Über uns

WER STEHT HINTER INFOSPERBER

Hinter der Plattform Infosperber.ch (siehe Impressum) steht die gemeinnützige «Schweizerische Stiftung zur Förderung unabhängiger Information» SSUI. Weder ein Millionär noch ein Konzern kann sie kaufen. Die Stiftung will einen unabhängigen Journalismus in der ganzen Schweiz fördern, insbesondere journalistische Recherchen von gesellschaftlicher und politischer Relevanz. Die Stiftung ist auf Spenden der interessierten Leserschaft angewiesen. Infosperber finanziert sich zur Zeit zu 90 Prozent mit Spenden. Die Schreibenden arbeiten in der Regel ohne Honorare. Abgeltungen von Nutzungsrechten und Spesenentschädigungen sind möglich.

ZUR STIFTUNG SSUI

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Die täglich aktualisierte Internet-Zeitung Infosperber gibt es seit dem 21. März 2011.

PUBLIZISTISCHE AUSRICHTUNG

1. Zielpublikum sind sogenannte Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträger oder Multiplikatoren in Gesellschaft, Wirtschaft und Politik sowie alle, die Ergänzendes zu den Mainstream-Medien schätzen.

2. Das Fernsehen informiert vorwiegend über das, was Einschaltquoten bringt. Grosse Zeitungen leiden an sinkenden Inserateeinnahmen. Deshalb ködern sie Inserenten mit irreführender PR im redaktionellen Teil. Infosperber will diese Mainstream-Medien nicht konkurrenzieren, sondern sie ergänzen. Die Plattform setzt sich zum Ziel, allein nach gesellschaftlicher oder politischer Relevanz zu gewichten. Sie fokussiert auf vergessene Zusammenhänge und vernachlässigte Perspektiven. Infosperber sieht, was andere übersehen. Die Plattform pflegt auch die vernachlässigte Medienkritik. Einen Pflichtstoff gibt es nicht.

3. Infosperber ist unabhängig von wirtschaftlichen, politischen oder weltanschaulich-religiösen Interessen. Sie stützt sich insbesondere auf die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte der Uno vom 10. Dezember 1948.

4. Infosperber will es interessierten Bürgerinnen und Bürgern erleichtern, sich dank anderen Perspektiven eine eigene Meinung zu bilden. Kommentare auf Infosperber geben die persönliche Meinung der Schreibenden wieder.

5. Nachrichten, Analysen, Hintergründe, Reportagen, Essays, Dossiers und Kommentare werden nach folgenden Kriterien ausgewählt und gewichtet:

• Wie relevant sind Ereignisse, Entscheide und Aussagen für das Funktionieren einer modernen Demokratie? Für die Rechte und Pflichten als Bürgerin oder Bürger?

• Wie relevant sind Ereignisse, Entscheide und Aussagen für die Lösung wichtiger Probleme auf internationaler, regionaler oder lokaler Ebene?

• Oder anders: Wie relevant sind Ereignisse und Aussagen für Konfliktlösungen? Für das Vermeiden sozialer Spannungen?

6. Für die operationelle Umsetzung der publizistischen Ausrichtung ist die Redaktionsleitung von Infosperber verantwortlich. Im Rahmen der publizistischen Richtlinien entscheidet sie über Probleme und Vorschläge, die den inhaltlichen Auftritt von Infosperber betreffen.

7. Leserinnen und Leser können zu Artikeln und Kommentaren ihre Meinungen einbringen, sofern sie sich gegenüber der Redaktion mit ihrem Namen und ihrer Adresse identifizieren. Beleidigende, unnötig herabsetzende oder rassistische Passagen werden nicht toleriert.

8. Infosperber bietet unabhängigen und engagierten Journalistinnen und Journalisten eine Plattform für Recherchen, übersehene oder vernachlässigte Informationen und pointierte Kommentare. Voraussetzung ist das Beherrschen des journalistischen Handwerks, weil Infosperber keine Kapazitäten hat, um Texte zu bearbeiten.

9. Autorinnen und Autoren, die auf Infosperber publizieren, halten sich an die Erklärung der Pflichten der Journalistinnen und Journalisten, die der Schweizer Presserat erarbeitet hat. Sie respektieren das Persönlichkeitsrecht und das Gesetz über den unlauteren Wettbewerb UWG.

10. Die journalistische Arbeit für Infosperber ist weitgehend ehrenamtlich. Spesen und Nutzungsrechte können abgegolten werden.

11. Die Plattform finanziert sich mit Spenden an die gemeinnützige Stiftung SSUI. Die Spenden kann man in der ganzen Schweiz von den Steuern abziehen.

FREIE NUTZUNGSRECHTE

© Das Weiterverbreiten sämtlicher auf dem gemeinnützigen Portal www.infosperber.ch enthaltenen Texte ist ohne Kostenfolge erlaubt, sofern die Texte integral ohne Kürzung und mit Quellenangaben (Autor und «Infosperber») verbreitet werden. Die SSUI kann das Abgelten eines Nutzungsrechts verlangen.

Bei einer Online-Nutzung ist die Quellenangabe mit einem Link auf infosperber.ch zu versehen. Für das Verbreiten von gekürzten Texten ist das schriftliche Einverständnis der AutorInnen erforderlich.

Für Bilder, Grafiken, Audio- und Videobeiträge bleiben das Copyright und die Nutzungsrechte bei den Autorinnen und Autoren und Infosperber bzw. der SSUI. Bilder, Grafiken, Audio- und Videobeiträge dürfen weder kopiert noch weiter verbreitet werden. Bilder mit dem Quellenvermerk «cc» oder «CC» können für nicht-kommerziellen Gebrauch mit Quellenangabe übernommen werden.

