlischt, wurde in der letzten Revision so festgeschrieben, aber manche Schäden sind erst nach dieser Frist zu erkennen. Wenn ich mir das Verständnis von Gesundheit und die Gesundskonzepte von Müller-Muralt und den angeführten Experten anschaue, dann weisen diese grosse Lücken auf, auch wenn sie sich als sogenannter Mainstream geben. Das macht denn diese Konzepte nicht besser oder richtiger als andere, sogenannt alternative. Und wenn selbst sogenannte Schulmediziner die beschränkte Wirkung von Impfungen je nach Art und Alter bescheinigen. Wenn dies nicht im Artikel erwähnt wird, dann bekommt diese Schreibe keine attraktive Duftnote. Darum frage ich mich: Was soll dieser Artikel? Ein munteres Bashing, das vorgibt, Fakten zu herzuzeigen, aber eigentlich nur eines sagen will: Geht nicht mit den Schmuddelkindern spielen. Vor allem nicht, wenn diese was mit Rudolf Steiner am Hut haben. Wirklich? Wer wirklich Mut hat, der kann auch zu den Zweifel stehen. Angst war schon immer ein schlechter Ratgeber.
Andreas Hagenbach, am 29. Juli 2020 um 10:24 Uhr
Vielen Dank f�r den durchaus ausgewogenen Bericht zur Impfung. Ich selber bin impfkritisch aber kein Impfgegner. Und auch deshalb glaube ich dass ich einen relevanten Teil der Bev�lkerung abbilde. Und hier greift der Artikel aus meiner Sicht auch etwas zu kurz. Die kritischen Themen / Fragen sind aus meiner Sicht die folgenden:
- Der Mensch ist dazu gemacht Krankheiten zu bek�mpfen - Vorsorge (Immunsystem st�rken) wichtiger als f�r jedes Leiden ein Medikament zu haben
- Der K�rper soll und muss sich mit Viren auseinandersetzen (bsp. Windpocken, die zu 99 % hrmlos sind aber auch geimpft werden k�nnen) - st�rkt das Immunsystem
- Die Studien und Berichterstattungen zu Nebenwirkungen erscheinen wenig transparent von Seiten der Gesundheitsbeh�rden und der Pharmaindustrie
- Die Verstrickungen zwischen Gates Stiftung, WHO und Pharmaindustrie sind zumindest kritisch zu werten
- Die Vermehrung anderer Krankheiten (Demenz, MS etc.) ist nicht erforscht ob hier allenfalls Impfungen eine Rolle spielen - es gibt (warum auch immer) keine wirklichen (neutralen!!) Studien dazu
- Die dazumalige Schweinegrippe-Impfung war ein Debakel - und f�hrt nicht zu Vertrauen
- Berichte von Tests in armen L�ndern mit verheerenden Folgen (ob wahr oder nicht - aber nur weil gewisse Personen sagen, dass es nicht wahr ist, ist dies kein Fakt)
- Entscheidungsfreiheit als wichtiges Gut
Joe Meier, am 29. Juli 2020 um 11:25 Uhr
@Hagenbach. Es ist nicht korrekt, dass Hersteller und Verkäufer von Impfstoffen nach zehn Jahren für Schäden nicht mehr haften. Vielmehr haften sie überhaupt nicht, weil die Behörden sie von jeder Haftpflicht befreien. Ohne diese Haftpflicht-Befreiung (auch in den USA) würden Hersteller Impfstoffe nicht so rasch an Millionen gesunder Menschen abgeben. Denn schwere Langzeitschäden bei nur einem Promille der Geimpften könnten grosse Kostenfolgen haben. Allerdings wäre eine Beweisführung von Ursache und Wirkung schwierig.
Urs P. Gasche, am 29. Juli 2020 um 12:22 Uhr
Herr Jürg Müller-Muralt, Sie differenzieren nicht, sondern werfen alle möglichen Impfungen in den selben Topf und kritisieren pauschal alle Impfungskritiker. Sind Sie sich bewusst, dass gegen Corona erstmals RNA-Impfstoffe erprobt werden? «Dabei wollen Mediziner ihren Patienten ein kleines Stückchen Erbinformation spritzen, die in den menschlichen Zellen die Produktion des Antigens von Sars-CoV-2 auslöst...Aber natürlich ist das Verfahren, das zum Bereich der sogenannten roten Gentechnik zählt, völlig neu und alle potenziellen Folgen damit nicht absehbar.» Das schreiben nicht irgendwelche Verschwörungstheoretiker, sondern der Mitteldeutsche Rundfunk, Mitglied der ARD. Es ist absolut richtig und wichtig, dass über solche neuen Methoden kritisch diskutiert wird.
Pedro Reiser, am 29. Juli 2020 um 13:56 Uhr
Was mich am Artikel stört ist, dass hier verallgemeinert wird und die altbekannten Argumente gegen Impfskeptiker hervorgekramt werden.
Es geht ja bei der geplanten Impfkampagne um einen neuartigen RNA Impfstoff, der ja ganz anders im Körper wirkt als inaktive Erreger, die wie bis anhin in den Blutkreislauf eingegeben wurden um das Immunsystem anzuregen.
Es gibt Stellungsnahmen von normalen Ärzten die wie ihre Patienten normal impfen, die diesem Impfstoff zu Recht sehr skeptisch gegenüberstehen.

