Kirche und Staat im Clinch

Klara Obermüller © ko
Klara Obermüller / 07. Jun 2013 - Der Bischof von Chur hat Mühe mit der freien Meinungsäusserung der Regierung von Zürich.

Dass die katholische Kirche demokratische Grundrechte missachtet, ist nicht neu. Namhafte Juristen und Theologen weisen seit Jahren darauf hin. Nun aber hat der Zürcher Regierungsrat Martin Graf das Thema aufgegriffen und der Kirche vorgeworfen, dass sie an verfassungsrechtlich geschützten Grundrechten vorbeipredige. Das hätte er nicht tun sollen, findet der Churer Bischof und verlangt sowohl von der Zürcher Regierung wie von Graf selbst eine Entschuldigung. Begründung: Graf habe mit seiner Äusserung gegen die Religionsfreiheit verstossen und der katholischen Kirche ihr Existenzrecht abgesprochen.

Dieser Forderung sollte Graf wie auch die Regierung nicht nachkommen. Martin Graf mag sich im Ton vergriffen haben, in der Sache jedoch hat er vollkommen recht. Mit dem Berufsverbot für missliebige Theologen verstösst die Kirche gegen das Recht auf freie Meinungsäusserung. Mit dem Verdikt gegen die Frauenordination missachtet sie das Prinzip der Gleichbehandlung der Geschlechter. Das ist undemokratisch und widerspricht den Grundsätzen, die einer öffentlichrechtlichen Anerkennung zugrunde liegen. Das weiss auch Chur und pocht deshalb immer dann auf Religionsfreiheit, wenn es im Grunde darum geht, sich der demokratischen Kontrolle der staatskirchenrechtlichen Instanzen zu entziehen.

