Buch-Cover (Montage is) © Offizin
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«Eine Wirtschaftselite kontrolliert die Schweiz»

Urs P. Gasche / 14. Dez 2015 - Das Gros der Bevölkerung wisse nicht, was ihr geschieht und lebe von TV-Krimis, Jassen und Fussball, bilanziert Klaus J. Stöhlker.

«Die Schweiz im Herbst» heisst das neuste Buch des PR-Beraters Klaus J. Stöhlker. Die «alte» Schweiz sei in den letzten Jahrzehnten «systematisch zerstört» worden. Es sei «ein neuer Superstaat im Entstehen, wo Konzerne und Pauschalbesteuerte wie im Paradies leben, während das Schweizer Volk von einer wachsenden Steuer- und Abgabelast erdrückt wird», heisst es auf dem Buchumschlag.

«Land der globalen Konzerne»

Seit dem Fall der Berliner Mauer und dem Zusammenbruch der Sowjetunion herrsche «für das grosse Kapital eine dauerhafte Föhnlage», welche die Schweiz «erheblich und für alle Zeiten verändert». Das Bauernland mit starken Industriefirmen und Finanzdienstleistern sei zum «Land der globalen Konzerne» mutiert.

Schweizer Besitzer von Unternehmen hätten ihre Aktien verkauft und «beim Verkauf an ausländische Aktionäre Bestpreise erzielt, sei es an Pensionsfonds, Hedge Funds oder noch grössere und reichere Familien». Zu den Käufern gehörten die schwedischen Wallenbergs oder Milliardäre aus Hongkong und den arabischen Emiraten. Die Eliten der Schweiz seien übergelaufen zu den neuen Eliten aus dem Ausland und seien mit hohen Entschädigungen, Positionen in Verwaltungsräten und Renten dafür belohnt worden.

Als Folge davon habe die Schweiz «die Kontrolle über viele ihrer wichtigen Firmen verloren». Stöhlker zitiert alt Bundesrat Kaspar Villiger: «Die hundert grössten Schweizer Firmen sind unter ausländischer Kontrolle.» Dies gelte auch für viele kleinere Firmen: «Wo Schweiz drauf stand, war immer weniger Schweiz drin.»

Stöhlker hat selber mitgemischelt. Der aufstrebende Nokia-Konzern habe ihn als «Head Consultant Continental Europe» engagiert. Die jungen Finnen, meist nicht älter als 28 bis 36 Jahre, «rasten wie die Wikinger über Europa hinweg, kauften TV-Fabriken in Deutschland und Spezialmaschinen in der Schweiz ein». In Epalinges bei Lausanne «übernahmen wir eine hoch angesehende Waadtländer Firma, die von einem Erben in vierter Generation geführt wurde».

«Immer wieder» habe Stöhlker beobachtet, dass es die Führungsschwäche der Firmeneliten war, die zum Zusammenbruch und Ausverkauf wichtiger Schweizer Firmen führte. Grosse Teile des überalterten Top-Managements seien noch von der Armee geprägt gewesen: «Es war eine starre Elite geworden, ganz wie im Alten Bern oder in Venedig. Beide wurden von Napoleon I. gestürzt, dem grossen Erneuerer des Landes im frühen 19. Jahrhundert.»

Als frühere Akteure nennt Stöhlker Ulrich Bremi, «eine der erfolgreichsten und gleichzeitig tragischsten Figuren der Schweizer Wirtschaft und Politik» sowie Lukas Mühlemann, der bei McKinsey Karriere gemacht, jedoch eine «wenig ausgeprägte soziale Kompetenz» gehabt habe. Der «grösste und bitterste» Zusammenbruch eines Unternehmens, das von der alten Elite geführt wurde, ist für Stöhlker der Fall der Swissair. Er sei auf die damals herrschende «nationale Hybris» zurückzuführen.

Konzerne beherrschen ganze Regionen

Grosse Unternehmen mit Sitz in der Schweiz hätten sich vor allem mit Zukäufen anderer Unternehmen vergrössert. Heute würden Konzerne «ganze Regionen stützen», wie das Beispiel Nestlé in der Stadt Vevey und in der Waadt beweise. Ebikon bei Luzern lebe vom Aufzugshersteller Schindler. Die beiden Halbkantone Basel-Stadt und Basel-Land «leben mehr denn je von den beiden grossen Pharmakonzernen Novartis und HoffRoche». Der kalifornische Novartis-CEO Joseph Jimenez führe den Konzern «mit strenger Hand, aber einer Lässigkeit, die Schweizern abgeht».

Der Traum von der alten Schweiz, einem weitgehend autonomem Igelstaat, klein aber fein, neutral und unabhängig, geistere in vielen Köpfen noch herum. Doch die Schweiz werde sich «von alleine auflösen». Die Wirtschaft, das heisst die Besitzer sehr grosser Finanzvermögen sowie Konzerne hätten den Zwang erkannt, sich im Weltmarkt zu behaupten. «Die grossen Konzerne, ihre Anwälte und Treuhänder, ihre PR- und Finanzberater, wollen eine Schweiz, die in Europa, der EU und der Welt perfekt integriert ist.» Der Industrielle Thomas Schmidheiny habe es «unwiderstehlich» formuliert: «Warum soll ich für einen Schweizer Ingenieur 140'000 Franken zahlen, wenn ein englischer nur 80'000 und ein indischer nur 40'000 Franken kostet?»

«Genährt und organisiert von zwei Prozent der Bevölkerung»

Für Klaus J. Stöhlker gibt es eine A-Schweiz der global erfolgreichen Unternehmer, Spitzenmanager, Treuhand- und Anwaltsfirmen, Strategie- und Public-Relations-Berater. Deren Kader und Mitarbeiter sind international und global. Wer in der A-Schweiz viel Geld verdient, und das seien fünf Prozent der Bevölkerung, fliege am Wochenende mit Partner oder Partnerin nach London oder New York City.

Dann gibt es eine B-Schweiz der national und oft provinziell Denkenden und Handelnden, die meist auch weniger verdienen. Diese 95 Prozent der Bevölkerung gingen am Wochenende an den Ufern des Bodensees oder im Berner Oberland mit ihrer Frau spazieren.

Die beiden Kulturen seien mit der Zeit auseinandergedriftet. Die Abspaltung der A- von der B-Schweiz habe Stöhlker besonders intensiv erlebt, weil er den Kontakt zu kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) nie aufgegeben habe, beispielsweise zum Zigarrenunternehmen Villiger.

Der Konflikt zwischen der A- und der B-Schweiz sei erstmals an die Oberfläche gekommen, als der schwedische ABB-Topmanager Percy Barnevik eine Abfindung von 140 Millionen Franken erhalten sollte. Es folgte die Zeit der Boni-Konflikte, bei denen Stöhlker die Boni-Kassierer vertrat. Bei Barnevik wie auch bei Novartis-CEO Daniel Vasella sei es nur deshalb zu so viel Empörung gekommen, weil diese beiden «noch nicht begriffen hatten, dass professionelle Kommunikation so wichtig ist wie professionelle Rechtsberatung». Stöhlker glaubt, er hätte das gute Image der beiden bewahren können.

Privilegien für die A-Schweiz

Die wenigen Vertreter der A-Schweiz, das sind Konzerne, Holdinggesellschaften, Firmen «von speziellem Status» sowie privilegierte Ausländer, seien von der Finanzierung der Schweizer Infrastruktur weitgehend entlastet. Sie würden nur wenig oder gar keine Steuern zahlen: «Es schafft böses Blut, wenn die Waadtländer Regierung den grössten brasilianischen Bergbaukonzern Vale während Jahren steuerlich über alles Mass begünstigt.» Dem Ägypter Samih Sawiris habe die Eidgenossenschaft Grund und Boden in Andermatt geschenkt. Wegen dieser Vorzugsbehandlung würde er mit seinen Hotelbauten kein Risiko eingehen.

