Extrem hohe Gesundheitskosten entstehen erst im letzten Jahr vor dem Tod © flickr.nikontino.ALG4886

Gesundheitskosten: Die Alten als faule Ausrede

Urs P. Gasche / 07. Mai 2016 - Für ständig steigende Gesundheitskosten ist der «demografische Wandel nicht entscheidend», schreibt nach Infosperber auch die NZZ.

GesundheitspolitikerInnen, Ärzte, Ärztinnen und Spitalverantwortliche begründen die Kostenexplosion bei der obligatorischen Grundversicherung häufig – und oft wider besseres Wissen – an erster Stelle mit der «Alterung der Bevölkerung» beziehungsweise dem «demografischen Wandel». Das tönt auf Anhieb plausibel, weil der Anteil der über 65-Jährigen an der Bevölkerung steigt. Für Exponenten der Gesundheitsbranche ist dies jedoch eine bequeme Ausrede, um die Kosten der Grundversicherung von 29 Milliarden Franken nicht kritisch zu hinterfragen und an den fetten Pfründen festzuhalten.

Gründe der Kostensteigerung in der Vergangenheit

Dabei haben Analysen der Vergangenheit schon längst gezeigt, dass die Alterung der Bevölkerung die Kosten längst nicht so stark beeinflusst wie gemeinhin behauptet. In der Vergangenheit, nämlich der Periode von 1998 bis 2010, sind die Ausgaben der Krankenkassen um 77 Prozent gestiegen. Das Schweizerische Gesundheitsobservatorium Obsan hat nachgewiesen, dass nur 6,5 Prozent dieser gestiegenen Kosten auf die Alterung der Bevölkerung zurückzuführen waren. Das hatte Maik Roth, Autor der Obsan-Statistik, gegenüber «Infosperber» präzisiert. Dagegen seien 14,4 Prozent mit der Zunahme der Bevölkerung erklärbar. Pro Kopf sind die Ausgaben der Krankenkassen von 1998 bis 2010 nicht um 77 Prozent, sondern um 60 Prozent gestiegen. «Infosperber» hatte am 11. Juli 2012 wie folgt darüber berichtet:

Infosperber vom 11. Juli 2012

Das Schweizerische Gesundheitsobservatorium Obsan hat im Jahr 2012 eine Studie veröffentlicht, wonach in den analysierten Jahren 1998 bis 2010 die «Alterung der Gesellschaft nicht Hauptgrund für die Kostenzunahme» war: «Alterung und Bevölkerungszunahme (zusammen) erklären nur einen Fünftel der Kostenveränderung».

Gründe der Kostensteigerung in der Zukunft

Aufgrund zweier Studien über die künftigen Gesundheitskosten in der Schweiz titelte «NZZ»-Bundeshauskorrespondent Christof Forster am 21.4.2016 «Der überschätzte Einfluss der Alterung». Der demografische Wandel sei auch in Zukunft «nicht der entscheidende Faktor für den Anstieg der Gesundheitsausgaben». Trotzdem würden dies Politiker immer wieder behaupten, «vielleicht weil damit Kostensteigerungen als Naturgesetz erscheinen, und vielleicht auch, um von andern Gründen wie Ineffizienz und Überversorgung abzulenken».

«NZZ» vom 21. April 2016

Grund für die «geringe Bedeutung der Demografie» seien die durchschnittlich hohen Gesundheitskosten im letzten Lebensjahr, bei denen es keine grosse Rolle spielt, in welchem Alter jemand stirbt. Die «NZZ» zitiert eine ältere Studie des Basler Gesundheitsökonomen Professor Stefan Felder aus dem Jahr 2006. Dieser schätzt den Beitrag der Alterung zu den steigenden Gesundheitsausgaben pro Kopf auf «verschwindend kleine» 1,75 Promille pro Jahr oder bis 2060 auf insgesamt 10,5 Prozent. Das gelte für alle Grund-, Privat- und Halbprivatversicherten, einschliesslich der Pflegekosten der Grundversicherung, wie Professor Felder gegenüber «Infosperber» präzisierte.

In seiner Studie kam Felder zum Schluss: «Berücksichtigt man die hohen Gesundheitsausgaben in den letzten Lebensjahren, so schwächt sich der Zusammenhang zwischen dem Alter und den Gesundheitsausgaben ab. Einzig bei den Pflegekosten ist ein deutlicher Altersgradient feststellbar, so dass im Zuge der demographischen Alterung die Nachfrage nach Pflegeleistungen zunehmen wird.»

