Polit-Werbung in eigener Sache: Eric Gujer schiesst gegen die SRG © NZZ

Polit-Werbung in eigener Sache: Eric Gujer schiesst gegen die SRG

Der NZZ-Chefredaktor entblösst sich selbst

Christian Müller / 18. Dez 2017 - Eric Gujer schiesst im Samstag-Frontseiten-Aufmacher gegen die SRG und empfiehlt verschlüsselt ein Ja zur No-Billag-Initiative.

Es ist erschütternd, auf welch tiefes Niveau die NZZ unter Chefredaktor Eric Gujer schon gesunken ist. Nicht weil er seine Redaktions-Crew zu wenig unter Kontrolle hat, im Gegenteil: weil er das tiefe Niveau selber vorzeigt.

In seinem Frontseiten-Kommentar vom Samstag, 16. Dezember 2017, greift Eric Gujer in die unterste Kommentarstil-Schublade. Ein paar Beispiele:

«Fast überall sterben die Dinosaurier aus. Der Trend zur Individualisierung hat nicht nur die Medien erfasst. Und alle reagieren darauf: Die Parteien verändern sich, Organisationen wie die Gewerkschaften auch. Nur die SRG verändert sich nicht. Sie will so bleiben, wie sie ist; sie ist der einzige Dinosaurier, der jeden Tag verkündet, die Evolution gebe es nicht. Sie will uns einreden, Dinosaurier lebten ewig und kleine, flinke Säugetiere hätten nie eine Chance.»

* * *

«Die Behauptung, nur ein öffentlichrechtlicher Sender könne die sozialen Schichten, Regionen und Sprachen verbinden, ist so vermessen wie totalitär. Keine Partei und kein Unternehmen käme auf die Idee, im Alleingang den gesellschaftlichen Wandel aufhalten zu wollen. Wer klug ist, passt sich an. Der Rest geht unter.»

* * *

«Darüber hinaus streben die Linke und Medienministerin Doris Leuthard endlich Kontrolle über die privaten Medien an. Sie wollen diese durch ein Mediengesetz erstmals regulieren und zugleich finanziell «fördern», sprich: an die goldene Leine der Politik legen. Es droht daher eine Staatsmedienlandschaft mit einer übermächtigen SRG und privaten Trabanten.»

* * *

«Warum man den Bürgern die Kompetenz an der Urne, nicht aber bei der Wahl der Medien zutraut, bleibt das Geheimnis der SRG-Lobby.»

* * *

«Wird die Initiative angenommen, tragen hierfür Doris Leuthard und die Ratsmehrheit mit ihrer Verweigerungshaltung die Verantwortung. Sie haben keinen Gegenvorschlag ausgearbeitet, stattdessen malen sie Horrorszenarien einer dem Untergang geweihten SRG an die Wand. Dabei zeigt die Masseneinwanderungsinitiative, dass das Parlament durchaus zu kreativen Lösungen fähig ist.»

* * *

«Eine Staatsmedienlandschaft will die Mehrheit der Bürger nicht.»

Ende der ausgewählten Gujer-Zitate.

Dumm oder bösartig

Es lohnt sich nicht wirklich, all diese Aussagen einzeln zu analysieren und zu kommentieren. Nur drei Punkte, aus denen hervorgeht, wie schludrig und widersprüchlich Eric Gujers Kommentar ist:

  • Die Wortwahl: Gujer redet wiederholt von «Staatsmedien» und «Staatsmedienlandschaft». Das ist entweder dumm oder perfid. Die SRG ist gewollt rechtlich so institutionalisiert, dass Exekutiv-Politiker und Parlamentarier eben gerade nicht hineinreden können.

  • Die Beurteilung des Parlaments: Das Schweizer Parlament wäre wegen seiner «Verweigerungshaltung» zwar «verantwortlich» für ein Ja zur «No-Billag-Initiative» und damit für die Zerstörung der SRG. Auf der anderen Seite wäre das Parlament «durchaus fähig zu kreativen Lösungen». So Eric Gujer. Soll man also von einem Parlament, das zuerst die Zerstörung der SRG durch eine «Verweigerungshaltung» verursacht, die darauf folgende «kreative Lösung» erwarten dürfen? Logik sieht anders aus.

  • Wahlkompetenz an der Urne / Wahlkompetenz bei den Medien: Der Vergleich einer Urnen-Abstimmung mit der Wahl des Mediums ist absurd oder bösartig. Beim Radio und beim Fernsehen wähle ich nicht ein Programm «SRG», eine gleichgeschaltete Stimme. Ich habe im Gegenteil bei der SRG eine grosse Auswahl: verschiedene Sprachen, verschiedene Regionen, verschiedene Interessensgebiete, verschiedene Musik-Stile, usw. Und ich bin total frei, welches Programm der SRG ich wählen will. Ich wähle zum Beispiel jeden Tag das «Echo der Zeit», weil ich in der Printmedien-Landschaft Gleichwertiges nicht mehr finden kann.

    Kritisieren erlaubt

    Selbstverständlich darf die SRG kritisiert werden. Die Einsetzung eines privatwirtschaftlich erfahrenen Managers, der die zu vielen Sonderzüglein innerhalb der SRG und insbesondere die Verbeamtung einmal genau unter die Lupe nehmen und, wo angezeigt, eingreifen würde, wäre durchaus zu begrüssen. Die SRG aber total zu demontieren, nur damit man statt das «Echo der Zeit» zu hören künftig die NZZ lesen muss (man hat ja dann die «Wahl», die NZZ zu lesen), das zu fordern ist eines Chefredaktors eben dieser Zeitung absolut unwürdig. Kein früherer Chefredaktor der NZZ hätte sich sowas je erlaubt.

    Es scheint, dass Eric Gujer, der bekanntlich nur wegen der missglückten Berufung des Blocher-Adlaten Markus Somm die Chefredaktion der NZZ übernehmen konnte, seinen Herren im Verwaltungsrat jetzt beweisen muss, dass auch er nach Blochers Pfeife tanzen kann.

    «Wer klug ist, passt sich an», steht in Eric Gujers Frontseiten-Kommentar wörtlich. Zum Glück gab es auch in der Schweiz immer wieder Männer und Frauen, die auch in schwierigen und gefährlichen Zeiten es wagten, NICHT nach dieser Anpassungs-Devise zu handeln. Und sie sind wieder nötiger als seit langem!

  • Themenbezogene Interessen (-bindung) der Autorin/des Autors

    Keine Interessenkollision. Der Autor war 25 Jahre lang Journalist (8 Jahre davon selber Chefredaktor einer Tageszeitung) und 20 Jahre lang Verlagsmanager und selbständiger Verlags-Consultant.