Wegen ihrer geringen Sozialleistungen würden A-Schweizer aus aller Welt oft an den am meisten bevorzugten Lagen der Schweiz wohnen: «Die drei grossen griechischen Reeder beherrschten Gstaad im Kanton Bern, die Scheichs aus Katar besitzen bereits ein halbes Dutzend der schönsten Schweizer Hotels und bauen für mehr als eine halbe Milliarde Franken den Innerschweizer Bürgenstock aus. Russische Hotels treffe man in Luzern, Genf und im Berner Oberland. Der Kanton Tessin wäre ohne den Zuzug von vierhundert reichen russischen Familien wohl Bankrott gegangen. An der Küste des Genfer Sees leben in den grossen Villen merh reiche Ausländer als wohlhabende Schweizer.»

Getrieben werde diese Ansiedlungsmaschine von «grosszügigen kantonalen und Berner Verwaltungen, die Banken, Anwälten und Treuhandfirmen gerne zu Diensten sind».

Die B-Schweiz dagegen habe «alle jene Mittel aufzubringen, welche der Finanzierung einer höchst soliden Schweizer Infrastruktur dienen». Die B-Schweiz setze sich zusammen aus vierzig Prozent der Einheimischen, die keinerlei Ersparnisse haben, aus gut fünfzig Prozent der Bevölkerung, die sich nur mit Subventionen für Wohnen, Krankenkassenprämien und anderen Sozialleistungen einen Aufenthalt im eigenen Land noch leisten können, und den Angehörigen eines Mittelstands, der aufgrund von Erbschaften noch etwas Zeit bleibe. Den Anteil der Bevölkerung, der aus eigener Kraft ein gutes Leben in der Schweiz geniessen kann, schätzt Stöhlker auf nur noch 20-25 Prozent.

«Auch altes Bildungssystem löst sich auf»

Dieser Entwicklung würden die Bildungsinstitutionen folgen: «Wer heute seinen Kindern und Enkeln eine gute Ausbildung vermitteln will, muss sie in Privatschulen senden.» Wer Kinder wohlhabender Schweizer Familien suche, finde sie in London oder an einer amerikanischen Universität und an US-Business Schools. In der Schweiz würden seit Jahren wieder die Privatschulen blühen. Im Engadin, der Westschweiz oder in Gockhausen bei Zürich, wo das «Lycée Français» aus allen Nähten platze. Die nach den USA orientierten «International Schools» dienten jenen Managerfamilien, die oft nur kurze Zeit in der Schweiz bleiben.

Diese «Third Country Nationals», die Nomaden der globalisierten Geschäftswelt, wollten ihre Kinder im «english-US-global-style» erziehen lassen. Einheimische hätten nur beschränkten Zutritt.

Die Universitäten seien schon längst globalisiert. An der ETH lehrten weitaus mehr ausländische Professoren und wissenschaftliche Mitarbeitende als Schweizer. Die Professoren, die heute in Bern und Zürich Schweizer Geschichte lehren, seine Deutsche. Die Schweizer Geschichte sinke ab zur Regional- und Volksgeschichte. Doch ein Land, das seine Wurzeln verliere, sei zum Untergang verurteilt, meint Stöhlker.

Der langsame Entzug von Wissen und kritischer Intelligenz werde ausgeglichen durch den Import neuer Menschen, die leichter zu führen seien. Die Schweizer Wirtschaft, vertreten durch Economiesuisse und Arbeitgeberverband, habe errechnet, «dass 40'000 importierte Facharbeiter uns acht Milliarden Franken Ausbildungskosten sparen». Das seien ein Drittel aller Ausbildungskosten der Schweiz.

Der Graben verbreitert sich

In den kommenden paar Jahren werde sich die Kluft zwischen der A- und der B-Schweiz kaum verändern, im Gegenteil, meint Stöhlker. Er verweist auf die Abschreibungsmöglichkeiten der steuerlich bevorzugten Banken, die schon seit Jahren keine Steuern mehr zahlen und dies auch künftig kaum tun müssten. Weiter erinnert Stöhlker an «die Milliarden-Franken schweren Steuergeschenke von alt Bundesrat Hans-Rudolf Merz an Firmen mit hohen inneren Reserven, die sie steuerfrei an die Aktionäre ausschütten dürfen». Im Rahmen einer Steuerharmonisierung mit der EU seien weitere solche Geschenke zu erwarten.

Als Folge davon schlitterten immer mehr Kantone und Gemeinden in tiefrote Zahlen: «Die Pflicht, sie auszugleichen, wir den Mitgliedern der B-Schweiz auferlegt».

Die Bevölkerung der B-Schweiz reagiere kaum, denn sie werde «grosszügig mit Unterhaltung versorgt, darf sich bestimmten, frei zugänglichen Drogen bedienen, muss täglich acht bis zehn Stunden arbeiten und erhält immer weniger Bildung». Der Grossteil der Bevölkerung «weiss nicht, was mit ihr geschieht». Sie lebe zwischen TV-Krimi, Jass und Fussball. Die B-Schweizer trösteten sich damit, dass es den Österreichern, Italienern, Franzosen, Deutschen und vielen andern Völkern noch viel schlechter gehe: «Ihr Stolz beruht auf der Tatsache, dass ihr Land noch nicht bankrott ist wie die EU, weniger Arbeitslose hat als alle andern, und dass der Staat etwas weniger verschuldet ist als viele.»

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Zum Buch von Klaus J. Stöhlker: «Die Schweiz im Herbst», 2015, 24 CHF.

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49 Meinungen

panta rhei
Stefan Hofer, am 14. Dezember 2015 um 13:48 Uhr
Der Artikel liest sich spannend und informativ und macht Lust auf das Buch. Das Thema interessiert und beängstigt mich gleichzeitig. Die Unterteilung der Gesellschaft in Alpha, Betas und Gammas kennen wir bereits aus der Orwell'schen Literatur «1984». Mag sein, dass die Schweiz sich tatsächlich schon länger in einem kritischen Zustand befindet. Und er wird je länger je instabiler. Erst wenn's zuerst wirtschaftspolitisch und dann gesellschaftspolitisch knallt und die Leftovers - von Einheimischen kann man dann kaum noch reden - sich wie die Phoenixe aus der Asche resp. dem Scherbenhaufen mühsam aufrichten, wird ein Neuanfang das Wirtschaftskarussell erneut zum Drehen bringen...
Peter Müller, am 14. Dezember 2015 um 14:29 Uhr
Unsere Jugend soll nach dem Sport, der Kultur, der Gesundheit und dem Energiesparen nun auch noch für die Musik begeistert werden. Nur der staatsbürgerliche Unterricht, wo die Jugend auf ihre wichtige staats-, wirtschafts- und gesellschaftspolitische Rolle als Stimmbürger und Stimmbürgerin und als zukünftige Politikerin vorbereitet werden sollte, wird weiterhin stiefmütterlich behandelt. Ob da politisches Kalkül dahintersteckt?
Alex Schneider, am 14. Dezember 2015 um 14:55 Uhr
Diese Analyse deckt sich vollkommen mit meinem Empfinden und Erleben. Die «untergetauchten» Schweizer werden zu Fischen, die das Ausland in einer durchorganisierten Medienwelle angelt. Eine durch die Pharmaindustrie unterstützte medizinische Wissenschaft forscht an lebendig Begrabenen. Die noch aktiven Gehirne in der Freiheit der Alpen oder des Tieflandes reagieren auf Bildschirme, Buchstaben und Zahlen. Deren Ausdruck gleicht sich ab mit den laufenden Bildern. Jasagen zu unseren folkloristischen Politikern und Gremien wird in der Schule geübt. Noch bestehende Relikte aus der Vergangenheit mit sozialen Familienbetrieben, die natürliches und wahrhaftiges Leben und einfache Wohlfahrt mit gesunden ethischen Werten vertreten, werden als Witzfiguren oder Kriminelle dargestellt. Neid, Eifersucht, Missgunst regieren bei zunehmendem Verlust primärer Erfahrungsmöglichkeiten im Alltag. Katzen erschrecken dauerhaft an der Leine geführte Hunde. Der Staatsapparat erscheint durchstrukturiert mit Umgehung der Mündigkeit durch systematische Ausbeutung über Direktzahlungen von Versicherungen an den Staat bei sog. psychiatrischen oder forensisch-psychiatrischen Erkrankungen. Gemeinden verdienen an Asylanten. Ist die Schweiz als Hauptstadt Europas und Tresor der Welt Fantasie oder mögliche Wirklichkeit? Wird der freie Mensch als Erdenbürger auf die Welt kommen müssen?
Regina Möckli, am 14. Dezember 2015 um 15:43 Uhr
Hinter all dem Erwähnten steckt die wohl dreisteste und primitivste Konstruktion der Menschheitsgeschichte: Sämtliches Hartgeld allüberall und auch in der Schweiz fliesst von den Nationalbanken ausschliesslich zu den Banken, welche damit zu 100% Besitzer dieses Geldes werden. Sie schieben es zusammen mit dem selbst erschaffenen, das Hartgeld um ein rund Zehnfaches übersteigenden Buchgeld als Kredite samt Zinspflicht über die Tresen und bleiben so zu 100% Gläubiger der astronomischen Summen. Wenn man jetzt noch weiss, dass Geld die Welt regiert, weiss man ebenfalls, wer die Welt und auch die Schweiz regiert. Das Volk ist und bleibt – wie schon immer – Knecht der Herren. Es braucht einfach noch eine Weile, bis das genügend viele kapiert haben. Und schon wird wieder eine Epoche zusammenkrachen.
RA Edmund Schönenberger, am 14. Dezember 2015 um 15:53 Uhr
Eigentlich ist Klaus J. Stöhlker nicht so mein Liebling. Bisschen Selbstdarsteller gerne in den Medien und so. Aber was er da sagt (oder schreibt) halte ich knochentrocken für richtig. Und jetzt ginge es eigentlich daran diese Ausbeuter endgültig in die Wüste zu schicken. Im Zusammenhang mit der Merz'schen Lüge bei der Unternehmenssteuerreform II wäre für mich sogar eine Anklage wegen Landesverrat angezeigt und zwar rückwirkend. Wenn die restlichen 95% nicht andere Saiten aufziehen werden sie definitiv nur weiter verlieren.
Franz Kengelbacher, am 14. Dezember 2015 um 16:57 Uhr
Inhaltlich stimme ich der vertretenen Meinung von Herr Stölker zu. Nur ist er genau diese Person, welche (in grosser Selbstdarstellung) diese sogenannte A-Schweiz verkörpert und vertritt. Mit den Wahlerfolgen im Herbst der rechtsliberalen Wirtschaftskräfte werden diese Tendenzen auch in der Politik zusätzlich verstärkt. Kreise die sich dagegen zu wehren versuchen, werden dann als linke und grüne Spinner und Gutmenschen verunglimpft.