Es seien vielmehr die medizinisch-technischen Fortschritte und die steigenden Einkommen, welche die Gesundheitskosten weiter in die Höhe treiben würden. Diese könnten sich bis 2016 im Vergleich mit 2002 um das Zweieinhalbfache erhöhen.

Die «NZZ» zitiert auch eine Studie des deutschen Gesundheitsökonomen Professor Friedrich Breyer. Dieser schätzt, dass die Pro-Kopf-Ausgaben der gesetzlichen Krankenversicherung in Deutschland (entspricht unserer Grundversicherung) wegen der Alterung der Bevölkerungspyramide bis 2060 um jährlich knapp 1 Prozent steigen werden. Dazu kämen das Doppelte an Kosten, also 2 Prozent pro Jahr, aufgrund der steigenden Kosten des medizinischen Angebots. Insgesamt rechnet Breyer also damit, dass «die Pro-Kopf-Ausgaben pro Jahr um 3 Prozent steigen», wie er gegenüber «Infosperber» bestätigt.

Kostentreibend sind Spezialärzte, Medikamente und Medizinprodukte

Für die bis heute enorm gestiegenen Krankenkassen-Ausgaben pro Kopf sind folgende Faktoren mit Abstand am meisten verantwortlich:

  1. Überbehandlungen beziehungsweise Behandlungen ohne Nutzen. In einigen Kantonen werden pro 1000 Einwohner doppelt so viele Operationen durchgeführt als in andern – ohne medizinische Begründung. Laut OECD hängt die Operationshäufigkeit «vor allem von der Dichte an Ärzten oder Spitalbetten» ab oder von «finanziellen Anreizen für möglichst viele Behandlungen» anstelle von Anreizen, welche «die Qualität und gute Behandlungsresultate» fördern. SchweizerInnen werden häufiger und länger im Spital behandelt, häufiger operiert und sie schlucken mehr Medikamente als Einwohner in Norwegen, Schweden, Dänemark oder in den Niederlanden – ohne dass sie deshalb gesünder sind.
  2. Vermeidbare Fehler. Allein in den Akutspitälern kommt es nach Angaben des BAG jedes Jahr zu rund 60'000 vermeidbaren Behandlungsfehlern, die zu längeren Spitalaufenthalten sowie zusätzlichen Behandlungen führen und die Krankenkasten entsprechend belasten.
  3. Die Kosten für Medikamente und medizinisches Material waren zwischen 1998 und 2010 nicht gesunken, sondern überproportional gestiegen. Laut einer Obsan-Studie von 2012 haben sie zusammen mit ambulanten Behandlungen zu «deutlich höheren Kosten geführt». Das habe schon bei 20-Jährigen angefangen und in der Altersklasse der 80-Jährigen kulminiert, deren Medikamentenkosten um rund die Hälfte gestiegen seien – real, also um die Inflation bereinigt. Ein eigener Vergleich mit anderen Ländern zeigt, dass der Anteil der Medikamentenkosten von fast 25 Prozent an der Grundversorgung (einschliesslich Spitalmedikamente) in keinem andern Land so hoch ist wie in der Schweiz.
  4. Zunahme der Spezialpraxen und weniger Grundversorger. Die Leute gingen kaum häufiger zum Arzt als früher. Die Zahl der jährlichen Konsultationen eines Arztes der Grundversorgung hatte laut Obsan-Statistik in keiner Altersklasse zugenommen. Nur zu Spezialisten gingen Siebzig- bis Achtzigjährige im Jahr 2010 im Schnitt viermal pro Jahr statt 3,2 mal zwölf Jahre vorher. Entscheidend für den Kostenschub war jedoch, dass jeder einzelne der Besuche in dieser Altersklasse im Jahr 2010 zu über achtzig Prozent höheren Kosten führte als 1998 – wiederum real, also um die Inflation bereinigt.
  5. Die enormen Kostenunterschiede zwischen vergleichbaren Kantonen nahmen im Lauf der Jahre nicht ab. Die Obsan-Analyse zeigt, «dass Kantone, die 1998 überdurchschnittlich hohe Pro-Kopf-Kosten hatten, fast durchwegs auch 2010 überdurchschnittlich hohe Kosten aufwiesen». Niemand hat bis heute abgeklärt, ob die in einzelnen Kantonen viel höheren Operationsraten und Diagnose-Eingriffe den PatientInnen mehr nützen oder im Gegenteil mehr schaden. Die meisten Gesundheitsexperten gehen davon aus, dass häufig mehr behandelt wird als nötig – die Risiken trägt die Patientin oder der Patient.
  6. Stationäre Spitalaufenthalte waren keine Kostentreiber mehr. Zwar war der Anteil der Spitalkosten am Aufwand der Grundversicherung immer noch wesentlich höher als etwa in den Niederlanden. Doch das Obsan stellte bei den stationären Aufenthalten während der untersuchten zwölf Jahre eine «vergleichsweise moderate Kostenzunahme von 3,3 Prozent jährlich» fest. Dabei hätten die Kosten von Allgemeinspitälern stärker zugenommen als die der Universitätsspitäler. Insgesamt kostete die stationäre Versorgung 2010 6,3 Milliarden Franken.
  7. Allerdings wurden viele Spital-Patienten, die vorher dort übernachten mussten, im Jahr 2010 in den Spitälern ambulant behandelt. Die Kosten der ambulanten Spitalversorgungen hätten sich denn auch auf über 2,6 Milliarden Franken fast verdoppelt.

