Die EU kann und darf nicht verhandeln

Christian Müller © aw
Christian Müller / 15. Feb 2014 - Zur Beruhigung der Gemüter nach dem historischen 9. Februar 2014 hat «Bern» schnelle Verhandlungen angekündigt. Das ist Unsinn.

Die Schweiz hat mit knapper Mehrheit, aber eben doch mit der Mehrheit der Abstimmenden, einer Initiative zugestimmt, die die Kontingentierung der Zuwanderung verlangt, was einem völkerrechtlich korrekt – und mit der Zustimmung der Mehrheit der Stimmbürger – abgeschlossenen Vertrag mit der EU zuwiderläuft. Die Initianten der Initiative, die Exponenten der Schweizerischen Volkspartei SVP, haben dabei spekuliert, dass die EU zu neuen Verhandlungen mit der Schweiz bereit sei, aus wirtschaftlichen Gründen bereit sein müsse.

Für den Fall, dass die EU zu neuen Verhandlungen nicht bereit ist, hat die Partei vor der Abstimmung weder einen Plan B vorgeschlagen noch ihre Wähler und Sympathisanten darauf aufmerksam gemacht, dass es diesen Plan B nicht gibt. Infosperber hat in aller Deutlichkeit und rechtzeitig auf diesen Mangel eines Plans B aufmerksam gemacht. (Siehe dazu die entsprechenden Links unten.)

Unmenschliche Forderungen nach dem «Erfolg»

Die SVP fordert jetzt, nach der aus ihrer Sicht erfolgreichen Abstimmung, die Zuwanderung sei so zu steuern, dass gut ausgebildete Leute, also etwa Ärzte und Techniker, selbstverständlich weiterhin kommen und ihre Familie mitbringen dürfen, weniger gut qualifizierten Leuten aber, also etwa Bauhandwerkern, Hotel-Bediensteten oder Hilfskräften in der Landwirtschaft, der Zugang erschwert und das Mitbringen ihrer Familie untersagt werden muss. Diese Forderung hat etwa SVP-Vizepräsident Luzi Stamm gegenüber Radio SRF lauthals verkündet (siehe Link unten zur «Echo der Zeit»-Sendung). Die so geforderte Diskriminierung von Menschen mit kleinerem Einkommen und ohne höheren Schulabschluss ist nun allerdings reiner Sozialrassismus. Darauf kann und darf die EU nicht eintreten, wenn sie sich nicht in die Nähe faschistoider Gesetzgebung begeben will.

Es geht um den Erhalt eine Idee

Die Europäische Union ist ein Friedensprojekt, das zeigen die historischen Dokumente der Gründer, die in den Archiven der EU zugänglich und einsehbar sind. Oder anders ausgedrückt: die Europäische Union ist die Verwirklichung einer Idee zur Vermeidung von Krieg. Zu dieser Idee gehört ganz klar der Abbau von Grenzen bzw. die Öffnung der Grenzen für die Bürgerinnen und Bürger der Mitgliedstaaten – inklusive der Schweiz, nachdem diese zu der Personenfreizügigkeit zum Zwecke der Berufsausübung auch per Abstimmung Ja gesagt hat. Die EU hat deshalb, wo immer sie gefragt wurde, schon vor der Abstimmung die Schweizer Bevölkerung wissen lassen, dass sogenannte Nachverhandlungen dieser offenen Grenzen kein Thema sein können.

Die Ankündigungen des Bundesrates in den letzten Tagen, nun schnellstmöglich Verhandlungen mit der EU aufnehmen zu wollen, sind reine Augenwischerei. Für eine Verhandlung braucht es am Tisch mindestens zwei Beteiligte. Die Flugticket-, Hotel- und Sitzungskosten der reisefertigen Bundesräte, Parlamentarier und Mitglieder des diplomatischen Corps können mit gutem Gewissen gespart werden. Für Alibiübungen und Politfolklore gibt es bekanntlich kein Budget.

Die EU muss konsequent sein

Die EU kann und darf nicht verhandeln. Würde sie zu verhandeln beginnen, sie würde sich gegenüber ihren eigenen Mitgliedstaaten total unglaubwürdig machen. Ihre Reaktion, diverse, für die nächsten Tage geplante Gespräche mit der Schweiz zu verschiedenen Themen kurzfristig abzusagen, ist deshalb weder eine Überreaktion noch einfach eine Show. Es ist der nüchterne Verstand.

Privilegien für das Nicht-Mitglied?

Man stelle sich vor, die Schweiz als Nicht-EU-Mitglied, aber als externer Vertragspartner und «zugewandter» Ort, dürfte die Personenfreizügigkeit zum Zweck der Berufsausübung quantitativ einschränken und nach sozialrassistischen Kriterien steuern: Was gäbe es noch für einen Grund für die eigenen Mitglieder der EU, nicht sofort auch ein À-la-carte-Menue zu bestellen und ihre Grenzen auch nach eigenen Vorlieben durchlässiger oder eben weniger durchlässig zu machen? Italien etwa könnte sagen: Unterbezahlte Arbeitswillige für die Orangenplantagen in Kalabrien dürfen kommen, Hochschulabsolventen haben wir selber zu viele. Spanien etwa könnte sagen: Pensionäre, die ein Haus in Spanien kaufen, dürfen kommen, Leute, die arbeiten wollen, dürfen nicht kommen. Ungarn und vielleicht auch Polen etwa könnten sagen: Angehörige christlicher Kirchen dürfen kommen, Juden dürfen nicht kommen. Erste Versuche in Richtung inakzeptabler Selektion gibt es ja bereits: Malta zum Beispiel bietet reichen Ausländern für etwas mehr als eine Million Euro seine Staatsbürgerschaft an – und damit den Zutritt zu Europa.

Menschen sind Menschen

Man mag der EU vorwerfen, sie sei zu sehr oder vor allem darauf bedacht, Grosskonzernen neue Märkte zu erschliessen, nicht zuletzt mit den Ost-Erweiterungen. Der Vorwurf ist nicht haltlos; das Thema gehört auf den Tisch. Eine À-la-carte-Personenfreizügigkeit einzuführen, käme aber einer Selbstaufgabe der EU gleich. Menschen sind Menschen, das ist der kleinstmögliche Konsens einer Staatengemeinschaft.

Kein Verkehrskreisel

Die Abstimmung vom 9.2. 2014 war kein Kreisel mit vier oder gar fünf Ausfahrten. Und auf dem man, wenn man die richtige Ausfahrt verpasst hat, einfach nochmals rundum fahren kann. Die Abstimmung vom 9.2. war als Weggabelung angelegt. Es gibt, bleibt man realistisch und flüchtet man sich nicht in abstruse Illusionen, deshalb nur zwei realistische Wege:

A: Statt Nachverhandlungen endlich Verhandlungen über einen Beitritt zur EU aufzunehmen.

Oder, will man das definitiv nicht (und es ist selbstverständlich erlaubt, dies nicht zu wollen),

B: schnellstens Verhandlungen zu beginnen über den Fahrplan der Ausserkraftsetzung der über hundert Einzelverträge zwischen der Schweiz und der EU, um das totale Chaos bei Strassen-, Schienen- und Luftverkehr, beim Zusammenbruch unseres Gesundheitswesens, bei Export/Import, bei der Beschäftigung der Grenzgänger, bei gemeinsamen Forschungsprojekten, usw, usw, so weit möglich noch zu verhindern.

Auch darüber könnte man jetzt abstimmen, A oder B. Man sollte nur nicht die Hoffnung haben, in einen Laden gehen zu können, dort ein paar Weggli einzupacken und zu meinen, an der Kasse noch Geld herauszubekommen.

Themenbezogene Interessen (-bindung) der Autorin/des Autors

keine

Weiterführende Informationen

Zum Statement von SVP-Vizepräsident Luzi Stamm
Zum Mangel an einem Plan B (auf Infosperber am 30.11.2013)
Zum Mangel an einem Plan B (auf Infosperber vom 8.1.2014)

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77 Meinungen

Je kürzer ein Artikel desto mehr Information kommt an. Dies ist ein Meisterstück.
Es dürfte klar sein, dass Plan A EU-Beitritt auch das Ende der inhaltlich von der SVP längst zerstörten Konkordanz bedeutet. Mit A muss man sich auch für eine Mitte-Links-Koalitionsregierung entscheiden.
Roland Näf geht mir da etwas zu weit mit «nicht das geringste Verständnis» für die 50,3 %. Aber ich stimme ihm insofern zu, dass man die heute etwa 30 % Brandstifter und Mitläufer der SVP für lange in die Opposition verbannen muss. Dann schrumpfen sie auch wieder auf die 15 % Demokratie- und europakompatiblen Rechts-Ränder zusammen und verlieren ihr direktdemokratisches Sabotage-Potential.

Werner T. Meyer
Werner Meyer, am 15. Februar 2014 um 12:46 Uhr
Die EU muss verhandeln und wird auch mit uns verhandeln trotz anfängliche „Verlegenheits-Drohgebärden“...
Das Abstimmungsresultat ist ein Signal gegen das „ Mehr, noch Mehr, immer Mehr“ !
Die Vernunft hat gesiegt. Entscheidungen sollten immer von dieser geleitet werden und nicht von ideologische Standpunkte.

Das kleinste Land mitten in Europa welches nicht mal Mitglied ist, erträgt die grösste „migrationslast“ (bitte unterlässt das polemisieren über diese Definition !), der gesamte Union.

Die Schweizer Lage muss in Brüssel in aller ruhe dargelegt werden, die Verhältnismässigkeit trotz abgeschlossene Verträge (die auch Klauseln beinhalten die Korrekturen oder Ausnahmen erlauben, siehe z.B. abkommen mit Luxemburg ), muss wieder hergestellt werden da man bei uns von falschen zahlen ausging (8000 migranten anstatt die effektive 80'000), deshalb ist ein stures festhalten an theoretische und fehlerhafte annahmen irrational.

Anstatt weiter zu lamentieren sollten - auch wir - an konstruktive Lösungen (mit) arbeiten !
Frau Carmey Bruderer, am 15. Februar 2014 um 13:40 Uhr
Wie verblendet muss man sein, um auch die heutige EU noch als «Friedensprojekt» zu sehen? Und apropos Vertrag: in aller Regel kann ein Vertrag auch gekündet werden, und es liegt an den Vertragspartnern, ob sie einen neuen, abgeänderten Vertrag schliessen wollen oder nicht...
Patrick Hafner, am 15. Februar 2014 um 15:19 Uhr
Halten wir uns diese gefrässige EU Krake vom hals ...

Es ist ein „macht Konglomerat“ wo Funktionäre sich nur noch ein warmes und gut bezahltes Plätzchen bewahren wollen ...