Die meiner Meinung nach wichtigsten Argumente:
- Die extrem kurze Testzeit, ohne eventuelle Langzeitschäden abschätzen zu können.
- Dass ein komplett neuartiger Impfstoff paraktisch der gesamten Menschheit verabreicht werden soll wegen einer Pandemie, die bis jetzt von über 16 Millionen Fällen «nur» über 600000 Tote zu beklagen hat und uber 10000000 «Geheilte» (Zahlen aus Coronastatistics heute). Eine «normale» Grippewelle fordert jedes Jahr auch umd die 500000 Todesfälle.
- Es darf bererchtigter Zweifel an der Wirksamkeit der Impfung geäussert werden, da sich ja anscheinend das Virus weiter mutiert. Schon die normale Gripperimpfung verfehlt regelmässig ihre Wirkung. Ein Onkel von mir liess sich jedes Jahr gegen die Grippe impfen und bekam sie jedes Jahr trotzdem.

Ich hätte vom Infosperber erwartet, dass etwas differenzierter berichtet wird, aber es scheint seit Corona die Regel zu sein, dass gerne verallgemeinert wird, von «offfizieller» Seite, wie auch von den «Skeptikern».
Claudio Pavan, am 29. Juli 2020 um 14:04 Uhr
Sind sog. 'aktive' Schutzimpfungen wirklich der Weisheit letzter Schluss ? - Skepsis ist dahingehend angebracht, ob es 'methodisch' einfach so weiter gehen kann, wie bisher ?
Ob es bereits langfristig schädigende Fernwirkungen der Methode für das Immunsysteme gibt, sollten erforscht werden.
Dass die Entwicklung von Impfstoffen immer länger dauern u. immer mehr Geld kosten, bei einer steigenden Zahl von Mikroben-Typen, sollte zu denken geben. Es werden Mikroben dabei genetisch aufgerüstet, die schneller mutieren, -'ähnlich wie beim Einsatz von Antibiotika oder Pestiziden'-. Weshalb auch immer, das Immunsystem ist zunehmend geschädigt u. geschwächt. Es richtet sich sogar immer öfter gegen sich selbst. Was ist, wenn Mikroben dahingehend mutieren, dass diese nebenbei noch Autoimmun-Erkrankungen veranlassen ?
Zukünftig sollte mehr zu 'allgemeiner' Immunkompetenz angeregt/aktiviert werden, als immer mehr bloss in jedem Einzelfall 'erregerspezifische'. Welche Wechselwirkungen ergeben sich aus immer mehr Antikörpern ?
Die Virushülle anzugreifen wäre so eine 'allgemeine' Immunkompetenz, bei den Sars-Viren u. allen anderen 'fettumhüllten' Viren ist das der allgemeiner Schwachpunkt, der geeignet anzugreifen wäre. Dann wäre es egal ob SARS mutiert oder andere fettumhüllte Viren auftauchen.
