Als erste Tiere sollen genveränderte Lachse für den Konsum produziert werden © IFIC/is
US-Umfrage unter über 18-Jährigen. Quelle: 2014 IFIC. Grafik fair-fish.net © IFIC/Grafik fair-fish

Kommen bald erste Gentech-Tiere auf unsere Teller?

Billo Heinzpeter Studer / 02. Jun 2014 - Die US-Firma AquaBounty lobbyiert seit Jahren, dass die US-Lebensmittelbehörde FDA ihren Gentech-Lachs zulässt.

In einer von der Industrie finanzierten Umfrage bezeichneten es 59 Prozent der US-Amerikanerinnen und -Amerikaner als «sehr wahrscheinlich» oder «ziemlich wahrscheinlich», dass sie «gentechnisch verbesserte» Fische essen würden, falls die Fische von der Lebensmittelbehörde FDA zugelassen wären.

US-Umfrage unter über 18-Jährigen. Quelle: 2014 IFIC. Grafik fair-fish.net

Jene Nahrungsmittelkonzerne, die massiv auf Gentechnik setzen, lassen alle zwei Jahre eine Umfrage machen, um festzustellen, wo und warum es in den Köpfen der Menschen noch Widerstände gegen Gentechnik gibt.

Lachs als erstes gentechnisch verändertes Tier

Die US-amerikanischen Konsumentinnen und Konsumenten sollen für die weltweite Vermarktung des Gentech-Lachses der US-Firma «AquaBounty» Pioniere sein.

Es sei «kein Zufall, dass man den globalen Markt gerade von den USA aus für Gentech-Produkte aufreissen will», erklärt die gemeinnützige Organisation «Fair-Fish». Denn in den USA würden wohl die bequemsten und naivsten Konsumentinnen und Konsumenten leben. Und es sei kein Zufall, dass man als erstes Gentech-Tier die Fische ausgewählt hat: diese würden am wenigsten stark mit Tieren identifiziert; bei Kälbern wär der Widerstand grösser.

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Themenbezogene Interessen (-bindung) der Autorin/des Autors

Präsident fair-fish international, Co-Präsident fair-fish Schweiz, Beirat von Friend of the Sea.

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Eine Meinung

Danke für die wertvollen Ergänzungen!
Eine Regierung kann derlei Übergriffe nur zulassen, wenn die Bürger/innen bequem und naiv sind – womit sich der Kreis wieder schliesst. Warum fehlt es in den USA an einer linken, demokratischen Opposition, wie wir das in Europa kennen, warum an Organisationen, die wir hier ohne Anführungszeichen als Gewerkschaften bezeichnen würden?
Billo Heinzpeter Studer, am 02. Juni 2014 um 21:32 Uhr

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