Professor Tim Anderson referiert über sein neues Buch © GR

«Die USA wollten von Anfang an den Sturz Assads»

Red. / 05. Jun 2016 - Für den australischen Syrienkenner Tim Anderson ging es in Syrien nie um einen Bürgerkrieg, sondern um einen «Regime Change».

Red. In seinem neusten Buch «The Dirty War on Syria» geht Tim Anderson, Professor für Wirtschaft und Internationale Beziehungen an der Universität von Sidney, mit dem Westen hart ins Gericht. Wie in Afghanistan, Irak und Libyen sei das fragwürdige Ziel von Anfang an ein Regimewechsel gewesen. Die Öffentlichkeit werde in grossem Stil getäuscht. Um auch diese Sicht zur Kenntnis zu nehmen, übernimmt Infosperber einen Beitrag von Tim Anderson in «GlobalResearch» und ein Interview mit Anderson im «GlobalResearch»-TV.

The Dirty War on Syria

The Dirty War on Syria has relied on a level of mass disinformation not seen in living memory. In seeking ‘regime change’ the big powers sought to hide their hand, using proxy armies of ‘Islamists’, demonising the Syrian Government and constantly accusing it of atrocities. In this way Syrian President Bashar al Assad, a mild-mannered eye doctor, became the new evil in the world.

The popular myths of this dirty war – that it is a ‘civil war’, a ‘popular revolt’ or a sectarian conflict – hide a murderous spree of ‘regime change’ across the region. The attack on Syria was a necessary consequence of Washington’s ambition, stated openly in 2006, to create a ‘New Middle East’. After the destruction of Afghanistan, Iraq and Libya, Syria was next in line.

Five years into this war the evidence is quite clear and must be set out in detail. The terrible massacres were mostly committed by the western backed jihadists, then blamed on the Syrian Army. The western media and many western NGOs parroted the official line. Their sources were almost invariably those allied to the ‘jihadists’. Contrary to the myth that the big powers now have their own ‘war on terror’, those same powers have backed every single anti-government armed group in Syria, ‘terrorists’ in any other context, adding thousands of ‘jihadis’ from dozens of countries.

Karl Rove war Berater von Präsident George W. Bush (Bild GRTV)

Yet in Syria this dirty war has confronted a disciplined national army which did not disintegrate along sectarian lines. Despite terrible destruction and loss of life, Syria has survived, deepening its alliance with Russia, Iran, the Lebanese Resistance, the secular Palestinians and, more recently, with Iraq. The tide has turned against Washington, and that will have implications beyond Syria.

As western peoples we have been particularly deceived by this dirty war, reverting to our worst traditions of intervention, racial prejudice and poor reflection on our own histories. This book tries to tell its story while rescuing some of the better western traditions: the use of reason, ethical principle and the search for independent evidence.

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Interview mit Tim Anderson im «GlobalResearch»-TV:

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Themenbezogene Interessen (-bindung) der Autorin/des Autors

Tim Anderson ist Professor für Wirtschaft und Internationale Beziehungen an der Universität von Sidney.

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3 Meinungen

Diese »... As western peoples we have been particularly deceived by this dirty war, reverting to our worst traditions of intervention, racial prejudice and poor reflection on our own histories. This book tries to tell its story while rescuing some of the better western traditions: the use of reason, ethical principle and the search for independent evidence....» Aussage ist wohl zentral bei vielen Konflikten in Europa, der Welt.

Dazu tragen nur schon die krass unfreie Eigentums- und Kontrollverteilung westlicher Medien bei welche eine fundamentale eigenständige unabhängige Bildung zur eigenen Meinung und Ansichten, welche sich dann auch Gesellschaftlich und Politisch breit abgestützt wiederfinden, verunmöglicht. Viele Menschen halten sich nach wie vor an «westliche» Traditionen basierend auf menschlichkeit, solidarität, empathie und einer neugier die zu freundschaften führt. Anstatt dessen wachsen wir auf in einer Welt die nur aus den Freunden und Feinden besteht die nicht unabhängig von Europa für Europäer bestimmt werden kann.

Von einem freien Europa kann hier keine Rede sein. Im Gegenteil ist die Arroganz über mehr als 500 Mio. Europäer zu bestimmen seit dem Fall der Mauer immer rücksichtsloser geworden. Spielball sind die einzelnen Staaten Europas die so als Spielball dieser Imperialistischen gewalttätigen Forderungen werden. Ziel ist wohl der völlige Zusammenbruch Europas dessen einzelne Stücke wehrlos sein werden.
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Was tut die NATO in Syrien? Ungebeten.
Uwe Borck, am 05. Juni 2016 um 14:06 Uhr
Es geht in Syrien seit 5 Jahren um Regime-Change. So wie es in Irak und Libyen um Regime-Change ging. Dafür werden Gesellschaften, Menschenleben, Landschaften, Kulturen zerstört. Was hat das mit Freiheit, Demokratie und Menschlichkeit zu tun?
Ruth Obrist, am 07. Juni 2016 um 15:09 Uhr
Eine alte Geschichte, wer nicht nach dem pfeifen der US tanzt wird beseitigt. Beispiele sind Aliende, Moro, Sadam usw. Und Assad ist nun auf der Abschuss Liste.
Urs Zaugg, am 08. Juni 2016 um 08:28 Uhr

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