Ludwig Pirkl, am 29. Juli 2020 um 16:49 Uhr
Ich würde eher konstatieren: dieser Text gehört «unter die Top Ten» der manipulativen Artikel, passend zur aktuellen (Corona-) Hofberichterstattung der meisten Leitmedien, aber völlig unpassend für «Infosperber». Diesem Loblied auf Impfungen (inkl. SarsCov-2) fehlt jegliche kritische Auseinandersetzung. Leider benützt auch Autor Muralt krude Verschwörungstheorien, um von den kritikwürdigen Aspekten zu Impfungen (z.B. Adjuvante Stoffe), Bill Gates und seinem globalen Impfplan, seinen Einfluss auf Medien und die WHO abzulenken. Wo bleibt das kritische Hinterfragen zu Bill Gates Aussage, 7 Mia. Menschen zu impfen und notfalls auch Schäden in Kauf zu nehmen? (Interview ZDF) Wo der Hinweis, dass Gates in einem Interview von einer globalen Impf-ID spricht? Warum erwähnt Herr Muralt nicht, dass die B.& M. Stiftung bereits 2.5 Mia. Dollar an die WHO ‘gespendet’ hat und somit erheblichen Einfluss auf deren Strategien hat? (Tipp: Die WHO - Im Griff der Lobbyisten? – auf youtube) Der Autor stützt seine Ausführungen mit Zitaten aus der Zeitschrift «Spiegel». Weshalb erwähnt er nicht, dass der «Spiegel» 2018 von der B.&M. Stiftung 2.5 Mio. Dollar für journalistische Projekte erhalten hat? Wes Brot ich ess, des Lied ich sing…sehr viel Anlass für sehr viele kritische Fragen. Was in diesem Artikel leider komplett verpasst wurde.
Isabella Fischer, am 29. Juli 2020 um 17:23 Uhr
Patent-Veröffentlichung vom 26.März 2020: Microsoft chippt Menschen und verlinkt diese mit Cryptowärung:
https://patentscope.wipo.int/search/en/detail.jsf?docId=WO2020060606

Haftung bei Impfschäden liegt beim Bund, nicht beim Hersteller, ich frage mich wo bleibt beim Wettkampf der erste zu sein mit einer Impfung die «Vosicht"?

https://www.bag.admin.ch/bag/de/home/gesetze-und-bewilligungen/gesuche-bewilligungen/gesuche-bewilligungen-im-bereich-infektionskrankheiten/genugtuung-bei-impfschaeden.html

WHO-Sponsoren und Befangenheit: (es tummeln sich die Grossen der Pharmakonzerne)
https://www.worldhealthsummit.org/partner/sponsoring-partners.html

als einer der Grossen natürlich auch Bill Gates.

Sorry, nach meiner Meinung ist in diesem Artikel nicht viel Wahrheit.

