Flugzeugentführer und Terroristen von 9/11: Keiner kam aus einem mit Einreisesperre belegten Land © cc

9/11-Hijackers dürften weiter in die USA einreisen

Urs P. Gasche / 01. Feb 2017 - Aus sieben armen islamischen Ländern darf niemand mehr in die USA. Saudis, Ägypter und Bürger der Emirate bleiben willkommen.

Fünfzehn der 9/11 Flugzeugentführer und Terroristen waren Saudis. Zwei kamen aus den Emiraten und einer aus Ägypten (siehe Foto oben. Hier im Grossformat). Gegen keines dieser Länder hat Präsident Donald Trump eine Einreisesperre verhängt.

Mit dem verhängten Einreise-Stopp Terroristen fern halten? Es waren saudische Diplomaten, die mindestens zwei der 9/11-Terroristen nach ihrer Ankunft in den USA finanziell geholfen und ihnen eine Wohnung vermittelt hatten. Es ist Saudiarabien, das den fundamentalistischen Wahabismus in viele Länder exportiert und entsprechende Moscheen finanziert.

Wenn es Trump darum ginge, dass sich keine Terroristen in die USA einschleusen, hätte er Saudiarabien an die erste Stelle des Einreise-Stopps setzen müssen. [Siehe Infosperber vom 7. September 2015: «Die USA hofieren den grössten Terroristen-Finanzierer».]

Einen Grund für das Verschonen von Saudiarabien, Ägypten und den Emiraten sieht Rechtsprofessor Richard W. Painter der Universität von Minnesota darin, dass das Trump-Imperium in diesen Ländern gute Geschäfte gemacht hat und immer noch macht. Der Vizepräsident der «Citizens for Responsibility and Ethics in Washington» meint in der New York Times vom 31. Januar etwas überspitzt: «Offensichtlich dürfen Menschen aus Ländern, mit denen die Trump-Gruppe Geschäfte betreibt, frei in die USA reisen und wieder zurück. Dagegen riskieren Einwohner aus Ländern, die sich keine solchen Geschäfte leisten können, an den Flughäfen festgehalten und wieder nach Hause geschickt zu werden – selbst wenn sie dort an Leib und Leben bedroht sind.»

Nach offiziellen saudischen Angaben besitze die Trump-Gruppe dort mehrere Unternehmen, schreibt Painter. In Ägypten seien zwei Trump-Unternehmen registriert. In den Emiraten lasse sich die Trump-Gruppe dafür bezahlen, dass ein Golfplatz mit einem Luxusresort seinen Namen tragen darf.

Es gehe natürlich nicht darum, noch über weitere Länder einen Einwanderungs-Stopp zu verhängen, erklärt Professor Painter. Vielmehr sei es schwachsinnig, das Reisen in die USA und das Arbeiten in den USA aufgrund einer Nationalität zu verbieten. Dieses Kriterium und die Begründung der Terrorbekämpfung seien von Trump vorgeschoben, um Menschen aufgrund ihrer Religionszugehörigkeit zu diskriminieren.

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Nachtrag

Ein Leser macht uns darauf aufmerksam, dass von Saudiarabien auch Gegenmassnahmen drohen. Das Land hortet eine Unmenge von US-Staatsanleihen. Nach einem vom US-Kongress angenommenen Gesetzesentwurf, der Angehörigen von 9/11-Opfern die Möglichkeit geben soll, gegen Saudarabien zu klagen, drohte Saudiarabien letztes Jahr damit, US-Staatsanleihen im Wert von bis zu 750 Milliarden US-Dollar zu verkaufen. Der Wert der US-Währung würde in der Folge stark sinken.

