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Andreas Thiels Kronzeuge: Der seltsame «Professor»

Oliver Wäckerlig / 26. Dez 2014 - Der angebliche Orientalist Manfred Schlapp ist mit seiner Biografie sehr grosszügig und mit Fakten nimmt er es auch nicht genau.

Red. In der TV-Sendung von Roger Schawinski bezog sich der Kabarettist Andreas Thiel bei seiner Filippika gegen den Islam mehrmals auf den «Orientalistik-Professor Manfred Schlapp» . Erich Schmid kontaktierte darauf diesen Kronzeugen Schlapp, der erklärte, Thiel sei einem «fürchterlichen Irrtum» und einem «schrecklichen Missverständnis» erlegen.

Doch im Nachhinein liess sich Schlapp im Tagesanzeiger/Newsnet zitieren, Schmid habe ihm «die Worte im Mund umgedreht» und ihn «falsch zitiert». Erich Schmid hält aufgrund seiner schriftlichen Gesprächsaufzeichnung daran fest, dass «Manfred Schlapp die von mir auf Infosperber verbreiteten Aussagen tatsächlich so gemacht hat». Von Schlapps angeblichem Dementi zeigt sich Schmid «sehr überrascht».

Wie nun Recherchen des Religionswissenschaftlers Oliver Wäckerlig auf religionschweiz.ch ergeben haben, geht Manfred Schlapp mit seinen Aussagen salopp um.

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Ungereimtes in Manfred Schlapps Werdegang

Andreas Thiel hatte in der Schawinski-Sendung behauptet, sein Kronzeuge Schlapp sei «Professor für Orientalistik». Tagesanzeiger.ch/Newsnet haben aufgedeckt, dass dies nicht stimmt. Es ist nur noch von einem «Studium des Koran-Arabisch» die Rede – was immer das sein soll. Auf der Homepage von Manfred Schlapp liest sich das ziemlich vage so: «2006 begann er in Paris Koran-Arabisch zu lernen und setzte diese Studien in den folgenden Jahren in Berlin fort

Fragwürdiger Professoren-Titel

Auf seiner Website stellt sich Schlapp vor als «Prof. Dr. Manfred Schlapp». Er sei «ins Fürstentum Liechtenstein berufen» worden. Auf welchen Lehrstuhl bleibt unklar. Eine «Universität für Humanwissenschaften», wo er Philosophie gelehrt haben soll, gibt es nicht mehr. Früher war das eine private Institution in Triesen, einem 5000-Seelen-Dorf in Liechtenstein. Heute heisst die Institution «Private Universität im Fürstentum Liechtenstein» und bietet Doktorate in Medizin und Rechtswissenschaften an.

An der staatlichen Universität Liechtenstein in Vaduz hat Schlapp einen Lehrauftrag. Zuletzt führte er im Sommersemester 2012 die BA-Lehrveranstaltung «Ethik und Wirtschaft» durch. Als Professor einer Universität ist Schlapp nicht tätig.

Manfred Schlapp als «Islam-Experte»

2007 gab Manfred Schlapp dem Innsbrucker Magazin «fiesta» ein Interview, in dem er vorweg nahm, was Andreas Thiel jüngst in der Weltwoche zu belegen suchte, nämlich dass der Koran durchwegs zu Gewalt aufrufe, wozu Koran-Suren aufgezählt werden. Schlapp vergleicht sodann den Nationalsozialismus mit der gegenwärtigen Situation in Europa:

Islamwissenschaft auf dem «islamkritischen» Prüfstand

Auf die Frage «Wessen Anliegen ist es, den Islam harmloser darzustellen, als er wirklich ist?» antwortet Schlapp: «Viele blauäugige, hauptsächlich deutsche ‘Islamwissenschaftler’ schreiben den Koran, zum Gaudium der Islamisten, schön. Er wird umgeschrieben und verharmlost. Die Autoren sind meistens konvertierte Deutsche.» Solche Reden von Krypto-Muslimen sind verbeitet unter Islamophoben. So wird etwa Barak Obama unterstellt, heimlich Muslim zu sein. Auch Michael Manheimer, «Islamexperte» der «Basler Zeitung» behauptet, dass Islamwissenschaftler in Deutschland heimlich konvertiert hätten. Unter «Was ist eine verdeckte Konversion?» heisst es auf seinem Blog:

Auch Andreas Thiel hält nichts von der Islamwissenschaft, wie er in der Weltwoche (2014, Nr. 49) schreibt:

Davon ausgenommen bleibt natürlich «Professor Schlapp». Dieser nennt im «fiesta»-Interview weitere Beispiele «für falsch verstandene ‘political correctness’ im Umfeld der Islamisierung.» Etwa die Geschichte der Banken, die keine Sparschweine mehr abgeben würden, die seit 2005 immer wieder die Runde macht und von «Experten» wie Udo Ulfkotte oder Henryk Broder gerne verbreitet wird, wie etwa Bahners (2011, S. 257-259) und Benz (2012, S. 74) gezeigt haben.

«Professor» Schlapps Behauptung «Schweizer Schulbehörden dachten allen Ernstes laut darüber nach, in öffentlichen Schulen keine Weihnachtsfeiern abzuhalten» geht wohl auf eine Blick-Kampagne Mitte Dezember 2006 zurück, wo der Blick, und danach auch die Schweizerzeit, medial einen religiösen Konflikt um Weihnachten inszenierten. Solche Kampagnen gehören seither in die Adventszeit, so sieht die FPÖ in Österreich jedes Jahr von neuen den Nikolaus bedroht und in Deutschland fürchtet die Bild-Zeitung um die «Weihnachtsmärkte».

2009 schrieb Manfred Schlapp unter «Wer musealisiert die Muselmanen?»:

Anfang 2010 lobte Manfred Schlapp das Schweizer Minarettverbot in einem Interview mit dem Liechtensteiner Vaterland. Dort befand er auch: «Man sollte endlich den Mut haben, offen auszusprechen, dass der Islam – analog zum früheren Katholizismus – in erster Linie eine politische Ideologie ist, die im Mantel einer Religion auftritt

Dasselbe, inklusiv Katholizismus-Bezug, wiederholte Thiel bei Schawinski. Und zum Rassismus-Vorwurf an Islamkritiker sagte Schlapp: «Die Zugehörigkeit zum Islam oder zum Katholizismus ist kein Privileg einer bestimmten Rasse!». Dies behauptete auch Thiel bei Schawinski.

Zur Frage nach der «Islamisierung der europäischen Demokratien» nannte Schlapp u.a. Udo Ulfkotte mit dem Buch «SOS Abendland», ein fragwürdiger «Islamexperte», dem vor der Minarettabstimmung in der Schweizerzeit eine Plattform geboten wurde.

«'politisch korrekte' Zerebralasketen»

In einer Kolumne im Liechtensteiner Vaterland im September 2010, wo Schlapp als «Professor für Philosophie» auftrat, heisst es: «Und man erschrickt, wenn sich 'politisch korrekte' Zerebralasketen des Propagandatricks der 'Islamophobie' bedienen, der von Saudis erfunden und von Ayatollah Khomeini aufgegriffen wurde.» Dieselbe Delegitimierung der Islamophobie-Forschung wiederholte Thiel bei Schawinski.

Manfred Schlapps Aufsatz: «Die Assassinen lassen grüssen!», der vom tagesanzeiger.ch/ Newsnet als Literatur zu Islamfragen angegeben wird, erschien 2010 in einem Sammelband im Selbstverlag der Grossloge von Österreich in Wien. Der Artikel wurde in der Zeitschrift «Conturen» nachgedruckt. Darin wiederholt Schlapp das, was wir von ihm bisher zum Islam notiert haben: Dass der Koran zu «Mord und Todschlag» auffordere, wozu Suren aufgezählt werden. Dass es sich beim Islam «um eine politische Ideologie handelt, die im Mantel einer Religion auftritt und die Privilegien der Religionsfreiheit beansprucht.» Dass jeder Mensch Muslim werden könne und es sich darum beim Islam nicht um eine Rasse handeln könne, wobei aber «rot-grüne Gutmenschen gerne den Rassismus-Vorwurf erheben» würden. Dass es sich bei «Islamophobie» um einen saudiarabischen Propagandatrick[]” handle. Dass Banken keine Sparschweine mehr herausgeben würden. Dass es eine «Empfehlung der Schweizer Schulbehörde» gäbe, «der zufolge öffentliche Schulen von Adventfeiern Abstand nehmen mögen, um die Muslime nicht zu irritieren!». Dass es die «Schweizer Schulbehörde» nicht gibt, kümmert Schlapp wenig.

«Der professionalisierte Bürger»

Im Dezember 2010 begann an der Hochschule für Gestaltung Karlsruhe ein Studium Generale «Der professionalisierte Bürger», das «allen Bürgerinnen und Bürgern offen steht» Im Zentrum stehe «die Förderung von Allgemeinbildung im Sinne der Wiederaneignung von bürgerlichen Kompetenzen.»

Manfred Schlapp referierte dort u.a. zur Frage «Der politische Islam: Wird Europa islamisiert?» oder zu «Krieg den ‘Ungläubigen’!» mit der Beschreibung:

Im Januar 2014 gab Manfred Schlapp dem Liechtensteiner Vaterland ein Interview, wo er gefragt wurde: Was macht den islamistischen Fundamentalismus für Europa so gefährlich?. Seine Antwort: «Jeglicher Fundamentalismus ist eine essenzielle Bedrohung, man denke nur an den braunen und roten Fundamentalismus, den Europa im letzten Jahrhundert durchleiden musste. Ich hätte noch Mitte der 80er-Jahre meinen Kopf verwettet, dass ein derartiger Spuk für immer vorbei ist. Dabei kam bereits damals klammheimlich ein neuer Fundamentalismus durch die Hintertüre nach Europa, nämlich der islamistische Fundamentalismus, der mittlerweile flächendeckend Fuss gefasst hat und immer mehr junge Menschen in seinen Bann zieht. In jedem dieser Fanatiker tickt eine Zeitbombe.»

Bei Roger Schawinski sagte Andreas Thiel mit Bezug auf «Professor Schlapp» ganz ähnlich: «Im Koran wird nur die Anleitung gegeben, wie man die Leute unterwirft und unterdrückt. Wenn das unter Religionsfreiheit geht, dann musst du den Nationalsozialismus und den Sozialismus auch unter Religionsfreiheit laufen lassen

Sollte Andreas Thiel seine Zitate aus dem neuen Buch von Manfred Schlapp haben, wie er in der Sendung bei Schawinski sagte, dann stehen dort bloss dieselben Dinge, die er seit Jahren immer wieder aufwärmt.

Roger Köppel und die Philosophie

Roger Köppel nahm am 27. November, dem Erscheinungstag der Weltwoche mit der Thiel-Titelgeschichte, auf Tele Top Stellung («Roger Köppel erklärt die Weltwoche»): «Das ist ein absolut unsatirischer Text. Andreas Thiel ist einer der sich sehr fundiert mit Religionen auseinandersetzt, er hat auch Philosophie studiert.»

Tatsächlich? Oder verwechselte hier Köppel Andreas Thiel mit Manfred Schlapp? Denn Thiel gibt auf seiner Website an, das Gymnasium abgebrochen und eine Lehre als Bauzeichner absolviert zu haben. Oder liegt das Problem mehr darin, dass Roger Köppel nicht rechtfertigen kann, weshalb er einen Satiriker eine unsatirische Streitschrift gegen den Islam schreiben lässt?

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Literatur

Bahners, Patrick (2011): Die Panikmacher. Die deutsche Angst vor dem Islam. C.H.Beck Verlag, München.

Benz, Wolfgang (2012): Die Feinde aus dem Morgenland. Wie die Angst vor den Muslimen unsere Demokratie gefährdet. C.H.Beck Verlag, München.

Themenbezogene Interessen (-bindung) der Autorin/des Autors

Olivier Wäckerlig hat an der Universität Zürich Soziologie und Religionswissenschaft studiert und 2012 mit dem Master of Arts in Sozialwissenschaften abgeschlossen. Er arbeitet für «Zukunft Religion Schweiz», welche Material zum Umgang der Schweiz mit dem Thema Religion sammelt.

Weiterführende Informationen

TV-Sendung Roger Schawinski im Gespräch mit Andreas Thiel vom 15.12.2014
Abschrift von Andreas Gossweiler der obigen TV-Sendung Schawinski/Thiel.
Andreas Thiel: Mohammed non propheta est
Die neue SVP-Generation: rechts-libertäre Islamfeinde. Das Beispiel “Schweizerzeit”
Notizen aus dem Kulturkampf

