Die anderen Gebäude wurden niedergerissen. Nur das Haus von Maria Gruelko blieb noch stehen. © Urs Fitze
Messung zur Bestimmung der radioaktiven Strahlung an einem Rind © Urs Fitze
Ludmilla Kmyr, Betriebsleiterin © Urs Fitze
Der weissrussische Präsident Aljaksandr Lukaschenka auf Besuch in der Stadt Choiniki, einer der am schwersten betroffenen Kommunen Weissrusslands. Er tut alles, um den Eindruck einer Normalisierung zu erwecken. © Urs Fitze
Maria Gruelko mit ihrem Pferd. Sie ist die letzte von drei Einwohnern des evakuierten Dorfes Dobraja Volja. © Urs Fitze

«Tschernobyl ist nicht vorbei, es fängt erst an»

Urs Fitze / 25. Apr 2016 - 30 Jahre nach Tschernobyl scheint das Leben in den verstrahlten Gebieten weitgehend normalisiert. Doch die Abgründe sind nah.

Iwan Janutschkin hält ein rohrähnliches Gebilde an den Rücken eines Fleischrindes der französischen Edelrasse Limousin. Der wissenschaftliche Mitarbeiter am Forschungsinstitut für Radiologie in Gomel setzt sich in Pose und vergisst dabei ganz, dass er das Messgerät ganz falsch angesetzt hat. «Viel zu hoch!»: Sein Chef Alexander Zarenok nimmt ihm das Ding aus der Hand und drückt es dem Tier mit einiger Kraft an der dicksten Stelle in den Bauch. «Wir haben dieses Messgerät, das SRP 86-01, selber entwickelt. Damit können wir sehr zuverlässig messen, wie viele radioaktiven Zerfälle im Fleisch auftreten». 35 Becquerel pro Kilogramm zeigt das Display. «Damit liegen wir weit unter dem Grenzwert von 500. Das Fleisch kann bedenkenlos gegessen werden.»

Messung zur Bestimmung der radioaktiven Strahlung an einem Rind (Bild: Urs Fitze)

Ludmilla Kmyr ist zufrieden. Die Betriebsleiterin des «Komplexes für Viehzucht» in Dubowyi Log trägt einen grauen Arbeitsmantel, auf dem Kopf eine übergrosse Lenin-Mütze. Viel ist nicht mehr übrig geblieben von der einstigen Kolchosen-Herrlichkeit. Die 100köpfige Rinderherde, um die sich Kmyr und ein Mitarbeiter kümmern, passt problemlos in die langgestreckte Hallen, in der sich beidseits des Mittelgangs die Tiere wie in einem Gehege frei bewegen können. Darum herum ist nichts mehr, wie es einmal war. 1000 Menschen lebten vor der Katastrophe von Tschernobyl in Duboyi Log im Bezirk Ben Dobrus, eine halbe Autostunde von der Gebietshauptstadt Gomel entfernt. Heute sind es noch fünfzig. Eigentlich dürften sie gar nicht hin.

Das 100fache der natürlichen Strahlung

Dubowyi Log liegt inmitten in einer «primären Umsiedlungszone», in der laut weissrussischem Gesetz die Menschen nicht mehr dauerhaft leben dürfen. Die Umsiedlung wird vom Staat organisiert und finanziert. Die Belastung liege hier, vor allem in den Wäldern, teils um das bis zu 100fache über der natürlichen Hintergrundstrahlung, sagt Alexander Zarenok, auf einigen Feldern liege sie noch unter dem Wert von 40 Curie pro Quadratkilometer, ab dem eine landwirtschaftliche Nutzung verboten ist. Wer in das Sperrgebiet fahren will, muss einen Kontrollposten passieren, auch die Mitarbeiter des Strahleninstitutes müssen den Kofferraum öffnen.

Direktor Alexander Sajzew hatte den Besuch organisiert, sein Telefonanruf ist der Türöffner ins Sperrgebiet. Die Teerstrasse führt durch einen von Birken und Waldkiefern gesäumten, lichten Wald, ab und zu erinnern Warntafeln an die radioaktive Gefahr und das totale Verbot, zu jagen, zu sammeln oder auch das Holz zu schlagen. Ganze Lastwagenladungen mit Holz seien ins nahe Russland abtransportiert worden, heisst es. Der Kontrollposten soll beitragen, den gefährlichen Waldfrevel zu unterbinden. Ob dies auch für die hier und im Umland ansässige Bevölkerung gilt – niemand will es wissen.