Das Interesse für die (armen) EU Bürger hält sich dort in grenzen, es ist immer so wenn etwas zu gross wird.
500 Mio. Leute sollen die lieb haben
Man verliert den blick für den einzelnen und dessen Interessen, Sitzt im warmen Elfenbein Turm, geniesst den exorbitant gut bezahlten job, geht gemeinsam auf reisen und gut essen (bezahlen tun es ja die dummen), und schaut sich die schöne Aussicht an und singt im Chor : „das leben ist schön“ ... während ganz Europa unter geht !
Frau Carmey Bruderer, am 15. Februar 2014 um 15:42 Uhr
Nicht alles was Christian Müller schreibt ist falsch, aber vieles doch unrichtig! Verträge können modifiziert werden, man muss über die richtigen Argumente verfügen! Nichts ist in Stein gemeisselt, zumindest nicht mit einem Land, das nicht der EU angehört. Ich bin nicht Mitglied der SVP, aber ich bin sicher, dass die SVP über einen Plan B verfügt, aber es besteht überhaupt kein Grund, diesen Plan B im heutigen Zeitpunkt offenzulegen, jetzt wird vorerst verhandelt. Ich glaube nicht an eine wirtschaftliche Kriegserklärung seitens der EU, die gegenseitige Abhängigkeit ist schlicht zu gross. Punkto Freizügigkeit verweise ich auf Liechtenstein, obwohl natürlich die Schweiz ein anderes Kaliber ist. Die EU ist ein Friedensprojekt, aber dies hängt nicht von der Schweiz ab. Im Vordergrund stehen heute die wirtschaftlichen Probleme und die sind mannigfaltig! Es braucht gewisse keine schnellstmöglichen Verhandlungen. Denken, drücken, schlucken und dann sprechen ist angesagt, für alle jene, welche bereits sich über Kontingente streiten! Die Schweiz bleibt ein zugewandter Ort für die EU, aber einer, der der EU viele Vorteile und Annehmlichkeiten bietet, so bietet er auch bei einer Kontingentierung Arbeitsplätze, die Grenzen werden nicht dichtgemacht. Es müssen keine Einzelverträge ausser Kraft gesetzt werden, sondern der EU muss ein vernünftiger Weg mit Kontingenten aufgezeigt werden, oder hat die EU vertragl. Anrecht auf eine Einwanderung von jährlich 80 oder 100 Tausend Arbeitskräften?
Beda Düggelin, am 15. Februar 2014 um 17:16 Uhr
Auch hier kann man sich wieder Meinungen zu Gemüte führen die sich auf irgendwelche Details stützen statt die ganze Tragödie zu sehen. Wenn von verschiedenster kompetenteser Seiten, auf Tatsachen wie: - die Personenfreizügigkeit ist ein Grundbegriff der EU - hingewiesen wird, wird dies fröhlich ignoriert und männiglich reitet auf Begriffen wie kündbaren Verträgen, untauglichen Funktionären, Diktator Brüssel und ähnlichem Unsinn herum. Man muss sich da schon fragen ob da ein Dialog zu versuchen noch mehr ist als reine Zeitverschwendung.
Kurt Lengweiler, am 16. Februar 2014 um 01:00 Uhr
Nichts was von Menschen erschafft wurde ist unabänderlich, alles kann modifiziert werden ...ausser Atomare Schäden !
Es gibt Menschen die sind sehr stark Obrigkeit gläubig und die sehen die EU Verträge als eine art „Gott-Gegebene-Sache“.
Sind es nicht, den Zwist zwischen der Schweiz und der EU wird sich legen, die töne tiefer klingen und Lösungen und Kompromisse gefunden.
Im Gegenteil wir Schweizer werden eine Vorreiterrolle einnehmen für zukünftige Tendenzen (und Korrekturen) in Europa. Die sind bitter nötig, denn so wie sich die Migration entwickelt hat war es von der EU auch nicht geplant.
Es ist auch nicht im sinne der Union Staaten an „Human Resources“ ausbluten zu lassen, so dass die zurückgelassene gebiete, um zu überleben, am EU Topf hängen müssen, während andere Länder im verkehr ersticken und ihr knappes und kostbares Land zubetonieren müssen. Die guten Leute (Ärzte, usw.) sollten in ihren eigenen Länder bleiben dürfen und dort bei der Hebung des Wohlstandes mithelfen, anders macht diese Union keinen Sinn.
Und wir sollten auch nicht so egoistisch sein und nach immer mehr „Arbeitskräfte“ rufen, die wie „Verbrauchsartikel“ importiert werden, und nach gebrauch dem Staat zum unterhalt weitergeleitet werden während neue „unverbrauchte“ gesucht werden.
Und für was das alles ? ... damit ein paar ausländische Grosskonzerne sich auf der grüne wiese ansiedeln können und die erwirtschaftete gewinne (Steuer befreit), auf den Kaiman Inseln retten dürfen ?
Frau Carmey Bruderer, am 16. Februar 2014 um 02:39 Uhr
Die Vernunft hat gesiegt? Nein, das war ein ideologisches Resultat, sonst hätten nicht Gemeinden mit geringstem Ausländeranteil am höchsten ja gestimmt.
Maja Beutler-Vatter, am 16. Februar 2014 um 08:54 Uhr
Und was soll jetzt diese Aussage, Frau Beutler? Ist sie ein Diskussionsbeitrag?
Beda Düggelin, am 16. Februar 2014 um 09:37 Uhr
@Maja Beutler-Vatter. Ich nehme an, dass sie in Greyerz, im Entlebuch, im Muotatal und im Kanton Uri Motivforschung gemacht haben. Ich halte Sie für intelligent. Im besten Fall sind sie so intelligent wie Immanuel Kant. Dieser äusserte sich in Königsberg zur Frage, warum die Eskimos weniger aufgeklärt sind als Europäer und unmöglich wissen können, was für sie langfristig gut ist. Umständehalber hat Kant Königsberg nie verlassen. Sein Urteil über die Französische Revolution war trotzdem hervorragend. Seine Schwäche lag auf empirisch-ethnologischem Gebiet, da er aufgrund seiner enormen Intelligenz a priori wusste, was für den Menschen gut ist. Allerdings war er keine Frau, weswegen sein diesbezügliches Urteil etwa von der Qualität Ihres Urteils über die Landbevölkerung ist. Ich verweise gern auf meinen heutigen Kommentar-Artikel in der «Zentralschweiz am Sonntag» mit dem Titel: «Wilhelm Tell war kein Dorftrottel.»

Falls ich wieder mal die Korporation Urseren besuche, reichsfrei seit 1382, würde ich Sie gern einladen. Es ist mein voller Ernst, dass es im Hinblick auf die Kenntnis der Schweiz gerade bei unseren bestausgebildeten und intelligentesten Leuten durchaus Nachholbedarf gibt.
Pirmin Meier, am 16. Februar 2014 um 11:10 Uhr
Frau Beutler, ich glaube nicht das sich 50.3 % der abstimmende Schweizer sich von der relativ unbeliebte und auf weiter Flur in ihrer Meinung alleine stehende SVP haben beeinflussen lassen !
Gerade auf dem Land welches sie ansprechen, ist ein anderes Phänomen passiert, was auch wieder beweist das nicht Fremdenfeindlichkeit im spiel war sondern es war ganz einfach die sorge ums Territorium.
Keiner der in der Agglomeration wohnt kann mehr aus dem Fenster schauen ohne dass die sicht zum Horizont von mindestens 3 Kräne «getrübt» wird, keiner hat mehr freie fahrt auf dem Weg zur Arbeit und Gerangel ist auch Programm bei der Bahn.
That's it, es waren vorwiegend ganz pragmatische Gründe ...

Der Mensch hat ein angeborener Instinkt fürs «zu viel», und wir in der CH haben das kostbare Privileg, dies auch politisch ausdrücken zu dürfen !
Frau Carmey Bruderer, am 16. Februar 2014 um 13:34 Uhr
Ja, richtig Carmey Bruderer, der Hafenkran in Zürich versperrt mir in Zürich die Aussicht auf neun Monate ohne grün-rote Regierung!
Beda Düggelin, am 16. Februar 2014 um 14:00 Uhr
Darf ich die Antwort für C. Bruderer geben? Wie sind denn die Regierungen in diesen Städten welche mehrheitlich zugestimmt haben, zusammengesetzt? Verfügt dort die SVP über die Mehrheit? (Ich bin nicht SVP-Mitglied!)
Beda Düggelin, am 16. Februar 2014 um 14:48 Uhr
Ja Beda Düggelin, mir wurde die Perspektive auf die „sicht auf ein Hafenkran an der Limmat“ zu viel des guten und bin kurzerhand entflogen ...
Mir zumindest bleibt diese rostige sicht erspart. Nicht so für sie, ich bedauere dies und befürchte gleichzeitig dass Rot-Grün sich noch lange, selbstverständlich mit Hilfe eines kräftigen Hafenkranarmes, in Zürich halten wird ... kann leider nicht mehr helfen, bin weg ... smile
Frau Carmey Bruderer, am 16. Februar 2014 um 15:26 Uhr
Bravo Rostock, gut gemacht, die Alt-DDR wird endgültig in die Neu-DDR in Zürich entsorgt! 90 Tonnen Kranteile entsprechen gemäss dem Zürcher Unterländer 70 Personenwagen. Was haben die denn im Velo-Zürich verloren? Warum exportieren wir unsere Stadtregierung (mitsamt dem Regierungskram) nicht nach Rostock, wenn wir im Frühling 2015 den Kran zurückspedieren? Rostock leidet seit dem Fall der Berliner Mauer unter Abwanderung, eine grosse Gelegenheit für Mauch & Co!
Beda Düggelin, am 16. Februar 2014 um 15:41 Uhr
Herr Düggelin, Frau Bruderer, Herr Näf und weitere Unterbeschäftigte! Ich bitte um Nachsicht ich wohne nicht in Zürich und sehe zumindest zur Zeit auch keine Kräne. Für eine gewinnbringendere Fortsetzung des Disputs schlage ich vor Sie tauschen Ihre Mail Adressen aus und setzen Euren Kampf bilateral fort. Danke
Kurt Lengweiler, am 16. Februar 2014 um 16:00 Uhr
Interessant, Herr Näf, sie konnten also in so kurzer Zeit schon einen „CH Überflug“ machen und feststellen wo die Kräne stehen, gratuliere ! Dieses Privileg habe ich nicht, sind sie Pilot ?

Weiter. Spricht das nicht eher dafür dass die zweite Gruppe die sie ansprechen eben „Ideologisch“ und vor allem aus trotz gegen die „Ach-so-verhasste-SVP“ so abgestimmt hat ?
Es ist doch in linken kreisen „Trendy & In“ unisono gegen die Volkspartei zu sein, das müssen sie doch zugeben. Na ja, ein Urfeind brauch der Mensch, immer, in der BRD ist es die FDP.
Sogar die Grünen waren überraschenderweise gegen ein Ansinnen welches eigentlich aus ihrer Ökologische ecke hätte stammen sollen, ... mir bis heute ein Rätsel ! Bei der Mindestlohn Kampagne werden sie hingegen kräftig mitmachen, ... verkehrte Welt.
Eben „ die falsche Ecke“ war es, aber diesmal machten diese Ideologen die Rechnung ohne den Wirt ... ähm Volk.
Frau Carmey Bruderer, am 16. Februar 2014 um 16:01 Uhr
Unterbeschäftigt ?... ja aber Hallo Herr Lengweiler, nur nicht frech werden sonst ändere ich bei der anrede den zweiten Buchstabeb ihres Namens in ein «a», ... bei mir ist Heute Sonntag, in welchem Breitengrad wohnen sie ?
Ende Komment !
Frau Carmey Bruderer, am 16. Februar 2014 um 16:08 Uhr
Brillanter Artikel, Christian Müller. Völlig klar: die EU wird nicht verhandeln. Die Bilateralen werden gekündigt. In den kommenden Monaten dürften die Arbeitslosenzahlen sprunghaft ansteigen. Die Exportindustrie wird einen immensen Einbruch erleiden. Auch unsere Sozialwerke werden das zu spüren bekommen. Was viele nicht wahrhaben wollen: Es sind die Nichtschweizer, die mehr in die AHV/IV einzahlen als daraus schöpfen. Von welcher Seite heimst nun unser Land Lob ein? Vom Front National, von der Wilders-Cliqué, von der deutschen NPD, von den skandinavischen Rassisten. Das seien Rechtsnationale, Rechtspopulisten, heisst es. Ums Himmels Willen, was für eine Verharmlosung! Faschisten, widerliche Menschenverächter, sind das. Oh weh Helvetia, in was für ein Dreckloch bist du gefallen? Es gibt aber noch die 49.7%, die das nicht wollen. Und auf diese bauen wir. Wir werden verhindern, dass diese Initiative umgesetzt wird. Das ist legitim. Nicht weil sie unser Land wirtschaftlich an die Wand fährt, nicht weil sie uns kulturell und gesellschaftlich ins Abseits drängt, nein weil sie unsere Verfassung verletzt. Sie ist diskriminierend. Mit der vorgesehenen Wiedereinführung des Saisonnierstatuts werden menschliche Grundwerte mit Füssen getreten. Das verstösst auch gegen übergeordnetes europäisches Recht, gegen die EMRK. Kopf hoch Freunde, wehrt euch. Hofft auf unsere europäischen Mitstreiter. Sie haben uns vom Bankgeheimnis befreit, sie werden uns auch gegen die Rassisten beistehen.
Peter Beutler, am 16. Februar 2014 um 23:54 Uhr
Herr Beutler, wie wäre es für sie mit ... «Auswandern aus dem Dreckloch» ... ?
Ist doch eine Alternative um sich nicht zu viel unötige Arbeit zu machen ?
Wie wollen sie sich gegen die umsetzung wehren : Mit Klagen in Strassburg, Demos mit flaschenwürfe am 1. Mai, Krawalle auf den Plätze, beschädigugen in den Züge und sonstigem linken Unsinn ?
Entschuldigung aber sie scheinen mir ein sehr gefährlicher Genosse zu sein ...
Frau Carmey Bruderer, am 17. Februar 2014 um 00:19 Uhr
Ad Carmey Bruderer. Besten Dank für Ihr Mail vom 17.2. 00:19.