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127 Meinungen

Die Kontroverse Thiel vs. Schawinski hat doch vor allem eins gezeigt:
dass die Political Correctness heute zur Allzweckwaffe geworden ist. Damit beschäftigt sich im Übrigen auch dieser Text:
http://andreasmaurer.ch/artikel/hilfe-pc-polizei/
Alexandra Heeb, am 26. Dezember 2014 um 12:10 Uhr
Losgelöst von der Thematik und den hier im Artikel angesprochenen Personen: Mir scheint, der Autor versucht hier die UFL (von der ich bis zu diesem Beitrag noch nie etwas gehört habe) als «Titelmühle» in einem Kaff (der Hinweis auf das «5000-Seelen-Dorf «) zu diskreditieren. Eine kurze Recherche zeigt aber, dass diese Institution offenbar als seriös einzustufen ist. Neben einer Zusammenarbeit u.a. mit der Universität Zürich findet sich auch diverses akademisches Personal z.B. in Bern oder Zürich, in deren Viten die UFL bzw. deren Vorgängerin entweder als Studienort oder Station in der Lehrkarriere auftaucht. Ich vermute, der Autor tut dies, um seine Argumentation zu stützen. Oder stösst sich der Herr Doktorand in seinem Standesdünkel etwa an der Tatsache, dass es mit der UFL und anderen privaten bzw. sogar staatlichen Universitäten Lehranstalten gibt, an denen - horribile dictu - berufsbegleitend studiert, ja sogar doktoriert werden kann?
Michael Gisiger, am 26. Dezember 2014 um 12:21 Uhr
@Gisiger In den «Experten"-Debatten geht es immer auch um Reputation. Wer an einer renommierten Hochschule lehrt, profitiert von deren Ansehen. Das gilt insbesondere für öffentliche Auseinandersetzungen, wo keine Fachdebatten geführt werden können. Hier wird Prestige in die Waagschale geworfen, darum spielte Thiel mit dem «Professor für Orientalistik» bei Schawinski die Experten-Karte aus.
Dass die UFL vernetzt ist, ist mir auch aufgefallen. Allerdings beschränkt sich diese Vernetzung hauptsächlich auf ein medizinisch-naturwissenschaftliches Spektrum. Einen Lehrstuhl für Philosophie oder gar Orientalistik sucht man hier vergeblich.
Oliver Wäckerlig, am 26. Dezember 2014 um 13:56 Uhr
Gewiss eine beachtenswerte Darlegung.
Es ginge aber auch noch sorgfältiger.
»....was Andreas Thiel jüngst in der Weltwoche zu belegen suchte, nämlich dass der Koran durchwegs zu Gewalt aufrufe, wozu Koran-Suren aufgezählt werden."
Was heisst «durchwegs"? Heisst dies «durch-und-durch"? So will wohl Herr Wäckerlig dieses Wort verstanden wissen - nehme ich an, also eine Ausschliesslichkeit von allem andern als eben Aufrufen zu Gewalt.
Bevor wir versuchen längst vergangene Gedanken und Worte zu deuten, sollten wir uns bemühen, die in allerjüngster Vergangenheit verwendeten Worte redlich zu deuten.
Wie ich Thiel verstanden habe, hat er nicht behauptet, es stehe nichts Schönes oder Weises im Koran, er hat selektiv zitiert, was eben und wirklich AUCH im Koran geschrieben stehe. Er weist uns als Satyriker pointiert auf problematische Passagen hin, das ist die Aufgabe eines Hofnarren im guten Sinne. Es ist gar nicht der Anspruch einer Auslegung.
Urs Lachenmeier, am 26. Dezember 2014 um 13:58 Uhr
@Lachenmeier Stimmt, Andreas Thiel hat nicht in allen Suren gefunden, was er gesucht hatte, sonst hätte er gleich den ganzen Koran abdrucken können. Aber genau das, was Sie schreiben: «es stehe nichts Schönes oder Weises im Koran» behauptet Thiel und dies hat er bei Schawinski bekräftigt. Deshalb hält er den Islam nicht für eine Religion und möchte konsequenterweise keine Religionsfreiheit mehr für Muslime.
Oliver Wäckerlig, am 26. Dezember 2014 um 14:13 Uhr
lieber herrr wäckerlig, sie mögen den aussagen herr thiels und herr schlapps nicht zustimmen. das merkt man ihrem bericht an. es ist ein versuch diesen kronzeugen zu diskreditieren. was für mich eher nebensächlich ist, denn die aussagen von herrn thiel, wie auch von herrn schlapp, sind dermassen stichhaltig, dass ihr versuch hier vom eigentlichen thema abzulenken, wie eine verzweiflungstat daherkommt. es verhält sich mit dem koran eben genau so, wie es thiel dargestellt hat. ob es ihnen gefällt oder nicht. die frage ist, kann der koran sich unseren menschenrechten anpassen, ist er mit unserer verfassung kompatibel. in der jetzigen form ist er das klar nicht. darau stellt sich die frage, warum ist es den links-rot-grünen gelungen, vor allem in deutschland, jegliche kritik am koran sofort als rassismus darzustellen. ein buch wie hitlers «mein kampf» darf nur mit begleitendem text an heiklen stellen veröffentlicht werden. warum darf der koran das. warum dürfen die religionsfanatiker beleidigt sein? warum darf man kritiker beleidigen? warum wird nicht mit gleichen ellen gemessen? warum wird tabouisiert? diese fragen gilt es meiner meinung nach zuerst zu beantworten, bevor man sich auf nebensächlichkeiten und diskreditierung einlässt.
pedro domletschg, am 26. Dezember 2014 um 14:14 Uhr
@Wäckerlig: Schon klar. Ich will ja eigentlich auch nicht - wie erwähnt - auf die Person Schlapp oder die Diskussion rund um Schawinski/Thiel eingehen; mir ist jedoch die doch etwas abwertende Stelle aufgefallen, die m.E. in einem solchen Text fehl am Platz ist. Aber jetzt habe ich doch noch etwas weiter recherchiert (d.h. auch die Google-Suchergebnisse auf den hinteren Seiten einbezogen): Dass Medizin, Naturwissenschaft (und Rechtswissenschaften) dominieren, liegt auf der Hand, andere Studienrichtungen gibt es an der UFL bzw. gab es an der Vorgängerinstitution auch nicht. Was aber im Umkehrschluss nicht zwingend bedeutet, dass es keine Lehrstühle aus anderen Disziplinen gibt. Man denke an die ETH. Aber vielleicht bringt diese Publikation - über den Katalog der Uni Wien gefunden - etwas mehr Licht in die «Reputation» des Herrn Schlapp? Schlapp M. & Guttmann G. (2002): Visitenkarten. Mitglieder des Lehrkörpers der Universität für Humanwissenschaften im Fürstentum Liechtenstein stellen sich vor, Vaduz (Verlag der Universität für Humanwissenschaften im Fürstentum Liechtenstein).
Michael Gisiger, am 26. Dezember 2014 um 14:19 Uhr
Im Übrigen ist mir noch die Bildlegende aufgefallen: Schlapp ist also ehemaliger Klosterschüler? Und, was soll uns das sagen? Das sind viele andere auch, ich z.B.
Michael Gisiger, am 26. Dezember 2014 um 14:30 Uhr
Gesichert ist, dass Manfred Schlapp am Liechtensteinischen Gymnasium unterrichtet hat. An vielen Gymnasien werden die Lehrkräfte mit «Professor» angesprochen auch wenn sie nicht habilitiert haben. Herr Schlapp ist in den Liechtensteinischen Medien mit eher islamophoben Artikel aufgefallen; ein lediglich 6-monatiges Koranstudium in Paris (sic!) liess vielleicht keine differenziertere Koranbetrachtung zu. Offensichtlich kann man aber zur Zeit mit entsprechend pointierten, populistischen Äusserungen sich bemerkbar machen. Wie hier anderorts bemerkt, ist ein Hauptproblem im Islam wohl, dass von vielen der Koran wörtlich genommen wird, was man ja auch von christlichen Fundamentalisten in USA im Umgang mit der Bibel kennt. Die Menschen des Islams haben in ihrer langen Geschichte trotzdem, wie die Christen Kriege (Kreuzzüge !)geführt, aber ebenso Verdienste um Kultur und Wissenschaft erworben. Ebenso gälte es die sozialpolitische Leistung Mohammends in der damaligen Zeit zu würdigen. Zu Bedenken wäre auch, dass die Anhänger der «Buchreligionen» ausdrücklich im Koran anerkannt werden. Es gibt etliche bedenkenswerte Aspekte auch im Koran und die Idee des Jihad ist aus unterschiedlichen politischen Gründen in den Vordergrung getreten. Reist man durch die entsprechenden Länder kann man leicht feststellen, dass diese militante Haltung eher von einer Minderheit (auch in Saudiarabien) geteilt werden.
Hermann K.J. Fritsche, am 26. Dezember 2014 um 15:35 Uhr
Es ist korrekt, dass die Bezeichnung «Professor» in Österreich und Liechtenstein grosszügig verwendet wird. In allen grossen Medien der Schweiz werden jedoch sowieso keine akademischen Titel verwendet, also nicht «Dr. Helmut Kohl» oder «Dr. Roger Schawinski». Professor wird vielmehr zur Bezeichnung des Berufs verwendet, deshalb häufig präziser «Medizin-Professor» oder eben «Orientalistik-Professor».
Urs P. Gasche, am 26. Dezember 2014 um 15:50 Uhr
Nachhaltige Medienarbeit von Roger Schawiniski: Aufmerksamkeit um jeden Preis erlangen! Ziel vollumfänglich erreicht! Über welche Sendung wurde in letzter Zeit mehr geschrieben, geschimpft, geklickt, kommentiert etc. als diese? Viele Trittbrettfahrer-Medien profitieren von Weltwoche und als Folge davon vom SRF-Format Schwaninski. Diese Senung erzielt Wirkung und Reichweite, enorm, welche Wirkung ist egal. Langsam ist dieser «Vorfall» aber definitiv abgelutscht und mehrfach rezikliert worden und jeder konnte sich auch noch profilieren. Entweder ging es um die Art und Weise (Journalistenhandwerk beim Staatsfernsehen und somit auch gleich noch um Gebühren und Billag), dann geht es um Personen und deren Legitimation und manchmal wird der Versuch gewagt, auch inhaltlich-thematisch das Titel-Thema dann noch noch sachlich bearbeiten zu wollen, was aber selten gelingt. Ich staune aber dieser ausgelösten Energie und Dynamik. Selbst Infosperber möchte auch noch von dieser Reichweite und Wirkung profitieren, hmmm. Kann nur sagen, die beiden Rogers (Köppel und Schawinski) haben mit dem Vehikel Thiel einen guten Riecher gehabt und ganze Arbeit geleistet. Bin gespannt, wie lange dies noch anhält und nachwirkt.
Mike A, am 26. Dezember 2014 um 16:31 Uhr
@ Dominik Roelli. Ich weiss nicht, wie Sie das Wort abgeschmiert meinen. Ich hatte in der TV-Sendung gehört, dass Thiel sich etwa viermal auf einen österreichischen Orientalistik-Professor Schlapp beruft. Da klingelte es bei mir. Ich kannte nur einen liechtensteinischen PEN-Club-Präsidenten dieses Namens, der am Gymnasium unterrichtete. Also war es naheliegend, ihn anzurufen und zu fragen, was er von Thiels Äusserungen halte. Da fing er gleich an, sich vehement zu distanzieren, wie ich es in meinem Kommentar zitiert habe. Da ich ihn als anständigen Menschen kennengelernt hatte, war ich erleichtert, dass er nicht zu jenen gehören wollte, die der verbreiteten islamophoben Hysterie verfallen sind. Doch als er das Zitat (so) dementierte, dass ihm (seine) Worte im Mund umgedreht worden seien, musste ich feststellen, dass er offensichtlich doch eine geistige Wende vollzogen hat. Diese Wende finde ich in Oliver Wäckerligs Recherche bestätigt. Man könnte noch hinzufügen, dass Manfred Schlapp auch den umstrittenen Bischof Wolfgang Haas verteidigt hatte. - Und nun noch etwas zum Irokesenkomiker: Wenn der konsequent so weitermacht, dann werden wir bald einen helvetischen Dieudonné haben. - Weshalb? Siehe Thiels Original-Zitat gegenüber «blick.ch»: „Von mir aus kann einer den Holocaust leugnen. Es darf keine Instanz geben, die sagt, was richtig und falsch ist.“ Das heisst, nach Thiels Ansicht, darf sich einer sogar strafbar machen. - Ist das auch Ihre Meinung?
Erich Schmid, am 26. Dezember 2014 um 17:10 Uhr
@Wäckerlig
Sie wissen genau, WAS Thiel in den Suren gesucht hat.
Nehmen wir an, Sie wissen das wirklich.
Weshalb reagieren Sie denn nicht sachlich?
Sie sagen, Thiel sei gegen die Religionsfreiheit der Muslime. Ich kann leider nicht genau erraten, was er damit meint.
Ich vermute (weiss es nicht..), er will das einseitige Verständnis islamischer Religionsfreiheit thematisieren, welche nur proklammiert, jeder Mensch dürfe Muslim werden, aber kein Muslim dürfe konvertieren.
Für diese einseitige Religionsfreiheit gibt es leider Verfolgung und (Pflicht-) Morde. Wie könnte die bedrohliche Situation konvertierter Muslime verbessert werden? Wir wollen doch eine Religionsfreiheit für alle Menschen in alle Richtungen, ich hoffe, Sie seien damit einverstanden.
Urs Lachenmeier, am 26. Dezember 2014 um 17:32 Uhr
@Schmid: Auch auf die Gefahr hin, mich nochmals nicht direkt zum Thema zu äussern - ich gehe in der Tat mit Thiel soweit einig, dass es ein demokratiepolitisches Unding ist, das Leugnen des Holocausts unter Strafe zu stellen. Damit es von vorneherein klar ist: (1) Die historische Beweislast ist erdrückend, der Holocaust hat stattgefunden; (2) 99 Prozent der Holocaust-Leugner kommen entweder aus der rechtsextremen Ecke oder es handelt sich bei ihnen im sonstige Verschwörungstheoretiker und pseudowissenschaftliche Spinner. Aber - und jetzt kommt der entscheidende Einwand -, Demokratie funktioniert nicht ohne Meinungsfreiheit. Punkt. Und diese Meinungsfreiheit muss auch die Möglichkeit umfassen, komplett irrsinniges, nachweislich falsches Zeugs nicht nur zu glauben und denken, sondern auch zu sagen. Diese zugegebenermassen absolute Position vertreten auch viele Philosophen, z.B. Peter Singer: «By contrast, freedom of speech is essential to democratic regimes, and it must include the freedom to say what everyone else believes to be false, and even what many people find offensive. We must be free to deny the existence of God, and to criticize the teachings of Jesus, Moses, Muhammad, and Buddha, as reported in texts that millions of people regard as sacred. Without that freedom, human progress will always run up against a basic roadblock.» (http://goo.gl/0RBjNH, übrigens ein lesenswerter Beitrag). Womit wir irgendwie doch den Bogen wieder zu Schawinski/Thiel geschlagen hätten.
Michael Gisiger, am 26. Dezember 2014 um 17:43 Uhr
Fortsetzung: Vielleicht um diesen Bogen noch zu verdeutlichen, ich stimme weder mit Thiel einseitiger Islamkritik noch mit Schawinskis Appeasement-Haltung überein. Im Gegenteil, ich habe hier kürzlich Al Imfeld vorgeworfen, seine Thesen zu religiösen Texten seien Scheinprobleme, da religiöse Behauptungen sowieso «empirisch unwiderlegbare Pseudobehauptungen und als solche - wie alle anderen metaphysischen Objekte auch - schlicht unsinnig, nicht behandelbar und somit irrelevant» sind. So gesehen ist die ganze Beschäftigung mit Koran, Bibel und den ganzen anderen Märchenbüchern Zeitverschwendung. Umgekehrt jedoch ist jedem unbenommen, täglich in der Bibel zu lesen, das Freitagsgebet zu besuchen, Chanukka zu feiern und Märchen zu glauben. Aber spätestens wenn wir an dem Punkt angekommen sind, an dem ich oder sonst jemand das nicht mehr sagen darf, ist alles zu spät.
Michael Gisiger, am 26. Dezember 2014 um 17:54 Uhr
@gisiger. 1994 wurde demokratisch darüber abgestimmt, dass in der Schweiz Holocaust leugnen verboten ist. So gut hat die Demokratie funktioniert, die sie durch die Freiheit, den Holocaust leugnen zu dürfen, nun retten wollen.
Erich Schmid, am 26. Dezember 2014 um 18:04 Uhr
Ach, @Schmid, jetzt bemühen Sie doch bitte nicht das SVP-Pauschal- und Totschlagargument, dass das Volk immer Recht hat. Das ist mehr als billig, gerade hier beim Infosperber ... 1986 wurde der UNO-Beitritt abgelehnt, 2002 aber angenommen. Nichts und niemand ist unfehlbar, auch der Souverän nicht. Im letzten Jahrzehnt schon gar nicht.
Michael Gisiger, am 26. Dezember 2014 um 18:14 Uhr
Ist die INFOsperber-Redaktion oder Oliver Wäckerlig dafür verantwortlich, dass die Bildlegende die Information «Der ehemalige Klosterschüler» beinhaltet?
Und was hat es für die Gewichtung von Wäckerligs Beitrag zu bedeuten, dass diese Information zwar an einer prominenten Text-Stelle, an welcher die nachfolgende Leseerfahrung massgeblich gesteuert wird, platziert wird, dass man in der Folge aber weder erfährt, wann, wo und wielange Manfred Schlapp eine Klosterschule besucht hat, noch darüber Aufschluss erlangt, wie Schlapp dort geprägt wurde oder ob er dort rebelliert etc. hat?
Franz-Xaver Hiestand, am 26. Dezember 2014 um 20:08 Uhr
Da kommt einer, hier wird er treffend Irokesenkomiker genannt, und sondert seinen Quark in allen möglichen Medien ab. In der rechten „Weltwoche“ hätschelt man ihn. Der Irokesenkomiker hasst die Linken, die Sozialdemokraten ganz besonders. Er nennt sie nicht „Demokraten“, sondern Sozialisten, weil sie im Land die Macht anstrebten. Ein eher bescheidenes Weltbild, das man ihm ja verzeihen mag. Verzeihen möchte man ihm alles, wenn es nur nicht Institutionen gäbe, die ihm eine Plattform böten. Nun hat er sich dem Koran, dem Islamismus, der Theologie und der Philosophie zugewandt. Er, der nie eine Matur machte, fühlt sich berufen in unserem Land die Geisteswissenschaften umzukrempeln. Ohne kräftigen Sukkurs von kompetenter Stelle funktioniert sowas nicht, das zumindest hat der Mann gemerkt. So hat er sich einen Lehrmeister zugelegt. Einen „Professor“ für «Orientalistik», einen veritablen Koranspezialisten, der „Freien Universität Lichtenstein“. Auch Appenzell, Zug und andere haben in dieser Sparte einiges zu bieten. Die „Freie Universität Herisau“, die „Freie Universität Teufen“, 2009 disloziert nach Zug, zum Beispiel. Man kann dort so ziemlich alles (gegen Bares) ergattern, was an akademischen Titeln kreucht und fleucht. Von Bachelor, Master, Doktor bis zum Professor. Bei den Schweizern sozusagen auf jedem Gebiet. Bei den Liechtensteinern beschränkt man sich auf Juristerei, Medizin und Orientalistik. Könnte sein, dass sich unser Irokesenkomiker bald einen Doktorhut aufsetzt.
Peter Beutler, am 26. Dezember 2014 um 20:45 Uhr
Ich bin überhaupt kein Anhänger der «Weltwoche», zum Glück muss ich nicht zwischen Köppel und Beutler wählen, es gib besseres!
Urs Lachenmeier, am 27. Dezember 2014 um 00:03 Uhr
@Hiestand. Für die Legende ist die Redaktion Infosperber verantwortlich. Die Information, dass Schlapp ein Klosterschüler war, soll darauf hinweisen, dass seine Schulung von einer fundamentalistischen Umgebung beeinflusst war. Sie haben vielleicht recht, dass wir die Klosterschule nicht hätten erwähnen sollen.
Urs P. Gasche, am 27. Dezember 2014 um 09:44 Uhr
Warum nicht den Koran mit der Bibel abgleichen. Dem Geist nach gleichen sich beide, nicht gerade wie einem Ei dem andern, aber vieles darin ist auf eine gemeinsame Geisteshaltung zurückzuführen. Die Verherrlichung von Gewalt, die sogar Völkermorde als gerechtfertigt erscheinen lässt. Das kommt zumindest im Alten Testament an mehreren Stellen vor. Sie stehen den Koran-Zitaten, die von meist evangelikalen Nationalisten und Rassisten als Beweis für die Gewalttätigkeit des Islams feilgeboten werden, um nichts nach. Als Transportmittel für die dämliche Antiislam-Hetze werden dabei unbedarfte «Philosophen» und selbsternannten «Korankenner» auf die Medienkonsumenten losgelassen, wie eben unser Irokesenkomiker
(eine echt gelungene Wortschöpfung).
Das heißt nicht, dass man den Iskam etwa nicht kritisch würdigen dürfte. Aber diese Kritik ist dann billig, durchsichtig und ein bisschen doof, wenn sie dazu dient, das Christentum als die humane und einzig richtige Weltanschauung unter den Scheffel zu stellen. Das geschieht oft hinterlistig und indirekt. Man prangert die Grausamkeiten des fundamentalen Islams an, überträgt sie auf alle dieser Glaubensgemeinschaft, aber sagt nichts von den noch größeren Gräueln, die so genannte «Christen» auf dem Kerbholz haben. 1. und 2. Weltkrieg, Koloniesierung von Nord- und Südamerika, der insgesamt weit mehr als hundert Millionen Menschen zum Opfer gefallen sind.
Peter Beutler, am 27. Dezember 2014 um 10:05 Uhr
@Gasche: Ich bin ja davon ausgegangen, dass die Bildlegende von der Redaktion stammt, als ich sie hier bemängelte; aber Ihre Aussage, dass eine Klosterschule a priori ein «fundamentalistisches Umfeld» sei, ist dann doch etwas sehr weit hergeholt.
Michael Gisiger, am 27. Dezember 2014 um 10:55 Uhr
@Beutler,
Ziemlich unverständlich, finde ich....
Wenn wir bei Thiel und seiner Provokation bleiben wollen, dann wollen wir auch wissen, welche Greueltaten die Anhänger direkt aus ihren heiligen Büchern ableiten oder rechtfertigen können.
Es ist unbestritten, dass leider auch «sogenannte Christen» für Greueltaten verantwortlich sind. Aber bitte, sagen Sie uns, auf welche Kapitel und Verse des NT können sich diese Kriegsverbrecher zu ihrer Rechtfertigung beziehen!
Urs Lachenmeier, am 27. Dezember 2014 um 11:40 Uhr
Herr Lachenmeier derzeit bin ich gerade unterwegs. Doch gegen Abend oder Morgen werden Sie auf Ihre Frage eine Antwort bekommen. Zu den zahlreichen Stellen in der Bibel, wo Gewaltverbrechen und Vôlkermorde verherrlicht werden. Sie betreffen vor allem das Alte Testament, aber nicht nur.
Peter Beutler, am 27. Dezember 2014 um 12:32 Uhr
Eigentlich finde ich die Person Schlapp uninteressant, wichtiger wäre darüber nachzudenken, wie es möglich ist, dass ein gebildeter Mensch und Akademiker zu solch rigider, angstbesessener Ansicht gelangen kann. Welche Mechanismen in unserer Gesellschaft führen dazu, dass wir nach Zeiten eher wissenschaftlicher Koranbetrachtung zu phobischen Reaktionen neigen umd offensichtliche wirklich in unseren Kreisen vorhandenen Probleme nicht zur Kenntnis nehmen, sondern uns lieber über Kopftücher und Koransuren fetzen. Wenn ich die Akteure auch in diesem Kreis betrachte, so ist wohl keiner, und ich zähle mich ausdrücklich dazu, in der Lage aus wissenschaftlichen eigenen fundierten Islamstudien Aussagen zu treffen. Es wäre ja Zeichen wissenschaftlichen Arbeitens differenzierte Aussagen zu treffen und weniger polarisierende wohlfeile, dem sog. Zeitgeist zugeneigte Kurztexte. Wichtig ist unsere Diskussion dann, wenn Sie uns, losgelöst vom ursprünglichen und nebensächlichen Anlass, ermöglicht über Werthaltungen, Konditionierungen, Macht und Sprache nachzudenken, welche noch immer unsere hauptsächlichen Mittel eigener Lebensgestaltung sind.
Hermann K.J. Fritsche, am 27. Dezember 2014 um 13:24 Uhr
@Urs Lachenmeier: Wenn Sie wirklich in diese Abgründe schauen wollen, werden sie unter den Stichworten Schwertvers und Dschihad / Heiliger Krieg fündig