    Weiterführende Informationen

    Schweizer Künstler und Künstlerinnen zur No-Billag-Abstimmung
    Eric Gujer schiesst scharf gegen die SRG (auf persoenlich.com)
    Fremdschämen an der Falkenstrasse (auf persoenlich.com)
    Es ist Zeit, für die SRG auf die Strasse zu gehen (auf Infosperber)
    Schweizer Medien-Horror-Szenario in Sichtweite (auf Infosperber)
    Abstimmen über die SRG (auf Infosperber)
    Dem Schweizer Medien-Eintopf ein Schritt näher (auf Infosperber)
    Auf der NZZ-Redaktion geht die Angst um (auf Infosperber)
    NZZ-Chefredaktor setzt auf die Macht (auf Infosperber)

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    67 Meinungen

    Ich meine, wenn alle schweizer Einwohner zu einer Mitgliedschaft verpflichtet sind, kann man schon von einem Staatsmedium (als 4. Gewalt neben Legislative, Exekutive und Judikative ) sprechen.
    Ekkehard Blomeyer, am 18. Dezember 2017 um 11:06 Uhr
    Schon wieder so eine gezielte Fehlinformation: Kein einziger Einwohner in der Schweiz ist zu einer «Mitgliedschaft» (bei der SRG) verpflichtet. Es geht vielmehr um Solidarität zwischen den Sprachregionen. Und darum, dass umfassende Informationen in Radio und Fernsehen in allen Landessprachen aus dem Markt heraus schlicht nicht finanzierbar sind. Deshalb hat das Stimmvolk im Juni 2015 – zugegeben knapp — beschlossen, dass alle Haushalte und Firmen diese Abgabe zahlen müssen. Deshalb sind die Programme der SRG und der vielen unterstützten privaten TV- und Radiostationen noch lange keine Staatsmedien. Wenn sie es wären, würden nämlich je ein Radio- und Fernsehprogramm pro Sprachregion genügen, da die Informationen ja sowieso durch den Staat geliefert werden. Das wären dann Staatsmedien. Ist das wirklich so schwer zu begreifen?
    Ueli Custer, am 18. Dezember 2017 um 11:48 Uhr
    Danke für den Artikel Herr Müller. Als regelmässiger NZZ-Leser war ich schockiert über die Aussagen von Mr. Guyer. Ja, man darf kritisieren, aber man muss schon darüber nachdenken, wer man ist (Chefredaktor von einer unabhängigen Zeitung) und wo man kritisiert d.h. auf der Frontseite der NZZ und ja wie man kritisiert! Natürlich darf man persönlich für die No-Billag-Initiative sein, aber dies nicht auf diese Art und Weise seine persönliche Meinung publik machen. Es scheint, Mr. Guyer will sich ins Zentrum setzen und Aufmerksamkeit schaffen und ja Blochers destruktive Art und Weise der Zerstörung der Medien-Demokratie unterstützen. Der Schuss ging meines Erachtens hinten raus, ich lehne die No-Billag-Initative ab!
    Rudolf Elmer, am 18. Dezember 2017 um 11:58 Uhr
    @Ueli Custer:
    Spannend, Ihre Bewertung meiner Meinung als «gezielte Fehlinformation».

    "Solidarität» ist für mich etwas Freiwilliges. Wenn es dem Staat wichtig ist, kann er auf die staatlich verordnete Zwangsabgabe verzichten und die SRG aus Steuergeldern finanzieren. Das wäre einkommensmässig auch gerechter. Die Unabhängigkeit der SRG kann das Parlament ja per Gesetz frestschreiben.
    Ekkehard Blomeyer, am 18. Dezember 2017 um 12:03 Uhr
    Nicht immer geht es um «Dinosaurier gegen kleine flinke Säugetiere»: Mir scheint, es geht in dieser Zeit eher um Solidarität gegen Vereinzelung und Interessen mächtiger Firmen (die man ja auch Dinosaurier nennen könnte!). Und die NZZ hat sich da ihre Weg- und Bettgefährten offensichtlich klar gewählt. Ich habe deswegen diesen Monat mein NZZ-Abonnement gekündigt (obgleich es da v.a. im Auslandsteil schon sehr gute Artikel gibt). Mir scheint, tatsächlich, es gebe eine starke Bewegung gegen etwas, was im offiziellen Namen der Schweiz steht: EidGENOSSENSCHAFT. Hin zu einer Schweiz AG - zu einer anonymen Firma mit anonymen Besitzverhältnissen? - Wenn man schon quasi historische Vergleiche ziehen will, scheint mir jener mit gewissen Weltherrschaftsansprüchen vor ein paar Jahrzehnten treffender. Sie dachten, sie könnten die Kleinen und Flinken schlucken; es kam anders. Ich wünsche mir, dass an diesem Punkt nun wirklich eine Gegenbewegung einsetzt, eine für Solidarität und Gemeinsamkeit. Ein Nein zu dieser unsäglichen Initiative ist ein Schritt dazu.
    Kurt Schwob, am 18. Dezember 2017 um 12:08 Uhr
    @Ekkehard Blomeyer: Solidarität ist ein Grundwert der Schweiz. Ohne durch Steuereinnahmen verordnete Solidarität gäbe es kein Land dieser Erde und die Schweiz ganz speziell nicht. Am 4. März geht es auch nicht um die Art und Weise der Finanzierung dieser Solidarität. Darüber haben wir im Juni 2015 abgestimmt. Und jetzt ist es so – auch wenn das Ergebnis knapp war. Wer der Meinung ist, dass diese Kosten statt über Gebühren durch Steuereinnahmen gedeckt werden sollen, dem steht es offen, eine entsprechende Volksinitiative zu starten.
    Ueli Custer, am 18. Dezember 2017 um 12:15 Uhr
    eins würde ich gern hinzufügen: gujer spricht von den zu teuren gebühren von 365 franken jährlich. Dann sollte er doch mal die Abonnementspreise seiner nzz ansehen. das normale print-abo (gewiss, der digitale zugang ist inklusive) kostet fast doppelt so viel.
    Eva Caflisch, am 18. Dezember 2017 um 12:18 Uhr
    Wenn mir etwas angst macht, dann diese No-Billag Initiative.

    Was hier abläuft erachte ich als fast pervers. Es geht hier mit No-Billag um Dominanz und Marktverteilung und es geht darum, welche Verlagshäuser in Zukunft mit welchen Parteien im Seitenwagen die Meinung manipulieren.

    Ein Vorgeschmack liefert hier die NZZ.

    Aber auch 20 Minuten. Man muss sich hier nur mal die Mühe nehmen, die Kommentare zu lesen. 90 % gegen die SRG. 20 Min gehört zum Tagi und ist die auflagenstärkste Zeitung der Schweiz. Hier wird massiv Meinung gemacht und wir sind diesem Treiben fast machtlos ausgeliefert. Wir müssen unbedingt die Meinungsvielfalt erhalten und klar benennen, dass es hier um wirtschaftliche und politische Dominanz geht.
    Bruno Birri, am 18. Dezember 2017 um 12:59 Uhr
    Ich tue mir es öfters an, die Kommentare auf 20 Minuten zu lesen. Und ich stelle fest, dass da eine unheimliche Ballung an persönlichen Frustrationen vorhanden ist. Man sucht bei allem und jedem den negativen Aspekt. Und sehr viele dieser Schreiber fühlen sich offensichtlich übervorteilt von «denen da oben». Ob dies Politiker, Wirtschaftsführer oder was auch immer seien. Vielfach sind auch Ansätze zu Verschwörungstheorien auszumachen. Das alles macht mir Angst und ich frage mich, was passiert, wenn diese riesige Frustblase einmal platzt.
    Ueli Custer, am 18. Dezember 2017 um 13:20 Uhr
    Herr E. Guyer hatt anscheinend noch nie in einem Land gelebt, wo das Fernsehen nur auf privater Basis betrieben wird.
    In diesen Ländern ist die Fern-Volksverdummung Programm...
    Der «Geist» des Artikels von Herr Guyer ist typisch für ein Parteiblättchen...
    Heinrich O. Matthias, am 18. Dezember 2017 um 13:41 Uhr
    @Ueli Custer. Auch ich tue mir das immer wieder an, 20Min zu lesen. Doch ich bin überzeugt, dass die Meinungen, die hier veröffentlicht werden, nicht repräsentativ sind, sondern es werden gezielt No-Billag-Kommentare veröffentlicht.
    Bruno Birri, am 18. Dezember 2017 um 13:46 Uhr
    Gujers SRG-Bashing ist unterste Schublade. – Kommt hinzu, dass Chefredaktor Gujer nicht nur ohne Rücksicht auf Fakten auf die Pauke haut. Was er verschweigt: Auch die NZZ produziert mit Unterstützung von SRG-Konzessionsgeldern; ohne «Zwangsgebühren» gäbe es weder NZZ Format-Sendungen noch die Sendung «NZZ Standpunkte»... Habe diesen Aspekt der NZZ-SRG-Beziehungen in meinem Blog zusammengefasst: offroadreports.ch/wordpress/nzz-profitiert-von-srg-millionen/
    Gabriela Neuhaus, am 18. Dezember 2017 um 14:23 Uhr
    @Ekkehard Blomeyer: Fehlinformationen scheinen ihre Spezialität zu sein. Lesen Sie zuerst den Initiativtext bevor Sie schreiben. Die Initiative untersagt ganz klar jegliche Verwendung von Steuergeldern für den Weiterbetrieb der SRG. Ihre Idee (von12:03) ist somit unhaltbar. Als reiner Werbesender hat SRF aber kein Brot und wäre in Kürze pleite.
    Jürg Schmid, am 18. Dezember 2017 um 14:23 Uhr
    @Jürg Schmid