Lukas Ilg
Lukas Ilg, am 14. Dezember 2015 um 18:28 Uhr
Als Personal der Bundesrepublik in Deutschland ( gem. Ausweis) habe ich nach kompletter Lektüre den Zorn unterdrückt um mir durch Schadenfreude Erleichterung zu verschaffen . - Das mißlang , und es bedurfte danach eines bemerkenswerten Zeitaufwandes , eine Stirnfalte zu glätten . - Sollte wirklich eine Grußformel angebracht sein , wie etwa » Willkommen im Club » ?
Gustav - Adolf Siebrasse, am 14. Dezember 2015 um 18:36 Uhr
Die an sich richtige Analyse Stöhlkers verfehlt darauf hinzuweisen, dass div. zitiertes Zahlenmaterial falsch ist: Z.B. die Aussage von Economiesuisse und Arbeitgeberverband, mit 40’000 importierten Facharbeiter 8 Mrd. CHF Ausbildungskosten sparen zu können.
1. Wären das pro Kopf (rechne!) 200'000 CHF – was eine Facharbeiterausbildung im Ausland aber niemals kostet. In der Schweiz wird gemäss Bundesamt für Statistik mit 23-34'000 CHF gerechnet.

2.Die Schweiz hat weltweit den mit Abstand höchsten Anteil ausländischer Studierenden. Die Ausländerquote an den schweiz. Unis ist zwischen 1990 und 2013 von 23 auf 38% gestiegen. An der ETH Lausanne beträgt sie 50,4 Prozent (2011). Unter dem Strich leistet die Schweiz mit ihrem Quasi-Gratisstudium für derzeit über 85'000 ausländische Studierende einen wesentlichen Beitrag an die Bildung von Akademikern aus anderen Staaten. Dabei unterlässt es die Politik fahrlässig, diesen Beitrag für die Ausbildung ausländischer Studenten in der Grössenordnung von drei Milliarden in den Verhandlungen um Kohäsionszahlungen und anderen Kosten der Entwicklungszusammenarbeit ins Feld zu führen. Die Ausbildung auf Uni-Niveau von 85'000 Ausländern kostet ein Mehrfaches gegenüber jener halb so vielen im Ausland ausgebildeten und in der Schweiz tätigen Facharbeiter. Ganz abgesehen davon, dass noch lange nicht alle im Rahmen der Personenfreizügigkeit Eingewanderten auch über eine den schweizerischen Standards entsprechende Berufsausbildung verfügen.
Arnold Fröhlich, am 14. Dezember 2015 um 18:40 Uhr
Könnten sich die hier anwesenden Stöhlker- Krititiker vielleicht auf seine Aussagen konzentrieren. Buchhalter mit Kenntnissen von Zahlen-Akrobatik braucht die Gesellschaft zwar auch aber sicher nicht in einem so wichtigen Thema des Überlebens und der Erhaltung von Gesellschaften. Darum würde ich Buchhalter als erstes dem Schafott zuführen. Sie haben keine Ahnung über die Entwicklung von Gesellschaften möchten aber dauernd vorrrechnen was diese kostet.
Franz Kengelbacher, am 14. Dezember 2015 um 18:53 Uhr
Herr Stöhlker könnte sich z.B. auch schämen an der Entwicklung in diese Situation mitgeholfen zu haben statt jetzt als Warner für die B-Schweizer auftreten zu wollen. Was er uns erzählt, wissen wir auch ohne ihn. Aber er bekennt sich als mitschuldig und scheint auch noch stolz darauf zu sein, dass er einer von diesem angeprangerten System gewesen ist. Bei mir kommt diese Botschaft an: Schaut her, ich bin einer aus dem Kreis der A-Schweizer. Eigentlich bin ich sogar ein A+-Schweizer, denn mit mir hätten Barnevick und Vasella keine Probleme gehabt. Die B-Schweizer hätten die Bonis ohne zu Murren geschluckt. Professionelle Kommunikation, nicht nur professionelle Rechtsberatung sei notwendig. Offensichtlich hat er sich nicht schlecht damit bereichert, die Fakten, auf die er jetzt mit dem Finger zeigt, unter dem Deckel zu halten.
Paul Rentsch, am 14. Dezember 2015 um 19:16 Uhr
Es tut mir leid aber ich halte Linke und Grüne für Mit-Gewinnler. Lassen sich nach jahrzehntelanger Staatsfinanzierung an den Uni'sTotal plötzlich darüber aus, warum sie für das Proletariat einstehen wollen. Und wo sind die Ergebnisse? Nirgends. Also total unglaubwürdig waren sie doch schon immer in der besseren Startposition um an die Abfälle der Superreichen ranzukommen. Sie wussten schon lange wo die Kohle sitzt. Aber das ganz Verwerfliche ist, dass sie 95% der «Dumpfbacken» wieder vorgeführt haben. Schlecht, sehr schlecht, miserabel, diese Gesinnung.
Franz Kengelbacher, am 14. Dezember 2015 um 19:20 Uhr
Da war ich doch der irrigen Meinung, die infosperber-Redaktion würde „beleidigende oder unnötig herabsetzende Beiträge entfernen“. Doch in Zeiten der IS-Enthauptungen und -Kreuzigungen haben sich die Massstäbe offensichtlich verschoben. Die – meinungsfreie – Infragestellung falscher Zahlen, resp. objektiv überprüfbare Zahlen in einen grösseren Zusammenhang zu stellen, hat auf infosperber jetzt die Androhung der Hinrichtung zur Folge. Wie herrlich, in einer Gesellschaft zu leben, in der alle Leute, die rechnen können, „als erstes dem Schafott zugeführt“ werden (Beitrag von F. Kengelbacher; 18.53h). Hatten wir das nicht schon ein paar Mal? Robespierres La terreur und Stalins Erschiessungskommandos lassen grüssen.
Arnold Fröhlich, am 14. Dezember 2015 um 20:17 Uhr