http://de.wikipedia.org/wiki/Schwertvers und http://en.wikipedia.org/wiki/Sword_Verse beziehungsweise
http://de.wikipedia.org/wiki/Dschihad / http://en.wikipedia.org/wiki/Jihad
http://de.wikipedia.org/wiki/Heiliger_Krieg

Die Religionen gegeneinander auszuspielen, ist allerdings etwas altmodisch. In Arbeiten von Jan Assmann (echter Professor für Ägyptologie) findet sich die Analyse der gemeinsamen Wurzeln: Die Intoleranz der Monotheismen (und Monokausalismen). Beispielsweise «Monotheismus und die Sprache der Gewalt» oder «Die Mosaische Unterscheidung: oder der Preis des Monotheismus».

Gruss
Werner T. Meyer
Werner Meyer, am 27. Dezember 2014 um 13:29 Uhr
Herr Beutler, das nennt man Gotteslästerung. Wer gibt Ihnen das Recht unser Heiliges Buch derart zu verunglimpfen? Es ist unerträglich, das Christentum mit einer gewaltbereiten Religion, dem Islam, gleichzusetzen. Das wird bei Ihnen mit Heulen und Zähneklappern enden. Sie werden der Strafe Gottes nicht entgehen ...
Sarah Baader, am 27. Dezember 2014 um 14:23 Uhr
Sicher, die Frage, ob, wann und wo Manfred Schlapp eine Klosterschule besucht hat, ist in der aktuellen Debatte ein Detail.

Wenn jedoch INFOsperber Schlapp zuerst als Klosterschüler einführt, ohne auszuführen, wo der Mann wielange eine Klosterschule besucht hat, und später den Gebrauch des Wortes „Klosterschüler“ so begründet, wie Herr Gasche das oben getan hat, legt das den Schluss nahe, dass sich für die Redaktion die Begriffe „Klosterschule“ und „fundamentalistische Umgebung“ semantisch überschneiden oder decken.
Unter anderem Barbara Frischmuth, Larissa Bieler, Barbara Schlumpf, Urs P. Engeler, Jürg Kienberger, Jo Lang, Niklaus Meienberg, Hansjörg Utz und Otto F. Walter besuchten alle einmal eine Klosterschule. Hiesse dies nach INFOsperber, dass die Schulung dieser Leute von einer fundamentalistischen Umgebung beeinflusst wurde? - Selbst Niklaus Meienberg hat seinen Lehrern zwar manches, aber nie eine fundamentalistische Gesinnung vorgeworfen.

Aufgrund der bisherigen Informationen ist die Verwendung des Wortes „Klosterschüler“ bei der Bildlegende ein Indiz für die mangelnde Präzision des zuständigen Redaktors bei der Behandlung religiöser Phänomene.
Die nächsten religiös aufgeladenen Herausforderungen in der Schweiz stehen bevor. Wenn auch Exponentinnen und Exponenten dieser Plattform hier ihr religiöses Wissen erweitern und ihre entsprechende Sprache schulen, werden wir sie leichter meistern.
Franz-Xaver Hiestand, am 27. Dezember 2014 um 15:30 Uhr
PS: Könnte es sein, dass der verantwortliche INFOsperber-Redakteur/die verantwortliche –Redaktorin - bei seinen/ihren raschen Recherchen für die Bildlegende - auf den ehemaligen Journalisten Hermann Schlapp gestossen ist (der tatsächlich Klosterschüler war) und das Attribut „Klosterschüler“ gleich auf Manfred Schlapp übertragen hat?
Franz-Xaver Hiestand, am 27. Dezember 2014 um 15:31 Uhr
@Hiestand. Damit Sie die Feiertage geniessen können, haben wir den «Klosterschüler» aus der Bildlegende gestrichen. Die Legende stammte von der Redaktion und nicht von Autor Oliver Wäckerlig. Im Übrigen bringen fundamentalistische Umfelder nicht zwangsweise Fundamentalisten hervor, sondern häufig ausgesprochene Anti-Fundamentalisten und autoritätskritische Persönlichkeiten. In unseren Breitengraden ist es bekanntlich möglich, sich von fundamentalistischen Umfeldern sanktionslos zu entfernen. Auch wenn dies manchmal schwierig ist, siehe zum Beispiel Scientologen.
Urs P. Gasche, am 27. Dezember 2014 um 15:50 Uhr
Wenn wir Belege für menschliche Grausamkeiten suchen, genügen die täglichen Nachrichten aus aller Welt. Gewaltbereitschaft scheint nicht kulturell oder religiös konditioniert zu sein. Wenn wir nun dem Islam besondere Neigung zur Grausamkeit zuschreiben, vergessen wir wohl leicht die Umtriebe der Päpste im Vatikan im 15./16. Jahrhundert, die den Vatikan in ein veritables Bordell verwandelten und die keine Ethik oder Religion daran gehindert auch mal selbst in der Kirche zum Dolch zu greifen um einen missliebigen Konkurrenten aus dem Weg zu räumen. Die Folge davon war bekanntermassen die Reformation. Interessant vielleicht auch, dass der Islam nach seiner Zeitrechnung sich in etwas im 15 JH befindet! Schauen wir mal, was sich im Islam in weiteren 600 Jahren entwickeln mag.
Hermann K.J. Fritsche, am 27. Dezember 2014 um 15:51 Uhr
Die Folterungen in Guantanamo und andernorts sind christlich (fundamentalistisch) begründet und zu Recht wird deswegen kein Verbot christlicher Kirchen gefordert. Der vielzitierte IS mag in seinen Grausamkeiten dem nicht weit entfernt sein, doch wird dabei gerne übersehen, dass die Mehrheit jener, die ihr 5-mal tägliches Gebet nach dem Koran ausüben sich nicht damit identifizieren, oder sich gar deutlich distanzieren. Wer sich auf Reisen durch muslimische Länder begibt wird da ebenso viele friedlich und gastfreundliche Menschen antreffen wie wohl überall; wer Schurken sucht, wird sie auch da, wie überall finden. Dass etliche Menschen der islamischen Welt mit Ihrer Religion und Religionsausübung enger verbunden sind, denn manche hierzulande, könnte manchen christlichen Priester eher nachdenklich machen und betrüben.
Hermann K.J. Fritsche, am 27. Dezember 2014 um 16:00 Uhr
Folterungen seien «christlich» begründet?
Ich bitte um Hinweise, damit ich diese Begründung nachlesen kann.
Was denn an jenem 11. September wirklich geschah und wer Auftraggeber war, ist überhaupt nicht klar. Dass Bin Laden Urheber gewesen sei, glaubt nur eine desinteressierte Mehrheit, welche in den USA vielleicht noch 60% der Menschen ausmacht, ca 40% sollen die offizielle Theorie jedenfalls ablehnen.
Wenn ein christlicher Fundamentalist damals das Präsidium der USA bekleidet hatte, heisst das noch lange nicht, dass irgend eine Handlung oder Strategie «christlich begründet» sei.
Der sog. Krieg gegen den Terror ist ein eingefädeltes Mega-Geschäft.
Klar ist eigentlich nur eines, die offizielle Version ist gelogen. Es gab Insider-Wissen und genau diese wissenden Gremien veranstalteten auch die nachfolgenden Grässlichkeiten.
Urs Lachenmeier, am 27. Dezember 2014 um 17:02 Uhr
@gasche - Wie wäre es mit folgender Bildlegende?
„Manfred Schlapp: Apologet von Bischof Haas“
Rolf Ebner, am 27. Dezember 2014 um 17:08 Uhr
@Ebner: Erzbischof, immerhin!
Hermann K.J. Fritsche, am 27. Dezember 2014 um 17:33 Uhr
@Lachemneier. Die USA sind wohl kein muslimisches Land und führen ihren Krieg im Namen der christlichen Grundwerte, die es allenorten zu verteidigen gälte! Ich stimme zu, dass es dabei primär um handfeste kommerzielle Interessen geht und einmal mehr die Religion resp. sog. christliche Werte als Deckmantel herhalten müssen. Auch angebliche Religionskriege sind ohne wirtschaftliche Hintergründe kaum vorstellbar, schon als sie nomadisierenden Stämme im levantinischen Raum die Anhänger Baals überfielen, ging es vorwiegend um Nahrung und nicht so sehr um monotheistische Ideen.
Hermann K.J. Fritsche, am 27. Dezember 2014 um 17:40 Uhr
Lieber Herr Fritsche, Glauben Sie das selbst, dass die USA bzw deren Regierung bzw die Hinterleute christliche Grundwerte verteidigten, oder glauben sie, andere könnten dies glauben?
Jedenfalls gab es zur Irak-Invasion keinerlei Billigung von irgendwelchen Religionsvertretern, der Pontifex hatte ganz explizit dieses kriegerische Ansinnen verurteilt. Bush selbst hat von demokratischen Werten gesprochen, mit welchen er die Bevölkerung des Irak beglücken wolle. Ich weiss nicht, ob die Freikirche, welcher der wiedererweckte Bush angehört, diesen Waffengang unterstützt hatte und falls ja, ob lokal oder landesweit.
Es ist kein Anlass für eine Begründung aus dem NT auszumachen, auch im weitesten Sinne nicht.
Also nochmals, nennen Sie bitte die Quelle Ihrer Begründung!
Urs Lachenmeier, am 28. Dezember 2014 um 10:24 Uhr
@Urs Lachenmeyer: In zwei Clicks könnten Sie sich davon überzeugen, dass die «Christliche» Rechte in den USA landesweit fest hinter Bush Junior und seinem Irak-Kreuzzug 2003 standen. Später hinter McCain aus analogen Motiven.

