Tagesschau des Schweizer Fernsehens: Missgriff ins Goethe-Archiv © sf

Tagesschau des Schweizer Fernsehens: Missgriff ins Goethe-Archiv

Rousseau in der Campagna...

Kurt Marti / 29. Jun 2012 - Die Tagesschau des Schweizer Fernsehens lieferte gestern Abend postmodernen Unterricht: Rousseau in der Campagna.

Das ist, als ob ein Fussball-Reporter Lionel Messi mit Mario Balotelli verwechselt: In der gestrigen Hauptausgabe der Tagesschau kündigte Tagesschau-Sprecher Urs Gredig einen Beitrag zum 300. Geburtstag des Philosophen Jean-Jacques Rousseau an. Im Hintergrund zeigte ein Foto aber den deutschen Dichter Johann Wolfgang von Goethe in der Campagna und darunter die Legende: «Jean-Jacques Rousseau».

Bildungstest oder postmoderne Provokation?

Später korrigierte Gredig den Lapsus mit sichtlicher Erheiterung, nachdem die Tagesschau-Redaktion offenbar darauf hingewiesen wurde. Es ist aber durchaus möglich, dass die Tagesschau nur die humanistische Bildung der Zuschauer und Zuschauerinnen testen oder mit postmoderner Vielfalt provozieren wollte. Wer weiss?

Themenbezogene Interessen (-bindung) der Autorin/des Autors

keine

Weiterführende Informationen

Hauptausgabe der Tagesschau vom 28. Juni 2012
Kruzifix-Debatte: Rousseau dreht sich im Grab um

Meinungen / Ihre Meinung eingeben

Ähnliche Artikel dank Ihrer Spende

Möchten Sie weitere solche Beiträge lesen? Ihre Spende macht es möglich:

Mit Kreditkarte oder Paypal - oder direkt aufs Spendenkonto für Stiftung SSUI, Jurablickstr. 69, 3095 Spiegel BE
IBAN CH0309000000604575581 (SSUI)
BIC/SWIFT POFICHBEXXX, Clearing: 09000

Ihre Spenden können Sie bei den Steuern abziehen.

Einzahlungsschein anfordern: kontakt@infosperber.ch (Postadresse angeben!)

Noch keine Meinungen

Ihre Meinung

Loggen Sie sich ein. Wir gestatten keine Meinungseinträge anonymer User. Hier können Sie sich registrieren.
Sollten Sie ihr Passwort vergessen haben, können Sie es neu anfordern. Meinungen schalten wir neu 9 Stunden nach Erhalt online, damit wir Zeit haben, deren Sachlichkeit zu prüfen. Wir folgen damit einer Empfehlung des Presserats. Die Redaktion behält sich vor, Beiträge, welche andere Personen, Institutionen oder Unternehmen beleidigen oder unnötig herabsetzen, oder sich nicht auf den Inhalt des betreffenden Beitrags beziehen, zu kürzen, nicht zu veröffentlichen oder zu entfernen. Über Entscheide der Redaktion können wir keine Korrespondenz führen. Zwei Meinungseinträge unmittelbar hintereinander sind nicht erlaubt.