Ach Herr Arnold Fröhlich, offensichtlich sind sie wirklich nur Buchhalter und können darum nicht mal Ironie erkennen. Also bleibt ihnen nicht viel übrig als weiterzurechnen. Davon haben ganz sicher viele Milliarden Menschen auch einen Nutzen (Achtung schon wieder Ironie).
Franz Kengelbacher, am 14. Dezember 2015 um 21:03 Uhr
Und vielleicht nochmals, es geht um das Thema das K.J. Stöhlker in seinem Buch bespricht. Und was ist an seinen Aussagen wirklich falsch oder lässt sich mit irgendwelchen Zahlen widerlegen?
Franz Kengelbacher, am 14. Dezember 2015 um 21:14 Uhr
Herr Kengelbacher,
Sie begingen einen Fehler, genauer eine Verharmlosung der Todesstrafe, noch schlimmer, eine solche ohne Gerichtsurteil! Sie sollten wegen ihrem Aufruf zur Hinrichtung um Entschuldigung bitten und gar keineswegs ihre verbale Entgleisung als Ironie anpreisen! Den Adressaten noch mangelndes Verständnis für Ihren KZ-Humor zu unterstellen... ist wohl unter Ihrer eigenen Würde!?
Der Tat voraus geht der Aufruf und diesem geht der Gedanke voraus. Ich weiss nicht, ob Psychex im Falle Ihrer politischen Psychiatrisierung sehr gerne aktiv würde. Doch ist diese Gefahr nicht als gross einzuschätzen, da Sie sich ja «nur» mit Buchhaltern anlegen...
Urs Lachenmeier, am 14. Dezember 2015 um 22:47 Uhr
Wir seichten Lemminge, wir Hammelherde ohne Anspruch, wir «rebells without a clou» - wir Volksmasse sich selbst degradierend zu Nutzvieh - scheinbar bequem, dafür dem Landwirt ausgeliefert inklusive unser Leben.
Die USA sind quasi bei allem im fortgeschrittensten Stadium, dann kommt zeitverzögert Deutschland, dann etwas zeitverzögert die Schweiz. Das war so etwa eine Faustregel, die plusminus heute noch gilt.
Hauptmechanismus: Die Reichen kauften die «Vierte Gewalt» (Grundlage der Demokratie, Information/Sozialinteraktion).
Obige Schweizer Missstände sind in den USA also weit fortgeschrittener: Innenpolitisch ist der «Übernahmeprozess» durch eine kleine FED-Machtelite (manche sagen, die Mafia sei ein Milchladen im Vergleich) weit vorangeschritten; global nichts weniger als die Übernahme der Welt bevorstehend, US-Elite als Planetalleininhaber - nach der Eroberung Russlands, spätestens seit Amtsantritt Reagans beschlossen in Form Änderung Militärdoktrin «von Verteidigungs- auf Angriffskrieg» – genügt «controlled by NSA and executed by Drones», also bloss noch ein kleiner Bruchteil der bisherigen astronomischen US-Militärbudgets (you remember «Staatsstillstand"?).
Also: Reagans Angriffsdoktrin; Brzezinski «The Grand Chessboard"; USA extrem stärkste Aufrüstungsmacht und (deswegen) Staatsverschuldung schlimmer als Griechenland mit platzender Seifenblase «Petrodollar»: «Jetzt oder nie» und «alles auf eine Karte», Soziopathen nennen sie Paul Craig Roberts und Raymond McGovern.
Wolfgang Reuss, am 14. Dezember 2015 um 22:56 Uhr
soso, ich beging also einen Fehler, welche Strafe droht mir denn jetzt. Ich soll schweigen zum Beispiel. Da freu ich mich doch gerade wieder über den Beitrag von Wolfgang Reuss. Mittlerweile sind so viele Idioten ins Land gezogen da freu ich mich doch über erfrischende Beiträge. Und jetzt zur Verstärkung, für einige der Vernichter von westlicher christlicher Ideologie fordere ich tatsächlich wieder die Todesstrafe. Denn sie sind auf dem besten Weg diese an mir und an vielen Christen in Europa schleichend zu vollziehen.
Franz Kengelbacher, am 15. Dezember 2015 um 00:00 Uhr
Natürlich hat Herr Stöhlker absolut recht, die Schweiz befindet sich seit Längerem schon im Stadium des kontrollierten Ausverkaufs. Wer das verneint, will nur nicht erkennen, mit welcher zunehmenden Geschwindigkeit sich alles verändert, selbst die letzten Happen leeren Landes werden zugebaut, es wird verdichtet, bis zum Abwinken.

Und die Medien sind doch längst schon nur noch ununterbrochen damit beschäftigt, Alles, was noch irgendwie mit Schweizertum zusammenhängt, oder gar solzen Männern, und Frauen, nur noch der Lächerlichkeit preiszugeben. Mehr noch, alles was einmal galt, ist heute bestenfalls noch nazistisch / faschistisches Gedankengut ewiggestriger Spinner und Abartiger.

Und es spielt auch keine Rolle, ob Herr Stöhlker vielleicht aktiv dabei mithalf, er tat ja nur, was jeder Bänker, und Treuhändler, in diesem Land auch tat, frei nach dem Motto, was ich sowieso nicht verhindern kann, sollte ich auch nicht bekämpfen.

Aber Herr Stöhlker merkte zumindest, dass Herr Blocher wahrscheinlich doch nicht so unrecht hatte, wie er vielleicht selber einmal glaubte. Und da er doch wohl der Einzige im Land ist, der sich trauen darf, ein solches Buch zu schreiben, ohne deswegen gleich zum Buhmann der Nation zu werden, als (nur) Papierlischweizer, verbindet er halt auch jetzt wieder das Angenehme mit dem Nützlichen, und verdient wenigstens noch etwas daran, den Knechten im Land zu sagen, wohin der Zug eingentlich fährt.