ADRESSE

Die Stiftung SSUI als Verantwortliche des Informations-Portals Infosperber.ch hat folgende Postadresse:

SSUI, Jurablickstrasse 69, CH-3095 Spiegel b. Bern, Telefon +41 31 972 77 88

ZITATE

«Angesichts schrumpfender Werbeeinnahmen wächst die Macht der Inserenten. Entsprechend sind Medienhäuser und ihre Redaktionen versucht, vorauseilenden Gehorsam zu praktizieren. Das ist höchst problematisch.» NZZ-Medienredaktor Rainer Stadler, in NZZ vom 21.4.2016

«Als Verleger kann ich nicht den Helden spielen und dabei einen Grosskunden verärgern...Eine saubere Trennung zwischen dem Werbemarkt und dem redaktionellen Teil einer Zeitung ist viel schwieriger geworden als vor zwanzig Jahren.» Hanspeter Lebrument, Präsident des Verbandes Schweizer Medien, in NZZ am Sonntag vom 17.6.2016

«Wenn die Migros bei mir ein Inserat macht, dann muss sie sich nicht blöde heruntermachen lassen. Das ist einfach so...Den Kunden und Unternehmen sage ich folgendes: Wenn ihr nicht zufrieden seid mit den Medien, dann müsst ihr aufhören, Inserate zu schalten.» Markus Somm, Verleger und Chefredaktor der Basler Zeitung, auf Radio 1, April 2016

«PR wird vom Journalismus unabhängiger, während der Journalismus immer mehr in die Abhängigkeit der PR gerät.» John Lloyd, Senior Research Fellow am Reuters Institute, 2015

«Gemäss neueren Statistiken des US-Arbeitsministeriums sind PR-Leute in den USA gegenüber den Journalisten inzwischen in einer vier- bis fünffachen Übermacht.» Professor Stephan Russ-Mohl, Universität der italienischen Schweiz, Lugano, in NZZ vom 30.6.2015

«Je weniger Leute schneller publizieren müssen, desto unkritischer wird ihre Berichterstattung, desto grösser der Einfluss wirtschaftlicher und politischer PR.» Jean-Martin Büttner, Redaktor Tages-Anzeiger, vom 4.3.2015

«Ein (Online)-Medium, das kein Profil hat, wird austauschbar und es im Digitalen schwer haben.» Alexandra Stark, Master in «New Media Journalism» und Studienleiterin MAZ, vom 15.1.2015

«Es gilt, die Zivilgesellschaft vom sich auftürmenden Infomüll zu befreien und stattdessen mit 'hochwertigem' Journalismus zu versorgen, der professionellen Standards genügt, sich von wachsender PR-Abhängigkeit befreit und sowohl politisch als auch von Medienkonzernen unabhängig ist.» Professor Stephan Russ-Mohl, Universität der italienischen Schweiz, Lugano, in NZZ vom 9.4.2013

«Das Ungleichgewicht und das Kompetenzgefälle zwischen den unabhängigen Medien und der PR-Industrie wächst jeden Tag.» Karl Lüond, Publizist und Buchautor, in NZZ am Sonntag vom 19.5.2013

«Wir haben immer mehr Medienkanäle, aber immer mehr Einheitsbrei und weniger Auswahl.» Konservativer US-Kolumnist William Safire.

«Die einst renommierte 'Los Angeles Times' ist dramatisch geschrumpft, das Redaktionsgebäude wirkt wie ein Geisterhaus.» Nicolas Berggruen, Investor, in der Sonntags-Zeitung vom 16.6.2013

«Der öffentliche Diskurs gerät zunehmend unter den Einfluss der PR-Industrie. Akteure, die über grosse finanzielle Mittel verfügen und ganz bestimmte Interessen verfolgen, aber meist anonym bleiben, gewinnen an Definitionsmacht.» Pietro Supino, Verleger Tamedia, im Magazin 42/2010

«Gemäss seriöser Studien sind etwa 75 Prozent des redaktionellen Inhalts von PR bestimmt, was ich nur bestätigen kann.» Klaus J. Stöhlker im Klartext 5/09

«Die Medien sind beeinflusst bis manipuliert von immer zahlreicheren PR-Beratern und Fassadenmalern...Ein wesentlicher Teil der redaktionellen Inhalte sind mittlerweile ‚Convenience Food aus den PR-Küchen.» Karl Lüond «Die Macht der Ehrlichkeit», Rüegger-Verlag 2010.

«Wir verhandeln bei der Mediaplanung mit den Verlegern immer über einen redaktionellen Support...Ich bin der Meinung, dass die 'chinesische Mauer', hinter der sich viele Journalisten verstecken, im Sinne enes journalistischen Frühlings niedergerissen werden muss.» Peter Marti, Inhaber der Werbe- und PR-Agentur Marti.Seiler AG, Edito+Klartext 05/06/2012

«Bei Fach- oder Special-Interest-Magazinen ist es seit jeher ein offenes Geheimnis, dass das Inserat und der redaktionelle Beitrag dieselbe Zielgruppe mit derselben Information zur selben Handlung motivieren wollen.» René Eugster, Inhaber Agentur am Flughafen

«Aus leidvoller Erfahrung als Leser, aber auch als Werber, muss ich sagen: Bitte erhalten und schützen wir die redaktionelle Unabhängigkeit, solange es nur irgendwie geht.» Geri Aebi, CEO der Wirz-Gruppe.

«Der Teufel sind die Unwissenden – jene, die eine Meinung haben, aber keine Ahnung.» Fatih Akin, Filmproduzent, NZZ am Sonntag 12.10.2014