Es demonstriert perfekt, warum wir nicht nur Plan A) EU-Beitritt brauchen, sondern auch die SVP für drei Jahrzehnte in die Opposition schicken und so den rechten Rand von 30 auf 15 Prozent Wähler reduzieren müssen.
Weil sie nämlich ihren Sabotagekurs unverbesserlich fortsetzen werden. Wie in Ihrem Fall nach den Ausländern auch die Linken aus dem Land verjagen wollen, dann die Muslime dann die Neger oder die Juden oder die Welschen oder die Zigeuner oder die Schwulen oder die Behinderten etc.
Werner Meyer, am 17. Februar 2014 um 01:19 Uhr
@Bruderer, Beutler, Meyer: Mit fanatischen Äusserungen würden wir selber einen Teil des Problems darstellen. Herr Beutler gefällt es wohl gut in der Bergschweiz, ich möchte ihn schon als Gymnasiallehrerkollegen nicht missen. Ausgrenzungsfanatiker W. Meyer führt vermutlich mit einigermassen normalen SVP-Leuten keine Gespräche und hat wohl noch weniger den Menschen zugehört, über die Erich Langjahr und Edwin Beeler Dokumentarfilme gemacht haben. Er kann sich die politische Intelligenz der Menschen im Entlebuch nicht vorstellen, wo es seit 200 Jahren eine einigermassen kontinuierliche politische Linie gibt, nicht rechtsextrem. Beutler nennt extra die NPD, um sich mit der allerdings noch an politischer Erfahrungslosigkeit leidenden Alternative für Deutschland nicht auseinandersetzen zu müssen. Er kann sich wohl nicht vorstellen, dass Herr Sarrazin ungefähr mindestens gleich intelligent ist wie er selber und kein Gauner, hat sich übrigens der SVP als Referent verweigert. Es ist auch klar, war 1970 schon so, dass es in Genf und Basel x-mal mehr Rechtsextreme gibt als im Urserental, reichsfrei seit 1382, die Korporation Urseren konnte nun mal die Landschaftsverschandelung durch Sawiri, einen Nachfolger der ägyptischen Gotthardfahrer von 1470, nicht verhindern, aber Herr Beutler, wenn man denkt wie die Leute in dieser Korporation, ist man kein Faschist. Diese Leute waren gegen das Nazitum weitestgehend immun, dachten nie in megalomanen Dimensionen, sind eben alte Schweizer.
Pirmin Meier, am 17. Februar 2014 um 06:56 Uhr
Tatsache ist, das ist ein demokratischer Entscheid der Schweiz. Und da sich die EU offiziell als Demokratie verkauft, sollen sie diesen auch akzeptieren. Die Politik ist hier um dem Volk zu dienen! Das ist ein ganz wichtiger Grundsatz! Also beschliesst neue Verträge! Ganz einfach. Das Volk wollte das so, also muss die EU das als Basis nehmen für neue Verhandlungen! Aber leute...Ganz ehrlich, dient die EU dem Volk oder den Banken?! Was sie mit den pleite EU-Ländern angestellt haben beantwortet doch diese Frage. Diese Länder sind heute Finanziell total abhängig von den Banken. Wer regiert nun? Die Politiker oder diejenigen die den Ländern das Geld geliehen haben? Das ist doch ein Paradebeispiel einer Machtübernahme auf finanzieller Ebene. Die EU ist kein Friedensprojekt! Die EU ist ein Zwischenschritt zur Weltregierung. Ich spreche es direkt an, nennt mich Verschwörungstheoretiker, doch das sind die Tatsachen!
Bruno Sousa, am 17. Februar 2014 um 08:32 Uhr
@Sousa. Glauben Sie, dass die Bilderberger hinter der EU stecken? Wie schätzen Sie die Rolle Portugals in der Europäischen Union ein? Sehe ich es falsch, dass ich als Portugiese eine bessere Motivation hätte zur Teilnahme an der Union als zum Beispiel als Schweizer? Ich dachte immer, bei Portugal und Irland stimme das Preis-Leistungsverhältnis der EU-Mitgliedschaft für mittelgrosse Länder.

Zu der von uns geführten Diskussion, ob die Schweiz oder die EU länger existiere. Das Ende der EU wäre weniger der mögliche Austritt Grossbritanniens als z.B. der Austritt Deutschlands oder Frankreichs. Niemand garantiert die Mehrheitsverhältnisse in diesen Ländern in 20 Jahren. Christian Müller muss dankbar sein, dass Blocher Schweizer ist. Mit seiner politischen Professionalität einschliesslich der Mittel könnte er im Gegensatz zur Alternative für Deutschland, deren Auftritt und Dynamik etwa an die Schweizer Grünliberalen erinnert, die 25% EU-Skeptiker in Deutschland auch abholen. Bei allen Warnungen vor der AfD: Schon ein Freysinger wäre dort, trotz oder auch wegen seines fünffachen Charismas im Vergleich zu Lucke, eher unerwünscht, weil sie sich vor allem nicht von Islam-Gegnern unterwandern lassen wollen.
Pirmin Meier, am 17. Februar 2014 um 09:19 Uhr
@Primin Meier
Ob die Bilderberger hinter der EU stecken? Natürlich! Man beachte in welchen Ländern sich die Bilderberger ab 2009 trafen und was unmittelbar danach in den Länder geschehen ist. 2009, Treffen in Griechenland=Finanzkriese. 2010 Treffen in Spanien=Finanzkriese. 2011 treffen in der Schweiz (St.Moritz)= Bindung des CHF an den Euro. Nur um einige Beispiele zu nennen.
Zu ihrer zweiten Frage. Ich weiss nicht warum überhaupt jemand bei klarem Verstand die Motivation haben sollte der EU beizutretten. Haben alle Zypern bereits schon vergessen weil es aus den Medien verschwunden ist? Als die Banken den Zypern nur 300Euro/Tag aus ihren eigenen Konten heraus gaben? Stell dir das vor. Geld das eigentlich dir gehört, du dich jeden Tag dafür versklavst und du darfst nicht mal darüber verfügen. Die Bank entscheidet wieviel du davon haben darfst?! Mich interessiert das Geschwaffel nicht, von wegen die EU sei ein Friedensprojekt. Wer das glaubt, glaubt auch jeden Schwachsinn dass in der Webung gesagt wird.
Ich entschuldige mich falls mein Text zu agressiv formuliert ist. Doch meine Familie in Portugal muss momentan leiden. Sie büssen für Fehler die nicht sie begangen haben. Sie büssen für ein Geldsystem welches sie nie haben wollten. Sie büssen für eine Kriese die nicht durch sie verursacht wurde... Friedensprojekt, Demokratie, Beitrittsmotivation?Fehlanzeige! Was hier statt findet ist die Entstehung einer neuen Ordnung. Erschaffe Ordnung aus dem Chaos. Wir sind im Chaos! NWO
Bruno Sousa, am 17. Februar 2014 um 10:59 Uhr
Pirmin Meyer, Berufs- und Schriftstellerkollege: Wer sind da die Ausgrenzer? Ich denke doch diejenigen, die die schwarzen und weissen Schäfchen-Plakate lanciert haben. Weisse Schäfchen gibt’s überall, vielleicht im Entlebuch, im Emmental oder im Berner Oberland etwas mehr als in den Aglos der Städte. Die weissen Schäfchen, damit meine ich diejenigen, die die schwarzen aus «ihrem» Revier kicken. So etwas tun halt Lebewesen, die Angst haben, schwach und geistig nicht allzu beweglich sind. Da unterscheidet sich ihr «Entlebucher» wohl kaum vom «Bayern». Wäre die deutsche Wehrmacht anno 1941 in unser Land einmarschiert, hätten sich deren Landser im ungeschützten Voralpenhügelland in Ställen und Scheunen ohne einen Schuss abzugeben einquartiert. Der eine oder andere aufrechte Eidgenoss hätte mit dem Finger auf dieses oder jenes Haus gezeigt: «Seht euch dort ein wenig um, mich dünkt, da verstecken sich Juden oder Kommunisten.» Mit Verlaub Kollega Meyer: Es gibt weder den «Entlebucher» noch den «Emmentaler» Auch im Berner Oberland finden sich Landgemeinden, die die Masseneinwanderungsinitiative verworfen haben. In einer davon bin ich aufgewachsen. Mein Vater war Rucksäcklibauer, habe ihm als Knirps assistiert, wie er im Stall Kaninchen schlachtete. Bin ja selber eines dieser Landeier. Nein, den Schimpfnamen Fanatiker lasse ich mir nicht anhängen Ich wehre mich für Menschen, die bei uns geschuftet haben und nun weggejagt oder ihre Familien auseinander gerissen werden sollen.
Peter Beutler, am 17. Februar 2014 um 11:51 Uhr
@danke, Herr Sousa, ich halte mich seit 1969 für einen Freund Portugals und reiste zur Zeit der Revolution 1974/75 als junger Journalist dorthin für zwei grössere Reportagen im damaligen Luzerner «Vaterland». Ein TAP-Chef war mein Dolmetscher. Was Sie über Ihre Heimat sagen, finde ich authentischer als was Sie über die Bilderberger ausführen. Letztere Antwort habe ich eigentlich eher nicht erwartet. Ich vermutete aber auch schon: Wenn die Bilderberger nicht wenigstens die Macht haben, mindestens gleich grossen Schaden anzurichten wie der VPM (Verein für Psychologische Menschenkenntnis) oder Scientology, warum treffen die sich dann?
Pirmin Meier, am 17. Februar 2014 um 11:57 Uhr
@Beutler. Den Plakat-Segert, übrigens einen Deutschen, bezeichnete ich mehrmals, zuletzt im Jan. 2014 in LU u. AG-Lokalpresse als *Brunnenvergifter». Bei www.lu-wahlen.ch ist mein Grosskommentar in ZentralschweizamSonntag v. gestern nachlesbar mit Verweis auf diese als «demagogisch» bezeichneten Plakate, so das Antiminarettplakat, das in der Zentralschweiz 14 Tage lang hing. Hingegen gab es ab 1453 noch 661 Jahre lang das «Elfilüüte» gegen die Türken. Meine These war, dass 660 Jahre läuten stärker wirkt als 14 Tage SVP-Plaktataushang, selbst wenn der Zweck des Läutens in Vergessenheit geriet, vgl. das Kollektive Unbewusste von Jung. «Hauptproblem» im Entlebuch ist nicht die Beeinflussbarkeit der Leute, die ist in den Städten grösser, z.B. in Genf rechtsextreme Beeinflussbarkeit, sondern die Unbeeinflussbarkeit. Diese wirkte auch in AI beim Frauenstimmrecht. Ich habe volkskundliche Forschungen über Frauenstimmrechtsgegnerinnen gemacht, z.T. sehr autoritäre dominante Frauen, «das Hotel gehört mir, habe meinem Mann immer gesagt, wie er stimmen muss». Diese Frauen waren z.T. von überdurchschnittlicher politischer Intelligenz, aber von aussen unbeeinflussbar. Auch unmöglich hitlerhysterisch, der selbstverständlich auch vom Frauenstimmrecht profiitierte.
Pirmin Meier, am 17. Februar 2014 um 12:16 Uhr
Und noch etwas Pirmin Meyer. Stimmt, das «Urserental» ist seit 1382 reichsfrei . Doch frei waren die Menschen damals nicht. Sie schufteten als Leibeigene für die dortigen Gutsherren. Gutsherr war übrigens auch Werner von Attingshausen, der um 1291 Urner Landamman war und sich von Schweinsberg nannte. Dieser Schweinsberg drangsalierte seine Untertanen bis weit ins Oberwallis hinein. Hören Sie doch bitte auf, unsere Vergangenheit nostalgisch zu verklären. Wie wäre es mit dem Besuch einer Vorlesung Jakob Tanners? Nein, die Leute hinten in den Alpentälern sind keine Faschisten, das sehe ich wie Sie, Kollega Meyer. Viele von ihnen wissen wohl gar nicht was Faschisten sind. Sie wissen auch nicht was Kommunisten sind. Kommunist ist in ihren Augen ein Sammelbegriff für einen schlechten, minderwertigen Menschen: einen Sozialdemokraten, einen Achtundsechziger zum Beispiel. Sie, Kollega Meyer, sagen dem politische Intelligenz. Warum reden Sie eigentlich so viel von Intelligenz? Ich verstehe unter Intelligenz wohl etwas anderes als Sie. Eine Bemerkung noch zu Freysinger. Ein 5-faches Charisma? Fragen Sie einmal die Berliner. Sie haben der Partei, der Freysinger damals, während des Wahlkampfes 2011, seine Aufwartung machte, gerademal 9 Promille zugestanden. Ich verfüge über ein Video, das bei dieser Gelegenheit von ihm aufgenommen wurde. Bei der Besichtigung lief es mir heiss und kalt den Rücken hinunter. Nun ja, dieser Man scheint wirklich von Faschismus etwas zu verstehen.
Peter Beutler, am 17. Februar 2014 um 12:39 Uhr
@Lieber Kollege, das mit Kommunisten verstehe ich, hoffe, meine Dokumente betr. Konrad Farner noch einmal wenigsten in einen anständigen Artikel bringen zu können. Im Kollegi Sarnen fragte mich damals ein Klassenkamerad, später ETH-Professor, als ich C.F. Meyer, einen Protestanten, las, ob das nicht auch ein «fertiger huära Kommunist» gewesen sei? Die Kommunisten hatten wirklich einen schlechten Ruf, aber im Gegensatz zum Fall Farner in ZH nur imaginativ; im Gegensatz auch zu deutschen Ladenbesitzern in Schaffhausen, oder deutschen Kioskfrauen, deren Scheiben 1945/46 genau nach dem Modell der Kristallnacht eingeschlagen wurde, was immerhin dem grossen Bringolf, dessen Bücher für die Geschichte der Politik in der CH unvergleichlich sind, peinlich war, wenngleich die Leute natürlich ohne lange Differenzierungen aus dem Land gejagt wurden. Meine Meinung über Farner war die eines Antikommunisten, bis ich Originalbriefe von ihm las und sah, wie er Gotthelf in der DDR zu vermitteln versuchte.

