Daily Mirror vom 20. April 2013 © upg
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«Hitler und der Kaiser konnten von ihr träumen»

Urs P. Gasche / 24. Apr 2013 - Die britische Boulevard-Presse bringt Angela Merkel in Zusammenhang mit Hitler und verbreitet einen gefährlichen Nationalismus.

London. Vielen erscheine Angela Merkel als farblose Hausfrau, schreibt der «Daily Mirror» am 20. April. Doch das britische Massenblatt warnt in grossen Lettern: «Mit skrupelloser Schläue hat sie Deutschland zur Herrin Europas in einer Art gemacht, von der Hitler und Kaiser Wilhelm nur träumen konnten.» Die Konsequenzen seien «furchterregend».

Diese Frau sei weder eine gute Rednerin, noch habe sie Charisma. Auf den ersten Blick erscheine sie «wie eine Hausfrau aus einer Stadtagglomeration». Doch in Wahrheit sei sie die «ungekrönte Königin Europas», zitiert Daily Mirror den deutschen Soziologieprofessor Ulrich Beck, der an der London School of Economics Gastvorlesungen hält. Und das Boulevard-Blatt gibt noch einen drauf: «In nur wenigen Jahren ist es Merkel mit Hilfe der EU gelungen, was Bismarck, Kaiser Wilhelm II und Hitler misslang, nämlich aus dem ganzen Kontinent ein grosses deutsches Reich zu machen.»

Zypern und Griechenland habe Merkel zu so drastischen Sparmassnahmen und Steuererhöhungen gezwungen, dass die deutsche Kanzlerin dort längst zu einer Hassfigur geworden sei. Protestgruppen würden sie «regelmässig mit Kriegsverbrechern des Dritten Reichs vergleichen».

The Daily Mirror holt auch noch ein Zitat des in Bayern geborenen früheren US-Aussenministers Henry Kissinger aus der Mottenkiste hervor: «Deutschlands Tragödie besteht darin, dass es zu gross für Europa, aber zu klein für die Welt ist.»

Ein Vehikel für die Machtergreifung Deutschlands in Europa sei der Euro, den Grossbritannien zum Glück nicht übernommen habe. Die deutsche Bevölkerung klatsche ihrer Kanzlerin zu, weil diese den andern europäischen Euro-Ländern sage, was sie zu tun hätten.

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Siehe «Warnung vor sozialen Unruhen in ganz Europa» vom 16.4.2013.

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Keine

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Eine Meinung

Für mich ist Angela Merkel eine Politikerin, die Vertrauen verdient. Im Unterschied zu vielen anderen hat sie den Mut, auch unpopuläre Entscheidungen zu treffen. Und dass sie das nicht mit einem rhetorischen Feuerwerk überdeckt, finde ich sympathisch.
Markus Gautschi, am 25. April 2013 um 15:09 Uhr

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