    "Laut Experten könnte die SRG nach einem Ja zu No Billag weiterbestehen. Für den Gewerbeverband ist deshalb klar: Es wird eine Umsetzung «light» geben.» (20min)

    "Laut Politologe Nenad Stojanovic bedeutet ein Ja zu «No Billag» nicht das Ende der SRG: Das Parlament könne von einer wörtlichen Umsetzung absehen.» (20min)

    "Es kann sinnvoll sein, dass das Parlament bei der Umsetzung von Volksinitiativen vom Initiativtext abweicht.» (nzz)
    Ekkehard Blomeyer, am 18. Dezember 2017 um 14:52 Uhr
    @Bruno Birri: Ihre Meinung, dass 20 Minuten gezielt nur Kommentare pro No-Billag publiziere, teile ich keinesfalls. Dafür habe ich (noch) zu grosses Vertrauen in die Tamedia. Im Allgemeinen werden alle Beiträge publiziert, die nicht den sehr weit gefassten, allgemeinen Bedingungen widersprechen. Und wenns zu viele Kommentare gibt, geht die Kommentarfunktion einfach zu.
    Ueli Custer, am 18. Dezember 2017 um 14:55 Uhr
    Man weiss ja eigentlich wie der Chefredaktor der NZZ tickt. Ich überflog den Artikel auf der Frontseite am Samstag und dachte mir, dass was anderes von ihm ja nicht zu erwarten sei.
    Ruth Obrist, am 18. Dezember 2017 um 15:08 Uhr
    Natürlich können wir von der NZZ nichts anderes erwarten. Aber wie Ueli Custer schreibt, sind bei den Ja-Sagern zur No-Billag-Initiative viele Frustrierte. Mit der Billag wurde eine Institution geschaffen, die verachtend und selbstherrlich Gebühren eintreibt. Die Initianten haben den Namen für die Initiative wohl ganz bewusst gewählt. Auch die Höhe der Gebühren darf hinterfragt werden. Nicht jeder ist gewillt mit seinen Gebühren Sendungen für Rätoromanen zu finanzieren. Kulturelle Vielfalt ist Aufgabe des Bundes und der Kantone und nicht des Prämienzahlers. Das alles hätten die Politiker schon lange ändern können. Man hat es einfach verschlafen.
    Bernhard Ramp, am 18. Dezember 2017 um 15:32 Uhr
    @Bernhard Ramp: Die Billag hat einen Auftrag, den sie schnörkellos ausführt. Und zwar weder «verachtend und selbstherrlich» noch «liebevoll und untertänig».
    Und wenn Sie der Meinung sind, der Bund und die Kantone sollten diese Aufgaben übernehmen, dürfen Sie die No-Billag-Initiative keinesfalls annehmen. Denn gerade die Übernahme durch den Bund wird dort ebenfalls ausgeschlossen. Die Initiative hat einzig zum Ziel, die Medienlandschaft im Bereich TV und Radio radikal zu dezimieren – wozu auch immer. Bei einer Annahme würden nämlich zunächst einmal fast 70% weniger Geld für TV- und Radioprogramme zur Verfügung stehen.
    Ueli Custer, am 18. Dezember 2017 um 15:49 Uhr
    Es steht Herrn Gujer frei, selber spannende, neue digitale journalistische Formate zu entwickeln und sich so klug anzupassen, denn „Der Rest geht unter“. Es scheint so, dass die SRG zum Sündenbock wird, für die eigenen Versäumnisse und frustriert muss man zusehen, wie sich die SRG anpasst und sich den neuen Medien widmet. Nun, ich warte auf kreativen, spannenden Journalismus von der NZZ. Was Herr Gujer macht in seinem Artikel ist leider genau das Gegenteil davon. Soll nun dieser Journalismus uns in Zukunft aufklären ohne die SRG? Nein Danke, nein zur No-Billag-Initiative.
    Peter Cadisch, am 18. Dezember 2017 um 16:31 Uhr
    Was Herr Gujer da angerichtet hat, ist einfach nur absolut verwerflich, ja bösartig. Wie kann ein Chefredaktor so eine Schreibe nur auf die Titelseite stellen! Wer den Ursprung dieser Initiative kennt und dessen Text aufmerksam gelesen hat, sollte eigentlich wissen, um was es tatsächlich geht. Dazu ist (auch hier) schon viel Richtiges aber auch Falsches geschrieben worden. Wer einmal einen Blick über den Tellerrand wagt wird feststellen: alle umliegenden Länder kennen einen nach demokratischen Prinzipien geführten «offiziellen Sender» (Staatssender ist nicht der richtige Ausdruck) mit den entsprechenden Gebühren dazu. Wer berücksichtigt, dass wir vier Sprachen bedienen, muss zugeben, dass wir mit den demnächst 365 Franken sehr gut dastehen. Dass damit auch die privaten Sender unterstützt werden, kommt noch dazu. Es geht also ausdrücklich nicht um Programminhalte. Es geht um die Frage, ob auch die Schweiz einen «offiziellen Sender», geführt nach demokratischen (und nicht marktmächtigen) Regeln hat oder nicht. Alles andere ist Beilage. Aus meiner Sicht also ganz klar NEIN zu dieser unsäglichen Initiative.
    Robert Bleuer, am 18. Dezember 2017 um 16:40 Uhr
    Ist die SRG wirklich ein autoritärer „Staatssender“ vergleichbar mit dem Radio-Monopol eines Hitlers oder Stalin, wie Eric Gujer schreibt (NZZ 16.12.17)? Diese Einschätzung scheint doch reichlich hart und erst noch falsch. Die SRG ist als Verein organisiert und beweist immer wieder, dass sie sich auch dem Staat gegenüber kritisch zu verhalten weiss. Erinnert sei beispielsweise an die angeschwollene Zornesader von Bundesrat Ueli Maurer anlässlich der Gripendebatte. Unsere Moderatorinnen und Moderatoren verstehen es recht gut, unseren Mächtigen heikle Fragen zu stellen. Auch verdient die ältere Generation durchaus ein bewährtes Medium ohne Zwang zum Umsteigen auf kommerzielles Info-Kurzfutter. Martin A. Liechti, Maur
    Martin A. Liechti, am 18. Dezember 2017 um 17:00 Uhr
    @Ekkehard Blomeyer: Ausgerechnet Nenad Stojanovic zitieren Sie um eine Umsetzung light glaubhaft zu machen. Der Politologe der die «Umsetzung light» bei der MEI scharf kritisierte und eine Volksabstimmung forderte. Dass der Schweiz. Gewerbeverband als Hauptgegner der SRG ins gleiche Horn ist klar. Der SGV ist bekannt für seinen Politstil. Ich trau ihm am allerwenigsten über den Weg.
    Jürg Schmid, am 18. Dezember 2017 um 18:13 Uhr
    Das SRF schrieb am 03.07.2016:

    "Die Stimmen, eine Initiative müsse wortgetreu umgesetzt werden, werden immer lauter. Dabei müssen sie das gar nicht. Denn eine Initiative ist ein Denkanstoss. Die Gesetze formuliert das Parlament. Politologe Marc Bühlmann erklärt, wieso."

    https://www.srf.ch/news/schweiz/fluch-der-initiative-warum-vorgaben-und-gesetz-sich-nie-decken
    Ekkehard Blomeyer, am 18. Dezember 2017 um 18:23 Uhr
    Der Weg von der Vormoderne über die Moderne, an deren Ende wir jetzt stehen, in die Nachmoderne ist kein zufälliger. Er folgt dem Entropiegesetz: Vom Kollektiv zum Individuum. Das ist gut so, und ein Zeichen, dass unsere Gesellschaft fortgeschritten ist.
    Die Zeit für ein zwangsfinanziertes Staatsmedium, das den «nationalen Zusammenhalt» fördern soll, ist abgelaufen. Gewöhnt euch daran!
    Christian von Burg, am 18. Dezember 2017 um 20:19 Uhr
    Guyer als Somms Megaphon bei der NZZ !
    Die «Alte Tante» im Laufschritt ins Lager der SVP – und die FDP hintendrein !
    «JA zu No Billag» heisst «JA zur Blocherisierung unserer Massenmedien» !
    René Edward Knupfer-Müller, am 19. Dezember 2017 um 01:12 Uhr
    Seit 2014 kämpft die NZZ-Tageszeitung mit einem strukturellen Defizit + bringt es einfach nicht weg.
    - Weg musste zuerst Markus Spillmann, als letzter gesellschaftlich liberaler NZZ-Chefredaktor.
    - Ersatz wurde bekanntlich nicht Somm, sondern Gujer. Bei seiner Amtseinführung präsentierte er sich mit dem Ausspruch: «Ich bin ein Atlantiker». Übersetzt heisst das wiederum 2 Dinge.
    -- 'Ich höre auf die Einflüsterungen der rechts-republikanischen US-Think-Tanks.'
    -- 'Blocher + ich sprechen in Sachen 'Neo-Liberalismus' dieselbe Sprache.'
    - Und: «Wes Brot ich ess, des Lied ich sing ...» gilt halt für Gujer nicht weniger als für andere Schweizer Chefredaktoren.
    -- Welcher Investor würde das strukturelle Defizit einer Schweizer Tageszeitung (als Investition in ein schwarzes Loch) schon decken wollen?
    -- Der Herr mit dem Brot halt. Er tut das ja auch aus anderen Gründen als ein echter Investor sowas tut. Oder anders rum: Die NZZ gehört inzwischen leider mit zu den strukturell defizitären Blocher-Medien ...
    Konrad Staudacher, am 19. Dezember 2017 um 05:44 Uhr
    @Christian von Burg: Wenn für Sie der Weg vom Kollektiv zum Individuum, konkret vom Gemeinsinn zum Egoismus geht und Sie das gut finden, ist das Ihr gutes Recht.
    Wenn Sie einmal erleben wollen, was passiert, wenn nur noch der Egoismus regiert, empfehle ich Ihnen einen Aufenthalt in Mexico. Spätestens nach einigen Monaten wird Ihnen klar werden, was es heisst, wenn die Macht des Staates praktisch nicht mehr existiert und das Faustrecht mit Waffengewalt regiert. Ob Sie dann auch noch so fatalistisch auf derartige gesellschaftliche Entwicklungen reagieren, würden wir dann ja sehen.
    Ueli Custer, am 19. Dezember 2017 um 09:51 Uhr
    Ja Herr Custer, da haben Sie recht mit Ihrem Beispiel aus Mexico. Es existieren verschiedene Staaten in ganz unterschiedlichen Stadien nebeneinander. Ich befasse mich mit den Entwicklungen in weit fortgeschrittenen Staaten, wie z.B. der Schweiz. Je mehr die akute Not weicht, umso mehr kann der Konformitätsdruck gelockert werden. In dieser Phase befindet sich die Schweiz. Man darf nicht vergessen dass der Konformitätsdruck ja eigentlich etwas negatives ist. Er ist in Zeiten akuter Not einfach das kleinere Übel.
    Wir Schweizer sind in der glücklichen Lage, das Diktat der Mehrheit über die Minderheiten lockern zu können. Alles was nicht gemeinschaftlich getan wird, erlaubt den Einzelnen, nach ihrer Fasson selig zu werden. Dies ist das oberste Ziel eines Gemeinwesens.
    Deshalb plädiere ich für einen Abbau beim Medium, das eine Vereinheitlichung der öffentlichen Meinung bezweckt. Ich plädiere aber nicht für eine gänzliche Abschaffung.
    Christian von Burg, am 19. Dezember 2017 um 10:24 Uhr
    @Christian von Burg: Wenn es «beim Medium» um die Programme der SRG geht und sie unterstellen, dass es dabei um eine Vereinheitlichung der öffentlichen Meinung gehe, dann nutzen sie die SRG-Programme offenbar nur sehr selten. Abgesehen davon, dass darin kaum Meinungen verbreitet werden, ist diese Unterstellung so falsch, dass sie bisher nicht einmal von NZZ-Chefredaktor Eric Gujer übertroffen werden konnte. Aber das ist ja das Schöne im Internet: Jeder kann etwas in die Welt setzen, ohne dass er es belegen muss.
    Ueli Custer, am 19. Dezember 2017 um 10:39 Uhr
    Auftrag und Existenzberechtigung der SRG ist, zum Zusammenhalt der Schweiz beizutragen. Dies geschieht weniger über das Verbreiten von politischen Meinungen. Sondern über die Auswahl der Themen und deren Art der Behandlung. Wenn «SRF bi de Lüt» ausgestrahlt wird, ist dies ein kultureller Vereinheitlichungsbeitrag. Er trägt zu einem gewissen von breiten Kreisen getragenen Kulturverständnis bei. Ich kritisiere nicht die Auswahl, die die SRG trifft. Die SRG hat es nicht einfach. Ich plädiere für einen Abbau, damit weniger Leute dasselbe sehen und am anderen Tag über dasselbe reden. Ein Plädoyer für Pluralismus also. Was ist daran so falsch, Herr Custer?
    Christian von Burg, am 19. Dezember 2017 um 10:59 Uhr
    Der Artikel von Redaktor Gujer ist der eindeutige Beweis, dass sich die NZZ endgültig vom Liberalismus verabschiedet hat und auf Blocher-SVP-Kurs eingeschwenkt ist. Mancher Abonnent wird das aber nicht mitmachen.
    Alois Amrein, am 19. Dezember 2017 um 11:08 Uhr
    Sie wollen also weniger Eigenproduktionen der SRG? Und glauben, dass dann diese kleinere Anzahl von Eigenproduktionen von mehr Leuten gesehen werden? Wenn das so gemeint sein sollte, kann ich nur sagen, so funktioniert das nicht. Die Leute schauen, was sie interessiert. Das Programmangebot ist heute derart gross, dass man immer eine Alternative hat. Niemand wird eine Sendung sehen wollen, die ihn nicht interessiert.
    Ueli Custer, am 19. Dezember 2017 um 11:09 Uhr
    @ Jost Wächter: Sie vergessen bei Ihrer Liste der in Frage kommenden Interessenten für die Privatmedien ganz klar die Amis! Die müssten sich nicht mal einkaufen, schreiben und sprechen unsere Medien doch ganz nach deren Pfeiffe. Neuestes Beispiel: Gespräch um 1 auf SRG 1 von heute: Eine wahre Propagandastunde für die Zuhörer. Einer der Einflüsterer des Pentagons erklärt ohne angezweifelt zu werden, wo überall die USA unsere resp. ihre eigenen Interessen verteidigen müssten. Für mich peinlich einseitig. Da sich solche Momente häufen, frage ich mich manchmal schon auch, ob wir das tatsächlch noch brauchen. Dass nach einem Ja nur noch Schrott im Aeter wäre, ist mir allerdings auch klar...
    Michael Haggenmacher, am 19. Dezember 2017 um 14:22 Uhr
    Es fällt mir auf, dass das Thema 'NoBillag + SRG' weiterhin unendlich viele Reaktionen auslöst. Aber: Der Hinweis auf die zentrale Aufgabe der unabhängigen Medien in jeder echten Demokratie, es scheint mir zu fehlen: Eine echte Demokratie bedarf der Medien als '4. Gewalt im Staat'.
    - Exekutive
    - Legislative
    - Judikative
    - Medien