http://en.wikipedia.org/wiki/John_Hagee /
http://en.wikipedia.org/wiki/Christians_United_for_Israel

CUFI ist doch ein Bilderbuchbeispiel einer Christlichen Sekte, die sich auf einem Kreuzzug gegen Irak, Iran und andere Islamische Staaten wähnt und uns laut eigenem Bekenntnis Christus auf Erden und den Weltuntergang bringen will.
(CUFI ist sehr gross, sicher kein Randphänomen und kaum bloss als Business eines TV-Stars wegdiskutierbar)

Werner T. Meyer
Werner Meyer, am 28. Dezember 2014 um 11:20 Uhr
@Lachenmeyer. Danke, damit ist alles gesagt.
Hermann K.J. Fritsche, am 28. Dezember 2014 um 12:39 Uhr
Zum Christen kann man sich nicht erklären, Christ ist man durch die Tat. Genauso wenig wie ihr euch in den Himmel philosophieren könnt. Aber macht nur weiter, ist amüsant.
Olivier Bregy, am 28. Dezember 2014 um 14:35 Uhr
Noch bin ich Herrn Lachenmeier eine Antwort schuldig. Die Frage: «Aber bitte, sagen Sie uns, auf welche Kapitel und Verse des NT können sich diese Kriegsverbrecher zu ihrer Rechtfertigung beziehen!» (?)
Hier ist sie, gleich mehrfach
http://bibelzitate.npage.de/bibelzitate.html
Verzeichen Sie Herr Lachenmeier, lese ich diese Zitate und denke an Ihre Frage, kann ich mir ein Lachen nicht verkneifen. Das Lachen vergeht mir allerdings, wenn ich mich mit dem Inhalt der Texte auseinandersetze.
Natürlich ist mir klar, dass allein mit Zitaten eine Religion weder unglaubhaft noch glaubhaft gemacht werden kann. Da halte ich mich an Al Imfeld.
Doch genau das tun jene, die sich Bersekern gleich auf den Koran stürzen möchten und ihn zu zerfleischen. Sie heissen Thiel, Köppel, Schlüer, «Orientaloge aus der 'Freien Universität Liechtenstein'» und was an «Heerführern» zur Rettung des Abendlandes noch so alles in unserer Medienlandschaft herumstreunt ...
Beim Blättern in den Pamphleten dieser Zeitgenossen macht man sich die Hände schmutzig. Deshalb ist man gut beraten, das zu unterlassen. Doch manchmal geht es nicht anders.
Peter Beutler, am 28. Dezember 2014 um 17:17 Uhr
@T. Meyer,
Ich habe Ihren Link beachtet, ohne alles über diese Sekte lesen zu wollen. Der Mitgliederbestand habe 2008 bei 20'000 gelegen. Also doch eher eine klägliche Randerscheinung.
Dass überhaupt 20'000 Leute diesem John Hagee nachfolgen, ist angesichts der Inhalte schon erstaunlich. Aber eine representative Grösse der Christenheit kann diese Zionisten-Sekte auch in den USA nicht darstellen.
Urs Lachenmeier, am 29. Dezember 2014 um 01:12 Uhr
Wisst ihr was, der Mensch will KEIN Frieden, der Mensch sucht „stetige Streitgründe“, will Schwarz gegen Weiss kämpfen sehen, will Dispute herbeirufen. Die Linken wollen die Köppe der Rechten einschlagen, die Christen kriege gegen Muslime und umgekehrt führen, die mittellose gegen die wohlhabenden herziehen … ein wahrhaft trauriges Menschensbild geben wir ab.

Demzufolge haben «Religionen» (veraltet wie sie sind), zu nichts gutes beigetragen !
Frau Carmey Bruderer, am 29. Dezember 2014 um 01:36 Uhr
http://mo.michelonfray.fr/chroniques/la-chronique-mensuelle-de-michel-onfray-decembre-2014-n-115/

Michel Onfray äussert sich hier aktuell ähnlich unfreundlich zum Islam wie Andreas Thiel. Er ist aber nicht Bauzeichner, sondern wohlbestallter Professor, an dem kommt man nicht so einfach vorbei. Oft am Fernsehen und immer für eine Kontroverse gut.

An der Zürcher Bahnhofstrasse wird der Koran an Passanten verteilt, was sollen da jetzt höchste wissenschaftlichen Ansprüche (natürlich nur für Kritiker)?
Jeder kann heute die heiligen Schriften konsumieren, das ist so seit der Erfindung des Buchdrucks. Das gedruckte Wort entfaltet seine Wirkung und lässt sich nicht einfach wegwischen.
Die Texte aller mosaischen Religionen sollten schon längst einer gründlichen Revision unterzogen werden, aber welcher Gläubige würde sich getrauen, an Gottes Wort zu rühren?

Thiel hat meine Wertschätzung gewonnen, z.B. hier
http://www.bernerzeitung.ch/kultur/diverses/Die-sind-alle-gehirngewaschen-und-haben-einen-an-der-Waffel/story/14738875
('Neandertaler') und hier
http://www.bernerzeitung.ch/leben/reisen/Wie-ticken-die-Inder/story/18331918

Der Mann hat in muslimischen Kulturen gelebt, das ist kein simpler Komiker. Die süffisanteren unter den Kommentatoren hier sollten sich etwas zurückhalten, in ihrem eigenen Interesse. Das hätte auch Roschee gut getan.
Richard Steiner, am 29. Dezember 2014 um 03:47 Uhr
Nun hat Schawinski in der SonntagsZeitung u. a. die Onlinemedien kritisiert, sie hätten immer weitere Thiel-Storys produziert und Regeln verletzt. Dass er sich selber mangelhaft vorbereitete, ist für ihn offenbar gar kein Thema. Er hätte sich vor dem TV-Gespräch fragen müssen, auf wen sich Thiel bei seinen Behauptungen in der Weltwoche berufen hatte, Mohammend sei ein Massenmörder und Kinderschänder gewesen. Dass sich dann einmal jemand überhaupt gefragt hatte, wer denn eigentlich der von Thiel zitierte Orientalistik-Professor Schlapp sei, ist Erich Schmid zu verdanken. Ohne ihn und das Onlinemedium infosperber hätte diese Debatte gar nie stattgefunden. Es wäre auch nicht ausgekommen, dass dieser Manfred Schlapp, der sich zuerst von Thiel distanzierte, sich dann aber auch von dieser Distanzierung wieder distanzierte, kein ernstzunehmender Islam-Experte ist.
Rolf Ebner, am 29. Dezember 2014 um 08:07 Uhr
@Bregy. Der Ku Klux Klan ist ein betont christliche Gruppierung. Im Jahre 200 gab es in New York eine Ausstellung mit Fotos schwarzer Lynchopfer. Susan Sontag kommentierte: «Die Bilder dienten als Souvenirs und manche von ihnen wurden als Postkarten verwendet; nicht wenige zeigen grinsende Zuschauer, brave Bürger, von denen die meisten den Gottesdienst am Sonntag nicht versäumt haben». Der Ku Klux Klan gibt es noch immer, wohl geduldet von übrigen amerikanischen Christen. Besagte Bilder erinnern fatal an die Publikationen des IS
Hermann K.J. Fritsche, am 29. Dezember 2014 um 09:39 Uhr
Wenn sich der Ku Klux Klan selbst eine Etikette gibt heisst das nicht viel. Bedeutend sind die Taten und diese stehen ganz klar im Widerspruch zur christlichen Botschaft.
"An ihren Früchten werdet ihr sie erkennen» - ich kann mir nicht vorstellen, dass diese kriminelle Organisation von den «übrigen amerikanischen Christen» wohl geduldet sei. Ich kann mir hingegen vorstellen, dass Leute dieser Vereinigung staatliche Stellen unterwandern, wie das alle Organisationen legal oder ilegal tun.
Urs Lachenmeier, am 29. Dezember 2014 um 10:43 Uhr
Herr Lachenmeier, was heisst schon «christliche Botschaft"? Verkündet haben sie Leute wie ein Erzbischof Romero oder ein Theologieprofessor namens Karl Barth. Aber auch Leute wie Pius X?, Wojtyla, Lefebvre oder die zahlreichen Geistliche, die Hitlers, Mussolinis und Francos Waffen gesegnet hatten. Vor Barth und Romero habe ich tiefen Respekt. Ihre Auslegung des Christentums ist weitgehend das Gegenteil dessen, was die Letzteren verbreitet haben. Die Letzteren sind wie Janusköpfe. Schneidet man sie ab, wachsen weitere, allenfalls noch Üblere nach. Klar doch, auch die Aktivisten des Ku Klux Klan müssen wir in diese Seilschaft einreihen, wie etwa den chilenischen Massenmörder Pinochet und seine Supporter in den USA. Übrigens: zu rechten Kreisen der USA. Sie haben seinerzeit in Guatemala den evangelikalen General und Präsidenten Rios Montt unterstützt. Dieser Verbrecher hatte Tausende von Menschen im Namen des Christentums umbringen lassen. Wem die Floskel «Christliche Botschaft» so unbedarft über die Lippen kommt, wie Ihnen, Herr Lachenmeier, dem billige ich eine gewaltige Portion Scheinheiligkeit zu. So ungefähr eine Scheinheiligkeit, die sich islamophobe Hassprediger zu eigen machen, wenn sie über den Koran herziehen. Jedenfalls die christliche Botschaft, die Sie, Herr Lachenmeier, meinen, ist nicht meine. Ich gehöre so nebenbei dem Reformflügel der evangelisch reformierten Kirche an.
Peter Beutler, am 29. Dezember 2014 um 14:13 Uhr
"Je grösser der Dachschaden, desto schöner der Ausblick zum Himmel.» (Karlheinz Deschner)
Regula Niederer, am 29. Dezember 2014 um 14:56 Uhr
@Urs Lachenmeyer: CUFI (eine der grössten Christlich-Zionistischen Organisationen) allein beziffert ihre Mitgliederzahl gegenwärtig auf «über eine Million» bis zu «1.9 Millionen».
Das dürfte der heutigen Realität etwas näher liegen als Ihre «20'000».
John J. Mearsheimer und Stephen M. Walt ("The Israel Lobby and U.S. Foreign Policy» - Kapitel 4) gehen ausführlich auf die Christan Zionists ein. Allerdings ist der Organisationsgrad der Gruppe tief, ihre Finanzen nicht gerade auf Staatskirchen-Niveau und ihre Präsenz auf der Strasse ist bis jetzt allenfalls bei den österlichen Pilgerfahrten nach Jerusalem bedrohlich.

Werner T. Meyer
Werner Meyer, am 29. Dezember 2014 um 16:12 Uhr
@Peter Beutler,
Ich weiss nicht, wie Sie zu Ihrer verächtlichen Einschätzung meiner Person kommen, haben Sie denn meine Beiträge überhaupt gelesen? Was die christliche Botschaft denn in meinem Verständnis sei, mutmassen Sie und ahnen irgendwie etwas sehr enges?
Ich versichere Ihnen, dass Ihre beiden genannten Vorbilder auch zu den meinen gehören. Erzbischof Romero wurde wegen seinem Engagement genau nach «der» christlichen Botschaft, die auch ich meine... ermordet. Die Hinterleute, die Sie erwähnen bis in die Spitzen der US-Regierung (etc.), sehe ich ebenso als Täterschaft. Karl Barth war ein ganz grosser und ernsthafter Theologe, gerne zitiere ich immer wieder seinen Spruch: «ein guter Protestant ist katholisch und ein guter Katholik ist evangelisch».
Es entgeht auch mir nicht, dass Auslegungen der christlichen Botschaft extrem differieren. Ich spreche aber nicht von Auslegungen, sonder von der Botschaft selbst, wie sie im besonderen als Bergpredigt und in den Abschiedsreden überliefert ist. «Das Himmelreich ist in euch», dieser Satz muss doch nicht ausgelegt werden?
Ihre Unterstellungen machen mich traurig, ich glaube nicht, dass ich Ihre Verachtung verdiene.
Ich hatte auf Ihre «Antworten» reagieren wollen, habe aber irgendwie falsch geklickt...
Urs Lachenmeier, am 29. Dezember 2014 um 16:49 Uhr
@Fritsche: Lieber Herr Fritsche, überlassen Sie es doch dem lieben Gott zu eintscheiden, wer Christ ist und wer nicht. Christ ist man durch die gute Tat.

Wenn es nicht wichtigere Probleme in Europa gäbe, könnte man tatsächlich lachen über was ihr hier diskutiert.