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Siehe auch

Themenbezogene Interessen (-bindung) der Autorin/des Autors

Keine

Weiterführende Informationen

Publication de l'Obsan «Evolution des dépenses de l’assurance obligatoire des soins de 1998 à 2010»
Studie von Prof. Stefan Felder: Lebenserwartung und Gesundheitsausgaben
Studie Breyer et al.: Entwicklung der Gesundheitskosten in Deutschland
Studie Prof. Felder Gesundheitsausgaben Alterung
Studie Breyer et al.: Entwicklung der Gesundheitskosten in Deutschland
Obsan Ges.kosten 1998-2010, 10.7.2012

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12 Meinungen

Gewiss kann die demografische Alterung alleine die Kostensteigerung nicht erklären. Allerdings gab es vor einigen Jahren einmal eine Studie, welche die durchschnittlichen Gesundheitskosten pro Altersjahr berechnete. Dabei zeigte sich, dass Menschen ab 60 Jahren in der Regel pro Jahr für einen höheren Betrag Gesundheitsleistungen beziehen, als dass sie Krankenkassenprämien bezahlen. Wenn nun der Anteil der über 60 Jährigen in der Bevölkerung zunimmt, so steigen auch die Gesundheitskosten. Aus dem vorliegenden Artikel geht nicht hervor, ab welchem Alter jemand zu den «Alten» zählt. Diese Definition ist jedoch wichtig um zu wissen, ob die gleiche Grundgesamtheit miteinander verglichen wird.
Im Übrigen zeigt der Artikel aber sehr schön auf, dass der Gesundheitsmarkt in erster Linie auf der Angebotsseite gesteuert wird.
Interessant wären nun Schlussfolgerungen, wie aufgrund dieser Erkenntnisse die Gesundheitskosten in den Griff zu bekommen sind...
Titus Meier, am 07. Mai 2016 um 13:13 Uhr
Steht aber im Artikel: die Gesundheitskosten steigen nicht, weil sie über 60 sind, sondern wegen den überdurchschnittlich hohen Gesundheitskosten im letzten Lebensjahr. Steigt die Lebenserwartung z.B. auf 100 Jahren, dann beginnen die letzten Lebensjahren mit den erwähnten gestiegenen Gesundheitskosten mit 80 Jahren. Das heisst, die Leute werden älter, bleiben aber auch länger gesund - und bezahlen länger mehr ein als sie an Kosten verursachen. Logischerweise müsste also mit gestiegenen Lebenserwartung die pro Kopf Ausgaben sinken.
Franz Abächerli, am 07. Mai 2016 um 19:35 Uhr
Herr Meier und alle, die sich wirklich für das Thema interessieren:
Die WHO, Weltbank usw haben vor Jahren schon berichtet, dass in Mitteleuropa die
Hälfte der Kosten zu vermeiden wären. Dass das so ist, kann man sehr wohl beweisen.
Und selbst wenn es nur ein Teil davon wäre. Aber die WHO hat Geldprobleme. Sie hat sich aber vom Kuschelkurs mit «Big Food» zurückgezogen. Die «Health Claims» die, die
Interessen von «Big Food & Co*» vertreten, haben Unsummen zur Verfügung.
Googlet doch mal: «Vitalstoffe, Ciba Geigy» oder «Zucker, Prof. Robert Lustig USA» und eine Menge mehr. Unserer Swissmedic wird immer wieder nachgewiesen, dass sie im Sinn der Industrie entscheidet anstatt im Sinn des Einzelnen. Und so legt man fest, wie der Einzelne «ALT» wird, und wie interessant er dann für die Industrie ist.
* ein Beispiel, als es um die Zulassung von Zusatzstoffen bei Big Food ging:
96 Vertreter der Industrie und 4 Konsumentenvertretungen.
Elisabeth Schmidlin, am 08. Mai 2016 um 16:12 Uhr
Aus historischen Gründen nennt man das Krankenversorgungssystem Gesundheitswesen. Tatsächlich hat Medizin aber fast nichts mehr mit Gesundheit zu tun und erzeugt immer nur Krankheits-, aber keine Gesundheitskosten. Gesundheitskosten entstehen bei der Verhältnisprävention, z.B. dem Unfallschutz, der Lebensmittelhygiene, usw..

