US-Präsident verbreitete bisher 140 Unwahrheiten

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Red. / 27. Feb 2017 - Seit seinem Amtsantritt hat Donald Trump fast vier Unwahrheiten pro Tag verbreitet. Die «Washington Post» führt Statistik.

Die «Washington Post» hat online einen Fact-Checker eingeführt, der die verbreiteten Unwahrheiten, irreführungen Tatsachen-Darstellungen und Lügen von Donald Trump seit seinem Amtsantritt akribisch erfasst. Der Checker soll während der ersten hundert Tage der Präsidentschaft laufend nachgeführt werden.

Bis Sonntag Abend, 26. Februar, führt die «Washington Post» 140 Unwahrheiten auf. Das sind 3,7 pro Tag im Amt. Die falschen Behauptungen sind aufgeteilt in die Bereiche Einwanderung, Arbeitsmarkt, Wirtschaft, Wahlen, Gesundheitssystem, Kriminalität, biografische Angaben und Verschiedenes. Die einzelnen Behauptungen Trumps, die er in Bemerkungen, Reden, Interviews, Twitter oder auf Pressekonferenzen verbreitet hat, sind einzeln aufgelistet. Die «Washingten Post» weist jeweils nach, weshalb die Tatsachen-Darstellungen Trumps irreführend oder falsch sind.

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5 Meinungen

Bin mir sicher dass Trump viele Unwahrheiten verbreitet hat. Ob ich deswegen dieser Liste der Washington Post glaube? Dieser Washington Post, die bspw. jeden noch so absurden Anlass/Grund dafür hernimmt Trump mit Putin zu verbinden oder gar russiche Hackerangriffe bei den amerikanischen Wahlen (natürlich von Putin verordnet) vermutet, ohne jedwede Beweise? Wie könnte ich?
Tom Streit, am 27. Februar 2017 um 11:37 Uhr
Nicht nur im Krieg stirbt als erstes die Wahrheit! Was ist überhaupt die Wahrheit?
Mit Verlaub, lest doch mal den Artikel auf dem Link: http://www.voltairenet.org/article195462.html
Da ist es einem kaum mehr möglich, etwas ohne feste Zweifel zu glauben.
Albert Deucher, am 28. Februar 2017 um 21:34 Uhr
Bei dieser «Lügenanalyse» hat die Washington Pravda (bewusst?) darauf verzichtet, zwischen Uebertreibung und Lüge zu unterscheiden. Doch während eine Uebertreibung in einem Geschäftsbericht u.U. einen Straftatbestand darstellt, wollen wir doch nicht jeden Politiker , der einen Hang dazu hat, als «Lügner» bezeichnen. Aus moralischer Sicht müssten wir dann viel eher die Leute, die solche Lügenanalysen bewusst falsch durchführen, als Lügner bezeichnen.
Werner Herzig, am 01. März 2017 um 11:14 Uhr
@Werner Herzig. Es steht weder in unserem Bericht noch in der Checkliste der Washington Post etwas von «Lügenanalyse» oder von 140 Lügen. Es geht um unwahre und irreführende Tatsachen-Darstellungen. Der andern Seite etwas unterschieben, was sie gar nicht gesagt hat, und dies dann kritisieren, gehört ins Register billiger PR-Methoden.
Urs P. Gasche, am 01. März 2017 um 11:19 Uhr
@Urs P. Gasche. Mir geht es nicht um Trump! Ich habe die mittlerweile 187 Aussagen im verlinkten Artikel gelesen, inklusive der jeweiligen «Wahrheitsgehaltsbeurteilung». Bei etwa 20% vergibt die WP ein «Pinocchio-Rating», und nach meinem (auf Kindheitserinnerungen basierenden) Verständnis impliziert ein solches Rating die schwere einer «Lüge» bzw. «Unwahrheit». Wenn man dann jedoch die dazugehörige Analyse liest, sind es vor allem Ungenauigkeiten und Übertreibungen sowie lückenhaft argumentierte Behauptungen und aus dem Zusammenhang gerissene Zitate - kurz, alles was einen «guten» Politiker ausmacht...

In den übrigen 80% geht es hauptsächlich um Aussagen (und NICHT NUR um Tatsachen), mit denen die WP zwar nicht einverstanden ist, die sie aber nicht klar als irreführend oder unwahr bezeichnen will (und die WP ist in der Detailanalyse sehr sachlich!!!).

Hier setzt meine Kritik an: Wenn man jede der Aussagen samt Analyse liest, ist die Sache nicht gerade weltbewegend. Aber die Zusammenfassung ("3,7 - mittlerweile 4,5 Unwahrheiten pro Tag") ergibt einen völlig anderen Eindruck.

Lieber Herr Gasche, ich nehme den letzten Teil mit der «bewusst falsch durchgeführten Lügenanalyse» zurück. Ich unterschiebe Ihnen sicher nichts, ich halte Sie für einen der besten Journalisten der Schweiz, weil Sie 100% kritisch und 0% PR-gesteuert sind. Aber auch wenn man Trump «weghaben» will, heiligt der Zweck nicht alle (journalistischen WP-) Mittel.
Werner Herzig, am 01. März 2017 um 19:53 Uhr

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