Über Urner Geschichte im Mittelalter mache ich regelmässig Leserreisen mit meiner quellenbezogenen Neufassung des Schmieds von Göschenen. Freysingers Idiotie mit Reichskriegsflagge habe ich www.lu-wahlen.ch kommentiert, immerhin war sie 1919 in Flüeliranft ein Schrecksymbol, fahren Sie da mal hin. Ich bin natürlich nicht Freysingers Meinung, aber mit Hugo Loetscher sah ich den Widersinn seiner Ausgrenzung im AdS. Er kann 2000 Rilkeverse auswendig, das entschuldigt nicht alles, aber viel.
Pirmin Meier, am 17. Februar 2014 um 13:04 Uhr
Politisch - Historische Exkurse in aller ehre, aber könnten wir hier nicht mithelfen zukünftige Szenarien zu entwickeln anstatt die Vergangenheit akribisch zu besingen ?
Ich werde einen Anfang machen und hier meine Gedanken / Ideen unterbreiten, das könnte doch jeder von uns tun !
Und noch etwas : Was hat uns diese EU eigentlich gebracht ausser Probleme ?
Vorher haben die Völker doch eigentlich relativ komfortabel gelebt, Spanien, Portugal, Italien haben sich doch besser gehalten als Heute ... wie ich mich erinnere.
Daher kann mir jemanden erklären was Heute besser ist / sein sollte ausser der gebetsmühlenartig wiederholte Floskel „ es ist doch ein Friedensprojekt“ ... !?
Frau Carmey Bruderer, am 17. Februar 2014 um 13:19 Uhr
Danke Kollega. Das tönt ja schon vefnünftiger. Übrigens: Als Kollegen im gleichen Kanton waren wir ja immer per Du....
Nur sei nebenbei: In Flueli Ranft war ich schon mehrmals.Einmal sogar offiziell als Luzernerr Grossrat, als Mitglied des Ratsbüros.
Und zu Genosse Sarazin. Ich habe nicht die Absicht seinen IQ mit meinem
abzugleichen. Nur soviel: Sein Bestseller ist eine politische Missgeburt aus Unterstellungen, falschen und pervers ausgelegten Statistiken, Fremdenhass und faustdicken Lügen. Mir unbegreiflich, dass die SPD diesen Kerl nicht rausgeworfen hat, mir noch unbegreiflicher, dass er als SPD-Finanzsenator (Landesminister)
Peter Beutler, am 17. Februar 2014 um 13:27 Uhr
@Herr Meier. Ich verstehe nicht ganz was sie mit dem letzten Satz meinen. Was für einen Schaden haben Vereine wie der VPM und Scientology angerichtet zu dem die Bilderberger nicht in der Lage sind. Die Bilderberger mischen überall mit. Ob Kriege, Regimewechsel, unsere Nahrung, Gesundheit, die Finanzen unsere Privatsphäre usw. Die Elite trifft sich jährlich, die werden kaum über das Wetter und die letzten Sportergebnisse unterhalten.
Übrigens: es ist wahrscheinlich dass das nächste Treffen 2014 in Portugal statt findet.
Bruno Sousa, am 17. Februar 2014 um 13:28 Uhr
Ubegreiflichm, dass Sarazin als SPD-Finanzsenator ( Landesminister) 4 Jahre lang neben PDS-Kollegen sitzen konnte.
Übrigens:Ich war nie Kommunist, sondern SP-Mithlied seit 40 Jahren. Bin auch kein EU-Befürworter.
Peter Beutler, am 17. Februar 2014 um 13:34 Uhr
@Beutler. Über die Leibeigenen schreiben Sie nur negativ. Im Urserental u. im Kanton Uri hatten sie im Vergleich zu den freien Walsern die besseren Grundstücke zu bewirtschaften, der Preis der Freiheit war hoch. Übrigens war sogar Paracelsus ein Leibeigener. Ich zeige auch, wie bei einem tüchtigen Leibeigenen vom Leibherrn sogar eine auswärtige Ausbildung bezahlt wurde, andererseits zeige ich, wie leibeigene Frauen «verheiratet wurden», wiewohl das ius primae noctis meistenteils als Mythos zu betrachten ist und beim Volk als absolut unsittlich galt, weswegen zwar dann immerhin Paracelsus den Freiheitsdurst der Innerschweizer nicht zuletzt als Aufstand gegen diese Art Unzucht interpretierte.

Insgesamt zahlte ein reicher Leibeigener im Mittelalter weniger Steuern und Abgaben als heute ein reicher Deutscher, und auch viele seiner Unfreiheiten, etwa die Heiratsbewilligung, galten oft nur theoretisch. Paracelsus war als Leibeigener über alles gesehen trotzdem der freieste Schweizer seiner Epoche, zahlte jedoch einen hohen Preis für das, was er sich herausnahm, und es ging ihm in Basel dreckiger als Mörgeli heute in Zürich. Er war nicht nur «eher besser» als Mörgeli, er bezog den zweithöchsten Lohn aller in Basel Angestellten; hier ist der Unterschied zu Mörgeli mit seinem Kindergärtnerinnenlohn schon ziemlich krass.

Der Hauptvorteil eines Leibeigenen im Mittelalter im Vergleich zu einigen EU-Ländern lag in der niedrigeren Erbschaftssteuer. Diese galt nur für Leibeigene.
Pirmin Meier, am 17. Februar 2014 um 13:39 Uhr
PS. Viel dreckiger ging es dem Leibeigenen Paracelsus in Basel als dem Freien Mörgeli bei seiner Entlassung, hingegen war er viel besser bezahlt. Im übrigen war er Bürger der Stadt Strassburg und wird von den Deutschen, Schweizern, Österreichern und von Ferrara und auch in Böhmen heute als einer der ihren beansprucht. Ein Europäer fürs Bilderbuch. Damit wären wir wieder zurück beim Thema.
Pirmin Meier, am 17. Februar 2014 um 13:44 Uhr
IDEEN WIE WEITER

Ich mache einen zaghaften Anfang, selbstverständlich muss es EU kompatibel sein (icc).
Der weg geht über verschärfte Bestimmungen im arbeitsrecht wobei die Arbeitgeber mehr in die Pflicht genommen werden müssen um das leichtsinnige und grassierende importieren von „junge & unverbrauchte Kräfte“ zu mässigen.

1. Jeder Einwanderer soll im besitze eines 3 Jahres Arbeitsvertrages sein, selbstverständlich schon aktualisiert auf 4000.- Mindestlohn (nicht meine Meinung aber als Konzession an die linken)...
2. Sollte der Einwanderer innert dieser Zeitspanne arbeitslos werden, zahlt der Arbeitgeber den kompletten lohn Ausfall auf die Dauer von 2 Jahre, dasselbe im Krankheitsfall (um fingierte Krankheiten zu vermeiden) ... Dies sollte möglich sein da die EU lediglich will dass der „Arbeitnehmer Unterstützung bekommt“, egal von wo.
3. Jeder Einwanderer muss einen Wohnungsvertrag nachweisen. So wie schon heute in rot-grünem (!) Zürich, wo dies genau kontrolliert wird damit sich keine Massenlager aufbauen mit der versteckte absicht ... „nur um hier zu sein“ (z.B. 9 Leute auf 50 m2 Wohnfläche usw.)
4. Die Ansiedlung von Firmen auf der grünen Wiese mit Steuerbefreiung soll stark eingeschränkt werden. Die Steuerbefreiung nur auf 1 Jahr befristet werden. Die Mannschaft muss mindestens (noch zu eruieren was sinnvoll ist), sagen wir mal, 30 % ansässige Schweizer betragen.
5. ... und ab hier eueren Beitrag ...
Frau Carmey Bruderer, am 17. Februar 2014 um 13:45 Uhr
@Carmey Bruderer, danke herzlich. Konstruktive Liste. Sie täuschen sich aber, wenn Sie glauben, historische Exkurse bringen nichts, z.B. dass die Erbschaftssteuer ein Erbe der Leibeigenschaft ist und dass das Abstimmungsverhalten in der Innerschweiz mehr mit historischen Verhältnissen zu tun hat als mit Plakaten, die bei der Schwerbeeinflussbarkeit der Bevölkerung selten den Sieg bringen.

@Lieber Peter. Habe mir Bücher von Sarrazin bis jetzt nicht angetan, kenne nur Artikel v. S., hier nicht zu kommentieren.

