«Die Schweiz wird von Ausländern bestimmt»

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Red. / 11. Mai 2017 - Ausländer führen unsere Wirtschaft, während 40 Prozent der Schweizer von Staatssubventionen abhängig sind, sagt Klaus J. Stöhlker.

Der langjährige PR-Berater und Autor verschiedener Bücher Klaus J. Stöhlker hält den Schweizerinnen und Schweizern in einem Beitrag für «Inside Paradeplatz» den Spiegel vor. Sie würden sich grösser fühlen, als sie in Wirklichkeit sind: «In Stuttgart und München haben die Menschen keinen schlechteren Lebensstandard als wir Schweizer. Viele Pariser, Milanesi und Wiener haben mehr Wohlstand vorzuweisen als wir. Wir ziehen es vor, den Splitter im Auge anderer zu sehen, nicht aber den Balken in unserem Auge.»

Oberflächliches in Medien

Das Ego-Bild würden Medien in der Schweiz verstärken. Sie berichteten über neue Kleider von Doris Leuthard, das Parfum von Simonetta Sommaruga oder das Klavierspiel von Alain Berset: «Dafür darf jeder Chefredaktor und Auslandchef des kleinsten Dorfblattes über ausländische Regierungen herfallen, als seien sie Deppen und Strassenräuber».

Klaus J. Stöhlker

In seiner gewohnt zuspitzenden Art kritisiert Stöhlker den Bundesrat, der «jetzt auf einem Tiefpunkt angelangt» sei, und die Präsidenten der grossen Parteien, die «vielfältig versagt» hätten.

Als Beweis dafür führt der PR-Mann an, dass zu viele Schweizerinnen und Schweizer nicht mehr ohne staatliche Hilfe leben: «Vierzig Prozent aller Schweizer brauchen staatliche Zuschüsse, sei es für Krankenkassen oder billige Wohnungen, um sich ein Leben in der Schweiz noch leisten zu können.» Zudem hätten zehn Prozent der Bürger sogar «erhebliche Schwierigkeiten, ihre Steuern zu zahlen».

Der erfolgreiche Teil der Schweiz wird von Ausländern bestimmt

Es existiere auch eine erfolgreiche Schweiz, räumt Stöhlker ein. Diese werde aber «längst von ausländischen Aktionären und Managern bestimmt». Diese trügen entscheidend zu den Reichtümern von Basel über Zürich nach Lausanne und Genf bei. «Der Wohlstand der Kantone Zug und Schwyz sowie der ganzen Westschweiz zwischen Lausanne und Genf wird heute von Nichtschweizern bestimmt.»

Wer nicht zum «Inner Cercle» gehöre, werde «mit Kleingeld und Subventionen ruhig gehalten».

Themenbezogene Interessen (-bindung) der Autorin/des Autors

Klaus J. Stöhlker ist langjähriger PR-Berater und Autor verschiedener Bücher.

Weiterführende Informationen

Klaus J. Stöhlker

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2 Meinungen

etwas zugespitzt berichtet, aber korrekt. Ob wirklich 40% Schweizer die Sozialhilfe tatsächlich in Anspruch nehmen kann ich nicht überprüfen. Aber die Hohen Damen und Herren im Bundesrat wissen das genau.
Wenn die Ausländer hier in der Schweiz nur einen Tag ihre Arbeit mal niederlegen würden, das Chaos wäre unübersehbar.
Doch der Stolz ist etwas was der Schweizer nun mal hat, aber zur Beruhigung, es gibt auch welche, die bereits über die Grenze gekommen sind und mit denen kann man recht gut, leider die Minderheit. So hoffe ich dass sich diese Potential vergrössert und die Gemeinschaft in den Mittelpunkt tritt, Akzeptanz ist gefragt auf Augenhöhe.
Mit Grüssen,
ein Ausländer in der Schweiz
B. Thönnes
Bernhard Thönnes, am 11. Mai 2017 um 12:01 Uhr
Ganzheitlicher Denkansatz:
Die Existenzkämpfe und Armut stehen nicht im Einklang mit den Möglichkeiten des Geld- und Wirtschaftssystem.
Das Geld zum Zweck ist in den Produkten enthalten. Wenn der Preis dieser Produkte so kalkuliert sind, dass die vorgängig erwähnten Verwerfungen nicht abgedeckt werden, so ist der Zustand eben ökonomisch Hausgemacht. Diesen Zustand haben auch die Auslandmanager zu verantworten, welche mit der Sklaverei, in den Volkswirtschaftskriegen (Import/Export) teilnehmen. Die OECD hat die Sozialstandards zu bestimmen, damit die Globalisierung nicht noch mehr Verlierer bringt. Die Subventionen werden mit Industrie 4.0 sowieso zunehmen müssen, damit der menschengemachte Roboter, seine Erzeugnisse «verkaufen» kann.

Die Exportweltmeisterschaft erhält völlig neue Bedingungen. Exportweltmeister aber die Menschen verarmen. Die Flickschusterei Berset 2020 ist nicht zukunftsfähig, weil die Lohnsummen werden drastisch fallen. Ein System auf Lohnsummen abgestimmt, verschont die Produktivität und bestraft Lohnintensive Branchen. Warum man diese einfachen Zusammenhänge nicht verstehen kann oder will, entzieht sich meinem Denken.
Georg Bender, am 11. Mai 2017 um 13:06 Uhr

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