Grüne Verkehrswende am Gotthard

Hanspeter Guggenbühl © Guggenbühl
Hanspeter Guggenbühl / 29. Feb 2016 - Nein, die Mehrheit stimmte nicht gegen den Schutz der Alpen. Die zweite Strassenröhre begrünt die Schweiz.

Löcher im Urgestein der Zentralalpen stossen auf viel Sympathie: Nachdem die Abstimmenden in den 1990er- Jahren die Neuen Eisenbahn-Alpentransversalen (Neat) zweimal befürwortetet hatten, bewilligten sie letztes Wochenende auch die zweite Strassenröhre durch den Gotthard. Linke und Grüne reagierten darauf enttäuscht. Die Umweltorganisation WWF etwa fürchtet eine Aufweichung der in der Schweiz besonders vorbildlichen Umwelt- und Klimapolitik. «Alpenschutz zieht weniger als vor 20 Jahren», analysierte Fabian Renz im Tages-Anzeiger, und Gregor Poletti klagt in der Berner und den Zürcher Landzeitungen: «Der Alpenschutz kommt unter die Räder».

Hat damit die Strassenlobby einen Sieg errungen? Ei wo! Die Kommentatoren in den staatstragenden Medien übersehen vor lauter Verfassungstreue die Kraft des subversiven Denkens, welches der Mehrheit der Schweizer Bevölkerung in besonderem Masse inne wohnt. Die Mehrheit weiss nämlich, dass der Staat den Grossteil der Treibstoffsteuern und weiterer Abgaben zweckgebunden für die Finanzierung der Strassen verwenden muss. Davon werden jährlich rund 2,3 Milliarden Franken in den Ausbau und Unterhalt der Nationalstrassen gesteckt, weitere 700 Millionen rollen in den Ausbau der Kantonsstrassen.

Diese Zweckbindung hält die Verkehrsspirale in Schwung: Mehr Strassen bringen mehr Strassenverkehr. Mehr Verkehr verlängert die Staus und füllt die Strassenkasse. Längere Staus und vollere Strassenkasse lassen mehr Geld in den Strassenbau fliessen, zum Beispiel in den Ausbau der A1 auf sechs Spuren oder den Bau der Zürcher Ober- und Unterland-Autobahn, etc. Dabei geht wertvolles Kulturland verloren und schöne Landschaften werden verschandelt.

Nutzen für den Strassenverkehr: nahezu null

Was aber bewirken die knapp drei zweckgebundenen Milliarden Strassen-Franken, die nach dem Willen des Volkes jetzt im Gotthard verlocht werden sollen? Sie steigern das Verkehrsangebot zwischen Göschenen und Airolo von zwei auf vier Spuren. Von diesen vier Spuren dürfen aber nur zwei Spuren befahren werden, wenn die Nach-Nach-Nachfolgerinnen im Bundesrat und Parlament halten, was Verkehrsministerin Doris Leuthard vor der Abstimmung versprach. Der Nutzen der zweiten Röhre für den Strassenverkehr liegt damit nahezu bei null. Der Verlust für die Natur bleibt bescheiden. Denn ein zusätzliches Loch im Gotthard beansprucht kein Kulturland, schadet der Umwelt kaum und fördert den Strassenverkehr weit weniger als zusätzliche Autobahnen auf den Wiesen im Mittelland.

Das alles haben die Abstimmenden wohl bedacht. Und die kluge Mehrheit kam zum Schluss: Nirgends sonst lassen sich drei Milliarden zweckgebundene Franken mit derart geringem Nutzen für den Strassenverkehr und derart wenig Schaden für die Umwelt entsorgen wie im Gotthard-Granit. Mit dem Ja zur zweiten Röhre hat das Schweizer Volk die grüne Verkehrswende eingeleitet. Nur die Grünen haben das noch nicht gemerkt.

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Keine.