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12 Meinungen

Die USA und der Rest der Welt, wir die 4 Jahre Donald «Duck» Trump, überleben. Danach wird Michelle Obama, in das inzwischen «Braun» gewordene, Weisse Haus, als Volks-Präsidentin einziehen. Wetten?
Bruno Denger, am 01. Februar 2017 um 13:49 Uhr
In den USA herrscht demzufolge genau die gleiche «Willkommenskultur» wie in Deutschland und der Schweiz.
Beda Düggelin, am 01. Februar 2017 um 14:27 Uhr
Hinweis;
1.-Teil U.Gasche Teil trefflich formuliert.
2.-Teil Spekulation von Richard W. Painter: laut meinen IInfos müssen solch Präsidiale-Erlasse als Basis ein bereits bestehendes Gesetz haben. An welches der Erlass dann anknüpft. Dieses Gesetz wiederum kommt aus der Obama Zeit. (Dort wurden diese 7 Länder ausgewählt.)

ps: Die exakte Basis (bestehendes Gesetz) wird dann in der schriftlichen Begründung zum Erlass ersichtlich werden.
Florian Frey, am 01. Februar 2017 um 17:35 Uhr
Einreiseverbote wurden für alle diese Staaten verhängt welche sich gegen die Hegemonialansprüche von Israel stellen... dies der einzige gemeinsame Faktor der nebst all dem anderen «wer weiss warum» und weltweiter Entrüstung konkretisiert werden kann.

Da Unternehmen wie immer an billigsten willigsten möglichst rechtlosen Wanderarbeitern interessiert sind erklärten sich diverse Unternehmen plötzlich dem Humanismus verantwortlich und den Menschen solidarisch und stellten wie eine US Kaffeekette gleich ein paar tausend Wanderarbeiter ein... oder sorgten dafür das die plötzliche Solidarität auch wirksam in die Medien kommt ohne das sich konkret für diese Menschen ein mehr an Verbindlichkeit und Wohlwollen ergibt.

Wie blos ist all das Zeitgleich rund um den Erdball möglich... diese mediale Abdeckung die doch nie den Kern erfahren will?
Uwe Borck, am 01. Februar 2017 um 21:52 Uhr
Arno Gruen beschreibt in seinem Buch «Der Wahnsinn der Normalität» die sog. Kopie des Menschen.
Hannah Arendt hat die Analyse der Nazihaltung bereits in 1960er Jahren treffend auf den Punkt gebracht: das Böse zeigt sich in «normalen» Menschen darin, dass sie nicht selber denken und damit auch aufgehört haben, eine Person zu sein.
Beides erinnert mich an Mr. Trump, der offensichtlich nur einen/seinen «Weg» kennt und keinen Widerspruch duldet. Es folgt eine Fehlentscheidung nach der andern, die nicht nur der USA Schaden bringen wird.
Denken beinhaltet die Fähigkeit verschiedene - sich auch widersprechende Standpunkte gegeneinander abwägen und die Reaktionen der Umwelt mit dem eigenen Verhalten in Verbindung bringen zu können.
Marco Guidon
Marco Guidon, am 01. Februar 2017 um 23:02 Uhr
Es ist bestimmt richtig, wenn Hunderttausende Amerikaner u.a. auch gegen die Einreisesperre für Personen aus besagten Ländern protestieren. Doch wo war deren Protest, als Obama die gleichen Länder bombardieren liess? Da ging kein Aufschrei um die Welt. Und Europa hat nicht nur geschwiegen, sondern sich gleichsam an diesen Verbrechen beteiligt. Das hat schon was Schizophrenes.
Jacqueline Zwahlen-Stucki, am 02. Februar 2017 um 11:27 Uhr
Nachtrag: (Ursprung der 7 Länder)
- Das Department of Homeland Security hat 2015 den «Terrorist Travel Prevention Act 2015» erlassen, worin die 7 Länder genannt wurden. Dieser Act wurde im Feb.2016 verlängert und nun per Präsidial-Erlass offenbar verschäft.
Florian Frey, am 02. Februar 2017 um 18:11 Uhr
Es wäre wirklich logisch, wenn auch gegen Saudis ein Einreiseverbot erlassen würde.
Aber waren es Saudis, angeblich damals mit Teppichmessern bewaffnet, die am 11. September 2001 vier Flugzeuge entführt haben? Piloten die nicht einmal ein Cessna fliegen konnten? Piloten die am Vorabend der Flugzeugentführungen noch einen Nachtklub besuchten, Alkohol konsumierten? Ein Testament am Flughafen hinterliessen, der Pässe zum Teil in den pulverisierten Trümmern des World Trade Center gefunden wurden?
Haben diese Saudis wirklich zwei Flugzeuge punktgenau in die Zwillingstürme des World Trade Center gesteuert und ein Apparat im Tiefflug in das Pentagon in Washington? Der Luftraum rund um das Pentagon ist sehr gut abgesichert, wie kaum ein anderer. Global Research in Kanada stellt die offizielle Osama Bin Laden 9/11 Story mit den 19 muslimischen Selbstmord Luftpiraten mit ausführlichen Dokumentationen in Frage.

