Ursprünglich war Nächstenliebe angesagt: Armut in Brasilien © cm

Ursprünglich war Nächstenliebe angesagt: Armut in Brasilien

Weihnachten ein Fest der Besinnung?

Christian Müller / 19. Dez 2013 - Fressen, Freude und Frohlocken. Wer weiss denn noch, worum es ursprünglich ging? Ein persönlicher Lese-Tipp.

Für die meisten Zeitgenossen sind Weihnachten Fressen, Freude und Frohlocken: Zuerst das üppige Weihnachtsessen, dann die Freude über den nicht minder üppigen Geschenkesegen, dann – eventuell – eine Fahrt zur Mitternachtsmesse, wo die Engel frohlocken – oder, als kommoder Ersatz, wenigstens eine (kirchliche) Weihnachtsfeier am Fernsehen...

Oder war da noch etwas?

Ja, es gab tatsächlich Zeiten, da Weihnachten nicht nur «mehr Einsatz» zwecks «mehr Umsatz» verhiess, sondern auch eine besinnliche Komponente spürbar war. Die eine oder andere Mutter erinnerte ihre Kinder daran, dass Weihnachten eigentlich das Fest der Geburt Jesu Christi ist, jenes Kindes, das später, als erwachsener «Gottessohn», die Nächstenliebe predigte.

Gibt es diese Mutter noch? Oder gibt es noch einen Vater, dem daran liegt, im Rahmen des Weihnachtsfestes auch an jene zu erinnern, die unsere Nächstenliebe so dringend nötig hätten? An jene Kinder zum Beispiel, die kein festes Dach über dem Kopf haben, keinen Ofen gegen die Winterkälte kennen und kein Geld in der Tasche haben, um sich etwas zum Essen zu kaufen?

Es gibt diese Menschen! Und es gibt ein kleines Buch – es hat weniger als 100 Seiten –, das von diesen Menschen berichtet. Nicht nur in Afrika, nicht nur in Südamerika (wie etwa dieses Mädchen, das der Autor dieser Zeilen mit eigenen Augen gesehen und fotografiert hat). Nein, auch in Europa. Und schon bald auch bei uns. Das Buch erklärt, warum es diese Menschen ohne Hab und Gut immer noch gibt. Oder genauer: warum es schon in wenigen Jahren noch viel mehr davon geben wird.

Ilija Trojanow: Der überflüssige Mensch. Residenz Verlag 2013.

Das Büchlein eignet sich nicht nur zum Verschenken. Man kann es, als kleines Gegengewicht zum taumelnden Gang durch die weihnachtlichen Konsumtempel, auch selber lesen. Jesus Christus kommt darin allerdings nicht vor. Und für Kinder ist es ungeeignet. Es ist zu nahe an der Realität.

* * * * *

Einen interessanten Einblick gibt ein Gespräch mit Ilija Trojanow auf SRF2.

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Keine

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Eine Meinung

Ich bete jeden Tag, dass Jesus gottes Sohn zu uns kommt und sich umfassend für Nächstenliebe, Menschlichkeit, Brüderlichkeit einsetzen wird. So wie jetzt kann es nicht weiter gehen wir sind irgendwie am Ende mit nur Kommerz und keine Liebe in uns drin.
Peter Sager, am 19. Dezember 2013 um 22:21 Uhr

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