Zum Erwachen ist es aber wahrscheinlich bereits zu spät.
Ernst Jacob, am 15. Dezember 2015 um 04:52 Uhr
@Kengelbacher,
Ich freue mich auch über den Beitrag von Wolfgang Reuss, er begründet präzise. Sie disqualifizieren sich aber selbst, ein grösserer Unsinn ist selten zu lesen:
Sie selbst als «Verteitiger westlicher christlicher Ideologie» wollen genau die christlichen Regeln zu deren Schutz ausser Kraft setzen? Ein absolutistischer Wahn!
Sie nennen Ihren Aufruf zum Massenmord an Buchhaltern Ironie. Sie verwechseln etwas, ich schrieb nicht dass Sie schweigen sollten, sondern dass Sie für Ihre verbale Entgleisung um Entschuldigung bitten sollten.
Die Todestrafe ist alleine schon wegen der Unvollkommenheit der Gerichtsentscheide ein Verbrechen, kürzlich kam in den USA eine Frau nach 23 Jahren als unschuldig aus der Todeszelle. Im Durchschnitt sitzen Todeskandidaten der USA wegen Fehlurteilen 16 Jahre unschuldig in der Todeszelle. Bitte nehmen Sie sich mehr Zeit zum nachdenken.
Urs Lachenmeier, am 15. Dezember 2015 um 09:03 Uhr
Warum geben sich so viele Leute mit den Beiträgen des Herrn Kengelbacher ab? Es lohnt sich nicht und verschafft seinen Beiträgen unverdiente Bedeutung. Links liegen lassen!
Paul Rentsch, am 15. Dezember 2015 um 12:25 Uhr
Komisch, wie sich die Europäer (Dichter/Denker?) degenerieren - wie neurotisierte-narkotisierte Haustiere (im Konsumrausch und Muttikomplex nivelliert, Seichtheiten via iPhone und Facebook kindergärtnernd) statt wache/fitte Wildtiere. Statt mit Russland zu kooperieren (dem einzigen Staat weltweit, der Snowden schützen konnte), was die almighty USA gemäss George Friedman seit bald 200 Jahren verhindern wollen. Wir Europäer, heutige «Native Americans», schaufeln uns stattdessen unser eigenes Grab, nicht lernen wollend, dass die Amis, seit sie an der Nordamerika-Ostküste landeten, raubmorden (oft False Flag) und nie wieder aushörten.
Wer jetzt noch glaubt, die USA würden nicht angreifen, so wie sie es mit den Native Americans machten, der kennt die USA/Historie/Hardcorecapitalism nicht, oder hat Verdrängungskomplex/Stockholmsyndrom. Warren Buffet: «Die Reichen werden den Kampf gegen die Armen gewinnen.» Welchen Kampf? Las er das Buch von Adolf? Denn demokratisch geht das nicht.
PS: Die Indianer wehrten sich wenigstens.
Bücher:
"Wir sind ein Teil der Erde» - Rede Häuptling Seattle 1855
Dee Brown «Begrbt mein Herz an der Biegung des Flusses"
Joseph M. Marshall «Spaziergänge mit Grossvater"
(Joseph Marshall ist ein Sioux-Indianer vom Stamm der Lakota. In diesem kleinen Meisterwerk erzählt er von den Spaziergängen mit seinem Grossvater. Auf den langen Ausflügen in die Natur machte ihn der alte Mann mit den jahrhundertealten Weisheiten und Idealen der Lakota vertraut.)
Wolfgang Reuss, am 16. Dezember 2015 um 00:10 Uhr
Herr Reuss, es sind sicher nicht die Amerikaner, kein Einziger von Denen hat irgenwann irgendwelche Europäer dazu gezwungen, sich ein iPhone zu kaufen, zum Beispiel, oder MaxDonald Food zu essen. Es wäre daher zu einfach, jetzt irgendwo Schuldige zu suchen, es wäre denn, man suche sie bei uns selbst.

Es ist die Gier, die ALLE korrumpiert, und das EGO, man ist ja schliesslich wer. Daher gewinnen die Reichen jeden Kampf gegen die Armen, und weil Niemand arm sein möchte, oder zumindest arm scheinen. Und es sind unsere 'sozialen' Parteien, die politisch gar nicht verhindern wollten, oder konnten, dass die Armen zumindest geschützt werden, vor den unaufhörlichen Anpreisungen, auf Kredit, Leasing, Miete, oder wie es auch immer heisst, oder Solchem gar nicht erst ausgesetzt zu werden.

Dass Alle daran teilhaben wollen, wenn man schon im reichsten Land der Welt lebt, ist daher selbstredend, und da unser System ja auf Alle vorbereitet ist, die es dann trotzdem nicht schaffen, ihr Leben selber zu finanzieren, ist es auch kein Wunder, wenn Viele versuchen, dann halt den einfachen Weg zu nehmen, und Andere für sich arbeiten zu lassen.

Auf der anderen Seite freut sich der Staat über jeden zusätzlichen FALL, um sich so selber abzusichern, im eigenen Besitzstand, und Anrecht auf Existenz. Und so geht es weiter, und weiter, und irgendwann bricht der Krug, ohne dass uns ein einziger AMI den Krieg erklären müsste.

Wir müssten uns gegen die Eigenen wenden, und uns wehren. Wenn überhaupt.
Ernst Jacob, am 16. Dezember 2015 um 02:54 Uhr
Natürlich hat er Recht mit seiner Analyse, dieser feine Herr. Er muss es schliesslich wissen, dieser Hans-Dampf in all den Gassen, in denen es etwas zu verdienen gibt. Ob es für die Darstellung dieser allgemein bekannt leidigen Situation der PR-Aktion des infosperbers für das Buch dieses mediengeilen Schwätzers bedurfte, sei in Frage gestellt.
Stefan Bellwalder, am 16. Dezember 2015 um 12:28 Uhr
Russland (und Europa, bloss wir merken es nicht mal) von den USA schwer betrogen (beispielsweise wurde Europa 1990 nach dem Abzug Russlands nicht symmetrisch ebenso von den USA verlassen, sondern im Gegenteil, die USA brachen ihr Ehrenwort «Kein Inch Nato-Osterweiterung» bis in alle Extreme).
Täuschung // Die Methode Reagan // Die Welt für dumm verkauft // Arte Doku [HD]
ARTE-Doku-Film von Dirk Pohlmann (Ronald Reagan ändert US-Doktrin von Verteidigungs- auf Angriffskrieg; wer die Nato für ein Verteidigungsbündnis hält, ist unwissend oder suizidal) sollte zum Grundwissen jedes Europäers gehören, ebenso wie die Geschichte des Raubmordes an den Native Americans, dessen ständig weitergeführte Ausdehnung auf den Gesamtglobus kurz vor der Vollendung stehen dürfte (Endsieg) mit dem Präsidentschaftsantritt von Jeb Bush 2017. Dick Cheney hat dazu bereits «einen IS-Anschlag angekündigt, weit schlimmer als 9/11», aber beide «Made by Bushs» (und beide bald nach deren Amtsantritt). Al-Kaida/ISIS von USA geborene CIA-Armeen, Bin Laden war Saudi, CIA-Agent).
www.tarpley.net und in Youtube: ISIS könnte ganz leicht besiegt werden - Webster Tarpley bei NuoViso-Talk
Ausserdem das Video: Rede von US-George Friedman, der erklärt, es sei endlich Zeit für Krieg in Europa nach so langem Frieden.
Wolfgang Reuss, am 16. Dezember 2015 um 18:16 Uhr
Es ist ALLEN selber überlassen, wie damals schon, ich erwähnte es im Titel zum Beitrag auf politnetz.ch, jetzt mit Händen und Füssen auf dem Ueberbringer der schlechten Botschaft rumzuschlagen, das war bereits bei den alten Griechen so, und bei den Römern, und auch nach dem Weltkrieg war Adolf der Einzige, bis dato, der ursächlich an allem damaligen Ueber der Welt schuld war.

Aendern wird es trotzdem nichts daran, und es wird wohl Jede|n treffen, in der einen oder anderen Form. Wir sind zu teuer geworden, einerseits, und andererseits steigen doch ständig die Zahlen Derer, denen bereits alles zu teuer wurde. Ganze Völkerstämme von ehemaligen Einwanderern sind doch geradezu gezwungen, sich im nahen Ausland einzudecken, um im kleinen Laden um die Ecke so wenigstens einigermassen anständig überleben zu können.

Und auch die Rentner|innen, die vielleicht nie in den Genuss einer vollen Pension kamen, sind froh darüber, dass es Deutschland gibt, denn nur so sind sie vielleicht in der Lage, nicht auch noch auf Ergänzungsleistungen angewiesen zu sein, auf einer Gemeindeverwaltung sich 'entblössen' zu müssen, um die staatlich verordneten Rechnungen überhaupt bezahlen zu können, und trotzdem nicht auszusehen, wie eine arme Frau vor 100 Jahren.