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20 Meinungen

Ein wunderschönes Beispiel: Eine etwas anderen Perspektive - und schon schaut alles ganz anders aus! Diese Perspektiven sind halt nur dann möglich, wenn man die alles zudeckende Heuchelei nicht beachtet. Zum Beispiel die Heuchelei, dass ohne zweite Gotthardröhre die Welt in Ordnung wäre...
Vielen Dank.
Lg
Gerda
Gerda Wurzenberger, am 29. Februar 2016 um 11:54 Uhr
Das ist doch mal eine zielführende ökonomische Analyse! Ich werde künftig bei Autobahnprojekten immer dort ja stimmen wo am meisten Geld für möglichst wenig Kapazitätsausbau verpulvert wird.
Daniel Schmid, am 29. Februar 2016 um 13:50 Uhr
Gut gedacht, Hanspeter Guggenbühl! Ich finde allerdings folgendes:
Wenn nun (trotz allem: leider) dieses zusätzliche Loch gegraben wird, dann soll man es dann auch brauchen. Nämlich, in Gott(hard)snamen, für eine vierspurige Alpenquerung. Zwischen Hamburg und Palermo, bis Göschenen und Airolo geht's schon überall (mindestens) vierspurig zu und her - es ist irgendwie irrational, diese paar Kilometer zweispurig zu belassen, wenn schon mit 2,7 Milliarden die Vierspurigkeit möglich gemacht wurde. Das Volk hat's jetzt so vorgespurt - dann soll es halt später auch noch den Alpenschutzartikel in diesem Punkt lockern. Auf ein bisschen mehr oder weniger von diesem idiotischen Privatverkehr kommt's jetzt auch nicht mehr an. Und die LKWs, die kann man mit schlauen Mitteln (Transitbörse) immer noch verfassungsgemäss auf die NEAT-Bahn zwingen.
Toni Koller, am 29. Februar 2016 um 14:28 Uhr
Fuhrhalter, die alle Kolben im Motor haben, dürften trotzdem den NEAT-Tunnel benützen. Sie sparen sich nämlich den Diesel, um ihre Güter samt Lastern um 520 m höher zu hieven. Die Scheitelhöhe des NEAT-Tunnels liegt auf 550 m üM. Also muss hoffentlich tatsächlich ein zu hoch liegender Strassentunnel von unsern Kindern und Enkeln teuer unterhalten werden – weiteres Geld aus der Strassenkasse.
Hans Hauri-Karrer, am 29. Februar 2016 um 15:28 Uhr
Origineller Beitrag. Ja warum es nicht so sehen ? Aber Ihr Optimismus wird sofort gedämpft durch einen Kommentar hier, welcher jetzt schon eine 4-spurige Öffnung der Röhre erwartet .... Nur einer erster Geier über dem Alpenschutz - wenn die Röhre dann mal gebaut ist ....
bernhard sartorius, am 29. Februar 2016 um 16:28 Uhr
Spannender Artikel, Herr Guggenbühl! Einwenig zynisch oder gar nicht? Ich selber habe gelesen, studiert, gezweifelt, hin- und hergemacht und dann zuletzt ja gestimmt (meine Familie hat leer eingelegt). Meine Gründe waren ein bisschen ähnlich: «Wenn die 2. Röhre nicht kommt, ist es wirklich gefährlich, wenn der Tunnel während dreier Jahre saniert wird, ist der Tessin wirklich abgeschnitten, für den Verlad von Privatautos braucht es mehr Verladestationen, also Kulturland. Vielleicht bringt die 2. Röhre weniger Verschmutzung, usw. usf.» Trotzdem: Keine vier Spuren! Wenn man die Zukunft voraussehen könnte! Danke auf alle Fälle für den Gedankenanstoss!
Ursi Herzig
Ursula Herzig, am 29. Februar 2016 um 16:48 Uhr
ich wäre da nicht so sicher, mit den Grünen, und auch nicht mit den Versprechen einer Bundesrätin, ich erinnere mich noch sehr gut an den Bundesrat, der versprach, das Bankgeheimnis stehe nicht zur Disposition. Und schon seine Nachfolgerin setzte Alles daran, dass das Bankgeheimnis heute nicht mehr existiert.

Und zu den Grünen, das Einzige, was diese politische Rand-Gruppierung noch beschäftigt, ist die Verhinderung des Ausbaus von Strassen, und die Abschaffung des privaten Personenverkehrs. Ausserdem ist diese Partei mittlerweise zu einer Skonto-Bewegung geschrumpft, also quasi politisch bedeutungslos geworden, auch wenn der Chef Teleboy Tele Zueri immer noch glaubt, man bräuche sie, um wenigstens so Jemand zu haben, der/die sich freiwillig, und erst noch kostenlos, blamiert.

