- © SRF

-

PLAGIATSVORWURF: FIALAS ARBEIT IST WIEDER WEG

Jürg Lehmann / 15. Mai 2013 - FDP-Nationalrätin Doris Fiala hat ein Plagiatsproblem am Hals. Die inkriminierte Diplomarbeit ist nun erneut vom Netz verschwunden.

Ein IT-Mitarbeiter der Uni Zürich hatte es zuerst herausgefunden, die Plattform VroniPlag in Berlin bestätigt den Befund: In ihrer Arbeit über Migrationspolitik zur Erlangung des Weiterbildungs-Master der ETH hat die Zürcher Politikerin ziemlich viel abgekupfert: Auf 74 der 178 Seiten des Hauptteils sind Plagiate festgestellt worden, insgesamt soll es sich laut NZZ um einen guten Viertel des Textes handeln. Debora Weber-Wulff, Professorin an der Hochschule für Technik und Wirtschaft in Berlin, sagte dem Tages-Anzeiger dazu: «Das Ergebnis ist erschütternd.»

Derweil prüft die ETH noch immer, ob sie ein Verfahren einleiten soll. Doris Fiala selber sagte bisher, es sei ihr nicht bewusst, dass Quellenachweise unvollständig zitiert seien. Die Kernthese ihrer Arbeit, nämlich die Zusammenhänge zwischen Migrations- und Sicherheitspolitik sei so noch nie behandelt worden und könne darum kein Plagiat sein.

Nur: Fialas Arbeit war nach der Veröffentlichung der ersten Vorwürfe am 30. April auf ihrer Website nicht mehr auffindbar. Zwei Tage später war sie wieder online. Ein erneute Prüfung nach den VroniPlag-Vorwürfen zeigt: Die Arbeit ist wieder vom Netz.

Um dem Hin und Her eine Ende zu bereiten, schalten wir hier den Link zur PDF-Version der Arbeit Fiala aus dem Internet-Archiv auf.

Noch keine Meinungen

Ihre Meinung

Loggen Sie sich ein, um Ihre Meinung unter Ihrem richtigen Namen zu äussern. Wir gestatten keine Meinungseinträge anonymer User. Hier können Sie sich registrieren.
Sollten Sie ihr Passwort vergessen haben, können Sie es neu anfordern. Achtung: Die Länge der Einträge ist beschränkt und wir erlauben nicht, zwei Meinungseinträge unmittelbar hintereinander zu platzieren. Unnötig herabsetzende Formulierungen ändern oder löschen wir ohne Korrespondenz.

 

Frühere 'Freier Titel'