Herr Stöhlker ist aber an NICHTS von Alledem schuld. Man sollte daher schon etwas differenzieren, oder wenigstens versuchen, einmal mit sich selber ehrlich zu sein, vielleicht die Augen zu öffnen, und sich etwas umzusehen.
Meine ich wenigstens
Ernst Jacob, am 16. Dezember 2015 um 21:29 Uhr
Bei aller Emotionalität danke ich dem Infosperber dass er über ein vielleicht nicht besonders beliebtes Buch weils aus der falschen Ecke kommt berichtet. Welche der angestammten Medien will sich heute schon noch mit einer realexistierenden Parallelwelt beschäftigen? Sie ist in ihrer absoluten Diktatur viel zu beängstigend. Man möchte lieber nichts Näheres über seine Sklavenrolle und seiner Zugehörigkeit zu den restlichen 95% wissen. Heute wurde gerade berichtet dass die Milliardärinnen bereits am rechts überholen seine, also gemeint die milliardenschweren Männer. Dh. einfach dass die 95% wohl noch weiteren Zuwachs erhalten werden. Da schauen wir (ich zähle mich auch dazu) doch lieber weiter was 20 Min. gerade über die Kleinkriminalität oder die Privaten über den Batchelor zu berichten wissen.
Franz Kengelbacher, am 16. Dezember 2015 um 21:45 Uhr
Ja mein lieber Franz Kengelbacher: Es ist doch dieses der Diktatur und dem Arsenal der idiotischen „Steuermänner“ Ausgeliefertsein, diese – scheinbare – Hilflosigkeit, welche die 95% (minus deren Lakaien) umtreibt. Scheinbar, weil ja mit dem Missbrauch der Macht auch der Widerstand wächst. Nur Geduld! Wie schon gesagt worden ist: Der Krug geht zum Brunnen, bis er bricht. Auch für die Ungeduldigen gibt es jetzt schon Löcher und Nischen im System, so viel man will.
RA Edmund Schönenberger, am 17. Dezember 2015 um 08:23 Uhr
Einiges von Herrn Stöhlkers Betrachtungen trifft sicher zu. Falsch ist allerdings die Ansicht, wir hätten es hier mit einem spezifisch schweizeirichen Problem zu tun. Die meisten demokratischen Rechtsstaaten sind von der Zersetzung durch das grosse Geld, legitimiert durch neoliberale Ideologie, bedroht.

Die linken Parteien sind in gewissem Masse mitschuldig an dieser Entwicklung. Sie suchen sich, wohl auch ideologisch begründet, ihre Gegner vorzugsweise im national-konservativen Lager. Um eine Ecopop-Initiative zu bekämpfen, setzten sie sich problemlos in den Seitenwagen der grossen Wirtschaftsverbände. Ob da auch Waffenhändler und Nahrungsspekulanten dabei sind, wird plötzlich unbedeutend. Wirtschaftliche Globalisierung wird nur noch halbherzig bekämpft, da man keinesfalls den Anschein machen möchte, in irgend einer Weise nationalistisches Gedankengut zu pflegen.

Eines aber berührte mich beim Lesen dieses Artikels schon eher peinlich: Herr Stöhlker selbst gehört ja zu den unangenehmeren Mitgliedern dieser selbsternanten A-Klasse. Ist er sich dessen überhaupt bewusst?
Daniel Heierli, am 17. Dezember 2015 um 16:56 Uhr
Wem denn wohl eher unangenehm? Doch eher nur Solchen, die ihm neidisch sind, weil er etwas mehr hat, als der Durschnitt, und es dazu auch nicht einmal verschweigt. Das ist doch das Schweizer Problem, zu sagen, man sei wohlhabend, solche Leute sind uns suspekt.

Er traut sich nur, dazu zu stehen, genau so wie Herr Blocher. Und aus diesem Grund gehören Beide doch zu den wahren Volksfeinden.

Mit ist es aber zu einfach, mich so vor mir rechtfertigen zu müssen. Vor den Anderen bin ich ja sowieso nur, was diese von mir glauben, und ich habe keinen einzigen echten Freunde mehr, nur weil ich die Feinde Anderer auch als Feind bezeichne. Auch wenn es doch der genau gleiche Grund ist, wehalb wir beide dann vielleicht einer Meinung wären.

Man sollte die Sachlichkeit diskutieren, nicht die Rolle des Ueberbringers der Botschaft. Aber genau hier doch liegt das Problem, Meinungen haben wir ja Alle, von Vornherein schon, über Jeden und Alles, auch wenn wir doch eigentlich gar keine Ahnung haben, um was es eigentlich geht. Aber die Meinung macht uns halt zum modernen Individuum, und das Selfie dazu.

Im Wissen, dass es Schönere, und Bessere gibt. Aber zugeben könnte man das sowenig, wie man zugeben würde, doch eigentlich nur neidisch zu sein, auf die, die es vermeintlich schafften, das, wovon die ganze Welt doch immer träumt.

Meine ich wenigstens, zum meinem Abschluss hier.
Ernst Jacob, am 17. Dezember 2015 um 23:10 Uhr
Zitat ( u. a. Ernst Jacob ) :

(...) Man sollte die Sachlichkeit diskutieren, nicht die Rolle des Ueberbringers der Botschaft (...) // Ende des Zitates.

Auf die Frage, was er für den zentralen Konflikt unserer Zeit hält, hat Warren Buffet gesagt ( Zitat ):

“Der Klassenkampf natürlich, - Reich gegen Arm, - - und meine Klasse, die Reichen, die gewinnen gerade.” ( Ende des Zitates )

Warum könnte es nicht ausreichend oder gar ignorant sein , ausschließlich die Sachlichkeit zu diskutieren ?
Gustav - Adolf Siebrasse, am 17. Dezember 2015 um 23:46 Uhr
ZEITPUNKT:
«Es herrscht Klassenkrieg, richtig, aber es ist meine Klasse, die Klasse der Reichen, die Krieg führt, und wir gewinnen.» Warren Buffet, der drittreichste Mensch der Welt, hat leider recht. In Europa wird dieser Krieg vom Wirtschaftsmotor Deutschland besonders hart geführt, wie das Buch «Die Fertigmacher» von Elmar Wigand und Werner Rügemer zeigt.
Arundhati Roy, indische Schriftstellerin und Globalisierungskritikerin bringt es auf den Punkt, wenn sie sagt:
Die Demokratie, die Heilige Kuh der modernen Welt, befindet sich in der Krise. Und es ist eine tiefgreifende Krise. Im Namen der Demokratie werden alle Arten von Verbrechen begangen. Aus ihr wurde wenig mehr als ein ausgehöhltes Wort, eine hübsche Schale, jeglichen Inhalts oder Sinns entleert. Sie ist, wie man sie haben will.
Die Demokratie ist die Hure der freien Welt, bereit, sich nach Wunsch an- und auszuziehen, bereit, die verschiedensten Geschmäcker zufrieden zu stellen. Man nutzt und missbraucht sie nach Belieben. Bis vor kurzem, noch in die 1980er Jahre hinein, schien es so, als könnte die Demokratie tatsächlich ein gewisses Mass an echter sozialer Gerechtigkeit gewährleisten.
Aber moderne Demokratien existieren lange genug, und neoliberale Kapitalisten hatten genug Zeit, um zu lernen, wie man sie untergräbt. Sie verstehen sich meisterlich in der Technik, die Instrumente der Demokratie zu infiltrieren – die „unabhängige“ Justiz, die «freie"! Presse, das Parlament – und sie zu ihren Zwecken umzuformen.
Wolfgang Reuss, am 18. Dezember 2015 um 10:43 Uhr
@Wolfgang Reuss
Wie immer, wenn über die Unzulänglichkeiten der Demokratie hergezogen wird, drängt sich die Frage auf: Haben sie etwas besseres zu bieten?
Dass Demokratie keine ideale Staatsform ist, und schon gar keine einfache, das wissen wir seit längerem.
Daniel Heierli, am 18. Dezember 2015 um 16:02 Uhr
Die total kolonialisierte Schweiz.
Die importierten neuen Menschen, lassen sich leichter «führen» (die schweigende Herde der Lämmer)!!
«Die Bevölkerung der B-Schweiz reagiere kaum, denn sie werde grosszügig mit Unterhaltung versorgt, darf sich bestimmten, frei zugänglichen Drogen bedienen, muss täglich acht bis zehn Stunden arbeiten und erhält immer weniger Bildung». Und immer mehr Wettbewerb, das heisst: das Recht des Stärkeren.
Das verläuft nach Plan: Tittytainment. Der Begriff, bzw. der Plan wird Zbigniew Brzezinski zugeschrieben. Na ja - da haben wir's!
Ruth Obrist, am 20. Dezember 2015 um 13:57 Uhr
trotzdem noch einmal, zu Wolfgang Reuss:

Ws herrscht sicher ein Klassenkrieg, da haben Sie recht. Aber der Klassenkrieg spielt sich sicher nicht zwischen Armen und Reichen ab, es geht der Linken um die Ueberwindung des Kapitalismus, dem Ziel , und verbrieften SP-Grund- und Leit-Satz, dass es den Kapitalismus gar nicht mehr gibt, weil der Staat die vollumfängliche Rolle über die Kontrolle der Untertanenschaft übernimmt, von der Wiege bis zur Bahre.