    Die Medien verfügen zwar über keine eigene Gewalt zur Änderung der Politik oder zur Ahndung von Machtmissbrauch. Aber über ihre Berichterstattung + die öffentliche Diskussion können sie das politische Geschehen massgeblich beeinflussen, ich meine in einer echten Demokratie ... Nur:
    - Im Google-Zeitalter fehlt unseren Schweizer Medien das Geld für diese Rolle. Sie kämpfen nur noch ums Überleben und stürzen sich dazu auf die Schein-Themen, welche die Blocher-Bewegung vorgaukeln: Schein-Themen zu politischen Schein-Problemen + Schein-Lösungen. Alles nur 'Schein'.
    - Im Blocher-Zeitalter (Stichworte 'NoBillag' + Blocher-Medien) entsteht daraus der Einheitsbrei privat finanzierter Medien mit ihrer Interessen-gebundenen Beeinflussung der öffentlichen Meinung.

    Diese Fehlentwicklung riskiert in der (relativen) Machtübernahme der Blocher-Bewegung per manipulierte Medien bei den Wahlen 2019 zu enden, und das reel, nicht zum Schein ...

    Ohne die '4. Gewalt im Staat' ist die Schweiz für mich keine echte Demokratie. Und diese 4. Gewalt scheint mir inzwischen zu fehlen.
    Konrad Staudacher, am 19. Dezember 2017 um 14:55 Uhr
    @Strebel: Immerhin sendet SRF noch viel anderes - das hätten wir dann alles gar nicht mehr. Oder glauben Sie ernsthaft dass ein Blocher-NZZ-TV etwas breiter informieren würde? Das Thema der Solidarität mit anderen Sprachregionen und vielen nicht so werbeträchtigen Gruppen geht mir bei Ihnen ausserdem völlig unter. Mir ist das sehr wichtig, und ich hoffe vielen anderen ebenfalls. Wie Haggenmacher schon schreibt: «Dass nach einem Ja nur noch Schrott im Aeter wäre, ist mir allerdings auch klar...» Ich bin nicht für «alles oder nichts», sondern für: Immerhin das.
    Kurt Schwob, am 19. Dezember 2017 um 17:50 Uhr
    NZZ-Chefredaktor Eric Gujer hat gemäss Leitartikel vom 16.12.2017 beschlossen, dass „DIE“ Schweiz keine Staatsmedien braucht. Wer solches schreibt, masst sich an, für ein „GANZES“ ohne Rücksicht auf die mit Sicherheit unterschiedlichen Meinungen der Mitglieder dieses „Ganzen“, also für ALLE EinwohnerInnen der Schweiz zu sprechen und zu entscheiden.
    Aus historischer Sicht ist dies die „Denkfigur“ von Autokraten, die sich anmassen, den Untertanen ihres Machtbereichs (Staat, Nation, Partei, Organisation) vorzuschreiben, was sie brauchen und deshalb zu denken haben. Im zur Diskussion stehenden Titel hat Eric Gujer offenbar das zusammengefasst, was in letzter Zeit Devise in vielen NZZ-Beiträgen im Inland- und Lokalteil der Fall ist. Man braucht nur die Titel zu lesen, um zu wissen, was drinsteht – also überflüssige Lektüre. Die EinwohnerInnen der Schweiz sowie die Leserschaft der NZZ „brauchen“ keine Bevormundung durch selbsternannte Autokraten einer sich als liberal definierenden Zeitung. (Prof.Dr. Silvia Staub-Bernasconi, Zürich)
    Silvia Staub-Bernasconi, am 19. Dezember 2017 um 18:50 Uhr
    @Jan Strebel: Es würde mich sehr interessieren, was Sie als Propaganda für amerikanische Kriege betrachten. Als häufiger Nutzer von Tagesschau und 10 vor 10 habe ich noch nie einen solchen Beitrag gesehen. Nicht zuletzt deshalb weil die USA im Moment meines Wissens überhaupt keine Kriege führen. Aber vielleicht wissen Sie ja mehr als ich.
    Zudem: Die SRG strahlt auch TV- und Radioprogramme in den andern Sprachgebieten aus. Nur weil Ihnen das Programm in der deutschen Schweiz offenbar nicht passt, sollen auch alle andern Programme nicht mehr finanziert werden. Das ist eine sehr Ich-bezogene Argumentation.
    Ueli Custer, am 19. Dezember 2017 um 21:26 Uhr
    Thomas Felber + Christian von Burg: Ihr scheint furchtbar gescheite Köpfe zu sein. Ich bin beeindruckt. Nur:
    - Könntet Ihr Euch nicht so ausdrücken, dass auch ein Simpel wie ich Euch folgen kann?
    - Ich wäre Euch echt Dankbar für verständliches Argumentieren. Danke.
    Konrad Staudacher, am 20. Dezember 2017 um 11:43 Uhr
    @ T. Ferber 11:28: Ihre Zeilen betrachte ich als reine Gegenpropaganda
    Michael Haggenmacher, am 20. Dezember 2017 um 11:46 Uhr
    Hallo Thomas
    schön dich hier zu treffen! Das letzte Mal in Brooklyn und Williamsburg! Schreibe dir gerne eine Antwort aus ordnungspolitischer Sicht, komme aber noch nicht gleich dazu. @Herr Staudacher: Tut mir leid. Aber das mit der SRG ist ein grundsätzliches ordnungspolitisches Problem. Will man ihm gerecht werden hilft täubelen gegen Blocher, Somm und Köppel nichts. Diese sind eine zu erwartende und notwendige Gegenreaktion auf die jahrelange linksliberale Dominanz in den Medien, als Folge des erfolgreichen 68er Marsches durch die Istitutionen. Den Dialektiker erstaunt es nicht, dass das Pendel jetzt zurückschwingt. Erstaunlich ist eher, dass sich Linke und Linksliberale in den vergangenen 2 Jahrzehnten nie gegen die linksliberale Dominanz in den Medien gewehrt haben. War da die Meinungsvielfalt nie in Gefahr? Erst jetzt, wo der nötige Pluralismus wieder einkehrt, herrscht Zeter und Mordio.
    Christian von Burg, am 20. Dezember 2017 um 12:42 Uhr
    Diejenigen welche in hier das Wort ENTROPIE anwenden, kennen höchstwahrscheinlich die Gesetzte de Thermodynamik nicht. - Also aufgepasst: Aufschneider gibt es überall....
    Heinrich O. Matthias, am 20. Dezember 2017 um 13:15 Uhr
    @Christian von Burg: Sie sind also der Meinung, dass mit einem Kahlschlag im Bereich TV und Radio der nötige Pluralismus wieder einkehrt? Das Thema heisst nach wie vor No Billag. Und wenn die Initiative angenommen wird, fehlen für die Produktion von einheimischen TV- und Radioprogrammen zunächst einmal fast drei Viertel der Mittel oder 1,6 Mia. Franken, die heute dafür zur Verfügung stehen. Es wird mir für immer verschlossen bleiben, wie der «nötige Pluralismus» unter diesen Bedingungen entstehen soll.
    Mit der politischen Ausrichtung der Medien hat die Initiative ja sowieso nichts zu tun. Die Initianten wollen einfach diese «Solidaritätsabgabe» nicht mehr bezahlen.
    Ueli Custer, am 20. Dezember 2017 um 14:07 Uhr