Ich bin kein Impf-Gegner, aber wenn die herkömmlichen, langzeit-getesteten Impfungen z.T. schon mit Nebenwirkungen zu kämpfen hatten, wie viel potenzielle Gefahr liegt dann in einer nicht oder nur kurz getesteten, völlig neuen Art, welche die menschlichen Gene manipuliert?!
Peter Gander, am 29. Juli 2020 um 20:13 Uhr
Ich teile die Darstellungen Herrn Hagenbachs und Meiers, staune über den Infosperber-Beitrag und die als offenbar massgebend zitierten Quellen. Keine Fragen zum mechanistischen Menschenverständnis der Schulmedizin, zur Wirkung und den Nebenwirkungen von Impfungen, zur Glaubwürdigkeit der Darstellungen der Impfindustrie, zur Zunahme von chronischen Krankheiten schon bei Kindern?
Christof Kunz, am 29. Juli 2020 um 22:03 Uhr
1) Der erste Satz zitiert WHO wohl richtig, aber die WHO Risikobetrachtung ist falsch. Eine Gefahr für die Gesundheit ist die undifferenzierte WHO Frage: sind Sie für oder gegen das Impfen? Statt dessen geht es darum: Zitat-"sind Sie für diesen Impfstoff, der unter diesen Bedingungen an diese Bevölkerung, an diesem Ort und zu dieser Zeit verabreicht wird? » (Zitat aus La Vérité sur les Vaccins - Didier Raoult).
2) Eine Studie hatte Allergieprävention zum Inhalt. Untersucht wurde eine Kohorte von 6630 Schulkindern aus fünf Ländern (Alter 5-13 Jahre; Österreich, 11%; Deutschland, 39%; Holland, 22%; Schweden, 9%; Schweiz, 20%; 4606 Kinder waren Steinerschulkinder, 2024 waren Referenzkinder von Volksschulen; Oktober 2000 bis Mai 2002).
Zitate aus der Studie
"Background: The anthroposophic lifestyle has several features of interest in relation to allergy: for example, a restrictive use of antibiotics and certain vaccinations."
"Conclusion: Certain factors in the anthroposophic lifestyle, such as restrictive use of antibiotics and antipyretics, are associated with the lower risk of allergic disease in children. However, the lifestyle factors investigated in our study represent only a selection of various characteristics of the anthroposophic lifestyle. Therefore, we cannot exclude that other factors need to be considered to understand completely the background for this lower risk."
Dieser Bericht zeigt wie irreführend die WHO arbeitet und auch dessen eigene Oberflächlichkeit.
Guido Meier, am 29. Juli 2020 um 23:06 Uhr
Der Elefant im Raum ist der Impfzwang, impfen ist für mich eine individuelle Entscheidung.
Sollte die Impfung mit Zwang durchgesetzt werden, verletzt dies meine persönlichen Rechte und Individualität.
Die Wahl muss die meine sein. Kann mir nicht vorstellen dem Staat hörig zu sein, jedoch läuft es in diese Richtung wie die momentanen Entwicklungen zeigen.
Hier noch ein interessanter Link auf englisch zu dieser Sache:
https://youtu.be/iOuihO6b2SI
Gilbert Nedi, am 30. Juli 2020 um 07:38 Uhr
Zwei Punkte die mich an diesem Artikel speziell aufhorchen lassen:

1.
Es wird eine Verbindung von Impfskeptikern zu Nationalsozialisten konstruiert weil die Nazis auch Naturheilkunde verwendeten. Da zweifle ich am guten Willen des Autors und ich vermute reine Meinungsmache dahinter. Hilter hatte einen Hund. Was sagt das über Hundebesitzer aus? (natürlich gar nichts) Wie sieht es denn mit der Schulmedizin und den Nazis aus?
https://www.hessenschau.de/gesellschaft/ein-nazi-arzt-und-seine-toedlichen-medikamentenversuche-an-kindern-,nazi-arzt-medikamentenversuche-100.html

2. Die offensichtlichen Interessenkonflikte von Bill Gates werden unkritisch vom Tisch gewischt, in dem man irgendeine Theorie aus dem Internet bezüglich Weltherrschaft heran zieht. Jedoch ändern wilde Internettheorien nichts an der Tatsache, dass die Interessenkonflikte von Herr Gates sehr real sind. Dass der offensichtliche Interessenkonflikt nicht journalistisch aufgearbeitet, sondern einfach zur Seite geschoben wird in dem man schreibt, dass andere Leute ja auch Blödsinn erzählen, ist geradezu ein lächerlich tiefes, journalistisches Niveau.