@ Zum Historischen: um in der Innerschweiz antisemitisch zu sein, brauchte es absolut keinen nationalsozialistischen Einfluss und keine Theorien und völkische Begründungen. Es gab auch keine Endlösungsprogramme. Es gab einfach den Antisemitismus, von dem Hans Küng in seiner Kindheit in Sursee nichts gemerkt haben will. Entsprechend brauchte es auch keine Anti-Muslimplakate und darum wurde Schwarzenbachinitiative mit 5% Werbung im Vergleich zu MEI 2014 im Kanton Uri mit einem noch «besseren» Resultat angenommen. Das Ja zur Schwarzenbachinitiative, von dem CVP, Liberale und SP total überrumpelt wurden, es gab ausser einem Plakat «Ja zur Schweiz» kaum Werbung, ist wohl heute noch ein krasses Beispiel für die Unbeeinflussbarkeit der damaligen Wähler durch Propaganda. Dabei war die Initiative wirklich nicht zum Annehmen vorgesehen, Schwarzenbach war sogar über die 47% eher erschrocken. Die Initiative wurde per Rezession weitgehend «vollzogen», trotz Nein. Gibt zu denken.
Pirmin Meier, am 17. Februar 2014 um 14:03 Uhr
PS. Das Ja zur Schwarzenbachinitiative erfolgte nur in den Sonderbundskantonen u.BE/SO, sonst natürlich verworfen. Rechtsextreme Propaganda gab es am ausgeprägtesten in BS und GE, wo klar verworfen wurde.
Pirmin Meier, am 17. Februar 2014 um 14:08 Uhr
In meiner Schulzeit hatten wir auch Geschichtsunterricht – so ähnlich wie hier in diesem infosperber-Blog. Ich hörte, dass Mägde nicht unbedingt heiraten durften. Meine kindliche Fassungslosigkeit über so radikale Eingriffe in das Privatleben dieser Frauen war gründlich.
Nun sind wir wieder so weit: nach Luzi Stamm sollen Leute, die er als für die Schweizer wertvoll erachtet, mit Familie und Kindermädchen herkommen dürfen. Aber einfachere Menschen haben keinen Anspruch auf Familie. Ich finde das empörend.
Wenn es sich als nötig erwiesen hat, einen Wohnungsnachweis zu verlangen, ist das etwas anderes.
Sich über die vielen deutschen Ärztinnen und die hiesigen Zulassungsbeschränkung für Medizinstudenten zu ereifern ist das eine, immer mehr Sparrunden auch im Bildungsbereich durchzudrücken das andere. Mit weniger Professorinnen und in Schnellverfahren werden kaum die besten künftigen Ärzte ausgelesen. Aber auch, wenn das Medizinstudium verbessert und den Bedürfnissen angepasst würde – ohne Austausch mit dem Ausland, wären unsere Spitäler um viel nötige Erfahrung ärmer.
Ohne Ausländerinnen und Ausländer wäre unsere Krankenversorgung unvorstellbar. Das ist nach meinem Verständnis ein besseres Beispiel (als Fussball) dafür, dass Ausgrenzung ausser feindlicher Stimmung nichts bringt. Aber das heisst selbstverständlich nicht, dass wir die vorhandenen Probleme nicht angehen müssen.
Maja Beutler-Vatter, am 17. Februar 2014 um 20:57 Uhr
@Maja Beutler-Vatter. Geschätzte Frau, ich bin sicher, dass bei direkter Diskussion die gesunden Meinungsverschiedenheiten bei «infosperber» zwar weiterbestehen würden, sich aber als weniger rigoros erweisen als es auf den ersten Blick den Anschein macht. Es ist bleibt wichtig, dass im Geschichtsunterricht trotz Quellennot auch über die Lage der Frauen unterrichtet wird, sogar, wie sie sich zu wehren wussten. Es ist wissenschaftlich nachgewiesen, dass Frauen nicht notwendig darauf angewiesen sind, nur Opfer zu sein. Auf dem Gesundheitssektor verweise ich auf «Anne Bäbi Jowäger wie es haushaltet und wie es ihm mit dem Toktern ergeht.»

Zu Ihrem Hauptanliegen: Es gibt bei Hippokrates, seinem Eid, den berühmten Satz «im Zweifelsfall nicht operieren». Ausserdem warnte Paracelsus vor Spitalaufenthalten, wiewohl seine Vorfahren Spitalgründer waren. Was hat das mit der aktuellen Lage zu tun?

Es gibt auch für weniger Verdienende Gründe, sich von zufällig gerade im Spital anwesenden Pikettleistenden wirklich nur im Notfall operieren zu lassen. Medizinhistorisch wage ich die These: Früher war die Medizin weit schlechter, aber die Doktoren waren - mit Ausnahmen - die besten, die gebildetsten Menschen überhaupt, Naturwissenschafter und Humanisten in einer Person. Heute ist es umgekehrt. Natürlich war schon der erste akademische Arzt in Einsiedeln, der Vater von Paracelsus, ein Deutscher. Es gibt aber Gründe, dem heutigen System der «Massenverarztung» nicht vollständig zu vertrauen.
Pirmin Meier, am 18. Februar 2014 um 07:30 Uhr
Nur keine Aufregung: Die EU wird und muss verhandeln. Bereits hat Deutschland die Sistierung etwa des Stromabkommens durch die Brüsseler Bürokratie als Böldsinn bezeichnet. Was Wunder auch: Die bilateralen Abkommen sind durchwegs im Interesse beider Seiten. Finanziell ist zudem die Schweiz auch bilateral kein Bittsteller, sondern ein «Geberstaat» (um (Kohäsions) und andere Milliarden!). Von «Abschottung» kann sowieso keine Rede sein: Soeben hat die Weltraumbehörde den Bau eines anspruchsvollen Weltraumteleskops in die Schweiz vergeben. «Rosetta» läuft unter Schweizer Leitung auch bestens. Und was die «Personenfreizügigkeit» angeht (die für die 10% der Reichsten ein Paradies der Mehrfachwohnsitze mitsamt Finanz- und Steuerprivilegein ist – für die ärmsten 20% hingegen eine Wanderarbeiter-Hölle darstellt und die restlichen 70% kaum betrifft), so wissen die etwas wacheren Regierungen in unseren Nachbarländern ganz genau, dass bei ihnen wohl noch deutlichere Ergebnisse zustände kämen, wenn die Leute denn über ähnliche Vorlagen abstimmen könnten. Mit Rassismus hat das nichts zu tun. Wohl aber mit der Erfahrung vieler Menschen, dass durch Zuwanderung aufgeblähtes «Wachstum» nur einer kleinen, privilegierten Oberschicht nützt. Der grossen Mehrheit jedoch nichts bringt: Nicht mehr Kaufkraft jedenfalls – und mehr Lebensqualität sowieso nicht.
Niklaus Ramseyer
Niklaus Ramseyer, am 22. Februar 2014 um 16:10 Uhr
Demonstration, Samstag, 1. März 2014,
14:30 Uhr, Bundesplatz Bern
Nach dem knappen Ja zur «Masseneinwanderungs-Initiative» droht den über 1,8 Millionen Menschen ohne Schweizer Pass eine massive Verschlechterung ihrer Rechte in der Schweiz.Dabei haben sie bisher wesentlich zu unserem gemeinsamen Wohlstand, unserer Lebensqualität und kulturellen Vielfalt beigetragen. Aufenthaltssicherheit und das Recht, mit der eigenen Familie zusammenleben zu können, sind wichtig für eine gute Integration. Dieses Menschenrecht gilt es mit grossem Engagement zu verteidigen. Wir wollen gute und geregelte Beziehungen zu unseren Nachbarn in Europa. Und wir wollen nicht auf einer nur für Reiche attraktiven Insel leben, die sich rundum abschottet und die Ärmeren diskriminiert.
Wir wollen:
X solidarisch sein mit allen Menschen unabhängig von ihrem Pass;
X uns wehren gegen jeden weiteren Abbau der Rechte von Migrantinnen und Migranten;
X die Wiedereinführung des unwürdigen Saisonnierstatuts mit allen Mitteln verhindern;
X gute und geregelte Beziehungen mit der Europäischen Union, damit auch die ausgewanderten SchweizerInnen in den EU-Staaten nicht diskriminiert werden;
X eine massvolle wirtschaftliche Entwicklung, die Bewahrung einer lebenswerten Umwelt und
X den Schutz von Löhnen und Arbeitsbedingungen mit innenpolitischen Massnahmen erreichen:
X die demnächst zur Abstimmung gelangende und noch radikalere Ecopop-Initiative bekämpfen.
Peter Beutler, am 22. Februar 2014 um 22:23 Uhr
@Peter Beutler ... darf ich ihnen sagen dass sie mir Angst machen?

Warum eigentlich, sie sind doch ein Eidgenosse wie ich, reden mein Idiom, sind hier geboren, leben hier, haben sich hier bilden dürfen, sind bestimmt auch tüchtig, ... und doch flössen sie mir furcht ein !
Ich kannte sie nicht daher habe ich kurz recherchiert, Schweizer Autor stand da ...danach hat sich meine Angst noch verstärkt denn auf ihrer HP las ich diese zwei Sätze :

“ Die Masseneinwanderungsinitiatve: Ein Anschlag auf unsere Verfassung, eine Verhöhnung unseres Rechtssytems, eine Ausgeburt von kranken Hirnen (!!!),

weiter las ich :
„Die rechtspopulistische Initiativflut ein Zeichen der Volksverdummung“ (!!!)

Mein verstand versucht mir nun zu sagen dass sie doch auch andere Meinungen akzeptieren, dass sie ein friedlicher Schweizer sind der respektvoll zuhören kann, der NIE Gruppen von anders denkende beleidigen würde ... (denn dies wäre auch eine form von ... „Rassismus“, - euer lieblingswort- hier bitte gründlich darüber nachdenken !)
Mein geistiges Auge sieht aber etwas anderes (am 1. März und am 1. Mai zum miterleben), sieht laute Demonstranten, Krawallanten, zwei eingeschlagene Schaufenster,...
mein geistiges Ohr hört lautes Geschrei, Beschimpfungen,
und meine geistige Nase nimmt Geruch von Petarden und Schiesspulver war. Seltsam das ganze !

Bitte sagen sie mir dass ich mich irre ... und dass es nur ein Albtraum war !
Frau Carmey Bruderer, am 23. Februar 2014 um 00:23 Uhr
@Lieber Peter Beutler. Unser Maidan-Platz ist der Stimmzettel. Ich hätte aber diese Initiative nie unterschrieben, führte jedoch vor ca. einem Monat anlässlich einer öffentlichen Diskussion im Volkshaus ZH sowohl mit dem wohl bestargumentierenden-Initiativ-Gegner Rechsteiner und dem seine Generation prägenden Politiker B. eine auch öffentlich geführte Klärung durch, wonach der Begriff «Inländer» kein Verfassungsbegriff sei, dass also beim Umgang mit legal Ansässigen und Niedergelassenen (die Illegalen und Abgewiesenen sind tatsächlich nicht dabei, diese können «diskriminiert» werden) die Interpretation gelte: «Alle Schweizer sind vor dem Gesetze gleich.» Dieser Satz meint natürlich vor Gericht nicht nur Schweizer. Das wurde so interpretiert und kommt mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit in die Ausführungsgesetzung rein. Und das Bundesgericht dürfte eine Nichtdiskriminierung wohl gewiss nicht stoppen.

Noch einmal: Natürlich hatte auch ich mehr als nur Mühe mit dieser Kontingentlösung. Sympathisierte dafür lange mit der Ecopop-Lösung. Heute sehe ich, dass die angenommene Initiative im Vergleich zu Ecopop als geringeres Übel klar die bessere Lösung ist.

