Möchten auch Sie zur Schweizer High Society gehören? © persoenlich.com
Thomas Couture: Les Romains de la décadence © Musée d'Orsay
Anzeige High Society auf persoenlich.com © persoenlich.com

So kaufen sich Wohlhabende in die Schweizer High Society ein

Christian Müller / 10. Aug 2018 - «Rebel und Caviar Night ist ein Must für Menschen aus der Glitzer- und Glamour-Welt.» Mit ein bisschen Geld sind auch Sie dabei.

So steht es wörtlich: «Rebel und Caviar Night ist ein Must für Menschen aus der Glitzer- und Glamour-Welt. Einer der angesagtesten jährlichen Networking-Events der High Society in der Schweiz. Gehostet wird der Event vom Produzenten Al Walser, der auch von der GRAMMY-Woche in Hollywood und New York bekannt ist.»

Ist das auch für Sie, liebe Infosperber-Leserin, lieber Infosperber-Leser, ein bisschen «Bahnhof»? Dann gehören eben auch Sie noch nicht zur High Society der Schweiz.

Aber möchten Sie zu dieser High Society der Schweiz endlich auch gehören? Jetzt haben Sie Gelegenheit, sich einzukaufen! Wörtlich in einem Sondernewsletter der Plattform persoenlich.com: «Wollen Sie mit Ihrer Firma präsent sein? Dann buchen Sie einfach eines der Sponsoring-Pakete. Ab 500 Franken sind Sie dabei.»

Und weiter steht da:

«Gelegenheit zum Last-Minute-Sponsoring für Unternehmen!

Wollen Sie mit Ihrem Unternehmen Unternehmer, VIPs und Models ansprechen? Dann positionieren Sie sich wirksam in dieser Zielgruppe – an der Rebel und Caviar Night vom 10. August im noblen Fünf-Sterne-Hotel Atlantis in Zürich.

«Was Ihnen ein Sponsoring bringt

– Zugang zu potenziellen, wertvollen Kunden

– Zwei kostenlose Eintrittstickets

– Fotos und Videomaterial zur eigenen Verwendung

– Ab einem Betrag von CHF 1’000 erscheint Ihr Logo an der grossen Medienwand beim Event, damit Sie mit Freunden davor posieren können.

Sponsoring-Pakete

  • Angebot 1: Jeder Gast erhält von Ihnen ein Give-away, z. B. Accessoire, Whisky, Wein. Ihr Nutzen: Den Gästen in Erinnerung bleiben, um sie zu einer Buchung zu bewegen. Preis: CHF 500

  • Angebot 2: Sie stellen beim Eingang ein Rollup-Banner auf. Ihr Nutzen: Die Aufmerksamkeit der Gäste erhaschen, Steigerung des Bekanntheitsgrades. Preis: CHF 800

  • Angebot 3: Sie werden anständig auf dem Roten Teppich vorgestellt. Ihr Nutzen: Aufmerksamkeit der Gäste, um ein Gespräch anzubahnen, damit Sie Buchungen erhalten. Preis: CHF 1’000

  • Angebot 4: Sie erhalten ein individuell auf Sie zugeschnittenes Hauptsponsoring. Hauptpräsenz am Anlass. Ihr Nutzen: Grosse Aufmerksamkeit. Interviews, grosser Tisch etc. Preis: CHF 5’000 – 10’000»

(Ende Zitat aus der Anzeige auf persoenlich.com.)

Ihr Geld macht's möglich

Also: Nehmen Sie einfach 1000 Franken für ein Sponsoring in die Hand, und schon wird Ihnen an der Rebel and Caviar Night im 5-Sterne-Hotel Atlantis in Zürich der Rote Teppich ausgerollt. Das Doppelzimmer kostet Sie an diesem 10. August im Hotel Atlantis allerdings mindestens weitere 660 Franken, und ein paar Franken werden Sie auch noch für Essen und Trinken ausgeben müssen. Aber was sind schon ein paar lausige tausend Franken für Ihr Glück, endlich zur High Society zu gehören?

Und so also sind Sie dabei, in der High Society der Schweiz, und nicht mehr so ein gewöhnlicher Kleinbürger oder eine gewöhnliche Kleinbürgerin wie Herr Meier oder Frau Huber, die immer noch glauben, man müsse zuerst hart gearbeitet und etwas Besonderes geleistet haben, bevor man eine «Celebrity» – eine Berühmtheit – sein kann ...

Ich, Christian Müller, Schreiber dieser Zeilen, wünsche Ihnen für diesen Abend, heute Freitag, 10. August, im Nobel-Hotel Atlantis in Zürich, viel Vergnügen!

PS: Mich selber werden Sie dort allerdings nicht antreffen. Als studierter Historiker weiss ich, was mit dem Römischen Reich im 5. Jahrhundert geschehen ist, als der ganze Reichtum in den Händen von weniger als einem Prozent der Bevölkerung angehäuft war. Der französische Maler Thomas Couture hat das damalige lustvolle römische Leben in einem berühmten Bild festgehalten:

«Les Romains de la décadence» (Ausschnitt): Gemälde von Thomas Couture, 1847, heute im Musée d'Orsay in Paris zu besichtigen.

Themenbezogene Interessen (-bindung) der Autorin/des Autors

Zum Autor. Es gibt keine Interessenkollisionen.

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