Minderheiten-Schutz wahrscheinlich, irgend einen Grund muss es ja haben, zu versuchen, die radikalen Ideologien unreifer Früchte dem Volk als Meinung vorzuführen. Es ist jeweils fast schon lustig, mitzuerleben, wie Frau Calladey fast die Fassung verliert, vor lauter Herrjee, sich als kompetente Wichtigkeit dem Volk präsentieren zu dürfen.

Es dürfte aber schwer vorstellbar sein, wie so Jemand wohl funktionieren würde, wäre man wirklich in einer Krisensituation, wo nicht länger kindliche Emotionen von Eiferern, sondern Wissen und Können rational denkender Politiker gefragt sind.

Ich wäre für die 5 Prozent Hürde.Es würde den wahren Extremist|inne|n in diesem Land verunmöglichen, politisch mitzureden
Ernst Jacob, am 29. Februar 2016 um 19:21 Uhr
Extremisten ? Ja wer denn ? Bestimmt mal ein Herr Jacob, der es Leuten, die nicht seiner Meinung sind, «verunmöglichen» will, «politisch mitzureden» .
bernhard sartorius, am 29. Februar 2016 um 20:39 Uhr
In Deutschland, und anderswo, funktioniert das aber doch sehr gut. Sogar den Freien Demokraten ist es auf diese, dort demokratisch völlig akzeptierte Art und Weise 'verunmöglicht' worden, politisch mitzureden, ganz einfach, weil diese Partei von weniger als 5 Prozent der Bevölkerung noch länger unterstützt wurde.

Es hat also überhaupt nichts mit mir zu tun, auf Foren, wie Diesem, kann doch Jeder und Jede mit-diskutieren, nur MITREDEN können wir Alle trotzdem nicht, nur die wählen, die am besten unseren Anforderungen entsprechenm und ggfls. bei Abstimmungen usnsere Meinung dazu kundtun.

Was mir aber zunehmend auf den Wecker geht, ist doch eher die Tatsache, dass genau die Parteien, die im vergangenen Herbst an Einfluss verloren, doch immer noch so tun, als hätten sie gewonnen, oder zumindest hätte sich doch nichts verändert.

Und wennauch die SVP im letzten Herbst nur auf ~30 Prozent Wähleranteil kam, und am Sonntag trotzdem 41 Prozent ALLER überzeugen konnte, soll doch auch Keine|r kommen, und hoch angeben, wie gut man gewesen sein, denn letztlich benötigte es den gesammelten Haufen ALLER, um es so dann zu verhindern.

Ich bin persönlich absolut kein Freund der SVP, als wahrscheinlich potentiell Gefährlicher, gar Krimineller, gemäss Doktrin. Aber ich bin Schweizer, und liebe mein Land, und solange der ganze REST nur noch für sich selber schaut, bleibt auch mir die SVP vielfach als einzige Wahl, um zu verhindern, was sich noch verhindern lässt. Schuld bin deswegen nicht.
Ernst Jacob, am 29. Februar 2016 um 22:32 Uhr
Danke Bernhard Sartorius! Meinungen so giftig zu äussern und Personen direkt anzugreifen, bringt einer Diskussion zum Artikel wenig. Herr Guggenbühl ermutigt zum Perspektivenwechsel und dies mit einer Portion Humor. Herr Jacob, was tragen «rational denkende Politiker» mit ihrem Wissen und Können dazu bei, dass die Alpenschutzinitiative auch mit dem Bau der zweiten Röhre gewährleistet bleibt? Zum Glück gibt es auch Erwachsene, die ihre Emotionen nicht verloren haben....
Ursula Herzig, am 01. März 2016 um 03:51 Uhr
Gäbe es da nicht noch so viele andere Verfassungsartikel, um welche sich kein Schwein kümmert. So zum Beispiel der Gleichstellungsartikel, wie lange dauerte es denn, bis bis Frauen auch mit 65 pensioniert wurden ? Oder grad jetzt, die Heiratsstrafe !? Nur, um zu erwähnen, dass unsere Verfassung von Anfang her imer schon nur ein Empfehlungsschreiben war, und bis dato keinen rechtsverbindlichen Charakter hat.

Denn, wäre es so, müsste ein Verfassungsgericht existieren, und unsere Räte könnten nicht, nach Lust und Laune, die Verfassung so interpretieren, wie es der jeweiligen Mehrheit gar am besten passt.

