Übergewichtige, die sich kräftig bewegen, werden viel weniger krank © dherbs

Übergewichtige, die sich kräftig bewegen, werden viel weniger krank

Handy-Game macht übergewichtige Diabetikerinnen fit

Eva Kunz, higgs / 06. Mär 2019 - Vielen Diabetikern fehlt die nötige Motivation, um regelmässig Sport zu treiben. Ein Smartphone-Spiel könnte hier Abhilfe schaffen.

Sich zu bewegen ist gerade für Diabetiker wichtig. Denn die Stoffwechsel-Erkrankung begünstigt Übergewicht und Bewegungsmangel. Gerade überwichtigen Diabetikern fällt es häufig schwer, regelmässig Sport zu treiben. Diese Bewegungsunlust können Diabetiker auch spielerisch angehen, wie eine Studie der Universität Basel vom Februar 2019 zeigt. Die Wissenschaftler testeten an Typ-2-Diabetikern eine Smartphone-App, die die Probanden dazu animieren sollte, mehr Sport zu treiben.

Für die Studie wurden 36 übergewichtige Typ-2-Diabetes-Patientinnen und Patienten zwischen 45 und 70 Jahren in zwei Gruppen eingeteilt. 24 Wochen lang sollten sie das Ziel verfolgen, sich regelmässig zu bewegen. Während die eine Hälfte sich dieses Ziel selbstständig erarbeiten musste, erhielten die anderen Probanden eine Smartphone-App mit dem Namen «Mission Schweinehund».

Das Ziel des Handy-Spiels bestand darin, einen Garten mit Pflanzen zu bestücken. Um dies zu erreichen, mussten sie jeweils verschiedene personalisierte Fitnessübungen wie Lauftraining oder Kraftübungen machen. Im Game lockten die gepflanzten Blumen wiederum Tiere in den Garten und motivierten die Spieler, weiterzumachen.

Tatsächlich konnte diese Test-App die Selbst-Motivation der «Gamer-Gruppe» steigern: Während sich die Probanden zuvor kaum bewegt hatten, machten sie während der Studiendauer im Durchschnitt immerhin knapp 2000 Schritte pro Tag. Dagegen nahm die Motivation der Probanden, die ohne ein solches Tool trainierten, im Verlauf der Studie sogar noch ab.

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Eine Meinung

Schade musste sich die eine Hälfte ihr Ziel selber erarbeiten. Interessant wäre es gewesen, wenn sich diese eine Hälfte mit sozialem Kontakt, sprich Gruppe, Teams, Vereine... hätte motivieren können. Evt. wäre herausgekommen, dass soziale Kontakte noch mehr motivieren als die Technik. Reine Spekulation natürlich, fehlt mir doch das notwendige Kapital für allerlei Studien um eine wissenschaftliche Wahrheit zu zimmern. Genau so spekulativ wie die Behauptung, dass offensichtlich mit aller Gewalt versucht wird, den Menschen zum Technik gläubigen, Technik abhängigen und entfremdeten Sklaven ohne soziale Netzwerke im Sinne des Neoliberalismus zu formen.

Mich jedenfalls motiviert der Sport in der Gruppe (Verein, Freundinn,...) und der Sport im Wald auf dem Vitaparcours ganz ohne Technik sehr.
Ich habe schon oft gehört, dass sich gerade Übergewichtige genieren, draussen alleine Sport zu machen wegen Blicken und eventuellen Sprüchen. Da unterstützt und schützt eine Gruppe zusätzlich.
Stöckli Marc, am 07. März 2019 um 09:30 Uhr

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