Die Krankheitskosten teilen sich in einen kleineren medizinischen und den grösseren nichtmedizinischen Teil.

Letzteres sind die Kosten der Kassenabrechnung, der Leistungserfassung, des Controllings, letztlich aller Verwaltungstätigkeiten, welche 60-70% der Arbeitszeit von Mitarbeitern in Praxen, Spitälern ausmachen. Diese sind es vorrangig, welche die jährlichen Kostensteigerung verursachen. Hätten wir nur die Medizin ohne KK- bedingte Administrationskosten, kämen wir mit 30 Mrd. Franken/ Jahr gut hin.

Patienten erleben nur den med. Teil und lassen sich deshalb einreden, das wäre alles, auch was Kosten angeht. Nur ist falsch.
Ralf Schrader, am 19. Juni 2016 um 08:44 Uhr
Aus historischen Gründen nennt man das Krankenversorgungssystem Gesundheitswesen. Tatsächlich hat Medizin aber fast nichts mehr mit Gesundheit zu tun und erzeugt immer nur Krankheits-, aber keine Gesundheitskosten. Gesundheitskosten entstehen bei der Verhältnisprävention, z.B. dem Unfallschutz, der Lebensmittelhygiene, usw..

Die Krankheitskosten teilen sich in einen kleineren medizinischen und den grösseren nichtmedizinischen Teil.

Letzteres sind die Kosten der Kassenabrechnung, der Leistungserfassung, des Controllings, letztlich aller Verwaltungstätigkeiten, welche 60-70% der Arbeitszeit von Mitarbeitern in Praxen, Spitälern ausmachen. Diese sind es vorrangig, welche die jährlichen Kostensteigerung verursachen. Hätten wir nur die Medizin ohne KK- bedingte Administrationskosten, kämen wir mit 30 Mrd. Franken/ Jahr gut hin.