    Das Entropiegesetz besagt, dass alle Systeme die natürliche Tendenz haben, sich in den Zustand der grösstmöglichen Unordnung zu begeben. Herr Matthias: Sie können dies auch aus dem ersten Hauptsatz der Thermodynamik ableiten. Unordnung ist ein positiver Wert, im System «Gesellschaft» heisst er Pluralismus. Der Staat soll den Pluralismus nur ordnen, wo es nicht anders geht. In der Regel nur dort, wo Marktversagen herrscht: Sicherheit, Bildung, Infrastruktur und Fürsorge. In allen anderen Gebieten hat der Staat in der Regel nichts zu suchen. Er muss insbesondere nicht über eine SRG zum «nationalen Zusammenhalt» betragen, oder über «Nudging» die Bürger zu energieeffizienterem Verhalten zu bewegen versuchen. Dies in Kürze die Grundlagen der Staatslehre.
    Auf diesem Hintergrund spielt sich die Billag-Diskussion ab. Kultur ist keine Staatsaufgabe, weder im engeren Sinne der expliziten Kulturförderung, noch im weiteren Sinne der Prägung unserer Alltags"kultur» durch ein Staatsmedium.
    Ich weiss, in den Ohren von Etatisten klingt dies schrecklich. Es ist aber letztlich ein demokratiepolitisches Gebot: Die Einschränkung der Freiheit des Einzelnen bedarf einer sehr starken Rechtfertigung. Die liegt bei der SRG nicht vor, oder jedenfalls nicht für eine SRG im heutigen Umfang.
    Christian von Burg, am 20. Dezember 2017 um 14:15 Uhr
    Vielen Dank, Herr von Burg, dass Sie uns Ungebildeten endlich ein für allemal erklären, wie der Staat zu funktionieren hat. Nur schade, foutieren Sie sich vollständig um die spezielle Situation für Radio und TV in der mehrsprachigen Schweiz. Ich gehe davon aus, dass die West- und Südschweiz in Ihren Augen keine Vollprogramme mit ausgebauten Informationssendungen brauchen.
    Ueli Custer, am 20. Dezember 2017 um 14:32 Uhr
    Die NZZ hat sich bis jetzt geweigert, meinen gepfefferten Leserbrief zum unsäglichen Leitartikel von E. G. abzudrucken. Gut gibt es zur Zensurumgehung den Infosperber. Und am 4. März können wir uns alle mit einem klaren NEIN wehren. Martin A. Liechti, Maur
    Martin A. Liechti, am 20. Dezember 2017 um 14:36 Uhr
    @Christian von Burg. «Der Staat soll dort regeln, wo es Marktversagen gibt»: Einverstanden! Der Markt versagt überall dort, wo die Preise wegen dem fehlenden Verursacherprinzip und Subventionen die Kosten bei weitem nicht decken. Heute fast überall. Geben Sie im Suchfeld von Infosperber das Stichwort «Verursacherprinzip» ein und sie finden viele Artikel darüber. Verursacherprinzip heisst Haftpflichtversicherung für mögliche Schäden wie sie jeder Autofahrer abschliessen muss. Erst dann würde der Markt viele Probleme von alleine lösen, ohne unzählige Regulierungen! Aber erst dann.
    Urs P. Gasche, am 20. Dezember 2017 um 14:44 Uhr
    @ U. Custer 14 07: Einverstanden mit dem fehlenden Pluralismus bei einem JA. Ausser fünf Pop-, ein Jazz, ein Volksmusik- und ev. ein Classicsender werden als Pluralismus verstanden. In meinen Augen etwas dürftig.
    Eine politische Dimenson hat das Ganze aber sehr wohl. Die haben doch letzthin gerade bewiesen, dass das nötige Kleingeld nicht fehlt, um sich gewisse Medien unter den Nagel zu reissen.
    @Thomass Ferber 13 53: Schon etwas mehr am Knochen! Ich habe aber äusserst Mühe zu verstehen, wie eine russische PROPAGANDAMASCHINE solche Arbeiten hinkriegen soll. Da sass schon jemand oder eine ganze Gruppe an der Arbeit. Und deren Resultat bestätigt zu meinem Leidwesen die bei mir immer wiederkehrende Erfahrung, dass die Medien einseitig berichten. Neues Beispiel gefällig? Heute 1400 Nachrichten SRF 1: 19 Tote bei Idlib durch syrische oder russische Bomben. In die Welt gesetzt durch den Gemüseladen in England, dessen Nachrichten nur schwer zu überprüfen seien... Ja, warum bringt man diese News denn? Wäre doch morgen auch noch Zeit, wenn alles seine Richtigkeit hat! Aber es ist doch uns einmal mehr untergejubelt worden: Putin ist schuld!
    Ch. von Burg 14 15: ...Kultur ist keine Staatsaufgabe .... nur, die Eliten freuts, wenn die Verblödung unserer Gesellschaft im angeschlagenen Tempo fortschreitet. Zum Pluralismus siehe oben.
    Michael Haggenmacher, am 20. Dezember 2017 um 14:49 Uhr
    Ich bin weitestgehend einverstanden mit Ihnen, Herr Gasche. Deshalb wende ich mich gegen alle Subventionen. Auch dann, wenn sie meiner eigenen «Klientel» oder mir selber nützen würden. Subventionen sind fast immer der Ersatz des Marktes durch den Irrtum. Siehe Diesel-Subventionierung in Deutschland, einst gut gemeint, heute ein Bumerang. Der Staat hätte sich lieber rausgehalten!
    Sie sprechen vielleicht die nicht versicherbaren Risiken der Kernkraft an. Auch da gebe ich Ihnen als Energiepolitiker recht. Bei Systemvergleichen müssen diese eingerechnet werden, sonst ist man unredlich.
    Verursachergerechtigkeit ist tatsächlich eines der wichtigsten Gebote, und da mangelt es noch oft. Mit einer CO2-Lenkungsabgabe z.B. könnte Verursachergerechtigkeit hergestellt werden. Der Sündenfall dabei ist jedoch, dass es keine Lenkungsabgabe mehr ist, sondern die Äufnung eines Subventionstopfes. Damit sind wir zurück auf Feld 1.
    Sorry, wir sind abgeglitten. Ich gelobe, wieder auf den Pfad von No-Billag zurückzukehren, falls überhaupt.
    Christian von Burg, am 20. Dezember 2017 um 15:02 Uhr
    Also in meiner kleinen Welt steht bei den sog. 'unabhängigen Medien' der Anspruch im Vordergrund, 'die 4. Gewalt im Staat' bilden zu wollen.
    - Zu den 'unabhängigen Medien' kann ich die Blocher-Medien leider nicht zählen. Denn dort bezahlt ein Autokrat seine Journalist*Innen dafür, seine politische Meinung zu verbreiten. Sie kümmern sich um politische Schein-Themen + Schein-Lösungen, nich um Ausgewogenheit der Meinungen.
    - Zu den 'unabhängigen Medien' würde ich gern unsere grossen Tageszeitungen ¦ Wochenzeitungen zählen. Nur: Im Google-Zeitalter gerät die Ausgewogenheit der Berichterstattung aus Geldmangel zunehmend ins Wanken. Da stürzt man sich gern auf die Schein-Probleme + Schein-Lösungen der Blocher-Bewegung. Frei nach der Mörgeli-Methode des medialen Aufbauschens helfen sie ihr willfährig + gratis nach Kräften mit, den Schein in eine geglaubte Realität umzuwandeln. Also fallen auch sie zunehmend aus.
    - Bleibt SRG ...

