Die Milliardäre Ma Huateng (alias Pony Ma) und Robin Li © cc

Im Volkskongress sassen 203 Milliardäre

Urs P. Gasche / 13. Mrz 2015 - In China sind Milliardäre nicht auf Lobbyisten im Parlament angewiesen, sondern sitzen gleich selber im Volkskongress.

Bei der jüngsten Sitzung des Nationalen Volkskongresses und der gleichzeitig stattfindenden Konsultativkonferenz sassen unter den zusammen 5200 Delegierten nicht weniger als 203 Milliardäre mit einem durchschnittlichen Vermögen von 2,3 Milliarden Dollar. Zum Vergleich: Die 22 reichsten Kongressabgeordneten in den USA verfügen durchschnittlich über ein Vermögen von 124 Millionen Dollar (Quelle: «Center for Responsive Politics»).

Die Zahlen über die chinesischen Milliardäre stammen vom «Hurun Report» über die reichsten Chinesen, der in Shanghai herausgegeben wird. Insgesamt vertraten die Volksvertreter ein Familienvermögen von 464 Milliarden Dollar. Dieser Betrag ist höher als das Bruttoinlandprodukt von Österreich.

Zu den reichsten Delegierten gehörten Ma Huateng, auch Pony Ma genannt. Er ist CEO des Internetkonzerns «Tencent Holdings», sowie Robin Li, CEO des chinesischen Google-Rivalen «Baidu» (siehe Bild oben).

«Die Konzentration von Vermögenden im Volkskongress und der Konsultativkonferenz spiegelt den wachsenden Einfluss der Reichen in der chinesischen Politik», kommentiert die «New York Times».

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Dieser Beitrag stützt sich auf einen online nicht frei zugänglichen Bericht der «New York Times» vom 3.3.2015.

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Eine Meinung

In China bemüht sich die Oberschicht wenigstens ins Parlament. Im Westen wird sie durch Marionetten vertreten. Logisch kommt da etwas weniger Vermögen zusammen.
Olivier Bregy, am 13. März 2015 um 12:18 Uhr

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