Die kleinen Leute aber stehen in diesem Spiel nur zwischendrin. Denn der gelebte Kapitalismus lässt ihnen gar keine Chance, irgendwo zu protestieren, ohne damit letztlich gar den Arbeitsplatz zu riskieren. Nur beim Staat kann man es sich daher erlauben, aktiv gegen das bestehende System zu arbeiten, und Jeder Schritt, den man dann geht, produziert automatisch mehr Staats-Job's, Staats-Abhängigkeiten, und Verluste im privaten Sektor.

Aber solange bei uns die Armen und Schwachen trotzdem daran glauben, dass Grün- und Rot- Ohren in diesem Land eigentlich auf ihrer Seite stünden, politisch zumindest, und ihre Interessen vertreten würden, solange wir Erd-Erwärmung, der Klima-Schutz, wichtiger erachten, und die Rechte illegaler Immigranten trotzdem einen höheren Stellenwert einnehmen, als irgend etwas, was die bestehende Ordnung erhält, solange wird soch nichts mehr ändern.Denn das Alles verschafft dem Staat, und seinen Vasallen, mehr Macht und Einfluss, im Staat. Und mehr Kosten dazu, aber das merkt ja auch Keiner, nehm ich mal an
Ernst Jacob, am 21. Dezember 2015 um 05:18 Uhr
@Ernst Jacob: Doch, doch, der Klassenkrieg spielt sich zwischen Reich und Arm ab.
Leider ist es tatsächlich so, dass einige linke Politiker (zum Glück nicht alle) immer noch von der Überwindung des Kapitalismus faseln. Bloss hat keiner von ihnen je überzeugend definieren können, was er unter Kapitalismus versteht.

Ist alles, was nicht sozialistische Planwirtschaft* ist, Kapitalismus? Dürften wir nach der «Überwindung des Kapitalismus» überhaupt noch Geld benutzen, oder müssten wir zur Tauschwirtschaft zurück? Stellt jeder Privatbesitz «Kapitalismus» dar? Oder definieren wir einfach aus dem Bauch heraus alles, was wir in unserer Wirtschaft als exzessiv empfinden, als Kapitalismus?

*Auch «sozialistische Planwirtschaft» müsste noch näher definiert werden. Meinen wir das, was in der Sowjetunion im Jahre 19xx praktiziert wurde? Meinen wir das, was diese Leute damals als ideales Ziel ihrer wirtschaftlichen Reformpläne bezeichneten? Wenn etwas anderes: Was?
Daniel Heierli, am 26. Dezember 2015 um 16:41 Uhr
Nicht nur Kritiker verzichten auf die mehr oder weniger genaue Definition des Kapitalismus. Zur Überwindung des Kapitalismus wäre schon zuerst eine genaue Definition notwendig.
Kritisch finde ich jedenfalls die absolute Herrschaft des Kapitals, das sich unkontrolliert und losgekoppelt von Leistung selbst vermehrt.
Kapitalismus als Religion
https://de.wikipedia.org/wiki/Kapitalismus_als_Religion
Finanzmarkt-Kapitalismus
https://de.wikipedia.org/wiki/Finanzmarkt-Kapitalismus
Urs Lachenmeier, am 26. Dezember 2015 um 17:22 Uhr
Aber es ist doch nur das Kapital, welches definiert, was, und wer Jemand ist. Jackie Kennedy jedenfalls hat es keinen Deut gekümmert, dass ihr nachmaliger Lover eigentlich doch nur ein alter und eher hässlicher Mann war, entscheidend war, dass er Milliardär war, und die Spitzen der feinen Gesellschaft genau so, wie der letzte Müllaufleser, es genossen, zumindest Teil dieses feinen Zirkels an Prunk, Macht, und Einfluss zu sein.

Gebrüder Grimm, das Aschenputel, Dornröschen, das Spieglein an der Wand, und der Kleine Bucklige, von dem ja Keiner weiss, dass er Pumpelstilzchen heisst.

Wir müssten erst doch unsere Frauen abschaffen, wir Männer, wollten wir wirklich Ruhe. Frauen sind es doch, in der Ueberzahl zumindest, die aus uns Männern das machen, was wir sind. Und der Wettbewerb ist es, und weil ich es mir wert bin, für Nescafe halt mehr zu zahlen, weil mein göttliches Vorbild Diesen auch trinkt. Der Wettbewerb, zumindest zu scheinen, wenn es nicht reicht, es zu sein, ist es, was erst den Markt, und damit den Kapitalismus ermöglicht.

Und da wir Alle immer auch gleichzeitig zu den Ersten gehören möchten, sind wir sogar gewillt, für diesen vermeintlichen Vorsprung sogar mehr zu zahlen, man ist ja schliesslich wer, und hat's, und wenn es auch nur Kredit ist, was man hat.

Der Markt befriedigt nur echte und vermeintliche Bedürfnisse. Was sich ändern müsste, wäre der Mensch. Wäre er fähig dazu, ist er aber nicht, und wird er auch nie sein. Daran aber ist der Markt nicht schuld.
Ernst Jacob, am 26. Dezember 2015 um 17:43 Uhr
@ Ernst Jacob: Natürlich ist «der Markt» nicht schuld! Aber die Prediger der Heilslehre «Markt, Wachstum, Wettbewerb» verbreiten einen Aberglauben, der ihnen, den Predigern, in die Taschen wirtschaftet. Man muss den Aberglauben oder die Irrlehre zwar nicht glauben, aber sie hält einen mindestens bis zur Pensionierung in eisernem Griff.
Ruth Obrist, am 26. Dezember 2015 um 23:02 Uhr
Mensch ist nunmal Markt, Frau Obrist, die Heilslehre heisst GLAUBEN, und HOFFEN, der Markt aber bedient nur die Nachfrage, die daraus entsteht. Das ist der Markt, wie er, normalerweise, funktioniert.

Ich glaube, dass ich bin ...

meinte doch einmal ein Berühmter, und genau das Gleiche sagen sich Miriaden von Erdwürmern, die täglich vor dem Spiegel versuchen, JEMAND aus sich zu machen. Das allein schon ergibt einen Riesenmarkt, und wer dann auch noch etwas benutzt, -weil ich es mir wert bin-, kann doch wirklich nicht die Werbung dafür schuld geben, einfach etwas dumm, oder dann eitel zu sein, und zu glauben, dass die teurere Salbe wohl helfe, wirklich attraktiver zu sein, als man sonst halt aussieht

Nehmen Sie es aber ja nicht persönlich, es ist einfach so. Aber wollten wir nicht auch, wie die Anderen, so gäbe es auch keinen Markt, oder dann einen etwas Anderen, vielleicht sogar Illegalen, zumindest. Hängt auch immer von jeweils 'lokalen' Bedingungen ab, natürlich, das Ganze, aber wo immer ein menschliches Bedürfnis existiert, wird es immer auch ein Angebot geben, koste es dabei, was immer es wolle.

Glauben darf/muss aber Jede|r es selber. Weil der Markt frei ist. Auch wenn Menschen immer unmündiger dabei+damit werden, aber für zunehmende humanoide Einfalt u/o. infantilen Egomanismus, den freien Markt allein schuldig zu sprechen, wäre wohl sehr viel zu kurz geschossen.