¨
Heinrich Frei, am 02. Februar 2017 um 21:50 Uhr
@Heinrich Frei: Wer hätte denn ein Interesse daran, die Terroristen als Saudis darzustellen? Die USA? Zu welchem Zweck?
Felix Rothenbühler, am 03. Februar 2017 um 19:28 Uhr
Felix Rothenbühler stellte die Frage: «Wer hätte denn ein Interesse daran, die Terroristen als Saudis darzustellen? Die USA? Zu welchem Zweck?»

Die 9/11 Verschwörungstheorie der US Regierung sollte damit bestätigt werden und von den wahren Schuldigen im Dunkeln abgelenkt werden. 19 mit Teppichmessern bewaffnete Terroristen, darunter 15 Saudis, hätten die vier Flugzeuge entführt und den Angriff auf das World Trade Center und das Pentagon ausgeführt, heisst es, laut dem Untersuchungsbericht der US-Regierung. Siehe: http://www.9-11commission.gov/report/911Report.pdf

Dieser Report basiert auf Aussagen von Terroristen die gefoltert wurden und auf Telefongesprächen aus den entführten Flugzeugen. Telefongespräche mit Handys aus Passagierflugzeugen die auf 10 Kilometer flogen, waren aber damals technisch noch gar nicht möglich.

Die drei Wolkenkratzer im World Trade Center wurden gesprengt, und sind nicht durch Bürobrände, ausgelöst durch den Einschlag der Flugzeuge, eingestürzt. Siehe: http://www.ae911truth.ch/jenseitsdertaeuschung.pdf

Speziell der Zusammenbruch des dritten Wolkenkratzers im World Trade Center ist mysteriös. CNN und BBC meldete den Einsturz mehr als 20 Minuten bevor der Wolkenkratzer zusammenkrachte.

Siehe auch: „Saudi Arabia’s Alleged Involvement in the 9/11 Attacks and the 28 Pages: “Red-Herring”, Propaganda Ploy” By Prof Michel Chossudovsky
http://www.globalresearch.ca/saudi-arabias-alleged-involvement-in-the-911-attacks-red-herring/5442545
Heinrich Frei, am 13. Februar 2017 um 21:56 Uhr
Herr Frei, die Frage lautet: Warum Saudis? Warum nicht Iraker, Iraner, Pakistani, Palästinenser, Syrer, Türken, Libanesen, Ägypter, Jordanier oder Russen? Warum sollen die USA ausgerechnet Saudis beschuldigen? Alle anderen wären doch irgendwie naheliegender gewesen und hätten die nachfolgenden Geschehnisse besser untermauert?
Felix Rothenbühler, am 13. Februar 2017 um 22:09 Uhr
Nach der offiziellen Version der Ereignisse der US-Regierung waren 15 der 19 9/11 Attentäter Saudis. Da liegt es nahe, dass gewisse Kreise in den USA, Saudi-Arabien verantwortlich machen für 9/11 und nicht die Russen oder andere. Dabei spielten geheim gehaltene Dokumente auch eine Rolle, die angeblich Saudis mit 9/11 in Verbindung bringen. (Nicht die Obama-Regierung beschuldigte Saudi-Arabien) – Absurd war dann jedoch, dass nach 9/11 schon im Oktober 2001 Afghanistan angegriffen wurde und später der Irak.

In Afghanistan war Saudi-Arabien massgeblich beteiligt an der Finanzierung des Krieges der fundamentalistischen Al-Kaida gegen die Sowjetunion. Der Saudi Osama Bin Laden rekrutierte damals islamische Kämpfer für diesen Krieg; er war in jener Zeit ein Mann der Yankees. Al-Kaida war eine Kreation der CIA, um der Sowjetunion eine Niederlage beizufügen, wie sie die USA in Vietnam erlitten hatten, was gelang. Danielle Ganser hat diese Geschichte in seinem Buch «Illegale Kriege» ausführlich dokumentiert.
Heinrich Frei, am 13. Februar 2017 um 22:49 Uhr

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