Vulcano 3

«Vulcano» © zvg

Das Spiel: Eine heisse Kletterpartie

Patrick Jerg /  Der Vulkan lockt mit seinen Edelsteinen Abenteurer an, die auf ihrer nächsten Klettertour gleich ein paar Steine abräumen möchten.

Patrick Jerg
Patrick Jerg

Zur Vorbereitung baut man in der Spieleschachtel einen kleinen Berg auf, der mit vielen, kleinen Klettergriffen versehen ist. Dort platziert man gleich mit kleinen Figuren seine Bergsteiger, die passend auf den Griffen sitzen können. Dass die Schachtel sich ins Spiel integrieren lässt, hat sich mittlerweile in der Spielewelt etabliert. Dadurch lassen sich ganze Monumente erstellen oder eben ein Vulkan, wie in diesem Fall.

«Vulcano» ist ein abenteuerliches Spiel. Erfolg und Misserfolg liegen nahe beieinander, denn die Klettertour bringt Runde für Runde neue Gefahren mit sich. Erst startet man aber gut ausgerüstet zur ersten Tour. Aus drei Handkarten wählt man eine für sich passende aus. Jede Karte liefert eine Kombination aus verschiedenen Aktionen, die man der Reihe nach abhandelt.

Klettern mit System

Ein erstes Symbol zeigt den Bergsteiger an, den man auf den Vulkan schicken muss. Die eigenen drei Bergsteiger besitzen Buchstaben, damit man sie besser erkennt. Zeigt die Karte «B3», so klettert man mit Bergsteiger B um drei Positionen seitwärts oder nach oben. Landet man auf einem Edelstein, nimmt man ihn zu sich. Die Karten können auch mehrere Bergsteiger bewegen, die Anzahl der Schritte variiert ebenfalls. Gibt es als zweites Symbol einen Fels, darf man mit einem Felsvorsprung irgendwo am Berg ein kleines Dach bilden, indem man ihn einfach über zwei Griffen platziert.

Vulcano 2
«Vulcano»

Dieses Felsdach kann beim dritten Symbol enorm wichtig werden. Dann wird der Vulkan aktiv und lässt eine Lavakugel vom Berg rollen. Nun verwandelt sich «Vulcano» in eine kleine Kugelbahn. Die Kugellöcher oben am Berg sind nummeriert. Steht im dritten Symbol der Lavakugel eine 4 auf der Karte, lässt man eine Lavakugel durch Loch 4 nach unten rollen. Purzeln dabei Bergsteiger mit nach unten, müssen sie in ihrem nächsten Spielzug neu starten.

Ausrüstung verbessern

Glücklicherweise ist das Abenteuer nur ein Spiel. Denn für jeden gefallenen Bergsteiger erhält man als kleines Trostpflaster eine Karte mit einem neuen Ausrüstungsgegenstand. Schuhe, Trinkflasche oder Rucksack bringen einen grösseren Aktionsradius am Berg. Man darf Ausrüstungskarten schon im nächsten Spielzug einsetzen. Während sich die Figuren am Berg bewegen und die Lavakugeln rollen, sollte man das oberste Ziel nicht aus den Augen verlieren: Wer seine Edelsteinsammlung zuerst komplettiert, gewinnt das Spiel. Für einen Smaragd muss man zumindest einmal den Berg komplett erklimmen.

Bei dieser turbulenten Kletterpartie versucht man, seine Bergsteiger bestmöglich zu positionieren und mit Felsvorsprüngen zu schützen. Gleichzeitig möchte man gegnerische Spielfiguren mit den Lavakugeln vom Berg stossen. Obwohl niemand gerne Rückschläge einsteckt, funktioniert das bei «Vulcano» ziemlich gut. Die tollen Ausrüstungskarten sind eine schöne Belohnung für einen Sturz und sorgen für neue Kräfte am Berg. Das macht «Vulcano» auch zu einem schönen Familienspiel, bei dem immer überraschende Wendungen möglich sind.

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Vulcano
«Vulcano»

Vulcano

Ein Kletterspiel von Phil Walker-Harding
Illustrationen: Adam Grason

Für 2 bis 4 Personen
Ab 8 Jahren | ca. 20 Minuten
Verlag: Game Factory | ca. 28 Fr. / 22 Euro


Themenbezogene Interessenbindung der Autorin/des Autors

Patrick Jerg betreibt seit 15 Jahren die Webseite brettspielblog.ch und veröffentlicht regelmässig Spielkritiken über Brett- und Kartenspiele.
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Meinungen in Beiträgen auf Infosperber entsprechen jeweils den persönlichen Einschätzungen der Autorin oder des Autors.

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Das Spiel: Alle Beiträge

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