55 Kommentare, Hergott, habt ihr eigentlich keine andere Sorgen? Inzwischen verbeisst ihr euch schon gegenseitig.
Olivier Bregy, am 29. Dezember 2014 um 17:24 Uhr
@Peter Beutler, also nun zu Ihrer Antwort auf meine Frage an Sie, auf welche Kapitel und Verse des NT sich Kriegsverbrecher zu ihrer Rechtfertigung beziehen könnten. (sh 27.12. 10:05ff)
Ihre «Antwort besteht aus diesem Link:
http://bibelzitate.npage.de/bibelzitate.html
Ich habe diese «64 unmenschlichen Jesus-Zitate» gelesen. In keinem dieser Zitate ist eine Aufforderung zu Kriegs- und anderen Verbrechen zu lesen und ebenso wenig irgend eine Rechtfertigung dazu. Also keine Antwort Ihrerseits.
Analogien und Aphorismen werden bisweilen in einer drastischen Sprache dargelegt, insbesondere in der zitierten Übersetzung.
Wenn nun ein wortgläubiger Fundamentalist vom fruchtlosen Feigenbaum liest, der vom Landwirt ins Feuer geworfen wird, dann kann er eine Analogie seiner Früchte mit der drastischen Vorstellung des Feuers machen. Niemand kann aber daraus ableiten, Menschen sollen andere Menschen entsprechend einstufen und gegebenenfalls verbrennen.
Bei Kriegstreiberei und Friedensbemühungen sind sich nicht immer alle Representanten der «Christenheit» einig. Z.B. beim 1. Weltkrieg bemühte sich Papst Benedikt XV für den Frieden und die Versöhnung, während Vertreter der Landeskirchen dem kriegerischen Nationalismus huldigten.
AUCH DIE KIRCHE SCHRIE HURRA:
http://www.katholisch.de/de/katholisch/themen/geschichte/140122_interview_kirche_und_erster_weltkrieg.php
http://blog.radiovatikan.de/vom-frieden-reden-in-zeiten-des-krieges/
Urs Lachenmeier, am 29. Dezember 2014 um 17:25 Uhr
Babylonische Zustände herrschen !

Gott ist leider „Mensch-gemacht“, denn sonst hätte es nicht so viele Götter !
Es besteht ein Problem, ob wir es sehen wollen oder nicht, denn nirgends ist eine minimale Einigkeits-Möglichkeit, bei diesem komplexen Thema, zu finden.
In absehbare Zeit ist keine Lösung für diese kontroversien in Sicht, nein, wir können weiterhin in den Details der bestehende Religionen herumwuseln, vergleichen und darüber debattieren, aber ein Konsens werden wir nicht finden.
Der Mensch, bei der heutige Lage der Dinge und Regeln, hat nur beschränkt die Möglichkeit Ordnung, Einigkeit und Frieden zu schaffen !

Kann es wirklich niemanden einsehen dass es doch so nicht weiter gehen kann, und es doch Weltweite Reformen bedarf ? Die Welt ist leider durch die unerwünschte Globalisierung „KLEINER„ geworden, und dafür sind „MEHR“ Menschen da, und wir sind zu sehr vernetzt, unterwegs, und mit dem Ganzen Globus verbunden, so dass es wir es uns nicht ohne gemeinsame „Moralische und Ethische Regeln“ erlauben können so weiter zu leben.
Wirtschaft und Ökonomie streben unentwegt nach einigende Regeln … nur im „Glauben“ sind wir alle noch eine Insel.

Dass wir Menschen uns zusammenraufen müssen und ein neues „Weltbild von Gott und seine Regeln“ (wenn es unbedingt ein Gott sein muss, à’ la bonheur), erschaffen müssen, wird immer offensichtlicher.
Ja, ein „Grösse-Wahnsinn“ Projekt, oder dann eben weiterhin Kriege als stete oder periodische „Säuberung“ zulassen …
Frau Carmey Bruderer, am 29. Dezember 2014 um 18:20 Uhr
@Günther Fritz,

Ich lese bei ihnen (von Schlapp gesagt):

„… Man sollte endlich den Mut haben, offen auszusprechen, dass der Islam – analog zum früheren Katholizismus – in erster Linie eine politische Ideologie ist, die im Mantel einer Religion auftritt …“

Und:

„ … es ist unerträglich, dass jemand, der am Islam Kritik übt, in die Rassismus-Ecke gestellt wird … “

Und:

Deshalb gehört für Manfred Schlapp die zeitlose Devise der Aufklärer «Vernunft in die Welt tragen!» globalisiert. Dazu der «Notabene»-Autor: «Globalisierung war noch nie so wichtig wie heute, in dem Sinn, dass man der leisen Stimme der Vernunft Gehör verschafft und das Feldgeschrei der Fundamentalisten weltweit zum Verstummen bringt.»

Es könnte nicht besser ausgedrückt werden ! Diese Aussagen & Ansichten, finde ich mutig und gefallen mir, ich wäre froh wenn sie von allen geteilt werden könnten !

Aufklärung und Abmahnung tun dringend Not !
Frau Carmey Bruderer, am 30. Dezember 2014 um 00:57 Uhr
Aug um Aug, Zahn um Zahn, das lehrt die Thora.
Damit wird die Vergeltung auf das Ausmass des zugefügten Erstschadens begrenzt. Wo stehen die Gesellschaften heute? Die Vergeltung des Staates Israel an Gaza... Wir wissen, die «Verteidigungstaktik» fordert als Abschreckung ein Mehrfaches, nicht ein Gleiches.
Israel als Representant des Judentums? (oder alle Juden ausgenommen die Nicht-Zionisten?) Wir sehen, wie die Praxis von der Theorie abweicht, gewiss nicht nur Israel betreffend.
Bevor wir neue Regeln aufstellen, sollten wir die bestehenden anwenden.
Urs Lachenmeier, am 30. Dezember 2014 um 12:13 Uhr
.. und wie kann das mit «liebet eure Feinde...» funktionieren? Die Regel für alle, welche vorgeben «christliche Werte» zu verteidigen. Theorie und Praxis - gar nicht einfach....
Urs Lachenmeier, am 30. Dezember 2014 um 12:16 Uhr
Den Feind lieben heisst sein Cola trinken, seine Hamburger essen. Ist doch kein Problem.
Olivier Bregy, am 30. Dezember 2014 um 12:23 Uhr
Nun Herr Lachenmeier. Abschätzig wollte ich Sie nicht behandeln. Aber in Vielem teile ich eben Ihre Ansichten nicht. Etwa bei der Auslegung von Bibelzitaten. Im AT gibt es zweifellos Verherrlichungen von Völkermorden. Im NT, wie ich es beurteile, ebenfalls. Menschenverachtende Zitate ohne Zweifel. Etwa dieses: Mt 18,6 (Jesus spricht): «Wer einen einfachen Gläubigen ärgert, sollte mit einem Mühlstein am Hals im tiefsten Meer ersäuft werden.» Wer den Link in meinem Kommentar anklickt, wird noch zahlreiche weitere grauenhafte Jesuszitate finden.
Dabei möchte ich festhalten: Allein anhand von Bibelzitaten kann man noch keine tiefgreifende Aussage über das Christentum machen, das gilt ebenso für den Koran. Das sehe ich genau so wie Al Imfeld.
Peter Beutler, am 30. Dezember 2014 um 12:32 Uhr
..was Zitate in Bezug auf «lat. religare» Wert sind, dürfte diese Kommentarspalte zeigen.

Kein Buch der Welt bringt Ihnen Gott näher, Herr Beutler. Kein Zitat kann die persönliche Erfahrung ersetzen.
Olivier Bregy, am 30. Dezember 2014 um 12:54 Uhr
@ Urs Lachenmeier

Sie sagen:

„Bevor wir neue Regeln aufstellen, sollten wir die bestehenden anwenden“

Und ich sage, … eben nicht !, die bestehende Regeln sind doch das Problem !
„Aug um Aug“ … und all die zerstörungs und vernichtungs Aufforderungen (des ungläubigen z.B.), bewirken bei denen die das wort-wörtlich nehmen, genau das was wir nicht mehr wollen, es hört einfach nie mehr auf.
Alle diese „alte Interpretationen“ müssen radikal aufgearbeitet werden, vielleicht doch wie Prof. Schlapp sagt: „mit Vernunft (und Ratio) überdacht werden“ !

Sie haben schon recht, es klingt illusorisch, ist es vielleicht auch, es ist in erster Linie „ein langer, langer Weg“.
Aber der Mensch ist bis zum Mond vorgedrungen, warum soll er nicht auch mal „was gutes“ zustande bringen ?

Haben sie eine Alternativ Lösung ?
Frau Carmey Bruderer, am 30. Dezember 2014 um 12:54 Uhr
Und es ist wie immer bei diesem Thema. Zitate werden hin und her gereicht und am Schluss ist jeder schlau wie zuvor.

Gott soll erfahren wer will. Jeder soll «seine Ehtik» ableiten von was er will. Am Schluss gehen wir im idealfall an die Urne und machen einen Kompromiss.

Und ganz am Schluss landen wir selber in einer Urne, und was danach kommt dürfte so einige Fragen beantworten.

Aber vielleicht geschehen über unsere Köpfe hinweg andere Entscheide, während ein Volk solcher Unsinn diskutiert wird und besser über Realpolitik diskutiert hätte.
Olivier Bregy, am 30. Dezember 2014 um 13:09 Uhr
Unser Regime wünscht sich nichts sehnlicher, als das wir über solche I*** diskutieren.
Olivier Bregy, am 30. Dezember 2014 um 13:15 Uhr
Ein solches Regime sollte man zumindest mal einen halben Tag an einem Mühlestein unter den Springbrunnen des Bundesplatzes installieren. Aber sicher nicht im Bundeshaus.
Olivier Bregy, am 30. Dezember 2014 um 13:25 Uhr
Demokratie ist für das alltägliche Zusammenleben höher einzuschätzen als Religion, weil sie eben auch die Relegionsfreiheit schützt. (Nur das Seelenheil findet man darin nicht.) Aber die Religion in die demokratische Diskussion einbringen zu wollen führt dazu, dass realpolitische Probleme ausgeblendet werden, die Diskussion sich auf Personen und deren Aussagen konzentriert. Das war immer so und wird immer so sein. Der Machthaber lacht sich ins Fäustchen und das Volk erkennt ihn nicht als Opium-Dealer. Wie immer finanziert er den Rausch, in diesem Fall mit seinen Gebührengeldern.
Olivier Bregy, am 30. Dezember 2014 um 13:38 Uhr
religiöse Zwiste, ob verbal oder mit Waffen geführt ist einfach Verschwendung der demokratischen Resourcen. Das dient meist denen, die sich raushalten aus den Zwisten und die Ablenkung nutzen.
Olivier Bregy, am 30. Dezember 2014 um 13:55 Uhr
Da wäre ich ja mit voll und ganz mit Bregy einverstanden. Doch wir wären wieder bei Zitaten: «Die Religion ist das Opium des Volks. Die Religion ist eine Art geistigen Fusels, in dem die Sklaven des Kapitals ihr Menschenantlitz und ihre Ansprüche auf ein halbwegs menschenwürdiges Leben ersäufen.“ – Lenin: Sozialismus und Religion, 1905. Aber dieses Zitat hat immer noch seine Gültigkeit. Er passt haargenau ins Bild der populistischen, islamophoben Rechten, die mit aus dem Zusammenhang gerissenen Islamzitaten ihr (braunes) Süppchen kocht. Da gibt es viele Mitesser, darunter auch ein gewisser «Orientaloge» von der «Freien Universität Liechtenstein» oder etwa der «Freien Universität Herisau"? Vielleicht gibt es in Herisau ja auch einen Penclub. Alles wäre kein Problem, gäbe es nicht derart viele bescheuerte Zeitgenoss_inn_en, die noch Geschmack an dieser Brühe finden.
Peter Beutler, am 30. Dezember 2014 um 14:05 Uhr
"Scheusslich» was gewisse Eidgenosse hier rauslassen ! Die kochen eine «rote» Suppe und meinen, weil sie ein Buch geschrieben haben, das tun zu dürfen. Die Person die sich so äussert hat sicher «studiert» ... aber was und wo ist fragwürdig.
Ich habe nur mein Verstand, würde mich aber als «gelehrte» niemals so ausdrücken. Eine wahre Schande !
Frau Carmey Bruderer, am 30. Dezember 2014 um 14:52 Uhr
@Beutler
Bitte lesen Sie was ich wirklich geschrieben habe und was eben auch nicht, Sie können doch lesen?
Ich habe nie behauptet, im AT gäbe es keine Rechtfertigung oder Aufforderung zu Kriegen. Wie kommen Sie auf Ihre falsche Lesart?
Meine Frage an Sie betraf Rechtfertigungen zu Kriegsverbrechen, welche aus dem NT gelesen werden könnten. Eben dies hatten Sie postuliert. Ihre Nicht-Antwort war lediglich ein Link zu einigen Zitaten aus der Luther-Übersetzung, was ich ja schon kommentiert habe.
Nun kommen Sie wiederum mit einer sehr eigenartigen Übersetzung von Mt 18,6.
Wenn Sie Al Imfeld mögen, werden Sie wohl eine oekumenisch anerkannte Übersetzung nehmen, wie z.B. die Einheitsübersetzung, auch die Eberfelder, die Jerusalemer... die Vulgata steht leider nicht zu Verfügung. Ich müsste nachlesen, wie Luther oder Zwingli Mt 18,6 übersetzt hat....
Einheitsübersetzung Mt 18,6: «Wer einen von diesen Kleinen, die an mich glauben, zum Bösen verführt, für den wäre es besser, wenn er mit einem Mühlstein um den Hals im tiefen Meer versenkt würde.»
Ich weiss nicht, ob Sie oder irgend ein Übersetzer daraus eine Aufforderung zum Töten macht. Was sagte denn «Ihr» Karl Barth dazu? und was Romero?
Sie zitieren isolierte Passagen von eigenartigen Übersetzungen ohne Zusammenhang und bestätigen gleichzeitig, dass so keine Aussage gemacht werden kann. Sie schreiben sehr widersprüchlich.
Urs Lachenmeier, am 30. Dezember 2014 um 15:01 Uhr
Der grösste Irrglaube scheint mir indes zu sein, dass irgend ein Wortlaut und seine Bedeutung mehr als Hundert Jahre überdauert hat.
Olivier Bregy, am 30. Dezember 2014 um 15:05 Uhr
Frau Bruderer, eigentlich wollte ich nie auf Ihre Statesments eingehen. Sachliche tue ich das auch diesmal nicht. Aber wenn Sie nach meiner Ausbildung fragen, dann darf ich Ihnen wohl eine Antwort nicht schuldig bleiben. Ich habe an der Universität Chemie und Physik studiert und als Dr. phil. nat. abgeschlossen. Und - nur so nebenbei - nicht nur ein Buch geschrieben, sondern bislang sechs. Zwei davon wurden Bestseller: Kanderschlucht und jetzt (immer noch) Kristallhöhle. Es sind gesellschaftskritische politische Krimis.
Peter Beutler, am 30. Dezember 2014 um 15:18 Uhr
Frau Bruderer. Ergänzung: Natürlich muss ich noch Universität nennen. Es ist die Universität Bern
Peter Beutler, am 30. Dezember 2014 um 15:21 Uhr
Frau Bruderer wird die Kristallhöhle wohl nicht lebendig verlassen. Schenken Sie Ihr wenigstens ein signiertes Exemplar. In einem Krimi kann Sie sich mit Ihren Kraftausdrücken sicher besser anfreunden.
Olivier Bregy, am 30. Dezember 2014 um 15:24 Uhr
Was der «grösste» Irrglaube ist, können wir nicht wissen. Indes ist klar, dass die Überlieferung «angepasst» wurde. Übersetzungen sind generell schwierig und der Übersetzer ist vom Zeitgeist nicht unbetroffen.
Urs Lachenmeier, am 30. Dezember 2014 um 15:27 Uhr
aber die Sprache des Übersetzers.
Olivier Bregy, am 30. Dezember 2014 um 15:31 Uhr
Danke Oliver Bregy. Eine gute Idee. (Übrigens ein Kommentar, den ich voll und ganz verstehe, was leider eher selten der Fall ist. Na ja, könnte auch an meiner zu wenig ausgeprägten Auffassungsgabe liegen.)
Peter Beutler, am 30. Dezember 2014 um 15:31 Uhr
und auch...
Olivier Bregy, am 30. Dezember 2014 um 15:32 Uhr
ich meine, und auch die Sprache unterliegt dem Zeitgeist. Kommt dann noch dazu.
Olivier Bregy, am 30. Dezember 2014 um 15:38 Uhr
Herr Lachenmeier, Sie rennen offene Türen ein. Klar doch, Zitate sind häufig aus dem Zusammenhang gerissen. Ich habe ein Bibelzitat nur hier platziert, um genau das zu zeigen. Den Link zu den Bibelzitaten ist begleitet von Begründungen. Meiner Meinung nach durchaus eine Antwort. Aber diese kann jede/jeder selber anklicken, lesen und sich eine eigene Meinung darüber bilden. Im übrigen komme ich zum Schluss, dass wir nicht auf gleicher Augenhöhe diskutieren können. Ihre Bibelkenntnisse scheinen die meinen um einiges zu übertreffen. Dennoch: Die abstrusen Auslegungen Exponenten islamophober Hassprediger glaube ich dennoch zu verstehen, auch die Folgen, die sie haben können.
Peter Beutler, am 30. Dezember 2014 um 15:49 Uhr
@ Peter Beutler