Das ehedem Gemeinsame, die Kultur, verliert sich, Zug um Zug, 'lebt' man wieder eher für sich allein
Ernst Jacob, am 27. Dezember 2015 um 04:50 Uhr
Der Markt würde «nur» die Nachfrage bedienen, ist eine romantisierte Darstellung.
Alle Menschen wollen Frieden, «der Markt» bietet aber Feindbilder an. Nicht in Inseraten kommt dieses «Marktgebot», sondern in Nachrichten. Falls dies zuwenig Eindruck macht, gibt es von höschsten Stellen «Markt-Gebote» unter falscher Flagge. Greueltaten werden nicht aufgedeckt, aber ganz einfach den hersuggerierten Feinden in die Schuhe geschoben. Die enstehenden Ängste werden weiter «bewirtschaftet». Ein sehr umfassender «Markt"!
Urs Lachenmeier, am 27. Dezember 2015 um 11:29 Uhr
Alle Menschen wollen Frieden, richtig. Und Jede|r nach seinem/ihrem eigenen Gusto dazu. Und als Resultat erleben wir, dass die absolute Mehrheit aller sich ehedem einmal Liebenden sich schon wenige Jahre später zu sich lebenslänglich HASSENDEN werden, die gar ihre eigene Brut verfluchen, als einen der Gründe, der EX ein halbes Leben lang nur noch zahlen zu müssen.

Friede fägt zuhause an, in jeder einzelnen Familie. Und Friede endet da, wo beide dann wieder ihren eigenen Weg zu gehen versuchen, mit der Bürde, auch noch gemeinsame Nachkommen gezeugt zu haben, die doch nichts als Krieg zuhause lernten.

Ganz so einfach kann man es daher leider nicht machen, auch wenn es immer schon einfacher war, Andere für das eigene Versagen an den Pranger zu stellen.

Aber vielleicht sehe ich da Alles ja nur falsch.
Ernst Jacob, am 27. Dezember 2015 um 13:20 Uhr
Nicht dass ich es nicht wüsste, was da mit der Schweiz abgeht, bzw. wo's brennt. Mit 50 Jahren aus «Organisationsgründen» auf die Strasse gesetzt, damit Firma noch schwarzere Zahlen schreiben kann, zahnloses RAV, Bundesordnerweise vergeblich Bewerbungen geschrieben und schliesslich wie viele andere auch «ausgesteuert». Heute Working Poor auf dem Existenzminimum plus die letzten Ersparnisse und in einigen Monaten das Sozialamt (trotz «Arbeitsplatz"). Ich gehöre nur zur Ersten Welle. Oh ja. der soziale Brandherd mottet bereits. Das Grossfeuer und die Explosion in der Schweiz kommt erst.
Kurt Wieser, am 27. Dezember 2015 um 13:35 Uhr
BITTE BETRACHTEN SIE DEN MEINUNGSAUSTAUSCH ZU DIESEM ARTIKEL ALS ABGESCHLOSSEN. IM NAMEN DER REDAKTIONSLEITUNG.
Urs P. Gasche, am 27. Dezember 2015 um 17:31 Uhr
Klaus J. Stöhlker ist meines Erachtens ein begnadeter Selbstdarsteller. Es geht hier schliesslich um sein Buch, welches er vermarkten will. Und wir, das Volk, sind seine dankbaren Steigbügelhalter. Wir empören uns über ihn, wir bewundern ihn, wir nehmen uns sogar die Zeit, uns eine Meinung über ihn zu bilden. So gesehen ist Klaus Stöhlker am Olymp seiner überschaubaren Welt angekommen. Er glaubt die Schweizer im Sack zu haben. Die A- und B-Schweizer. Als gelernter Schweizer weiss er um unsere Achillesferse. Da versucht er offenbar etwas hilflos reinzusticheln. Schon wieder mit einem Buch. Nun, ich denke, dass jeder ein Buch schreiben kann. Jeder, der genügend Zeit hat, über die Probleme der B-Schweizer zu philosophieren.
Unserer Schweiz geht es prächtig! Das Ausland, egal ob es Asien, USA oder die Restwelt ist, ist mit den exakt gleichen Problemen konfrontiert. Und das ist auch gut so. Business as usual. Mit Sicherheit kein «Herbst in der Schweiz». Gruss aus Asien.
Renato Stiefenhofer, am 30. Dezember 2015 um 05:03 Uhr
Wie jedes System wird mittlerweile auch die Schweiz von den 1-3% an narzisstischer / antisozialer Persönlichkeitsstörung leidenden Machtmenschen ohne Empathie, Moral, Gerechtigkeits- und Schamgefühl dominiert, welche, wenn man sie dereguliert gewähren lässt, irgendwann immer jedes System gegen die Wand fahren.

Es ist höchste Zeit aufzuwachen und den Aufstand der Verantwortungsvollen gegen die Verantwortungslosen in Angriff zu nehmen! Denn die wahren Realpolitiker sind die Brückenbauer, immer naive Gutmenschen und Jedermann/frau-Versteher, nicht die zero toleranten gegen alles und gegen alle intoleranten bloss nicht gegen sich selber von ihren Allmachtsphantasien besessenen Machtpolitiker, immer clevere Schlechtmenschen - und: Wir sind «99%"!
Thomas Binder, am 12. Januar 2016 um 13:24 Uhr
(Zitat) : ... » Wir sind 99 % » ( Ende des Zitates)

Marie von Ebner-Eschenbach : (Zitat) » Die glücklichen Sklaven sind die entschiedensten Gegner der Freiheit ». (Ende d. Zitates)

Möglicherweise mehr als 90 % der Gruppe wird m. E. jene Beschreibung gewidmet sein.
Gustav - Adolf Siebrasse, am 12. Januar 2016 um 14:55 Uhr
Klaus Stöhlker war in den frühen Siebzigern des letzten Jahrhunderts der wohl am schwierigsten zu verstehende Dozent in der (zweisprachigen!) Ausbildung zum PR-Berater am SAWI in Biel: Ein , schon für uns Deutschschweizer schwierig zu verstehender Schnellredner aus deutschen Landen. Bemerkenswert, schon damals, in seiner Analyse des immer gleichbleibenden Musters im Verhalten der jeweils Mächtigen, gleich welchen Couleurs.
Danach habe ich ihn persönlich immer nur als einen empfunden, der sich opportunistisch auf der Seite eben dieser Inhaber der Macht eine goldene Nase verdient hat.
Ich finde es bemerkens- und achtenswert, dass Stöhlker - wenn auch spät - sein Wissen über die Mechanismen der Macht auch mal zu Gunsten der weniger Mächtigen einsetzt.
Wer weiss - vielleicht merkt auch er noch mal, dass es neben A und B auch noch C gibt. Dann wäre er ja schon fast ein schweizerischer Bernie Sanders.
Das wäre dann das Buch von Stöhlker, das ich unbedingt lesen möchte.
Markus Seger, am 11. Juni 2016 um 17:43 Uhr
Es kann nicht Sache eines Unternehmensberaters sein, Moralapostel zu spielen. Die Wirtschaft verhält sich grundsätzlich pragmatisch, man richtet sich nach denen Gegebenheiten, und bleibt opportun, anpassungsfähig, und nach Möglichkeit so unpolitisch, wie es nur möglich ist.

Wer das versteht, hat von Wirtschaft etwas verstanden. Und dass es ein eingewandeter Deutscher sein musste, ist schon klar, auf einen Schweizer hätte man sowieso nicht gehört, oder ihn als Illusionist bezeichnet, im Stil eines Herrn Ziegler gar, der wohl nie begriff, oder einfach nicht glauben wollte, dass die Menschheit halt in Gottes Namen ganz Anders tickt, als das vielleicht für göttlich gebaute Paradiesvögel zutrifft..

Achtenswert ist es daher sicher nicht, und er meint es auch gar nicht so, er reflektiert nur die Wahrheit, und die existierte immer schon, auch wenn man, ganz speziell in unserer Service-Publik Nation, immer noch so tut, als wäre es gar nicht so.

Tun wir aber in noch vielen anderen Sachen auch. Deshalb waren es ja fast immer auch nur die eingewanderten Ausländer, die unserem Ländchen Arbeit und Brot brachten. Sonst wären wir heute noch bettelarm und völlig unbedeutend, und Jeder nur neidisch auf Jeden, der etwas mehr kann, und deshalb etwas mehr hat.
-
Seine Worte:
Ich sehe die Entwicklung ganz so, wie dies von Ihnen beschrieben wird.
Es trifft zu: Ich bin einer der wenigen, der dies zu formulieren wagt. Von allen geliebt zu werden, war nie mein Ziel. Ein Profi zu sein, war es immer
Ernst Jacob, am 11. Juni 2016 um 19:05 Uhr

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