Sperberauge
WEF-Hilfe: Die Davoser Exekutive zittert
Der Kleine Landrat, die Exekutive der Gemeinde Davos, sorgt sich um das «World Economic Forum» (WEF), konkret um die Zustimmung des Volkes zu den Gemeinde-Subventionen in der Höhe von 1,125 Millionen für das WEF:
So steht es im Antrag des Kleinen Landrats an den Grossen Landrat (Gemeindeparlament), der am 5. Juli darüber abstimmt. Im September kommt die WEF-Subventions-Vorlage zudem vors Volk.
Die Gemeinde-Exekutive beantwortet ihre rhetorische Frage mit einer Warnung:
Gemeindeammann mit flankierenden Massnahmen
Die Sorge der Davoser Gemeinde-Exekutive ist berechtigt, denn das Verkehrschaos am WEF 2018 hat viele Einheimische verärgert. Deshalb kommt jetzt auch WEF-Schützenhilfe von den Somedia-Zeitungen «Südostschweiz» und «Bündner Tagblatt», in denen kürzlich der Davoser Landammann Tarzisius Caviezel eine Art flankierende Massnahmen propagierte, um die WEF-Subventionen zu retten und damit auch das WEF weiherhin in Davos zu behalten.
Um die verärgerten DavoserInnen zu besänftigen, kündigte Caviezel einen kostenlosen Pendelzug der «Rhätischen Bahn» für die WEF-Zeit an. Zu den Sicherheits-Subventionen sollen also zusätzlich auch Mobilitäts-Subventionen hinzukommen. Welcher Privat-Anlass wünscht sich nicht solche Dienste der öffentlichen Hand?
Trotz den Befürchtungen, die StimmbürgerInnen könnten die WEF-Subventionen ablehnen, blieb das «Bündner Tagblatt» in einem weiteren Artikel zweckoptimistisch und titelte: «Harte WEF-Opposition steht nicht ins Haus». Hinweise auf den vollen WEF-Tresor (rund 240 Millionen) fehlten im Blatt.
Im Gegensatz zu den beiden erwähnten Somedia-Zeitungen nahm die kleine «Davoser Zeitung» ihre kritische Funktion wahr und veröffentlichte den «Infosperber»-Artikel «‹Wucher›-Vorwurf trotz prallvollem WEF-Tresor».
Zum Ärger des WEF-Präsidenten Klaus Schwab, der sich darauf bitter über den «Infosperber» beklagte und den DavoserInnen den Tarif durchgab (siehe Infosperber: WEF-Boss Klaus Schwab attackiert Infosperber).
Schwab wird sich kurz vor der Volksabstimmung im September Mitte August erneut an das Davoser Volk wenden, wie der Kleine Landrat ankündigt.