Das Wichtigste, Kollege Beutler: Den 1. Satz, nämlich dass die Schweiz die Zuwanderung selber regle, werden wir zu unseren Lebzeiten aus der Verfassung so wenig rausbringen wie den Grundsatz der Alpeninitiative. Das ist unser Maidan, unsere Freiheit, die speziell schweizerische Interpretation derselben.
Pirmin Meier, am 23. Februar 2014 um 09:03 Uhr
Nicht ich bin der Organisator dieser Demo, sondern
Die Demonstration wird unterstützt von: Solidarités sans frontières, Grüne Schweiz, Gewerkschaft Unia, Junge Grüne, JungsozialistInnen Jusos, Sozialdemokratische Partei der Schweiz, Schweizerischer Gewerkschaftsbund (Stand 20. Februar 2014)
Das sind ausnahmslos demokratische, gewaltfreie Bewegungen. Ihnen Gewalt zu unterschieben, ist jene fiese Masche, zu dem unsere braunen Zeitgenossen immer wieder greifen. Ich bin sehr zuversichtlich, dass der durchaus intakte Ordnungsdienst der UNIA hier Abhilfe schaffen wird. Dies geschah etwa auch bei der letzten 1. Mai Demo im rotgrünen Zürich. Sie verlief friedlich, nicht zuletzt weil man diesmal präventiv tätig war. Und siehe da: Einige, die sich anschickten, diese Kundgebung zu stören, konnten eindeutig als SVP-Sympathisanten identifiziert werden. Na, ja, in den grossen Städten ticken die Uhren eben anders. Bei der Wahl vom 9.2.2014 ins Stadtparlament von Zürich konnte die vereinigte Linke 4 Sitze zulegen, während Rechtsaussen: SVP, SD, EDU 3 einbüsste. Und vor anderthalb Jahren in Bern Stadt noch kräftiger! Das ging auch per Stimmzettel. A propos Meidan, Kollega Meier: Da wäre ich vorsichtig. Dort gibt es auch Faschisten und Neonazis mit der Waffe in der Hand. Waffen, das ist unsere Sache nicht. Wir machen Gebrauch vom verfassungsmässig garantierten Demonstrationsrecht. Das lassen wir uns von eingeschleusten Krawallbrüdern nicht nehmen. Wir werfen keine Flaschen und Knallpetarden
Peter Beutler, am 23. Februar 2014 um 09:54 Uhr
@Beutler. Das mit Faschisten in der Ukraine verstehe ich gut, diese gab es auch in Ungarn 1956, obwohl der damalige Aufstand trotzdem keine «faschistische Konterrevolution» war, wie es W. M. Diggelmann in der DDR-Fassung eines seiner Romane «korrigierte». Ich gehe davon aus, dass Leute, die demonstrieren wollen in Bern, demokratisch lupenrein sind und hoffentlich nicht von eigenen Extremisten gestört werden.
Die Demonstration in BE ist einerseits wohl als Ausdruck echter politischer Sorge zu verstehen, muss aber auch davon ablenken, dass ohne 5 Prozent linke Stimmen, vgl. der sich hier durchaus redlich äussernde Niklaus Ramseyer, das Abstimmungsresultat nicht erklärbar bleibt.
Weil Kollege Beutler Gewerkschaftler war: Ich bin selber Onkel, Bruder, Sohn, Neffe, Cousin, Enkel und Urenkel von Metzgern und beobachte die Metzgerszene noch heute. Mein Bruder, einer der verdientesten Metzgermeister des Kantons AG, sah das Migrantenproblem schon seit der Schwarzenbachzeit konsequent aus Metzger-Arbeitgeber-Perspektive. Mein Neffe, einer der besten Ausbeiner der Schweiz, Metzgerbursche, in längerem Konflikt mit Vater, sieht das Problem aus der Sicht der Schweizer Metzgerburschen, die im Vergleich zu uns Gymnasiallehrern eher stärker osteuropäischer Billigkonkurrenz ausgesetzt sind. Es bleibt dabei, dass aus der Sicht von Marx/Engels ein Metzgerbursche und ein Metzgermeister objektiv nicht immer die gleichen Interessen haben können, was aber nichts mit «Volksverdummung» zu tun hat.
Pirmin Meier, am 23. Februar 2014 um 10:57 Uhr
Man muss keine Flaschen und Knallpetarden werfen, man kann auch mit Worten als Brunnenvergifter tätig sein. Ich empfehle das folgende Video auf Youtube:
https://www.youtube.com/watch?v=mF21Q3KpTQI
Insbesondere der Vergleich Ukraine und gleiche Entwicklungen in Westeuropa ist
aufschlussreich! Noch immer glauben Sozialisten die besseren Menschen zu sein!

Wer plant eigentlich den Umsturz bei uns in der Schweiz? Sicherlich nicht der Herr B.!
Beda Düggelin, am 23. Februar 2014 um 10:59 Uhr
Dass generell alle Menschen, die handwerkliche Berufe ausüben, ein Produkt der Volksverdummung sein sollen, dagegen verwahre ich mich.
Was steht wirklich auf meiner Website?
Rechtspopulistische Initiativflut. Ein Zeichen der Volksverdummung?
In welchen Bevölkerungskreisen kommen die Überfremdungsinitiativen gut an? In den bildungsfernen und den einkommensschwachen. Man sieht dort die Eingewanderten als lästige Konkurrenz. Viele einfach gestrickte Menschen laden ihren Frust nicht an denen ab, die dafür verantwortlich sind, sondern an denen, die in der Hierarchie unter ihnen angesiedelt sind. Dass es noch eine Schicht gibt, von denen sie sich einreden, sie stehe unter ihnen und sei deshalb minderwertig, flösst ihnen eine Art Überlegenheitsgefühl ein. Aber eigentlich wissen sie, dass viele Migranten mehr können als sie selber. Es gibt farbige Manager, Ärzte, Anwälte, Professoren und andere mit angesehenen, hoch qualifizierten Berufen. Aber dass der balkan- und türkischstämmige Coiffeur oder iberische Maurer sich plötzlich besser in der Schriftsprache ausdrücken kann, das stösst diesen geistig auf eher bescheidenem Niveau dahinvegetierenden Zeitgenossen sauer auf.
Und das waren doch die Leute, die noch vor einigen Jahrzehnten für linke Anliegen und linke Parteien gestimmt haben. Was haben wir Linken falsch gemacht, dass dieser Teil des Volks, das «Volch» schlechthin, die Manne und Fraue, plötzlich einem xenephoben Milliardär und seiner neoliberalen Entourage nachhecheln?
Peter Beutler, am 23. Februar 2014 um 13:59 Uhr
Wusste gar nicht, dass man Milliardäre und Millionäre, welche zu unserer historisch gewachsenen Demokratie stehen als bildungsfern und einkommensschwach einstufen muss, ebenso nicht alle andersdenkenden akademisch ausgebildeten Schweizer, welche nicht SVP-Mitglieder sind.....Was ist das für ein Gedankengut, das hier verbreitet wird?
Beda Düggelin, am 23. Februar 2014 um 14:31 Uhr
Genau, Herr Düggelin sie haben recht. Das hier zu lesende Gedankengut stammt aus dem Hirn eines «Hasspredigers», so nennt man die Leute die dauernd am aufwiegeln sind, die sind vielleicht gebildet, wissen wie mit Worte umzugehen ist und sind daher noch gefährlicher als das gewöhnliche „Volch“ ...
Ich bedauere nur die Schüler die einen solchen Unterrichtet „genossen“ haben ... das sind bestimmt die die auf den Plätzen die «Steine der Wut» um sich schmeissen.
Ich bin in keiner Partei aber unter dem meinungsgut von Blocher fühle ich mich irgendwie geborgener und sicherer als unter diesem „Linken Wahn“ ...
Frau Carmey Bruderer, am 23. Februar 2014 um 14:40 Uhr
@Bruderer & Beutler. Der von Bruderer angesprochene Diskussionspartner war und ist kein Hassprediger, aber seinerzeit z.B. eine Lehrperson mit erkennbarer politischer Meinung, in seinen öffentlichen Äusserungen manchmal etwas polemisch. Es darf und soll solche Lehrerinnen und Lehrer geben, doch würde man vor Schülern ungeschickt vorgehen, macht man Nachwuchsförderung für die Junge SVP oder die Junge FDP, so sollte es nicht gemeint sein.

Herr Beutler hat mit Recht auf die völlig unterschätzten Stadtzürcher Parlamentswahlen verwiesen. Aus meiner Sicht sind daran wichtig:
a) die relative Erholung der FDP z.T. auf Kosten der SVP, deren Listen eine z.T. sehr schlechte Qualität hatten
b) das relative gute Abschneiden vor allem der Linksalternativen, Wolff hat offenbar bei der Polizei, wo er aber besser wechseln würde, Linie gehalten, was in einem solchen Amt für Linken fast nicht möglich ist. Leider kann für das einhellige Nein zu MEI bei Linksaussen nicht garantiert werden.
c) Die offensichtliche Katastrophe der Evangelischen Volkspartei trotz der sie motivierenden Abtreibungsinitiative mit 4,995 Prozent
d) die vergessene Katastrophe der CVP mit dem schlechtesten Wahlresultat seit 125 Jahren; es ist Stadtparteipräsident Hungerbühler, dem derzeitigen Leiter der homosex. Arbeitsgruppe CVP, nicht gelungen, abgehende Abtreibungsgegner durch gleich viele Schwule zu ersetzen. Die CVP, Partei v. Heinrich Federer u. Hugo Loetschers Vater, eignet sich noch nicht für schwulen Aufbruch.
Pirmin Meier, am 23. Februar 2014 um 16:57 Uhr
Ich will dem geschichtskundigen Pirmin Meier nicht ins Handwerk greifen, aber als Stadtzürcher gewisse Dinge klarstellen. Die relative Erholung der FDP war keine Erholung, sondern nur dem «Filippo-Effekt» gutzuschreiben. Aber Peter Beutler soll sich nicht zu schnell freuen, im Kanton Zürich bezahlen nicht die Sozialisten und EU-Befürworter die Steuern, von denen auch Ultra-Links gerne profitiert, sondern eben jene von der Goldküste, wenn sie auch fortschrittlich, wie der Herr B. aus H. nicht immer tun, was die Linke denkt.
Beda Düggelin, am 23. Februar 2014 um 20:45 Uhr
Dass die Erholung der FDP in der Stadt Zürich nicht als langfristig einzuschätzen ist, liegt «leider» nahe.

«Historisch belegt» sind lediglich die Tiefpunkte der als christlich firmierenden Parteien. Da zum Beispiel die Grünliberalen ausser dem Wort «nachhaltig» keine ethische Substanz aufzuweisen scheinen, liegt mit dem Schwund der C-Parteien eine Lücke vor. Selbstverständlich haben EVP, EDU und CVP keinen Monopolanspruch auf ein ethisches Fundament. Ein solches, vielleicht besseres, wäre zum Beispiel bei der Freimaurerbewegung vorhanden, die aber politisch nicht auftritt. Zur Zeit von Gottfried Keller hatte auch die FDP noch ein ethisches Fundament. Dasjenige von Herrn B., aber nicht seiner Partei, hängt mit einer älteren Version des Calvin-nahen Protestantismus zusammen, wenngleich sicher nicht idealtypisch.