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6 Meinungen

Wie recht doch Frau Klara Obermüller hat. – Die Kirche vor allem die katholische Kirche versteckt sich ständig hinter ihrer doppelbödigen Strategie. Es ist Zeit, dass sich die Kirche klären muss und soll und auch lernen muss mit Kritik umzugehen und auch mal einzustecken. Leider hat die katholische Kirche noch nicht erkannt resp. begriffen, dass ihre Wahrheiten leider kaum relevant sind sondern über Jahrhunderte aufgesetzt und oft auch beleidigend und verletzend kommuniziert wurden!
Andre Aebi, am 07. Juni 2013 um 12:16 Uhr
Teil 1:
Die Führungsspitze der kath. Kirche, entgegen der Basis, wo viel Gutes geleistet wird, hat den grössten Verrat an Joshua begangen. (Er hiess Joshua, nicht Jesus, Jesus als Name wurde im Jahre 360 beim vatikanischen Konzil, wo unter Todesstrafe ein Kanon erstellt wurde, an welcher sich jeder zu halten hatte, ausgewählt. Er stammt aus dem griechischen Jes Zeus, und heisst eigentlich Heil Zeus) So hat sich also sogar ein falscher Name eingebürgert, was aber nicht so wichtig ist, denn der Geist zählt, und nicht der Name. Joshua und seine Nazarener lebten ähnlich wie Menschen, welche sich zwischen Demokratie und dem marxistischen Kommunismus bewegen. Es war wohl bisher der einzige historische Anlass, wo der marxistische Kommunismus wirklich realisiert wurde, alle die hinterher kamen waren Diktatoren welche sich das Mäntelchen Kommunismus überstülpten. Joshua und seine Nazarener hatten alles geteilt, entweder hatten alle Hunger, oder keiner. Die einzigen welche Joshua nicht verraten haben, sind meines Erachtens viele Christen an der Basis und viele Klöster, welche früher sogar noch verfolgt wurden von der kath. Kirche. Der gegenwärtige Papst hatte in Südamerika zwei Befreiungstheologen an das dortige Regime verraten, weil diese angeblich Kommunisten gewesen seien. Diese zwei Befreiungstheologen, genauso von der kath. Spitze verraten wie Joshua selbst, wurden dann gefangen genommen, gefoltert und vielleicht auch getötet. Es ist nicht genau bekannt.
Beatus Gubler, am 07. Juni 2013 um 13:40 Uhr
Teil 2:
Die Kath. Führungsspitze liebäugelt mit dem Materialismus, dem Raubtierkapitalismus, den Banken, und gehört zu den reichsten Unternehmen in der Welt. Allein mit den Schuhen welche der Papst trägt, könnte in der dritten Welt eine Familie 3 Monate lang verhindern, dass sie verhungert. Es verhungern dank des gegenwärtigen Raubtierkapitalismus, und den unterlassenen Hilfeleistungen der Führungsspitze der kath. Kirche jeden Tag 15'000 Kinder in dieser Welt. Die Kath. Führungsspitze hat sich nie gegen das horten von Geld ausgesprochen, den das horten von Geld entzieht dieses dem Arbeitsmarkt und erzeugt Arbeitslosigkeit und Elend. Eben das Elend, welches dann die Schäflein kurz vor dem verhungern in die Arme der kath. Kirche treibt. Die freie Marktwirtschaft mit ihrer Selbstregulierung hat versagt und führte zum Raubtierkapitalismus, zum schlimmsten Missbrauch des sinnvollen Tauschmittels Geld. Wäre es eine Firma ohne die Überschrift Kirche, wäre sie schon lange von Gesetzes wegen geschlossen worden, und die Verantwortlichen müssten sich wegen Menschenrechtsverletzungen verantworten. Wie lange die Basis diesen dogamtischen, autoritären, und nicht auf Kompetenz beruhenden Machtapparat noch toleriert, ist fraglich. Mit ihren heidnischen Ritualen, Okkulten Handlungen, vermögen sie immer wieder Christen in ihren Bann zu ziehen, siehe z.B. Weihnachten. Wir Christen wollen Vorbilder welche das Leben was sie predigen, welche so leben wie Joshua, und den Zwangskanon aufheben und alle Schriften zugänglich machen, wie z.B das Evangelium von Maria Magdalena, das Evangelium von Thomas, das einzige welches noch zu Lebzeiten von Joshua geschrieben wurde, das Evangleium von Judas, die Essener-Schriften, u.s.w. Viele dieser Schriften wurden von den Israelis sorgfältig restauriert und sind im Museum in Israel zu besichtigen, samt hochwertiger Übersetzungen. Yoshua war Jude und beschnitten. Er erhielt den Titel eines Rabbi. Im Judentum kann nur Rabbi werden wer verheiratet ist. Seine Ehefrau war vermutlich Maria Magdalena. Wir Christen sehnen uns nach Gott, Gott ist nur dort zu finden, wo auch Wahrheit ist, historische Wahrheit. Wir wollen Wahrheit, und nicht faule Kompromisse, Geschichtsverfäschungen, und eine Raubtier-Kapitalismuskriche. Gruss B. Gubler
Beatus Gubler, am 07. Juni 2013 um 13:40 Uhr
Ich danke Frau Obermüller für diese Aussage! Persönlich masse ich mir
nicht an, die Richtigkeit einer Glaubensauffassung zu bewerten. Für mich
ist aber ganz klar, dass gar keiner Kirche das Recht und die Fähigkeit zu-
steht, eine verbindliche Glaubenslehre aufzustellen. Wie sollte ich noch
an eine echte Allmacht glauben, wenn irdische Instanzen beanspruchen,
diese Allmacht allein verstehen und auslegen zu können.
P. Spätig
Paul Spätig, am 07. Juni 2013 um 19:14 Uhr
Ich habe Mühe, wenn Martin Graf in seiner Funktion als Jusitzdirektor die Katholiken beleidigt. Dies zeugt von wenig staatmännischem Verhalten und wirft auch einige Zweifel auf, ob er seinem Amt wirklich gewachsen ist. Das Minimum wäre wohl eine öffentliche Entschuldigung.
Josef Wiederkehr, am 11. Juni 2013 um 12:45 Uhr
Wie heisst doch die Kirche, welche «Vergeben» predigt, an deren Basis viele Menschen viel Gutes tun, jedoch die Obrigkeit mit Ihrer Macht und Ihrem Vermögen nicht daran denken, zu verhindern das auch morgen wieder 15'000 Kinder weltweit verhungern? Wie heisst die reichste und grösste Kirche der Welt, deren Obrigkeit welche mit ihrem Reichtum denjenigen Verrät, auf den sie sich berufen, nämlich auf Joshua? Ja, es ist die Kirche, von der hier geredet wird. Und es sind nicht pauschal alle, also es ist nicht «Die» katholische Kirche, sondern es ist eine verstaubte, in der Vergangenheit gefangene Obrigkeit, welche das wahre Potenzial dieser Kirche erdrückt, worunter auch die vielen Gläubigen, welche viel Gutes tun an der Basis, vom Pfarrer bis zu den Ehrenamtlichen, zu leiden haben. So Bitte ich darum differenziert zu kritisieren, und nicht im Allgemeinen. Der gegenwärtige Papst hat 2 Glaubensbrüder an ein Regime verraten, angeblich weil es Kommunisten gewesen seien. Was für ein Hohn, das Joshua, das Vorbild der christlichen Kirchen, lebte und wirkte wie eine Mischung aus Demokratie und marxistischem Kommunismus, das hat der liebe Verräter an den 2 Befreiungstheologen, welche wahrscheinlich wegen seinem Verrat noch zu Tode gefoltert wurden, wohl nicht berücksichtigt. Nein, ich vermute, er wollte einfach seine Haut retten. Er wollte nicht seinem Joshua folgen, und gekreuzigt werden, so wie er es anderen Vorpredigt. Sein Glaube war schwächer als seine Angst vor dem Tod. Was für ein Vorbild, es passt zu einer Obrigkeit, welche faule Kompromisse eingeht mit Politik und Wirtschaft, und jeden Tag Verrat übt an der Bergpredigt von Joshua. Als wäre die Geschichte der Religionen nicht schon schmerzhaft genug, muss denn das auch noch sein, das berechtigte Kritik einfach verallgemeinert wird. Nein, bitte berechtigte Kritik, ja, diesen Stachel braucht es, aber differenziert, an diejenigen die es angeht, an die Obrigkeit welche eigentlich eine absolute Diktatur ist wie damals das römische Reich, welche am Konzil den Namen Jesus beschloss, was eigentlich Jes Zeus bedeutet, aus dem Altgriechischen also Heil Dir Zeus. Er hiess nicht Jesus, sondern Joshua, oder Erlöser, oder Christos, oder der Nazarener. Amen.
Beatus Gubler, am 12. Juni 2013 um 01:03 Uhr

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