Es sind solche Artikel welche bewirken, dass sich Menschen mit abweichender Meinung nicht mehr getrauen öffentliche etwas zu sagen. Niemand will in die Nähe von Nazis gebracht werden und niemand will ein Verschwörungstheoretiker und Spinner sein. So wird der öffentliche Debattenraum eingeengt und in seiner Konsequenz ein pseudo Konsens erstellt.
Stöckli Marc, am 30. Juli 2020 um 16:51 Uhr
"Es sind solche Artikel welche bewirken, dass sich Menschen mit abweichender Meinung nicht mehr getrauen öffentliche etwas zu sagen. «

11 Meinungen stehen (bislang) hier. 11 Mal trauen sich Menschen öffentlich zu sagen:

-und munter eine Dummheit nach der anderen aus dem Rohr geschossen
-Die Verstrickungen zwischen Gates Stiftung, WHO und Pharmaindustrie sind zumindest kritisch zu werten
-werfen alle möglichen Impfungen in den selben Topf und kritisieren pauschal alle Impfungskritiker.
-Ich hätte vom Infosperber erwartet, dass etwas differenzierter berichtet wird, aber es scheint seit Corona die Regel zu sein, dass gerne verallgemeinert wird
-Sind sog. 'aktive' Schutzimpfungen wirklich der Weisheit letzter Schluss ? - Skepsis ist dahingehend angebracht
-dieser Text gehört «unter die Top Ten» der manipulativen Artikel, passend zur aktuellen (Corona-) Hofberichterstattung
-Sorry, nach meiner Meinung ist in diesem Artikel nicht viel Wahrheit.
-staune über den Infosperber-Beitrag und die als offenbar massgebend zitierten Quellen
-Dieser Bericht zeigt wie irreführend die WHO arbeitet
-verletzt dies meine persönlichen Rechte und Individualität.
-(s.o.)

Und doch wirft man vor, solche Artikel würden die Meinungsfreiheit einschränken. Dabei ist hier genau das Gegenteil der Fall. Aber Impfgegner ziehen alle Register: den anderen Lüge, Dummheit, Vertuschung oder Meinungsunterdrückung vorwerfen, selber verbreitet man aber ohne Skrupel Verschwörungstheorien und falsche Behauptungen.
Jan Holler, am 31. Juli 2020 um 10:48 Uhr
Ich pflichte Jürg Müller-Muralt bei. Wenn ich den Grossteil dieser Kommentare lese, bin ich erschüttert. Da schlägt eine Wissenschaftsfeindlichkeit durch, die man bislang nur von religiösen Sekten kennt. Brandschwarzer Talibanismus? Jedenfalls kann ich mich dieses Eindrucks nicht erwehren. Nur gut, dass die Impfgegner in den entwickelten Ländern immer noch eine kleine Mehrheit darstellten
Natürlich gab es Impfschäden, doch sie hielten sich in Grenzen. Unter dem Strich waren die Impfungen ein Segen: Sie haben mehrere hundert Millionen Menschen vor dem Tod oder einem lebenslänglichem Siechtum gerettet. Das steht in gar keinem Verhältnis zu den Opfern von misslungenen Impfungen, die es unbestritten auch gab und wohl immer noch geben wird.