Mamma mia, alle Achtung ab solch einer Leistung, bin Sprachlos. Ich hingegen habe nicht mal die Matura, ... alles nur der «Lebensschule bespickt mit viel Neugierde», entnommen, … und meine Muttersprache ist nicht mal Deutsch (!), bin Autodidakt(in).

Nun zum Jahresende sollten wir uns Versöhnen, wie wäre es wenn sie ein Exemplar des Buches an Urs P. Gasche senden (er hat meine Adresse), und ich werde es für sie bezüglich «Kraftausdrücke» ... gratis durchkämmen und bereinigen.
Einverstanden ? ... Ich werde es sogar für sie in der kalte „Höhle“ sitzend (zur strafe), lesen, die ich aber hoffentlich danach doch noch «Lebendig» verlassen kann … smile.

Ein bisschen Gute Laune schadet nie …
Frau Carmey Bruderer, am 30. Dezember 2014 um 16:05 Uhr
Danke Frau Bruderer. Ich werde P. Gasche ein signiertes Buch schicken, damit er es Ihnen zustellen kann.
Peter Beutler, am 30. Dezember 2014 um 20:45 Uhr
Toll, Danke Herr Beutler, freue mich darauf !

Freue mich besonders da ich über 25 Jahre nicht weit entfernt von der Höhle gewohnt habe, war aber Garantiert nicht der/die Täter(in) ... smile
Sende an Herr Gasche das nötige Geld für die Frankatur.

Wünsche Ihnen und allen Infosperber Leser ein
Gesundes, Spannendes und Glückliches JAHR 2015 !
Frau Carmey Bruderer, am 30. Dezember 2014 um 22:29 Uhr
... und auch ein DANKE an Herr Bregy, ... der manchmal auch ganz gute Ideen hat !

Auch Ihnen ALLES GUTE FÜRS 2015 !
Frau Carmey Bruderer, am 30. Dezember 2014 um 22:33 Uhr
Und auch der vollständige Redaktion von Infosperber, für die gelungene Arbeit hier,
WÜNSCHE ICH NUR DAS BESTE
fürs 2015 !
Frau Carmey Bruderer, am 30. Dezember 2014 um 22:37 Uhr
Herrlich! Die Engelein stimmen zum Chor ein.
Olivier Bregy, am 30. Dezember 2014 um 23:12 Uhr
... neidisch ? ... lol
Frau Carmey Bruderer, am 30. Dezember 2014 um 23:55 Uhr
Freude herrscht!

Wenn das verständlicher ist.
Olivier Bregy, am 31. Dezember 2014 um 00:01 Uhr
@Beutler: Schicken Sie Herrn Gasche bitte zwei Exemplare. 60.- okay?
@Bruderer: Ich bezahle beide.
@Gasche: Betrag wird morgen überwiesen
@Gott: Auftrag erfüllt.
Olivier Bregy, am 31. Dezember 2014 um 00:20 Uhr
Chume nüme druus, ... was isch los ?
Frau Carmey Bruderer, am 31. Dezember 2014 um 00:33 Uhr
Der Betrag ist überwiesen. Für all die Verwirrungen die ich im 2014 bei Ihnen und Herrn Beutler gestiftet habe.
Olivier Bregy, am 31. Dezember 2014 um 00:41 Uhr
@ Bregy: Tolle Geste, Danke !

@ Zweites Buch: Wer soll das bekommen ?

@ Gott: Mit einer «neue Entität», befreit von altem Ballast, bei der wir uns als Mensch bedanken können, damit wäre ich etwas glücklicher ! Abends wenn ich mich ins Bett lege, pflege ich mich zu bedanken, mein «Gott» hat aber keinen Namen !
Frau Carmey Bruderer, am 31. Dezember 2014 um 01:17 Uhr
:-) das zweite bekomme ich - So Beutler will. Amen :-)
Olivier Bregy, am 31. Dezember 2014 um 01:24 Uhr
Romanautoren müssen sich nicht an seriöse Recherchen halten. Beiträge hier sind nicht Klappentext eines Buches, sie zeigen aber die Denkweise von Autoren. Pflege von Feindbildern zur eigenen Orientierung? Weshalb denn die oft wiederholte Floskel von islamophoben Hasspredigern? Ich erkenne keine solchen in diesem Blog. An wen richtet sich eigentlich dieser Hass, wenn sich hier keine Hassprediger tummeln? Oh - ich renne ja offene Türen ein und Beutler macht gar keine Unterstellungen. Die Welt ist aus den Fugen Meloni.....
Urs Lachenmeier, am 31. Dezember 2014 um 08:51 Uhr
Es gibt ein einfachere Lösung. wenden Sie sich an folgende Adresse: http://www.peter-beutler.ch/kontaktseite.htm
Dort finden Sie unten ein Formular.
Geld nehme ich keines entgegen. Ich habe noch einige Gratisexemplare, die ich nicht verkaufe, sondern verschenke. Empfehlung: Überweisen Sie den Betrag als Spende an Infosperber. Damit dort weitere kritische Beiträge erscheinen können, z.B. über religiösen Fundamentalismus
Peter Beutler, am 31. Dezember 2014 um 08:53 Uhr
Lassen Sie Frau Bruderer eines zukommen. Spende ist unterwegs.
Olivier Bregy, am 31. Dezember 2014 um 09:01 Uhr
Tja Herr Lachenmeier, wir beide scheinen, was die Mentalität und allenfalls auch den Umgangston betrifft, von verschiedenen Planeten abzustammen. Obwohl Sie einige Ansichten vertreten, die ich durchaus teilen könnte. Doch es liegt fmir fern, mich mit Ihnen verbal zu balgen. Das wäre unfair.
Islamophobe Hassprediger? Unsere Internetplattformen sind randvoll davon. In diesem Forum? Ich bin mir da nicht so sicher, ob es hier nicht Ansätze davon gibt. Subtiler als in den Postillen unserer rechtspopulistischen Holzhacker, ja. Doch: Was Manfred Schlapp von sich gibt, würde ich durchaus in diese Kategorie einreihen. Ein Ratschlag: Nehmen Sie einmal seine Zitate und ersetzen darin das Wort Islam durch Judentum, Thora durch Koran. Dasselbe tun Sie dann auch mit Christentum und Bibel.
Wer heute vom «Islam» als politischer Bewegung redet, tut etwas Brandgefährliches. Das heißt, es würde einen Islam geben. Das trifft ebensowenig auf das Judentum wie das Christentum zu. In allen drei Monoteismen, die übrigens dieselben Wurzeln haben, gibt es viele Spielarten. Es gibt weder eine christliche noch eine islamische Botschaft.
Nun zu meinen Büchern. Ich hätte sie hier nie auf den «Tisch» gelegt, wäre ich nicht darauf angesprochen worden. Und: Romane sind keine Recherchen. Sie können aber auf solchen beruhen, auf seriösen oder unseriösen.
Peter Beutler, am 31. Dezember 2014 um 11:17 Uhr
Islamophobie :

Phobie ist übersteigerte Angst, Furcht, Aversion, Abneigung.
Islamophobie: Ich finde angesichts der aktuelle Lage auf der Welt diesen begriff durchaus anwendbar.
Der „Islam“ ist kein Wesen vor dem man Angst haben kann aber eine starre Religion (inzwischen zu einer Ideologie avanciert also durchaus Politisch), die von gewisse (inzwischen viele), Menschen in eine gefährliche (und mörderische) Richtung „bewegt“ wird die Angst machen kann, und auch tut !

Ist nichts verbotenes und auch nicht „Rassistisch“ da es um keine Rasse (Spezies, Gattung), geht !
Frau Carmey Bruderer, am 31. Dezember 2014 um 13:26 Uhr
Das habe ich ganz vergessen. Das zweite Buch erhält Olivier Bregy
Peter Beutler, am 31. Dezember 2014 um 15:11 Uhr
@Carmey Bruderer
Es gibt durchaus eine wissenschaftliche Islamophobieforschung mit entsprechenden Journals, etwa
D: http://jahrbuch-islamophobie.de/
E: http://crg.berkeley.edu/content/islamophobia/islamophobia-studies-journal
Die Wortbildung «-phobie» ist wohl unglücklich, aber an dem Wort hängt nichts. Siehe die Erläuterungen unter dem deutschen Link.
Passen Sie aber bitte auf andauernde Ideologiekriege auf: Wer «Islamophobie» analog zu «Antisemitismus» sieht, kann leicht des letzteren bezichtigt werden.

Werner T. Meyer
Werner Meyer, am 31. Dezember 2014 um 19:56 Uhr
@Werner Meyer

Hafez Farid ist Islamwissenschafter der nicht unparteiisch ist.
Er spricht rechtfertigend von „wenige Islamisten“ oder an anderem Ort sagt er „ die eigene Unzulässigkeiten, (also die des Westens !), werden kaschiert durch die Islamophobie“ …
Für mich ist er keine neutrale Instanz.

Für mich ist die Erklärung die folgende : Wenn eine Gruppe (also Migranten), von andersdenkende Menschen (religiöse Islam gläubige sind hier gemeint), sich innerhalb einer bestehende Gruppe und an deren Ort sich „einrichten „ hat diese neue Gruppe das örtliche „Sein, Wesen und denken“ zu respektieren.
Wenn nicht sind unweigerlich Konflikte zu erwarten.

Heute ist dies der Fall, zunehmende Irritationen werden hervorgerufen durch das „anders-sein-wollen“, (Bekleidung, Riten, Religion und Denkart), der neu angekommene Gruppe. Und desto grösser die Gruppe wird, desto grösser die Konflikte. Toleranz hat auch immer mit der „Anzahl“ zu tun, wenn es „zu viel“ wird dann wird protestiert, wenn etwas überbordet, gibt es Probleme.

Der Mensch (vor allem im Westen) strebt nun mal nach Harmonie und wenn diese gestört wird, dann wird es ungemütlich. Bei uns wird vorerst nur mal „ geredet“ … andernorts, wo Macht anstelle von Harmonie gesucht wird … werden die Waffen gezuckt !
Frau Carmey Bruderer, am 31. Dezember 2014 um 23:54 Uhr
@Carmey Bruderer: Auszug aus http://de.wikipedia.org/wiki/Farid_Hafez:
Für sein Werk „Islamophobie in Österreich“ ist er als Mitherausgeber gemeinsam mit dem Nahostexperten John Bunzl mit dem Bruno-Kreisky-Anerkennungspreis für das politische Buch des Jahres 2009 ausgezeichnet worden.
Das österreichische Kulturmagazin „the gap“ wählte Farid Hafez zu einem der 100 Österreicher „mit besonderer Zukunft“.[14]
Warten wir ab, wessen Urteil in dieser Diskussion mehr Gewicht haben wird.

mfG
Werner T. Meyer
Werner Meyer, am 01. Januar 2015 um 01:24 Uhr
@Meyer. Der Vorwurf, dass jemand nicht unparteiisch, also nicht objektiv sei, dient lediglich der Herabwürdigung der Person. Zudem wird unterstellt, dass eine Autorität denkbar wäre, die das Kriterium der Objektivität zu erfüllen vermöchte. Ein solche wird allenfalls in einer Gottesvorstellung imaginiert, doch auch diese ist von jenen die diese Imagination pflegen parteiisch. Jedwelche Betrachtung, Vision, Vorstellung oder Glaubensgrundsätze, die wir haben mögen sind mehrfach kontingent und Resultat unseres jeweiligen Blickwinkels. Die Positionierung wiederum ist u.a. soziokulturell bedingt. Dies erklärt ja auch, dass unterschiedliche Meinungen zum vermeintlich Gleichen möglich sind. Jede Meinung oder Aussage einer Person ist immer nur ein solche über die sagende Person und könnte Aufschluss über deren Blickwinkel geben; leider ist auch dies wiederum abhängig vom Blickwinkel des Betrachters ad infinitum. Wahrheit und Realität bleiben verschlossen und sind allenfalls durch mehrere umkreisbar, analog zum Wort von Jaspers: (nicht wörtlich, doch sinngemäss zitiert): Wahrheit innerhalb der Weisen des Umgreifenden zu sehen und wenn solches Umkreisen absoluten Anspruch erhebt, gleitet dies so Umkreiste in Unwahrheit ab. Also gälte es unser vielfältiges Umkreisen als Qualität zu würdigen und jedwelchen Blickwinkel als Bereicherung willkommen zu heissen und uns über jeweilige Auswirkungen und entsprechenden Weltbilder zu unterhalten.
Hermann K.J. Fritsche, am 01. Januar 2015 um 11:50 Uhr
Wie schon andernorts erwähnt, wäre unser sog. «christliches» Weltbild ein anderes, wenn sich nicht die Geschichte des Nazareners durchgesetzt, sondern die nordische Saga, nach welcher die Götter den Menschen zum eigenen Zeitvertreib und Verlustierung geschaffen. Nicht zu vergessen, dass dieses «christliche» Weltbild nicht von der Mehrheit der Menschen getragen wird und gute Gründe für andere Wertvorstellungen zu finden sind. Welche Hybris uns verleitet, uns als Maßstab für die Menschheit zu sehen, wäre auch eine Untersuchung wert.
Hermann K.J. Fritsche, am 01. Januar 2015 um 11:56 Uhr
Es darf widersprochen werden, aber auf verständlichem Niveau.
All das „Intellektuelle zerpflücken“ der Aussagen und bis ins kleinste Atom zu analysieren bringt doch (fürs leben) nichts, dies müsst ihr doch auch einsehen !
Ich persönlich liebe es „real und lebensnahe“ Diskussionen zu führen, die Dinge aufs wesentliche zu reduzieren, wie „Ratio und Vernunft“ es aufzeigen.
Nicht weil wir über einen Reichen Wortschatz verfügen müssen wir auch alle vorhandene Wörter benutzen um (nur) zu sagen dass es … „Abend ist“.