Ethisches Politisieren hat fast immer mit «theologisch gegründeter Weltlichkeit» zu tun, ein Fundament, das der Europäischen Union fehlt, im Gegensatz zu ihrer Gründungszeit, da das Wort «abendländisch» bei Schumann, de Gasperi, Adenauer noch eine beliebte, wiewohl damals schon phrasenhafte Floskel war. Auch der Islam ist theologisch begründet, hat jedoch wenig mit «Weltlichkeit» zu tun. Schon Fasnacht ist radikal unislamisch. Fasnacht gehört mit zu den Bräuchen, die brutal keine Rücksicht auf den Islam nehmen, ist insofern an der Schule mindestens so fragwürdig wie Weihnachten, angenommen, man lässt sich auf Argumentation der Rücksichtnahme auf den Islam ein.
Pirmin Meier, am 23. Februar 2014 um 21:30 Uhr
Oha: «Geistig auf eher bescheidenem Niveau dahinvegetieren» und «nachhecheln»? Was Herr Beutler nicht weiss, das sagt er hier. Dass nämlich die herrschende Arroganz als Arroganz der Herrschenden ihre üble Fratze verbal meist selber entlarvt: «Nachhecheln», das tun Hunde. Und im Wort «dahinvegetieren» versteckt sich auch das Wort «Tier». So menschenverachtend denkt und schreibt, der ach so altruistisch und human sich ansonsten gebärdende Herr Beutler, über all jene Menschen, die nicht seiner Meinung sind. Über Menschen etwa, die gemerkt haben, dass die Leute in Blochers «neoliberale Entourage» verglichen mit den neoliberalen EU-Brandstiftern in Brüssel (haben als Helfershelfer der Banken, Finanzspekulanten und Steuerpscheisser jetzt gerade Griechenland abgefackelt!) veritable Waisenknaben und Hurlibuben sind. Sara Wagenknecht könnte dem Herrn Beutler das sehr gut erklären, wenn er denn auf Argumente hören würde. Statt nur einfach auf seinen Popanz Bolcher zu starren, wie die Maus auf die Schlange. So oder so. «Watch your language, Mr. Beutler!!!» N.R.
Niklaus Ramseyer, am 24. Februar 2014 um 17:02 Uhr
Tja Herr Niklaus Ramseyer,
Hab ich mich doch gefragt, wer Sie sind. In meinem Hinterkopf ist dieser Name in einer Nische gespeichert. Das Signal, das mir mein Hirn sendet, wenn ich Niklaus Ramseyer lese, hat irgend einen unangenehmen Beigeschmack. Aber das beruht vielleicht auf einem Missverständnis. Es muss ja nicht der sein, den ich mental abgelegt habe. Der wäre, wie soll ich das schonend sagen, bei einem medialen Etablissement tätig, das irgendwie, auf verschlungenen Pfaden, von einem gewissen Herrn aus Herrliberg gesponsert wird. Mich würde das wundern, denn dieser Herr ist ein Meister der Polemik, die mitunter darin gipfelt, dass er Menschen vertierlicht. Genau das, was Sie an meinem Eintrag stört.
Natürlich habe ich über ihre Worte nachgedacht.
Sie haben zwei Worte in meinem Text analysiert: hecheln und vegetieren. Worte haben mich immer schon fasziniert. Zu beiden habe ich nun etwas gefunden, das Sie interessieren dürfte.»Sie vegetieren auf dem Throne, dessen sie unwürdig sind, und denken nur an das liebe Ich.»
Quelle: Aus den Politischen Testamenten - Friedrich II. von Preußen
Hecheln: spöttische, boshafte Reden über andere führen; über jemanden, etwas herziehen, klatschen,
umgangssprachlich abwertend
Beispiel
man hechelte viel über ihn
Quelle Duden
Beide Wörter können also durchaus auf Menschen angewendet werden. Wenn, das gestehe ich unumwunden ein, sie nicht gerade schmeichelhaft sind. Aber eben: Mir war nicht ums Schmeicheln zu Mute, als ich sie schrieb.
Peter Beutler, am 24. Februar 2014 um 22:14 Uhr
@Herrn Beutler. Wenn ich im Internet kratze, statt am Hinterkopf, komme ich u.a. auf medienwoche.ch/beta/wp-content/uploads/2011/03/portraet_ramseyer.pdf .
Herr Ramseyer wäre also nicht aus freien Stücken bei Herrn B arbeiten gegangen, sondern samt BZ an ihn verscherbelt worden. Von der BZ und Herrn B ist er wohl unterdessen durch die Pensionierung erlöst woren. Ein Schicksal von dem 2/3 der SchweizerInnen noch träumen. Vielleicht gibt es aber noch mehr N. R. ???
Werner T. Meyer
Werner Meyer, am 24. Februar 2014 um 22:55 Uhr
Wenn ich im Internet nachschaue, stosse ich auf einen Chefhechler, darum seien für den Krimiautor der Kanderschlucht die folgenden Worte angewandt: Wer in jungen Jahren nicht rot ist, hat kein Herz, wer in vorgerückten Jahren immer noch rot ist, hat kein Verstand. Natürlich kann man die Breitseiten gegen die Armee auch in einem Kriminalroman verstecken, glaubwürdig wird man damit aber nicht. Es ist auch müssig, alle anderen Stimmen, welche nicht der eigenen entsprechen als rechtsradikal zu bezeichnen. Glaubwürdige Argumente sehen anders aus! Vielleicht kann ein Psychiater weiter helfen? Nicht alle Leute werden mit zunehmendem Alter weiser!
Beda Düggelin, am 24. Februar 2014 um 23:18 Uhr
An Beda Düggelin: lesen Sie doch bitte was unter «Ihre Meinung» steht. Bei Ihrem letzten Mail ist nun wohl die Redaktion gefordert.

Werner T. Meyer
Werner Meyer, am 24. Februar 2014 um 23:46 Uhr
@Persönliche Angriffe unterlassen. Ich war in den siebziger Journalist, ab 1979 Gymnasiallehrer. Darum kann ich mich sowohl in Herrn Ramseyer wie auch in Herrn Beutler einigermassen «einfühlen», wobei klar zu machen ist: Journalist war in den letzten Jahrzehnten der klar härtere Beruf als Gymnasiallehrer, wo wir immer noch die im Vergleich zu anderen Lehrpersonen am relativ wenigsten problematische «Kundschaft» haben und im Vergleich zu einem Journi, wenn wir keine schweren Fehler machen, eine absolut sichere Stelle, sogar unsere politische Meinung steht weniger unter Druck. Deswegen war der Angriff auf Ramseyer mutmasslich unfair. Generell, siehe Mahnung Werner T. Meyer, sollten die Diskursregeln eingehalten werden. Dazwischen und dem Kriterium «temperamentvolle Meinungsäusserung», oft auch eine Stärke von Beutler und Düggelin, sollte bei immerhin gebildeten Leuten ein Unterschied gemacht werden.

Sogar auch das Klischee von den «jungen Roten» stimmt historisch nicht. 1933 waren die Jungen in Baden, etwa Wanner, Mächler, Bierbrauer Müller usw. nicht rot, und sogar heute als Gymnasiallehrer stellt man fest, zumindest auf dem Lande, dass die Jungen auf dem Smartspider schnell mal rechts vom «LehrerInnzimmer» zu orten sind.
Pirmin Meier, am 25. Februar 2014 um 09:13 Uhr
Werner T. Meyer. Danke für die Aufmerksamkeit. Ja, das ist ein bekanntes Problem. Diejenigen Kommentatoren, die Internetforen als verbale Pissoirs zweckentfremden. Wie weit darf die Meinungsfreiheit gehen? Die Redaktion von Infosperber ist da sehr tolerant. Ich bin zuversichtlich, dass sie jeweils ein Auge auf Einträge dieser Art wirft und eingreift, wenn eine Diskussion aus dem Ruder läuft. Störefriede vom Kaliber eines B. D. sind ja keine echte Gefahr für die Betroffenen. Sie können aber seriöse Leser nerven und bewirken, dass sie einem Forum den Rücken kehren. Und das hätte Infosperber nicht verdient. Als Angepinkelter habe ich mich in diesem Fall nicht beschwert. Da denke ich jeweils an den grossen alten Friedrich Dürrenmatt. In einem Spiegelinterview wurde er einmal gefragt, weshalb er nicht auf einen bestimmten Anwurf reagiert habe: Er antworte trocken: «Ich trete nicht auf Exkremente»
Peter Beutler, am 25. Februar 2014 um 09:42 Uhr
Redaktionelle Bemerkung zum DISKUSSIONS-STIL: Das Thema ist emotional aufgeladen. Das ist nicht zu kritisieren; es ist viel Betroffenheit im Spiel, offenkundig auch Angst, aber auch Engagement. Das ist Teil der politischen Debatte.
Aber es wird in dieser Debatte wohl etwas zu viel «gehechelt». Und die Argumente sind immer wieder durchsetzt von Bewertungen, die nicht von Respekt vor Andersdenkenden zeugen.
Die Redaktionsleitung hat trotzdem bisher auf Eingriffe verzichtet. Sie meldet sich hier vielmehr mit der Bitte, auf persönliche Qualifikationen zu verzichten und die Diskussion als Streit der Argumente im wechselseitigen Respekt - und einer gewissen Gelassenheit - zu führen. Der Wunsch nach Abgrenzung und Einwanderungskontrolle ist keine unehrenhafte Haltung, genauso wenig wie der Wunsch nach Öffnung und vielleicht auch einem Beitritt zur EU.
Der Respekt vor dem politischen Gegner ist aber eine Grundlage der demokratischen Diskussion. Das ist eine Forderung, die jedeR DiskussionsteilerhmerIn zuallererst an sich selber richten muss. Die Redaktionsleitung von Infosperber bittet darum, dies Regel künftig wieder sorgfältig einzuhalten.
Robert Ruoff, am 25. Februar 2014 um 10:02 Uhr
Zu Werner Meier und Pirmin Meier. Das ist so eine Sache mit Niklaus Ramseyer. Ich ärgerte mich einige Male über einem Artikel von ihm. So etwas bleibt einem im Hinterkopf haften. Ich habe natürlich im Internet nochmals recherchiert. Ramseyer schreibt tatsächlich hin und wieder noch für die BaZ, aber auch für andere Blätter, sogar für die kritische Tageswoche. Einiges davon könnte ich sogar unterschreiben. Ich gehe nach wie vor davon aus, dass der Niklaus Ramseyer in diesem Forum nicht mit dem andern, eben dem bekannten Journalisten, identisch ist. Mittlerweile bin ich zur Erkenntnis gelangt, dass Ramseyer, den grossen meine ich, wohl nicht aus freien Stücken einem rechtspopulistischen Medienmogul zugedient hat. Ich habe volles Verständnis dafür, dass er hin und wieder «Kompromisse» machte. Hätte ich das doch an seiner Stelle wohl auch getan.
Meine doch wohl kryptischen Bemerkungen zum Journalisten Niklaus Ramseier einfach als unfairen Angriff auszulegen, Pirmin Meier, scheint mir doch an den Haaren herbeigezogen. Ganz sicher widerspricht es deinen Bestrebungen nach einer harmonischen Diskussion. Das nenne ich eher ein paar Tropfen Öl ins Feuer giessen.
Ja, da bin ich mit dir einig, Pirmin Meier, Journalist ist ein harter Beruf. Da muss man mitunter einiges einstecken. Treffende Beispiele sind einige Kommentare in diesem Forum. Mit dem kleinen Unterschied allerdings, dass die Redaktoren hier nicht von milliardenschweren Ideologen gesponsert werden.
Peter Beutler, am 25. Februar 2014 um 11:20 Uhr
... wie wäre es wenn die emeritierten Herren Beutler, Meier & Meyer sich für ein feines essen im Cooperativo im Kreis 4 zu einer Pizza und ein Glas Barolo ... treffen würden und so ihre Anliegen «live» und ganz unter sich austauschen würden ? ... Wir hier reden dann weiter über das Thema welches ursprünglich von C. Müller angeregt wurde ... smile
Wünsche » än guete» ... !
Frau Carmey Bruderer, am 25. Februar 2014 um 12:10 Uhr
Cooperativo finde ich gut.... - und die Konzentration auf das ursprüngliche Thema auch... aber so ist das halt manchmal mit älteren Herren... (sorry, aber ich bin zweifellos zu dieser Bemerkung legitimiert:))
Robert Ruoff, am 25. Februar 2014 um 12:22 Uhr
Danke Herr Ruoff, zähle mich auch zu den „älteren Semestern“ also berechtigt zu kleine Ausrutscher ...
Wollte noch ergänzen … als Treff Datum schlage ich den 1. März oder den 1. Mai vor. Im Cooperativo sind dann unsere Nostalgiker sicher untergebracht, fern von dem um sich tobender und mit Pflastersteine und sonstigem Material beschäftigter Mob …
Es ist schon so dass man im alter einfach weniger schnell „mit den Beinen ist“ und das einte oder andere fliegende Geschoss könnte wohl den falsche treffen …
Frau Carmey Bruderer, am 25. Februar 2014 um 12:49 Uhr
@Ruoffs Aufruf ging nicht in Richtung «harmonische Diskussion". Bis zum Beweis des Gegenteils sollte niemandem unterstellt werden, «gekauft» zu sein. Das ist tatsächlich schlimmer als sich gegenseitig an den jeweiligen psychischen Zustand zu erinnern.