    Jagen wir die SRG in die Luft, erkenne ich nur noch alternative Medien wie InfoSperber.
    - Sie scheinen mir auf einem guten Weg.
    - Aber es fehlt ihnen klar an Reichweite ...

    Bleibt definitiv nur die SRG. Ansonst können wir unsere gut gemeinte, aber schlecht gelebte direkte Demokratie noch vor der Machtübernahme der Blocher-Bewegung
    abschaffen.

    Deshalb mein Vorschlag: Schaffen wir doch den Anspruch von uns Schweizer*Innen an, eine direkt demokratische Gesellschaft bilden zu wollen. Dann sind wir die kostspielige SRG mit ihr auch gleich los ...
    Konrad Staudacher, am 20. Dezember 2017 um 15:11 Uhr
    Werter Herr Christian von Burg.
    Das Wort Entropie kommt vom ZWEITEN Hauptsatz der Thermodynamik. Hier geht es um Irreversibilität....In der populär «Literatur» wird Entropie auch für Unordnung angewendet ist aber unpräzis. Dass Sie aber Entropie in diesem Zusammenhang positiv mit gesellschaftlichen Pluralismus gleichsetzen, ist ein Denkfehler, oder genauer ausgedrückt ein Kategorienfehler; - denn je grösser die Entropie je grösser wird der EINHEITSBREI zur Erinnerung: Coca Cola mit Eiswürfeln....., oder in der Fernsehlandschaft : Telenovelaskultur; Berlusconisierung, etc.......
    Heinrich O. Matthias, am 20. Dezember 2017 um 16:15 Uhr
    Damit Infosperber möglichst bald die Reichweite der NZZ erreicht, wäre es gut, wenn uns die Sperber-Leute einen Lese-Einladungsmail-Text zur Verfügung stellen könnten zum Versenden an alle unser E-Mail-Kontakte.
    Martin.Liechti@ggaweb.ch.
    Im Übrigen schlage ich vor, dieses Thema langsam abzuschliessen.
    Martin A. Liechti, am 20. Dezember 2017 um 17:48 Uhr
    @Liechti. Sie finden im grauen Balken unter jedem Artikel den Link «Artikel weiterempfehlen». Dort können Sie bis zu zwanzig E-Mail-Adressen von möglicherweise interessierten Bekannten und Freunden eingeben.
    Urs P. Gasche, am 20. Dezember 2017 um 17:57 Uhr
    @von Burg: Sie schreiben: «Der Staat soll den Pluralismus nur ordnen, wo es nicht anders geht. In der Regel nur dort, wo Marktversagen herrscht: Sicherheit, Bildung, Infrastruktur und Fürsorge.» Und etwas später: «Kultur ist keine Staatsaufgabe ...» Kultur hat sehr wohl mit Bildung, im weiteren Sinne auch mit Sicherheit und Fürsorge zu tun. Vor allem wenn die Alternative nicht in einem grösseren Pluralismus, sondern in einem grösseren Einheitsbrei besteht. - Übrigens: Können Sie einem - zugegeben - Laien erklären, wieso ein physikalisches Gesetz wie die Entropie auch für eine Gesellschaft gelten sollte? Ich denke, Kultur (nun ja, die wollen Sie ja nicht schützen) besteht unter anderem darin, dass wir uns über elementare Verhaltensweisen wie «alle gegen alle» hinaus entwickelt haben.
    Kurt Schwob, am 21. Dezember 2017 um 10:41 Uhr
    Gelten physikalische Gesetze auch für soziale Systeme, fragen Sie, Herr Schwob. Die idealistische Weltanschauung verneint dies. Sie ist der Meinung, es gäbe etwas Geistiges oder Humanes ausserhalb der materiellen Realität und losgelöst von jener. Diese Weltanschauung stammt aus dem Humanismus, besser eigentlich Anthropozentrismus genannt, und wird heute kaum noch vertreten. Durchgesetzt hat sich die materialistische Weltanschauung. Materialistisch im weltanschaulichen Sinne gemeint, nicht im umgangssprachlichen Sinne, wo dieser Begriff negativ besetzt ist. Marx z.B. beschreibt das geistig/kulturelle als Überbau, der auf dem Fundament des Materiellen wächst. Und Lenin hat im Aufsatz «Alizarin im Kohlenteer», zugegeben ein sperriger Titel, sehr anschaulich mit dem Weltbild des Idealismus aufgeräumt. Vielleicht finden Sie den Aufsatz im Internet.
    Fazit: Natürlich gelten die Naturgesetze auch für soziale Systeme. Andere Gesetze als die Naturgesetze gibt es nicht.
    Abgesehen natürlich von den «Gesetzen» die wir Menschen im politischen Prozess beschliessen. Dies sind im analytischen Sinne aber keine Gesetze die das funktionieren der Welt beschreiben, sondern Wünsche oder Willenskundgebungen, die wir Gesetze nennen.
    Dies ist mein letzter Beitrag. Wir haben uns schon ziemlich vom Thema entfernt. Auf ein Andermal!
    Christian von Burg, am 21. Dezember 2017 um 12:12 Uhr
    @von Burg: Gut, dann zurück zum Thema - das ich ja in meinem Post schon angesprochen habe. Für mich - und hoffentlich noch viele - gehört Kultur zur Bildung; der Bildung haben Sie zugebilligt, dass dort «Marktversagen herrscht». Ich möchte das Marktversagen und damit das Versagen der Bildung nicht noch fördern, indem wir die ganze Kultur dem Markt überlassen - und das würde geschehen, wenn wir die sog. No-Billag-Initiative annähmen. Man sollte die Dystrophie im Bereich von Bildung und Kultur nicht fördern, sie ist unter den herrschenden politischen Verhältnissen schon zu oft Programm.
    Kurt Schwob, am 21. Dezember 2017 um 12:28 Uhr
    Geht es jetzt eigentlich darum, wer mit sich mit mehr Fremdwörtern wichtiger machen kann oder um JA oder NEIN zur No-Billag-Initiative?
    Ueli Custer, am 21. Dezember 2017 um 12:43 Uhr
    Was soll dieser ganze Quatsch, welchen Herr von Burg oben immer ungezügelter ausbreitet. Sorry:
    - Da will jemand mit geilen Fremdwörtern + der Schein-Logik physikalisch-gesellschaftlicher Gesetze auftrumpfen, welche er nach Belieben aneinander reiht.
    - Das Problem: Am Ende ergeben diese Wörter keinen Sinn mehr. Also sollten wir aufhören auf diesem Gleis.