Gegen lebensbedrohende Infektionen gibt es Impfungen seit (…) wie: Pocken (1798); Tollwut (1895); Typhus (1896); Cholera (1896); Pest (1897); Diphterie (1923); Keuchhusten (1926); Tetanus (1927); Grippe (1936); Gelbfieber (1937); Fleckfieber (1938; Kinderlähmung (1960); Mumps (1967); Masern (1968); Röteln (1969); Hirnhautentzündung/FSME (1973); Windpocken (1974); Hapatitis B (1981); Meninhgitis (1982); Hepatitis A (1992); schwerer Durchfall bei Kindern unter 6 Monaten (1998); Gebärmutterhalskrebs (2006). Die Liste ist nicht vollständig.
Peter Beutler, am 01. August 2020 um 16:54 Uhr
Hinweis: leider ist mir im vorigen Beitrag ein dummer Fehler unterlaufen: irgendwo habe ich statt «Minderheit», «Mehrheit» geschrieben. Hier der korrekte Text:
Ich pflichte Jürg Müller-Muralt bei. Wenn ich den Grossteil dieser Kommentare lese, bin ich erschüttert. Da schlägt eine Wissenschaftsfeindlichkeit durch, die man bislang nur von religiösen Sekten kennt. Brandschwarzer Talibanismus? Jedenfalls kann ich mich dieses Eindrucks nicht erwehren. Nur gut, dass die Impfgegner in den entwickelten Ländern immer noch eine kleine Minderheit darstellten
Natürlich gab es Impfschäden, doch sie hielten sich in Grenzen. Unter dem Strich waren die Impfungen ein Segen: Sie haben mehrere hundert Millionen Menschen vor dem Tod oder einem lebenslänglichen Siechtum gerettet. Das steht in gar keinem Verhältnis zu den Opfern von misslungenen Impfungen, die es unbestritten auch gab und wohl immer noch geben wird.
Gegen lebensbedrohende Infektionen gibt es Impfungen seit (…) wie: Pocken (1798); Tollwut (1895); Typhus (1896); Cholera (1896); Pest (1897); Diphterie (1923); Keuchhusten (1926); Tetanus (1927); Grippe (1936); Gelbfieber (1937); Fleckfieber (1938; Kinderlähmung (1960); Mumps (1967); Masern (1968); Röteln (1969); Hirnhautentzündung/FSME (1973); Windpocken (1974); Hapatitis B (1981); Meninhgitis (1982); Hepatitis A (1992); schwerer Durchfall bei Kindern unter 6 Monaten (1998); Gebärmutterhalskrebs (2006). Die Liste ist nicht vollständig.
Peter Beutler, am 01. August 2020 um 17:41 Uhr
Ich habe nichts dagegen, wenn sich Peter Beutler alle Impfungen machen lässt, die er aufgezählt hat. Einige davon liess ich auch machen, andere wurden mir in der Kindheit ungefragt gemacht. Es gibt sicher solche, die wichtig sind, besonders wenn man viel reist. Bei einigen Kinderkrankheits-Impfungen würde ich ein Fragezeichen machen.
Ich verlasse mich noch auf mein Immunsystem und ich nehme mir die Freiheit heraus, selber zu entscheiden, gegen was ich mich impfe und gegen was nicht. Und ich lasse mich desswegen nicht in eine Talibanismus-Ecke, nicht in eine Wissenschaftsfeindlichkeits-Ecke und nicht in eine Verschwörungstheoretiker-Ecke stellen.
Bernhard Ramp, am 03. August 2020 um 00:12 Uhr
Guten Tag Herr Holler, Beda Stadler meinte erst kürzlich, dass sich junge Wissenschaftler nicht mehr getrauen öffentlich auszusagen. Dass es eine regelrechte Hetzjagd gegen Andersdenkende wie Hr. Wodarg oder Hr. Bhakdi gibt, dürft auch Ihnen nicht entgangen sein. Der Kommentar von Herr Peter Beutler sagt doch bereits alles, nicht?