Man sollte daher nicht wieder Alles schönreden, und gross über Sieger und Verlierer daherreden. Und auch die Rolle der Frau Sommariga nimmt doch langsam wirklich groteske Formen an, wenn sie die Verliere quasi zum 'rechtsaussigen' Haufen' zählt, in einer schönen und netten Form zwar, aber trotzdem relativ ungeschminkt.

Wüssten wir aber nicht bereits, immer schon nur belogen worden zu sein, würde man auch nicht einen derartigen Aufstand gemacht haben. Eine leere Spur ist doch auch nicht mehr als ein Sicherheitsstreifen, genau so, wie es in Europa doch in Tunnels vorgeschrieben ist.

Aber es ging ja gar nicht um die Spur, es ging ums Prinzip. Die Doktrin der Grünen, keine neuen Strassen mehr zu bauen. Und der ganze Hauff der gutmenschlichen Follower|innen ist wieder einmal darauf hereingefallen.

So einfach war es. Nur, ganz so blöd sind noch nicht ganz Alle. Offenbar.
Ernst Jacob, am 01. März 2016 um 05:00 Uhr
Sie haben Recht Frau Herzig: meine Reaktion war etwas «giftig» - aber ich muss gestehen, wenn ich Tendenzen wahrnehme, bei denen ich spüre, es geht darum die politischen Gegner irgendwie und irgenswo aus der Diskussion auszuschliessen, dann sehe ich «rot» :-) Das «Runterschreien» eines Gegners - siehe Trump - sorry: auch ein persönlicher angriff ... - oder unseren nationalen Fuhrhalter - auch noch ein persönlicher Angriff ...- muss geächtet werden. Aber, zugegebenerweise, «rational» und «mit einer Portion Humor». Mea culpa.
bernhard sartorius, am 01. März 2016 um 08:13 Uhr
Danke Herr Guggenbühl! Herrlich was so eine «Glosse» für absolut ernst gemeinte Diskussionen auslöst.
René Werner, am 01. März 2016 um 08:16 Uhr
Oh sorry, Herr Sartorius, ich habe mich ungenau ausgedrückt! Sie waren klar, aber absolut NICHT giftig! Ich meinte nicht Sie. Schönen Tag!
Ursula Herzig, am 01. März 2016 um 10:33 Uhr
Wird das Geld im Gotthard wirklich umweltfreundlich verlocht oder ist da nicht doch noch ziemlich viel Energieverschleis damit verbunden?
Maja Beutler-Vatter, am 04. März 2016 um 10:22 Uhr
@ Artikel und Maja Beutler-Vatter:
Für mich ist es tatsächlich ein Trostpflaster zur verlorenen Abstimmung, dass nun möglicherweise Geld fehlt für andere Verschlimmbesserungen im Strassenbau. Ökologisch ist die zweite Strassenröhre deswegen keinesfalls, schon wegen der Energie, die zum Bau und für den Betrieb nötig ist. Aber vielleicht kann man sie einmal als Lager für radioaktive Abfälle benutzen.

@ Toni Koller:
Interessante Idee! 520 m extra Höhendifferenz bei einem 40 Tonnen LKW macht meiner Rechnung nach ganz grob 20 Liter Diesel aus. D.h. die Verwendung der tiefer gelegenen NEAT-Röhre spart *nur aus diesem Grund* um die 20 Mio. Liter Diesel pro Jahr, mit den anderen Faktoren noch viel mehr.

@ Ernst Jacob:
Er hat Recht: «Echte» Grüne sind immer eine kleine Minderheit und Grüne, die eine Regierung stellen (z.B. Wahlen von gestern in Baden-Württemberg) dürften nicht in der Lage sein, die drängenden ökologischen Probleme zu lösen, welche die Menschheit respektive ihre Hochkultur bedrohen. Herr Jacob kann mit der demokratischen Mehrheit immer mehr Strassen bauen bis die Schweiz aussieht wie Los Angeles. Aber diese Haltung ist nicht «enkeltauglich» und schon für viele Zeitgenossen schrecklich. Es ist tragisch, dass Parteien, die sich konservativ nennen, an vorderster Front dabei sind, unsere Heimat zu zerstören.
Theo Schmidt, am 14. März 2016 um 09:06 Uhr
Sorry, zu schnell «Senden» gedrückt: Oben sollte heissen «@ Hans Hauri-Karrer».