    Nein, ich gelte nicht als geistig schwerfällig. Aber am Ende geht es um die Funktionsfähigkeit unserer sog. 'direkten Demokratie', welche uns so lieb ist. Und sie wird ohne 'die 4. Gewalt im Staat', welche die SRG mit repräsentiert, nicht mehr funktioniert. Ende.
    - Filetiert die SRG nach Belieben; Eure Verantwortung. Ich verlasse dann die Schweiz, weil ich nicht autokratisch regiert werden will.
    - Versucht nachher, dem Autokraten Blocher bzw. seinen Nachfolger*Innen noch beizukommen. Ich kann Euch die Prognose machen, wer seine 'liberale Schweiz' dann nicht mehr wiedererkennt.

    Echt: Wir könnt Ihr Euch nur auf diesen dialektischen Quatsch einlassen? Es reicht mir.
    Konrad Staudacher, am 21. Dezember 2017 um 14:18 Uhr
    Wahrscheinlich muss man Christian von Burg in die Kategorie «Troll» einreihen. Seine Versuche, mit Schein- und an den Haaren herbei gezogenen Argumenten die Diskussion auf ein anderes Geleise umzuleiten, sprechen ganz dafür.
    Jürg Schmid, am 21. Dezember 2017 um 15:29 Uhr
    Das Gegenteil von Mut in unserer Gesellschaft ist nicht Feigheit sondern Anpassung.
    janos fischer, am 21. Dezember 2017 um 15:32 Uhr
    Im WEB gibt es mehrere 'Christian von Burg', in Facebook (FB) einen. Ich gehe mal vom FB-Mitglied 'Christian von Burg' aus.
    - Aufgrund seines FB-Profils erkenne ich einen Anhänger der Schulterschluss-Allianz (SVP + FDP + rechte CVP).
    -- Er betreibt dort ein Fake-Konto. Wir bezeichnen als solches, wer gewisse elementare Anforderungen an ein echtes FB-Konto nicht erfüllt, zB sein Portrait-Bild nicht zeigen mag.
    -- Sein neuster FB-Beitrag besteht in einem Hitler-Bild mit Hackenkreuz.
    -- Er bewirtschaftet dort das Moslem-Überschwemmung-Thema der Blocher-Bewegung in der rechts-extremen Lesart von SVP-NR Andreas Glarner.
    -- Er fordert dort per Petition den Rücktritt von BRin Sommaruga.
    - Mehr als diese 3 FB-Beiträge finden sich bei ihm noch nicht ...
    - Unter seinen 'FB-Freunden' befinden sich bekannte 'Rechts-Aussen' der eidgenössischen Politik.

    Sorry: Mit solchen 'Gspänli' mag ich auch in Infosperber nicht debattieren.
    Konrad Staudacher, am 21. Dezember 2017 um 15:50 Uhr
    Janos Fischer: Wie wahr ...

    "Das Gegenteil von Mut in unserer Gesellschaft ist nicht Feigheit sondern Anpassung."
    - Sollten wir solches Verhalten in der Schweizer Gesellschaft als eine Art Volkskrankheit bezeichnen?
    - Oder hat uns 'der Wohlstand' einfach feige + anpasserisch gemacht?
    Konrad Staudacher, am 21. Dezember 2017 um 15:55 Uhr
    MEINE DAMEN UND HERREN KOMMENTATOREN:

    Irgendwie ist der Fokus in diesen Diskussionen verloren gegangen. Alles ist ein wenig breiig geworden - und leider - das Niveau sinkt.

    Dabei meine Damen und Herren, geht es um sehr viel. Es geht um eine unabhängige und freie Sicht im Blätterwald der politischen Monokulturen.

    Damit ihr es alle wisst. Ich bin unabhängig. Total. Und ich finde, was SRF macht super. Mir gefällt alles. Fast alles. Mit ein paar Sachen muss man halt eben leben und ich hab da kein Problem damit. Und ich bezahle die Gebühr sehr gerne.
    Bruno Birri, am 21. Dezember 2017 um 16:01 Uhr
    Liebe Diskussionspartner
    ich wollte mich eigentlich nicht mehr zu Wort melden. Aber diese Gehässigkeit stimmt mich doch nachdenklich. Viele von Ihnen sind sicher geübt im Umgang mit anderen Meinungen. Bei denen bedanke ich mich. Ich diskutiere lieber mit Andersdenkenden als mit Gleichgesinnten, man kann lernen daraus.
    Andere scheinen mir so verbittert, dass sie keinen anderen Weg mehr sehen als persönliche Diffamierung. Schade!
    Und was mir wichtig ist: Ich besitze und benutze kein Facebookkonto. Das oben erwähnte Profil ist nicht von mir. Wer mich googeln will darf es gerne tun, es gibt nichts zu verbergen. Man findet Einträge zu mir zum Beispiel als Präsident AVES Schaffhausen, einer energiepolitischen Organisation.
    Christian von Burg, am 21. Dezember 2017 um 16:05 Uhr
    @ Christian von Burg: Freut mich, bin also nicht alleine, der sich ob dem Niveau nervt. Siehe Eintrag 16.01
    Bruno Birri, am 21. Dezember 2017 um 16:11 Uhr
    Christian von Burg: Sie sollten sich nicht wundern, wenn wir ob solcherart grossspurigen Statements genauer hinschauen.
    - Sorry, dass ich dabei auf 'Christian von Burg' in Facebook stiess. Das passte aus meiner Sicht.
    - Nun outen Sie sich als «Präsident AVES Schaffhausen». Ich kenne AVES richtig gut, allerdings als Propaganda-Organisation der Schweizer Pro-Atomigen, welche unter der Leitung der Blocher-Bewegung steht (AVES-Präsident Albert Rösti = SVP-Präsident).
    -- Das macht mich also nicht minder stutzig. Denn AVES will unsere echt gefährlichen alten AKWs um (fast) jeden Preis weiter betreiben, bis eine neue Generation von Atom-Reaktoren sie dann (frühestens ab 2040) ablösen soll.
    -- Kleiner Hinweis: Als Baudynamik-Profi weiss ich um die Bau-dynamischen Risiken unserer AKWs in einem echten Starkbeben oder bei einem terroristischen Flugzeugabsturz mehr, als Ihnen lieb sein kann.
    - Sorry also, wenn Sie mich mit diesem Hinweis nun doppelt stutzig machen.

    Dumme Frage: Wer steht hinter dem Facebook-Konto von 'Christian von Burg'?
    - Ohne minimale Profilangaben
    - Ohne Foto zur Person
    Konrad Staudacher, am 21. Dezember 2017 um 16:27 Uhr
    Liebend gerne, Herr Staudacher, diskutiere ich mit Ihnen über Energiepolitik und auch über Kernkraft. Umsomehr, wenn sie auch vom Fach sind.
    Ich melde mich gerne dazu im Forum anlässlich eines entsprechenden Infosperber-Artikels. Vielleicht begegnen wir uns dort wieder.
    Aber das ist ja nun wirklich nicht das Thema im aktuellen Blog. Ich habe meinen energiepolitischen Hintergrund nur deshalb angegeben, damit man mich bei Google identifizieren kann und nicht mit anderen Personen verwechselt.
    Christian von Burg, am 21. Dezember 2017 um 16:36 Uhr
    Geschätzte Kommentatorinnen und Kommentatoren
    Da sich die Diskussion vom ursprünglichen Thema doch deutlich entfernt hat, hat die Redaktionsleitung von Infosperber.ch beschlossen, diese Diskussion hier abzuschliessen. Sollten trotzdem weitere Kommentare zum gleichen Artikel hereinkommen, werden sie ohne Rückmeldung gelöscht.
    Wir bitten um Verständnis.
    Christian Müller, Mitglied der Redaktionsleitung
    Christian Müller, am 21. Dezember 2017 um 22:47 Uhr

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