Ich finde es interessant, dass Sie mich einen Impfgegner nennen. Wir kennen uns gar nicht. Ich selber bin geimpft und ich bin nicht generell gegen Impfungen, aber eben auch nicht generell dafür. Ich bin aber entschieden gegen Zwangsimpfungen und gegen Impfnachweise um bestimmte Tätigkeiten ausüben zu dürfen, Freiheitsrecht zu erlangen etc...

Bezüglich Verschwörungstheorien und falschen Behauptungen:

https://www.srf.ch/news/schweiz/corona-uebertragungen-bag-korrigiert-meiste-ansteckungen-in-familie-nicht-in-clubs

https://www.n-tv.de/panorama/Neunjaehrige-Corona-Tote-war-109-Jahre-alt-article21753784.html
Stöckli Marc, am 03. August 2020 um 10:10 Uhr
Guten Tag Infosperber,
ich lese gerne Artikel, die insgesamt ausgewogen berichten und kritisch durchleuchten. Doch dieser Bericht zum Thema Impfung/Impfkritik ist höchst einseitig und wirkt wie eine plumpe Impfkampagne, die jede Impfkritik verallgemeinert und als ungerechtfertigt erscheinen lässt.
Das passt so gar nicht zum sonstigen Journalismusstil von Infosperber.
Denise Hänggi, am 03. August 2020 um 13:36 Uhr
Zusammen mit den Kommentaren ist dies ein nützlicher Artikel, der mich allerdings weiterhin rätseln lässt. Ich bin kein Impfgeger und habe einige Impfungen bekommen, aber von meinen Ärzten rät einer von allen ausser den best-erprobten Impfungen ab. Er empfiehl mir allerdings ein Buch, wo es um Langlebigkeit geht, und der Autor (Sinclair) meint, dass neuartige Impfungen das Leben verlängern könnten.
Theo Schmidt, am 04. August 2020 um 12:08 Uhr
Moin, moin,
etwas zum 'Nachdenken': inwieweit die derzeitige Sicht & Stellung bzgl. 'Wissenschaft' - hier die sogenannte 'Schulmedizin' - in späteren Zeiten - ob nun in hundert oder tausend Jahren - vielleicht 'ähnlich' gesehen wird, wie wir heute die 'Medizin' des Mittelalters und früherer Zeiten sehen, 'lohnt' vielleicht auch einmal, um zu einer 'freieren' Sicht & Beurteilung zu kommen ...
Zur Impf-Thematik möchte ich noch ergänzen, dass viele sogenannte 'Impferfolge' zumindest 'auch' auf 'veränderte' Grundbedingungen zurückzuführen sind, wie z.B. Hygiene, Ernährung, Wohn- und Lebensumstände etc. Dazu lassen sich bei den sogenannten 'Impfgegnern' auch viele konkrete Beispiele finden ...
Mir persönlich geht es eigentlich immer darum 'scheinbar' unterschiedliche und manchmal sich wohl auch 'widersprechende' Sichtweisen 'zusammenzuführen' und eben nicht per se zu 'verurteilen, abzulehnen und zu bekämpfen ... In eigentlich jeder 'Betrachtungsweise' lässt sich 'etwas' berechtigtes finden, was ja nicht beutet bzw. bedeuten muss, dass 'alles' darin 'richtig', 'zutreffend' o.Ä. ist ...
P.S.: Ich bin zwar 'kaum' geimpft, möchte auch nicht geimpft werden, möchte diese Entscheidung jedem selbst überlassen, halte jedoch eine 'Haftung' seitens der Hersteller und nicht des Staates - nicht nur was dieses Thema betrifft, sondern generell - für unabdingbar, und sehe mich selbst aber nicht als 'Impfgegner' ...
Ulrich Warntjen, am 04. August 2020 um 20:31 Uhr
Impfskepsis als grosse Gesundheitsgefahr? Klar, in den Augen der WHO und damit auch in den Augen von Bill Gates, dem Grossinvestor in der Pharma und WHO-Spender. Dieselbe WHO die die Gelder für die Basisversorgung in der 3. Welt gekürzt hat. Wissenschaftliche Grundlagen für die grosse Nützlichkeit der Impfungen bleibt auch dieser schwache Artikel schuldig, bis auf Verknüpfungen mit anderen Artikel in Nature und Spiegel (sic!). Es finden sich nämlich sehr wenige von der Pharma unabhängige grosse Untersuchungen zum Impfen. Kein Wort darüber, Hr. Müller. Lieber ein paar Hiebe auf die Antroposophen (mit denen ich gar nichts am Hut habe).
Gerhard Gstrein, am 11. August 2020 um 16:51 Uhr

Ihre Meinung

Loggen Sie sich ein. Wir gestatten keine Meinungseinträge anonymer User. Hier können Sie sich registrieren.
Sollten Sie ihr Passwort vergessen haben, können Sie es neu anfordern. Meinungen schalten wir neu 9 Stunden nach Erhalt online, damit wir Zeit haben, deren Sachlichkeit zu prüfen. Wir folgen damit einer Empfehlung des Presserats. Die Redaktion behält sich vor, Beiträge, welche andere Personen, Institutionen oder Unternehmen beleidigen oder unnötig herabsetzen, oder sich nicht auf den Inhalt des betreffenden Beitrags beziehen, zu kürzen, nicht zu veröffentlichen oder zu entfernen. Über Entscheide der Redaktion können wir keine Korrespondenz führen. Zwei Meinungseinträge unmittelbar hintereinander sind nicht erlaubt.