Zur Frage der angeblichen Käuflichkeit möchte ich lieber an zurückliegende Beispiele, über die man heute sachlich diskutieren kann, erinnern:

-"Tat"-Chefredaktor Erwin Jaeckle hat, wiewohl die Zeitung auf Gedeih und Verderb vom Wohlwollen Duttweilers abhing, den legendären Steinwurf Duttweilers von 1948 nicht nur nicht gelobt, sondern in hervorragender Formulierung sogar kritisiert. Bei Meinungsverschiedenheiten wurde jeweils auf diktatorische Weise mit der Einstellung der Zeitung gedroht. Die «Tat» blieb ein Qualitätsblatt.

- Auch Schawinski, gewiss kein Tugendbold, liess sich nie kaufen, vor allem nicht von der Migros, hoffe auch jetzt nicht, ohne ihn wäre CH-Diskussionsspektrum nicht weiter, sondern enger.

- Als ich ein Jahr vor der Abwahl Blochers in einem Aufsatz, erschienen in Schlüers «Schweizerzeit"-Schriftenreihe, darauf aufmerksam machte, dass Bundesrat Blochers in der Türkei geäusserte Kritik am Rassismusgesetz innen- wie aussenpolitisch ein Fehler war, war dieser Satz so wenig «gekauft» wie meine sonstigen Äusserungen, wonach wir mit unseren Aussagen und Handlungen vor dem Gericht der Geschichte stehen.

Niklaus Ramseyer verdient von mir aus gesehen kollegiale Achtung, und zwar nicht mit «ä» geschrieben.
Pirmin Meier, am 25. Februar 2014 um 12:50 Uhr
Wir müssen wohl kapitulieren ... nebst dem «nicht mehr so schnellem beinwerk» gehört auch eine grosse sturheit zum alter, ... damit müssen wir uns abfinden, ich nehme es inzwischen mit Humor ...
Frau Carmey Bruderer, am 25. Februar 2014 um 12:57 Uhr
Ich bin in dieser ausufernden Elektro-Veranstaltung ja weissgott nicht der Oberschulmeister! Aber langsam bestätigt sich die alte Regel, dass umso hemmungsloser drauflos kommentieren kann, wer die Fakten am wenigsten kennt.
Die Fakten sind die:
Hecheln kennt im übertragenen Sinne zwei Formen. «durchhecheln» und «nachhecheln". Ersteres kommt aus der Flachsverarbeitung (de.wikipedia.org/wiki/Hechel),‎ bei der die Flachsfasern immer wieder durch den gleichen Kamm gezogen werden. «Durchhecheln» meint denn auch über andere herziehen, tratschen.
"Hecheln» tun aber auch Hunde, wenn sie mit offenem Maul und hängender Zunge schnell atmen. Wer «nachhechelt» oder «hinterher hechelt", der tratscht somit nicht, er probiert Schritt zu halten, wie ein Hund. So ist das und alles Finassieren hilft nichts.
Was meine Wenigkeit betrifft, so kenne ich zwar den «Dr.Blocher» sehr wohl aus meiner Tätigkeit als Journalist im Bundeshaus. Die «Basler Zeitung", die er später finanzieren half, habe ich jedoch schon 2009 verlassen, als sie noch der Familie Hagemann (BS) gehörte. Seither ist keine Zeile mehr von mir darin erschienen.
Bevor hier also weiter verbal üble Grüch(t)e und Exkremente mit dem elektronischen Mistzetter verbreitet werden, sollten sich die Dreckschleuderer evtl. minimal informieren. N. Ramseyer
Niklaus Ramseyer, am 25. Februar 2014 um 14:09 Uhr
Hilfe ! ... Kann einer hier den Schluss Strich ziehen ? Man würde nicht nur meinen dass wir hier in ein etwas aus dem Ruder gelaufenen Senioren Forum gelandet sind, nein ich bekomme immer mehr den Eindruck dass wir zurück in den Kindergarten geplumpst sind ...
Liebe grüsse an die Herren von einer „eher zur Vernunft“ neigende Dame ...
Frau Carmey Bruderer, am 25. Februar 2014 um 15:33 Uhr
Bundesrat Leuenberger und ein bekanntes noch amtierendes Mitglied der kleinen Kammer haben das Parlament als «Kindergarten» bezeichnet, wogegen sich die entsprechenden Lehrpersonen mit Recht verwahrt haben, ist doch der Kindergarten eine Schule der Aufmerksamkeit, auch Rücksichtnahme ist wichtig, «einen Preis für das Kind, das am leisesten spricht". Die regelmässigen Vergleiche mit dem Kindergarten sind also voll daneben. Nobelpreisträger Zinkernagel vermerkte, dass er, nebst dem Hochschulstudium, dem Kindergarten am meisten verdanke.

Die Polemiken gegen den Kindergarten sind also etwa auf dem Niveau des Freiämter Pfarrers Matthäus Birchmeier, der 1880 eine in der Aargauer Kantonsbibliothek einsehbare Streitschrift «Gegen das Übel der Kleinkinderschule» oder ähnlich publizierte.
Pirmin Meier, am 25. Februar 2014 um 16:57 Uhr
Etwas, das auch zu dieser Debatte gehört.
http://www.spiegel.de/international/germany/bild-736428-164587.html
Die NPD ist eindeutig eine rechtsextreme Partei, Parlamentarier der SPD, der Grünen und der Linken fordern ihr Verbot.
Nach dem Ja zur Anti-Minarett-Initiative wurden verschiedene SVP-Politiker - z.B. Oskar Freysinger, Walter Wobmann oder Ulrich Schlüer - bei Kundgebungen von rechtsextremen Islamhassern als Helden gefeiert. (Die Minarett-Initiative kommt genau von den gleichen Leuten wie die MEI.)
Auch die rechtsextreme, islamfeindliche Seite «politically incorrect» feiert Freysinger und schickt gar ein eigenes Video-Team ins Wallis um ihn zu interviewen.
"politically incorrect» dieses rechtsextreme Forum, wo sich auch der Massenmörder Breiwik tummelte. Wer das vergessen hat: Breiviks Wahn fielen 77 Jusos und Sozialdemokraten zum Opfer, gegen hundert werden ihr Leben lang an Schussverletzungen zu tragen oder psychischen Versehrtheiten zu tragen haben. Wir werden das nie vergessen. Schon in Erinnerung an die Opfer in Norwegen, werden wir für eine multikulturelle Gesellschaft kämpfen.
http://www.vimentis.ch/d/dialog/readarticle/schweiz-vorbild-fuer-rechtsextreme/
Mit Verlaub Herr Ruoff: Für diese Art von „Andersdenkenden“ habe ich kein Verständnis, gar keines und Respekt schon gar nicht.
Peter Beutler, am 25. Februar 2014 um 17:58 Uhr
@ Peter Beutler.
Ich will Ihnen da nirgends widersprechen, aber darauf hinweisen, was die deutschen demokratischen Parteien RICHTIG machen.
Agesichts der (falschen) Sparpolitik, geringem Lohnanstieg oder -stagnation und zu hoher Arbeitslosigkeit würde man eigentlich dort eine viel höhere Gefolgschaft radikal rechter Parteien erwarten. Die NPD ist aber permanent am Serbeln unterhalb der Guillotine für Parlamente. Die Republikaner so gut wie ausgerottet.
Warum: Die demokratischen Parteien grenzen diesen rechten Rand systematisch aus, würden nie mit ihnen koalieren und halten sie - wie Sie richtig sagen - mit Verbotsdrohungen auf legalem Kurs.
Genau das was die Schweiz und Österreich nicht machen: sie päppeln dieselben Strömungen durch Integration hoch. Dabei zeigen Ihre Beispiele, dass sie ideologisch ähnlich und personell vernetzt sind mit den deutschen Neonazis.

Werner T. Meyer
Werner Meyer, am 25. Februar 2014 um 19:17 Uhr
Mit Freysinger und Schlüer besser mal direkt diskutieren! Deren Sicht des Islam, den ich ganz im Gegenteil in meiner Studie «Fundamentalismus» (1990) in Schutz genommen habe, unterscheidet sich nur in Nuancen von der von F. A. Meyer. Die NPD spielt in der deutschen Politik kaum mehr eine Rolle. Man muss sich jetzt um Sarrazin kümmern, also den rechten Flügel der SPD. Wie an anderer Stelle gesagt, gibt es im Kanton LU drei Denkmäler für «Helden für Recht und Freiheit", die alle bereit waren, sich für das Jesuitenverbot erschiessen zu lassen; es war der linke Flügel des damaligen Freisinns, ausser Steiger oft Unterschichtleute.

Die multikulturelle Gesellschaft wird ein zweites Norwegen nicht verhindern; eher die 10 Gebote, vor allem Nr. 5. Es bleibt zu empfehlen, sich von Ereignissen wie «Norwegen» politisieren zu lassen. Bei Breivik, Norwegens «Carlos", wäre mehr «rechte» Härte im Strafvollzug wünschbar. Sieht P.B. das auch so?

P. Beutler brauchte aber nicht Norwegen, um Blocher, Freysinger u. Schlüer, von denen der letztere sich jeweils seriös informiert und für polemische Kommentare - umso schlimmer! - wahre Sätze bevorzugt. Für Blocher war das «Islamzeugs» fast nur lästig. Ein ihm noch ähnlicher Politiker war der Gewerbeverbandspräsident Otto Fischer, wie Blocher an Literatur und Geschichte interessiert, was einen Hauptunterschied zu Philipp Müller oder Peter Spuhler ausmacht. Leider ist der kritische Gehalt des Linksblocherfilmers Bron wenig mehr als Ringier-Homestory.
Pirmin Meier, am 25. Februar 2014 um 19:21 Uhr
Es muss heissen: P. Beutler brauchte aber nicht «Norwegen", um zu sehen, wohin es mit Blocher, Freysinger und Schlüer führt, von denen der letztere für polemische Kommentare - umso schlimmer! - wahre Sätze bevorzugt.
Pirmin Meier, am 25. Februar 2014 um 19:27 Uhr
Ja klar, Herr Meyer. Auch in der CDU/CSU denkt man nicht daran, mit der NPD zu flirten. Da sind sich die beiden Koalitionspartner SPD und CDU/CSU ja einig. Ich wünsche dieser Regierung auch viel Glück und vor allem Rückgrad gegenüber der Schweiz. Da hat ja die SPD einen Trumpf in der Hand. Der Bundestag hat eine Linksmehrheit, knapp aber ausreichend um Merkel unter Druck zu setzen. Und für die SPD ist es ganz klar: Konzessionen in Sachen Personenfreizügigkeit an die Schweiz wird es nicht geben. Da schließt sich der Kreis zu Christian Müller. Sie sprechen zu Recht die Schweiz und Österreich an. Ja, das Problem ist nicht die marginale NPD, sondern unsere SVP. Natürlich sind die beiden Parteien nicht identisch, aber sie haben doch Schnittmengen. Der rechte Flügel der SVP, das sind gut und gerne 5 Wählerprozente, würde im «großen Kanton» voll in der NPD aufgehen. Es sind genau die Leute, die die Huldigungen der NPD, FN,FPÖ entgegennehmen. Österreich: Da haben wir die konträre Situation von Deutschland. Ein SPÖ-Kanzler und eine Rechts-Mitte Parlamentsmehrheit. Der SPÖ- Bundespräsident (vom Volk gewählt) hat kraft seines Amtes eine FPÖ/ÖVP-Koalition verhindert. SPÖ/ÖVP- Regierung hat aber Probleme wegen der schwächelden ÖVP. Bei ihr herrscht Panik, noch mehr Stimmen an die Rechtspopulisten der FPÖ zu verlieren. Und das, obwohl die gegenwärtige Misere von der nun abgewählten Rechtsregierung in Kärnten stammt. wenn sich SPÖ und ÖVP nicht zusammenraufen können, sehe ich schwarz.
Peter Beutler, am 25. Februar 2014 um 19:54 Uhr
Womit Pirmin Meier vielleicht sogar recht hat ...
Peter Beutler, am 25. Februar 2014 um 19:57 Uhr

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