Und die 20 Mio Liter Einsparung würde bedingen, dass *alle* LKW die NEAT verwenden.
Theo Schmidt, am 14. März 2016 um 09:15 Uhr
Unsere Heimat zerstören, das tun wir bereits, mit allen verfügbaren Mitteln. Aber sicher nicht damit, dass wir die Infrastruktur für die Zukunft bauen, sondern eher, weil Einige in diesem Land der Ansicht sind, wir sollten einen generellen Marschhalt einschalten. Und das zu einer Zeit, wo der Rest der Welt damit beginnt, vor Allem die Leute aus dem asiatischen Raum, sich ALL DAS einzuverleiben, was auch nur irgendwie noch nach Zukunft; geld, und Gewinn aussieht.

Der Verteilkampf geht erst richtig los, und nicht einmal Fussballclubs sind noch davor gefeit, vor den Fängen kauffreudiger Chinesen verschont zu bleiben. Sie möchten aber wohl einfach stehen bleiben, sich ausruhen, das saubere und reine Leben geniessen, und Ihr schönes Vorgärtchen pflegen.

Träumen Sie aber ruhig weiter, den Traum der Satten, Guten, Lieben, und wohl auch schon Degenerierten, die nicht verstehen können, dass das Paradies auf Erden halt leider nicht existiert. Das Gute daran ist nur, dass, wer zu spät kommt, halt wirklich vom echten Leben bestraft wird.

Dafür aber die SVP schuld geben zu wollen, wird weder Ihnen, noch Ihren Nachkommen noch etwas nützen. Der Rest dieser Welt interessiert sich nämlich nur für dieses winzige Flecklein Erde, solange man nicht im Stau darin nur noch stehen bleibt. Im Stau auf der Strasse, und wohl auch in den Köpfen einiger übersatter Verbliebener, die zunehmend unfähig waren, zu erkennen, um was es auf dieser Welt eigentlich geht.

meine ich wenigstens.
Ernst Jacob, am 14. März 2016 um 14:44 Uhr
@Herr Jacob: Was wollen Sie eigentlich? Ihr zynischer und abwertender Ton bringt die Diskussion doch nicht weiter!
@Herr Sartorius: Haben Sie mich verstanden? Sagen Sie auch wieder einmal etwas. Danke!
Ursula Herzig, am 16. März 2016 um 00:13 Uhr
Frau Herzig, die rauhe Wirklichkeit der Dinge lässt sich halt mit schönen Worten, und wohl gutgemeinten Phrasen trotzdem nicht besser scheinen lassen, als sie sie es ist.

Es gibt auch nichts abzuwerten, sowenig, wie man es auch nicht damit aufwerten kann, indem man es verschweigt, oder dann einfach zu ignorieren versucht, es wäre zu einfach, und bringt uns zudem auch keinen einzigen Schritt weiter.

Zynisch und abwertend, zudem doch eher noch eine Aussage, die vor Allem im Linken Lager doch in aller Munde ist, keine einzige Aussage, in Bezug auf die Rolle der SVP zumindest, ist nicht zynisch, und mit Sicherheit nicht abwertend, sobald sich doch doch nur eine einzige Chance ergibt, über die Rechten im Land herzufallen, ist sich doch Keine|r zu gut, um laut mitzuschreien, wie schlecht und verdammenswürdig all diese Leute soch seien.

UInd auch ich fühle mich persönlich davon betroffen, auch wenn ich selber mit der SVP ja gar nichts am Hut habe, ich bin nur Eidgenosse, und auch Nationalist, etwas, auf was hin wir erzogen wurden, und sogar einmal stolz darauf waren, es zu sein.

Daher wird, ganz automatisch, Jede|r halt auch zu meinem politischen Feind, der/die es wagt, meine Einstellung zu diesem Land als faschistisch + Nazistisch zu bezeichnen, selber schuld, wer es nicht erträgt. Parallelen gäbe es ja genug, selbst in der jüngeren Geschichte, nur, lernen müsste man daraus, sonst wiederholt sich halt alles immer wieder. Daher, genug der Worte, lasst uns endlich Taten sehen.
Ernst Jacob, am 16. März 2016 um 01:09 Uhr

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