Patienten erleben nur den med. Teil und lassen sich deshalb einreden, das wäre alles, auch was Kosten angeht. Nur ist falsch.
Ralf Schrader, am 19. Juni 2016 um 08:44 Uhr
Dann müssten aber die Personalkosten die am stärksten wachsenden Posten bei den Leistungserbringern sein. Dies ist jedoch nicht der Fall. Der Administrativaufwand ist aber tatsächlich zu hoch, doch nicht der grosse Kostentreiber. So machen die Verwaltungskosten bei Krankenkassen beispielsweise nur 3-4% der Prämieneinnahmen aus. Der Rest sind Leistungsabrechnungen.
Titus Meier, am 19. Juni 2016 um 09:23 Uhr
Dann müssten aber die Personalkosten die am stärksten wachsenden Posten bei den Leistungserbringern sein. Dies ist jedoch nicht der Fall. Der Administrativaufwand ist aber tatsächlich zu hoch, doch nicht der grosse Kostentreiber. So machen die Verwaltungskosten bei Krankenkassen beispielsweise nur 3-4% der Prämieneinnahmen aus. Der Rest sind Leistungsabrechnungen.
Titus Meier, am 19. Juni 2016 um 09:23 Uhr
Ja, Herr Rivoir, Sie haben vollkommen recht. Auch die klassische Homöopathie und
diverse andere Verfahren müssen seriös gelernt und seriös angewandt werden. Das
ABER ist aber swissmedic, Codex Alimentarius, die dagegen sind, und unsere GEWÄHLTEN Politiker die daraus Gesetze machen.
Gestern in Puls, Methode bei Demenz, die etwas 20 % der Betroffenen das Leben leichter machen kann, tausenfach in anderen Ländern erprobt ist, wird hier sehr ablehnend bewertet, und wenn angewandt, dann nur teilweise bezahlt. Der Patient
kann ja wieder medikamentenunabhängig werden.
Man beginnt (BL) zu kontrollieren. ob in den Kantonsspitälern diverse Operationen ohne Notwendigkeit ausgeführt werden. Das das so ist, hat «Chef» der Chirurgen schon vor Jahren bemängelt. Andererseits werden Spitäler auch nach der Anzahl Operationen bewertet.
Ganz simpel, aber typisch: WHO empfiehlt 50 Gr. Zucker pro Tag und meint nur 25 gr
wäre besser. Wieso empfiehlt dann die Schweiz 100 gr.? Tatsache sind 180 gr. Und dann lesen Sie, was der beigefügte und versteckte Zucker alles anrichtet, vor allem bei
Kindern. u.a. Entwicklung Gehirn (Denkfähigkeit usw. Aggression, Sucht, Gewicht und und..)
Trotzdem darf Baby-Nahrung als gesund beworben werden, obwohl in vielen Produkten 50 % und mehr Zucker enthalten ist. Die Liste von «produzierten» Krankheiten ist sehr vumfangreich.
Und dann reden wir von «teuren Alten» «Bürgern, die nicht gesundheitsbewussten «
Elisabeth Schmidlin, am 21. Februar 2017 um 15:04 Uhr
@Rivoir. Die Sendung «Puls» von TV SRF wird von niemandem gesponsert, im Gegensatz zu den Gesundheitssendungen der Privatfernseh-Kanäle. Bitte klären Sie einen Sachverhalt das nächste Mal ab, bevor Sie solches, wenn auch in Frageform, in die Welt setzen.
Urs P. Gasche, am 21. Februar 2017 um 16:41 Uhr
Wenn wir schon bei den Kosten und teuren Alten sind. Die EU - Kommisar Phil Horgen - lädt zur Zeit die Bauer ein, ihre Ideen und Bedürfnisse in einem umfangreichen Fragekomplex einzubringen.
Ziel ist, dass künftig die bäuerlichen Familienbetriebe die EU-Agrarpolitik bestimmen,
und nicht (wörtlich) Theoretiker und Schreibtischtäter.
Nur scheint mir, dass dabei zuwenig beachtet wird, dass die «Schreibtischtäter» mit
Codx Alimentarius sehr gefährlich sind. Der Codex versucht alles zu verbieten, was natürlich ist und was wirklich gesund sein kann.
Der Bauer trägt zur Gesundheit und damit Kostensenkung bei, der Codex ist um den Umsatz der Industrie besorgt, und diesen Umsatz müssen wir - jeder Einzelne - schaffen.
Ich überlasse es Herrn Gasche, ob er dieses Thema weiterverfolgen will und vor allem,
aktive Personen zusammen zu bringen kann.
Elisabeth
Elisabeth Schmidlin, am 21. Februar 2017 um 17:23 Uhr
Voll einverstanden mit der natürlichen Ernährung. Darum geht es mir auch. Nur die
(internationale) Gesetzeslage ist so, dass Codex Alimentarius über allem steht. aber das nicht im Bewusstsein des Bürgers - auch der Bauern und ihren Vertretern - verankert ist.
Und zum «Umdenken» von Nestle (& Co.) die americanischen Millenials sprechen die einzige Sprache, die die Industrie versteht: Was nicht gekauft wird, verschwindet.
Und diese Umsatzeinbussen sind in Amerika enorm.
Zitat: US Millennials twice as likely as non-Millennials to distrust large food manufacturers Published on October 29th, 2015
As consumer interest in brand transparency continues to grow, new research from Mintel reveals that more than two in five US Millennials (43 percent) agree they do not trust large food manufacturers compared to just 18 percent of non-Millennials. Similarly, nearly three quarters (74 percent) of Millennials wish that food companies were more transparent about how they manufacture their products (vs 69 percent of non-Millennials). Zitat Ende
Trotzdem müssen wir Sorge dazu tragen, dass der Einsatz der Bio-Bauern nicht von
Codex zu Fall gebracht wird.
Elisabeth Schmidlin, am 22. Februar 2017 um 12:26 Uhr
Entschuldigung Herr Rivoir, da habe ich mich schlecht ausgedrückt oder Sie haben mich falsch verstanden. Ich bin ganz auf Ihrer Seite. Ich will nur darauf aufmerksam machen, dass der Codex (und Lobby's) eben das Gesunde aushebeln können - ganz legal nach Paragraphen.
Ich meine nur, jetzt mit den Aktivitäten für die Bauern in Brüssel, sollte man auf das Problem aufmerksam machen und auch darauf was unsere Politiker unterschreiben.
Das Ziel des Codex ist doch z.B. dass er einen Staat (z.B. Schweiz) auf enormen Schadensersatz verklagen kann, wenn wir z.B. GenMais verbieten, weil dieser Staat
Umsatzeinbussen hat. NUR DAS WISSEN WENIGE und NOCH WENIGER WOLLEN ES GLAUBEN.
Elisabeth Schmidlin, am 22. Februar 2017 um 13:52 Uhr

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