Wenn es brennt holt man auch nicht zuerst den Priester sondern die Feuerwehr !
In meinen Augen brennt es da und dort auf der Welt !
Es ist daher legitim dies auch mit klaren Worte aufzuzeigen ohne in die diverse (nervende) und immer bereitstehende „Ismus-Ecken“ geschoben zu werden.
Frau Carmey Bruderer, am 01. Januar 2015 um 15:47 Uhr
@Frau Carmey Bruderer. Und was genau wäre das Wesentliche. Leider sind die Dinge komplex und nur mit differenzierenden Denkweisen können wir Problemlösungen näher kommen. Einfache Aussagen sind eben nur Vereinfachungen und haben mit der jeweiligen Situation nichts mehr zu tun. Wenn es jemandem gelingen könnt, das jeweils Wesentliche zu ergründen hätten wir beispielsweise eine 100% zutreffende Wetterprognose für ein ganzes Jahr. Leider ist dank den Populisten eine wichtige Fähigkeit des Menschen, welche er dringend zur Bewältigung seiner Aufgaben braucht, in argen Verruf geraten und wird gar als Schimpfwort benutzt: Intellekt und der Intellektuelle. Aber nur damit haben wir das Rad erfunden!
Hermann K.J. Fritsche, am 01. Januar 2015 um 18:08 Uhr
Sorry Herr Fritsche aber gerade das Rad haben bestimmt keine Intellektuelle Theoretiker erfunden sondern Erfinderische Praktiker die von da nach dort Ware oder Menschen transportieren mussten, wollten, Menschen die möglicherweise damals sogar Hunger hatten !
Dies meine ich damit, das ewige theoretisieren, das drehen und wälzen von Begriffe und Historie, die damit verbundene Schuldzuweisungen, wie «braune» Suppen zu kochen oder «Populismus» zu verbreiten, ... Ismus, Ismus, Ismus, das ist das einzige was eben Theoretiker (Anwälte haben auch diese Gabe alles durcheinander zu bringen wenn es ihren Klienten nützt), all das bringt uns doch auch kein Brot in die Küche !
OK, ich bin eine ausgesprochenen Praktikerin, nicht mehr die Jüngste, habe erlebt das „zerreden“ alles nur noch schlimmer macht. Nicht böse gemeint, ihr macht euer Job, aber die Menschen haben vielleicht noch andere Bedürfnisse als sich nur Wortakrobatik zur Gemüte zu führen.
Alles von mir hier ohne Wut und Ressentiments geäussert, … aber ich möchte euch auffordern doch auch mal konkrete und brauchbare Vorschläge zur Verbesserung der Lage zu machen anstatt Jahrhundert altes Zeugs zu analysieren !
Wie gesagt … es brennt !
Frau Carmey Bruderer, am 01. Januar 2015 um 18:48 Uhr
@Bruderer. Das Wort Theorie kommt aus dem Griechischen und bedeutet beobachten und betrachten. Es bezeichnet den Denkprozess als solchen. Ich denke ohne Beobachtungen (Theorie) gibt es keinerlei Erfindung. Betreffend Schuldzuweisungen bin ich mit Ihnen völlig einig. Auch das Verteilen jedwelcher Etiketten ist wenig hilfreich, wie wir hier schön beobachten können. Wenn männiglich mit einem Begriff etwas genau zu umschreiben meint, täuscht er sich, da sofort einer zur Stelle, welche den Begriff anders deuten möchte. Die Lösung? Gibt es wohl keine; was bleibt ist genauer zu beobachten, versuchen zu ergründen was Motive der Aktoren sein mögen, wem sie denn nützen (sollen) welche weiteren Wirkfaktoren, welche Auswirkungen haben. Was genau möchten wir erreichen und damit welche Gruppe aus welchen Gründen ausschliessen, oder könnte eine Modalität gefunden werden, die alle einschliesst? Die Erfahrung zeigt immer wieder, wie schwierig oder unmöglich solches Unterfangen. Denken Sie an die Bemühungen der Klimakomission! Diese divergierenden Interessen unter einen Hut zu bringen ......Praktisch? z.B. wie soll eine Schule aussehen und aus welchen Gründen sollte beispielsweise für alle ! Englisch vor einer weiteren Landessprache Vorrang haben. Wie wird durch welche Kleidung ein Unterricht verunmöglicht, oder geht es gar nicht darum? Was wäre gewonnen oder verloren, wenn Minarette gebaut werden? Was müssen wir unseren Kindern ermöglichen, dass Sie nicht zur IS gehen?
Hermann K.J. Fritsche, am 01. Januar 2015 um 19:29 Uhr
Handeln ohne Theorie wäre demnach reiner Aktionismus (schon wieder so ein Wort), d.h. eben kopfloses Handeln, was zum offensichtlichen Chaos führt. Und wir könnten so wenigstens durch Denken (Theorie) versuchen Brände zu verhindern. (übrigens was brennt denn ihrer Meinung wo, sodass eine Notaktion notwendig wäre?) Ohne differenzierendes Nachdenken, ohne Dogmatik werden wir kaum Brände verhindern.
Hermann K.J. Fritsche, am 01. Januar 2015 um 19:41 Uhr
Eine Versachlichung der Diskussion hilft weiter.
Die Personifizierung und Etikettierung entfernt uns von der Problemlösung.
Ich kenne Leute, welche ex BR CB zu 100% Folge leisten. Ich kenne andere, welche CB zu 100% ablehnen und deshalb immer das Gegenteil von CB's Meinung vertreten.
Beide (real existierenden) Prototypen haben das eigene Abwägen aufgegeben und sich in Abhängigkeit begeben.
Hier geht der Focus leider auch von der Sache weg zu den Exponenten, welche prompt etikettiert, bekämpft oder unterstützt werden.
Die Probleme geraten aus dem Fokus. Noch viel mehr als an die Probleme sollten wir an die Lösungen denken.
Was wir möchten mit und in uns tragen, anstatt das was wir nicht möchten.
Beispiel: anstatt «den Hunger in der Welt bekampfen» - «gute Nahrung für alle Menschen»...
Von der Problemanalyse können wir schneller zu einer konzilianten Lösungsvorstellung kommen und diese zu manifestieren suchen.
Urs Lachenmeier, am 01. Januar 2015 um 21:50 Uhr
@Lachenmeier. Ganz mit einverstanden. Aufbauen ist immer die besser Lösung, denn Kampf. Wenn wir personalisieren, verlieren wir den Blick auf die systemischen Verstrickungen und denken, eine Person zu bekämpfen wäre eine Lösung; doch das Gegenteil ist der Fall: Das ist das Problem. Lösungsentwürfe sind Versuche und und Angebote. Es gilt zu beobachten, wie solche welche anderen Probleme möglicherweise bewirken und welche eher weniger. Das Ganze nennt sich Prozess des Lebens. Zu Verstehen, dass wir immer auch Teil des zu untersuchenden Problems sind, dass unsere Beobachtung, unsere Versuche kein Ende finden. Wir werden feststellen, dass was immer wir anpacken, es gilt, das bestehende System zu verändern, denn es ist immer Teil des Problems. Gute Nahrung für alle Menschen: Sehr gut, bleibt die Frage, was hat es bis dato verhindert. Gab oder gibt es Nutzniesser, die erst zu einer Verhaltensänderung gebracht werden müssten? Sorgfältige Ausbildung für alle Kinder der Welt, statt Kinderarbeit: Sehr gut, nur was hat es bis anhin verhindert? Nutzniesser? Die Frage cui bono (wem zum Vorteil?) ist eine Kernfrage, Schlüsselfrage zur Entwicklung von Problemlösungen. Frieden zwischen allen Völkern? Wer würde das ablehnen wollen? Doch, wem nützen Kriege? Wir werden nicht umhin können neue Denkmodelle zu entwickeln und die Komponenten der alten Modelle, wie Religionen, Parteien, Weltanschauungen etc. zu revidieren. Und wir sind mitten drin: diese Plattform ist ein kleines Beispiel.
Hermann K.J. Fritsche, am 01. Januar 2015 um 22:39 Uhr
@Hermann K.J. Fritsche,

Es gäbe viel zu beantworten, und ich bin auch in ein Paar Punkte mit ihnen einverstanden, … hingegen lassen wir die erneute „auslege Ordnung“ betreffend „was was“ bedeutet …

Ich beschränke mich vorerst mal auf die Brände …
(die mir eher unter den Nägel brennen):

1. Es brennt im nahen Osten (Krieg), wo Millionen von Flüchtlinge ihr Land, ihr Territorium, ihr Zuhause verlassen müssen. Wenn das kein Brandherd ist … ?
2. Es brennt in Afrika von wo zehntausende von Wirtschafts-Emigranten auf uns zu kommen weil zu viel Menschen zu wenig Brot haben. Wenn das kein Brandherd ist … ?
3. Es brennt in Europa wo die Arbeitslosigkeit immer noch zu gross ist und die Schuldenberge höher sind als jeder andere Berg auf der Erde.
4. Es brennt in gewisse Gebiete des Globus wo die Bevölkerung explodiert und hungert, und auch von dort es später zu grosse Migrationsströme führen wird … oder dann zu „vernichtungs-Kriege“ an Ort und stelle.
5. Es brennt dort wo es „Umwelt“ heisst. Dies muss ich nun wirklich nicht noch im Detail ausführen.

Wie sie sehen Herr Fritsche es kommen düstere Zeiten auf UNS zu !
Sie werden sagen, was für eine Pessimistin sie sind. OK, wenn sie das anders sehen bitte widerlegen sie mir die 5 aufgeführte Punkte.
Bin gespannt !
Frau Carmey Bruderer, am 01. Januar 2015 um 22:48 Uhr
@Carmey Bruderer. Ihr Beurteilung teile ich. Nur sehe ich nicht, welche Feuerwehr, denn helfen sollte. Die Resultate solcher Feurwehraktionen können wir überall beobachten, im Irak, fast täglich im Nahen Osten. Doch bei all den erwähnten Konflikten wären Nutzniesser auszumachen. Solange Worte wie Wettbewerb, Standortvorteil, Finanzplatz das Denken beherrschen, werden die Brände weiter angefacht. Solange die Universitäten das Primat der Wirtschaft postulieren und die eigentlichen Denkfächer zu «Schmetterlingsfächer» degradieren ist kaum zu hoffen, dass System erdacht und entwickelt würde, welche zur Lösung beitragen könnte. Von der aktuellen Politik und Wirtschaft, die Teil des Problems sind, ist keine Hilfe zu erwarten, die Religionen sind auf Konfrontation und haben wohl ihren ursprünglichen Auftrag verloren. Der Bürger lässt sich zunehmend, wohl in seiner Verzweiflung, von Populisten und ihren angeblichen «Lösungen» missbrauchen. Der Intellekt wird starken Worten und Kampfgeschrei geopfert. Ja, für Pessimismus bestünde allen Grund, wenn wir nicht dennoch auf die Denk- und Theoriefähigkeit weniger hoffen und vertrauen.
Hermann K.J. Fritsche, am 02. Januar 2015 um 11:24 Uhr
Ja, Frau Bruderer, düstere Zeiten -
und was können wir tun?
Nehmen wir Ihr Beispiel, das Problem der Arbeitslosigkeit.
Mit diesem Angst-Begriff «Arbeitslosigkeit» wird gar nicht das eigentliche Problem benannt.
Wir sollten endlich sagen, worum es geht und was wir wollen: eine anständige Existenzsicherung für alle Menschen.
Die Gleichung Leben = Arbeit ist ein Teil der Manipulations-Strategie. Der unerbittliche Wettbewerb auf dem Arbeitsmarkt führt zu sehr vielen Verlierern, die Selbstachtung geht verloren, man macht alles, um zu arbeiten, wenn's sein muss auch 25 Stunden am Tag und das noch gratis (ich übertreibe).
Und wer bezahlt denn das Auffangnetz für Menschen, die ihren Erwerb verloren haben? Es ist nicht die Gesellschaft, nicht der Staat es sind die Menschen mit Erwerbsarbeit. Die ALV übernimmt eine Staatsaufgabe. Die «ausgesteuerten» Menschen fliegen aus der Statistik, sie werden auch nicht vom Staat unterstützt, sondern von den Gemeinden, wo nun ein «Abschreck-Wettbewerb» entsteht.
Sie äusserten sich schon oft gegen Mythen, dann schaffen wir doch endlich den Mythos Arbeit = Leben ab. Wenigstens ein Bewusstseinsschritt der zu mehr Selbstachtung Betroffener führen kann und damit aus Passivität und Ergebenheit. Weshalb «zelebrieren» ausgerechnet Gewerkschaften den genannten Mythos?
Urs Lachenmeier, am 02. Januar 2015 um 11:24 Uhr
"cui bono» lässt die Verursacher finden, einverstanden. Wollen wir nun die Verursacher bekämpfen, ausrotten oder mindestens zur Menschlichkeit zwangsbekehren? Es wird nicht funktionieren, solange die Geschädigten im Bewusstsein der Ergebenheit bleiben.
Es viele kleine Beispiele, wo Menschen erfolgreich aus ihrer Abhängigkeit gehen und selbstbestimmt ihre Nahrung anbauen. Die Erkenntnis, überhaupt selbst etwas tun zu können ist der erste Schritt. Bis zu diesem Schritt wird Lethargie herrschen, Helfersyndrome könnten sogar den Bewusstseinschritt hinauszögern. Ein sehr gutes Werk finde ich Herren's Biovision. Klein aber fein führt es die direkt betroffenen Menschen in die Eigenständigkeit, sie werden unabhängig von Hilfe und von teuren Agrag-Hilfsstoffen. Es entsteht eine ansteckende Dynamik vor Ort. Die Berichte der Biovision zeigen selbstbewusste Menschen Afrika's, die ihr Leben wieder zelebrieren können. Es werden Erfolge gezeigt und nicht das Elend. Das Elend ist zu genüge bekannt, die Möglichkeiten hingegen zu wenig.
Urs Lachenmeier, am 02. Januar 2015 um 11:59 Uhr
@Fritsche

Universitäten:

Das mit den Universitäten und ihre Professoren stösst mir schon lange sauer auf, da gehe ich völlig mit ihnen einig. Die HSG ist so eine Brutstätte von „Gewinn maximierer“ ! Welch herzloser Geist herrscht an solchen Unis !? Da wäre Platz für unsere Denker und Intellektuelle Theoretiker, für die Schmetterlingsfächer, vorausgesetzt sie würden etwas Ethik ins denken der Studierende einbringen. Es gibt sogar solch eine Professur, aber wenn dieser die Leute nicht zu begeistern vermag … redet der in einen leeren Saal hinein.

Populisten:

Lassen wir mal den „saueren unterton“ beiseite. Was ist eigentlich ein Populist in ihren Augen ? Für mich ist es ein Schlauer Politiker der die Stimme & Stimmung des Volkes (an den Stammtische z.B. sind die zu finden. Sassen sie noch nie an einem solchen ?), aufgreift und verstärkt. Kein Thema findet Anklang im Volk wenn nicht schon ein grosses Unbehagen vorhanden wäre, es ist NICHT umgekehrt wie sie suggerieren.

Religionen:

Ja, die haben ihren ursprünglichen Auftrag verloren, daher sind die in ihrer heutigen Form Abzuschaffen, zumindest zu Reformieren. Die alte verstaubte unverständliche Texte sind zu ersetzen mit sinnigerem und verständlicheres, wobei alle Gewalt und sämtliche feindliche Ansätze gegen Frauen und „andere“ erbarmungslos zu streichen sind. Dies gilt für das Christentum (Katholizismus ins spezielle, dort muss dringend das Zölibat abgeschafft werden), und den Islam der zunehmend Probleme verursacht.
Frau Carmey Bruderer, am 02. Januar 2015 um 13:47 Uhr
@Hermann K.J. Fritsche, am 02. Januar 2015 um 11:24 Uhr

Ich stimme mit Ihnen zu 90% überein
Zu «Feuerwehren» gibt es aber eine MÄSSIG positive Bilanz: seit 1993 hat die UNO mit einer Vielzahl von Missionen einige Erfolge bei der Eindämmung von Bürgerkriegen erzielt . Diese gingen ab 1993 rasch auf etwa die Hälfte zurück, schwanken aber in den letzten Jahren auf diesem Niveau. (Zwischenstaatliche Kriege gibt es in machen Jahren gar keine mehr).
Das ist am besten zusammengefasst im letzten (2013) Report über Menschliche Sicherheit:
http://www.hsrgroup.org/docs/Publications/HSR2013/HSRP_Report_2013_140226_Web.pdf
Untertitel: THE DECLINE IN GLOBAL VIOLENCE:
EVIDENCE, EXPLANATION, AND CONTESTATION

Warum es bei der Brandbekämfung nicht weitergeht sagen Sie selbst oder Urs Gasche
http://www.infosperber.ch/Artikel/Home/Illusion-der-Abschottung-Wirtschaftsfluchtlinge-Migration
ja zutreffend.

mfG
Werner T. Meyer
Werner Meyer, am 02. Januar 2015 um 13:54 Uhr
@Urs Lachenmeier

Arbeit und Arbeitslosigkeit:

Sie fordern: eine anständige Existenzsicherung für alle Menschen

Und wie soll das gehen „ohne Arbeit“ ? Kommen sie mir ja nicht mit dem Bedingunglosensgrundeinkommen, … wer soll denn den Topf aus welchem das „unerschöpfliche-geschöpft-werden-kann“ speisen ? Wieder mal die Quadratur des Zirkels.
Nein, Arbeit muss sein. Nicht umsonst sind wir im Westen so weit gekommen und die halbe Welt (arme & arbeitslose), will zu uns kommen (und tut es auch), weil wir fleissig waren, weil wir etwas solides aufgebaut haben. Natürlich gibt es die ewige Nutzniesser davon, die Gewinner, die müssen wir in Schranke halten mit Gesetze, aber alles mit Mass.
Sozialismus hat Schiffbruch erlitten, also ist es nicht das richtige Rezept.

Sie sagen:
„Leben = Arbeit ist ein teil der Manipulations-Strategie“
und
„schaffen wir den Mythos Arbeit = Leben ab“

Also Arbeit ist vom Teufel ? Als Adam und Eva (nehmen wir mal an es gab die beide), die Erde betraten, fanden sie bestimmt dies und jenes an Bäume hängend zum Essen, aber immer in Konkurrenz mit der Tierwelt, dem Unbill des Wetters ausgesetzt, und im Kampf mit der wuchernde Natur.
Erst durch viel Arbeit konnten sie sich allmählich besser einrichten. Es ist Heute doch nicht anders, nur fleissige Hände halten das ganze im Gang.

Die Verlierer

Ja, die gibt es. Schuld daran ist der Freie Personenverkehr. Unternehmen holten junge aus dem Ausland und schickten die alten in die AL, das wird geändert nun.
Frau Carmey Bruderer, am 02. Januar 2015 um 14:40 Uhr
Habt ihr auch bemerkt dass auf Infosperber nun Werbung erscheint !?
Swisscom, Pantene und Co.
Die Schlaue «Browser Dienstler» haben es nun fertig gebracht auch auf Neutrale und Werbefreie Plattformen sich durchzuschmuggeln !

Das sind eben die «Gewinner» die ich oben meinte, die „Schlauen“ die immer aus allem Profit mache können ! ...
Die Seite lädt sich mühsamer, springt, hüpft, verschwindet und kommt ein Paar Sekunden später wieder, schon irritierend.

Nun ist es an der Redaktion «lautstark zu protestieren» ... oder ist es nur bei mir so ?
Frau Carmey Bruderer, am 02. Januar 2015 um 15:05 Uhr
@Bruderer. Auf Infosperber werden seit dem ersten Tag im Jahr 2011 Werbe-Banners platziert. Wahrscheinlich hatten Sie den Browser bisher so eingestellt, dass keine Banners auf Ihrem Bildschirm erscheinen. Infosperber finanziert sich zu rund 85 Prozent aus Spenden und zu 15 Prozent aus Werbeeinnahmen. Unsere Mittel sind sehr bescheiden, sehr viel Freiwilligenarbeit, kein Geld für Recherchen-Aufträge oder mehr Marketing, um unsere Online-Zeitung bekannter zu machen. Aus diesen Gründen sind die Banner-Einnahmen willkommen. Für die Acquisition und das Platzieren der Banner haben wir eine Drittfirma beauftragt (siehe Linke «Werbung» ganz unten an den Seiten).
Urs P. Gasche, am 02. Januar 2015 um 15:36 Uhr
@Urs P. Gasche

OK, alles Klar, Hauptsache es geschieht mit euerem Einverständnis.
Möglicherweise war etwas mehr ... «Bewegung über die Feiertage» drin, was mir etwas unangenehm auffiel ...

Noch alles GUTE fürs 2015 !
Frau Carmey Bruderer, am 02. Januar 2015 um 16:08 Uhr
@Bruderer. Das war nun ziemlich populistisch! Es sind also immer die Ausländer .... und wer genau arbeitet fleissig in unseren Spitälern beispielsweise? Wenn alle Schweizer Studenten nur noch BWL und Jus studieren wollen... kein Wunder sind wir froh um Ärzte aus Deutschland, aus Indien ...Sozialismus hat Schiffbruch erlitten? Oder ist er der Neoliberalen Doktrin zum Opfer gefallen? Die Finanzkrise ist zumindest nicht Folge von sozialem Denken. Das Recht des Stärkern ist die Devise des kannibalistischen Roulettkapitalismus. Arbeit ist wirklich ein Mythos und in dieser Form eher durch die protestantische Arbeitsethik geformt. Es gäbe einiges mehr zu entmythologisieren, entmystifizieren: Wettbewerb muss sein, ewiges Wachstum (!!), Jeder muss etwas erreichen, Männer sind wichtiger als Frauen und sollen dafür auch mehr verdienen, ein allgemeines Grundeinkommen (wie in Bahrein z.B.?) macht Menschen faul und untätig.... usw. Es sind die Mythen des Kapitalismus die Grundlage der angesprochenen Probleme sind. Es ist kapitalistische Marktwirtschaft, die Länder ausplündert, bis dass diese fliehen müssen und bei uns Schutz und Nahrung suchen müssen. Wir sind es die sie vertrieben, wir sind es die sie auch abweisen, wir die ach so barmherzigen Christen! Die Muslims im Libanon haben über eine Million Flüchtlinge aufgenommen, bei 4 Mio Bevölkerung; also knapp 2 Mio für die Schweiz?
Hermann K.J. Fritsche, am 02. Januar 2015 um 17:08 Uhr
Den Artikel von Gasche über Ausbeutung lohnt sich für alle zu lesen! Er zeugt deutlich unserer Beteiligung an den Problemen der Welt und die Armseligkeit unserer Insel- und Abschottungspolitik. Diese ist im weiteren vor allem dem Furor eines abgewählten Bundesrates zu verdanken, der mit zerstörerischer Wut die Schweiz zu demontieren sucht und mit wohlfeilen Sprüchen nicht nur die eher Bildungsfernen in Bann zieht und manipuliert. Eine isolierte Schweiz, ist eine geschwächte Schweiz ohne Partner und leicht komplett zu destabilisieren und zu Fall zu finden. Dann hat sich die Rache erfüllt, frei nach dem Motto: Nach mir die Sintflut, oder eher schon Ich bin die Sintflut, die über Euch gekommen.
Hermann K.J. Fritsche, am 02. Januar 2015 um 17:16 Uhr
@Bruderer,
Ich betrachte Arbeit nicht als des Teufels (falls Sie an den Teufel glauben wollen...). Arbeit ist aber kein Lebensinhalt, die Gleichsetzung eines Arbeitsplatzes mit der Existenzberechtigung von Menschen ist eine Geringachtung des Lebens. Denken Sie sich einmal all die unnützen oder gar schädlichen Erwerbstätigkeiten weg, dann wird die Erwerbsarbeitslosigkeit wohl gegen 50% steigen.
30% der medizinischen Leistungen seien für die Katze, sagt der ehemalige Präsident der kantonalen Gesundheitsdirektoren. All die Leerläufe in Verwaltung, die vielen unnützen Statistiken, PR zur Verschleierung von Erkenntnissen, Militär, Rüstungsindustrie etc. Ist das alles notwendig, sinnvoll oder freudbringend? Sääle wo hunderte von Börsenmaklern und Währungsspekulanten «arbeiten», an zighunderten von Bildschirmen, machen diese Leute etwas Sinnvolles, schaffen sie Werte? Was würde passieren, wenn diese Leute nicht mehr «arbeiten» würden?
Arbeit sollte, wie Sie erwähnen Werte schaffen. Die grössten Einkommen werden nicht durch wertschöpfen erzielt sondern durch wertabschöpfen.
Unser System von Zins und Zinseszins beinhaltet ein exponentielles (Buch-) Geldwachstum, was zu periodischen Zusammenbrüchen führt. Deshalb brauchen wir einen «Plan B» siehe wissensmanufaktur.net.
Urs Lachenmeier, am 02. Januar 2015 um 17:27 Uhr
Das Massaker von Paris

Meine Empörung ist so gross so dass ich dieses „Wut-Posts“ auch hier publiziere !

Die freie Meinungsäusserung ist im Westen aufs brutalste attackiert worden !
Es ist der Moment für die doch (Freie) Presse endlich ein klares und eindeutiges Wort zu sprechen, und zwar alle gemeinsam und „in einer Tonart“ …

Mobilisiert alle Pressestellen, ruft einen Tag der Rebellion aus, und an dem Tag publizieret alle UNISONO sämtliche (gemeinsam definierte und auf einen Text gesammelte), Suren und Aussagen des Mohameds die die „Islam-kritische“, die sogenannte „ungläubige“ drangsalieren, bedrohen und zu Tode verurteilen.
Entlarvt diese Fehl-Äusserungen, zerlegt sie, nehmt sie auseinander, versucht zu argumentieren was grundlegend „menschenverachtendes“ darin enthalten ist.

Dann (ist abzuwägen wie und wo), droht gemeinsam mit einer Klagen bei der UNO, beim Kriegstribunal in Den Haag, bei der MRK oder sonst (juristisch abzuklären), wo immer, Hauptsache die ganze Freie Presse klagt !
Steht zusammen, macht nicht in die Hosen vor Angst, NUR IHR könnt sofort reagieren.
C’ est l’ union qui fait la force !

Jetzt oder NIE.

Diese SUREN MÜSSEN WEG !
Frau Carmey Bruderer, am 10. Januar 2015 um 18:36 Uhr
In meinen Augen ist „fertig lustig“, die Toleranz hat ausgedient. Diese Leute gehen zu weit, dies im Namen einer „anerkannte Religion“ (?), dies HIER bei uns, und da soll man „ruhig und besonnen“ bleiben, ganz geschmeidig wieder zur Tagesordnung zurückkehren ?

Wenn ich die Möglichkeiten hätte würde ICH selbst so eine Aktion wie in meinem vorherigem post angeregt habe, injizieren, leider habe ich nicht die geeignete Kontakte.
Es hilft nicht mehr die Dinge zu rechtfertigen, sie schön zu reden, zu drehen und wenden bis sie passen, man soll sie BEIM NAMEN NENNEN, so wie sie sind und was sie wirklich meinen.
Im Koran stehen rufe und Aufforderung zur Jagd, Tötung, ergo Mord, von „nicht Islam gläubige“ (Sure 9 / 29 ), und das soll in den besagten Schriften SO STEHEN BLEIBEN DÜRFEN, … sogar in den Moscheen gelehrt werden, auch HIER im Westen ?

Wir prügeln uns hier durch die Gerichte mit Klagen wegen Worte wie „neger“ oder „sau Ausländer“ … während unter dem Deckmäntelchen „einer Religion“ die wüsteste Aussagen und Aufforderungen durchgehen ?

NEIN, meine liebe Koran Leute so nicht mehr !
Frau Carmey Bruderer, am 10. Januar 2015 um 18:40 Uhr
https://www.youtube.com/watch?v=FdFNqqTc0lA
Rolf Ebner, am 10. Januar 2015 um 19:05 Uhr

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