Die Strasse zweigt nach links ab, der Wald öffnet sich und rückt nach und nach zum Horizont, den natürlichen Rahmen für weite Felder und Wiesen bildend. Die ersten zerfallenen Häuser von Dubowyi Log, riesige Lagerhäuser mit eingestürzten Dächern, leere Hallen, die einst Ställe waren: Alles scheint dem Zerfall preisgegeben. Wie viele Tiere mögen einst in dieser riesigen, mehrere hundert Meter weiten Koppel am Rand der Kolchose geweidet haben? Jetzt verlieren sich eine Handvoll Rinder in einer riesigen Koppel und strecken ihre Hälse durch den Zaun, um etwas ausgestreutes Kraftfutter zu ergattern.

Abstimmung mit den Füssen nach der Katastrophe

Einen Steinwurf davon entfernt, in der wieder hergerichteten Halle, findet sich der Rest der Herde, neben den Masttieren auch Mutterkühe mit ihren Kälbern. Sie sollen den zurückgekehrten Menschen ein Auskommen ermöglichen, sagt Zaborek. Er ist als Laborchef zuständig für eine umweltfreundliche Tierproduktion auf kontaminierten Flächen im Gebiet Gomel. Kontaminiert sind eigentlich alle Flächen, doch die weissrussischen Gesetze lassen einen Toleranzrahmen zu. Ab 40 Curie pro Quadratkilometer, das entspricht etwa dem Fünfzigfachen der natürlichen Hintergrundstrahlung, ist laut Gesetz eigentlich Schluss. «Doch was sollen wir machen. Die Leute hier gehen nicht mehr weg, und bevor sie gezwungen sind, ihre Produkte illegal zu verkaufen, suchen wir gemeinsam mit ihnen nach einem Weg», übt sich Zaborek in Pragmatismus.

Was bringt Menschen dazu, in diesem radioaktiven Katastrophengebiet den Neuanfang zu wagen? Ludmilla Kmyr schüttelt nur den Kopf. «Was bleibt uns denn anderes übrig?» In den Jahren nach der Katastrophe war es zu einer Abstimmung mit den Füssen gekommen. Wer die Mittel und Möglichkeiten hatte, ging weg, aus den Evakuationsgebieten wurden die Menschen umgesiedelt.

Ludmilla Kmyr, Betriebsleiterin (Bild: Urs Fitze)

Doch nicht alle fanden ein neues Glück, viele kehrten zurück, manche liessen sich auch von Warntafeln und Verboten in den Sperrzonen nicht abhalten. Das Risiko, das sie dabei für ihre eigene Gesundheit eingehen, ist beträchtlich. Strahlenbelastungen, wie sie in den Sperrgebieten gemessen werden, lassen deutlich höhere Krebsraten und eine ganze Reihe von chronischen Krankheiten erwarten. Doch das nehmen die Rückkehrer in Kauf. Die Wissenschaftler des Forschungsinstituts für Radiologie sagen, sie hätten inzwischen Mittel und Wege gefunden, um selbst in diesen stark belasteten Gebieten die Rindermast zu ermöglichen. «Es gibt einige Flächen, auf denen geweidet werden darf, und wenn die Tiere in den letzten Wochen vor der Schlachtung in den Ställen bleiben und nicht kontaminiertes Futter fressen, lässt sich die Belastung weiter reduzieren», erklärt Alexander Zarenok.

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Das grosse aktuelle Fotobuch dazu:

«Tschernobyl» von Alexander Hofmann, Stämpfli-Verlag, 2016, 40 CHF bei Ex Libris.

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Es sei einmal vorgekommen, dass die Metzgerei Rinder abgelehnt habe wegen deutlich überhöhter Werte. «Wir sind der Sache nachgegangen. Das Problem lag beim Futter in den letzten Wochen der Mast. Das haben wir inzwischen gut im Griff. Wir kontrollieren die Tiere regelmässig und können bei Bedarf gezielte Empfehlungen abgeben». Finanziell geht die Rechnung nicht auf. Das liegt weniger am Mehraufwand mit den Kontrollen als am Mehraufwand bei Fütterung und dem weit langsamerem Wachstum der Limousin-Rinder bis zur Schlachtreife: Die um rund ein Viertel höheren Preise können sich nur die wenigsten leisten – und das Stigma, Fleisch aus einer radioaktiven Sperrzone zu essen, wirkt nicht verkaufsfördernd.

Die besten Böden sind am meisten belastet

In Weissrussland gingen 45 Prozent des radioaktiven Fallouts von Tschernobyl nieder, etwa zwei Drittel der Landesfläche wurden kontaminiert; auf rund 47'000 Quadratkilometer – mehr als die Fläche der Schweiz – liegen die Werte über dem im Gesetz definierten Mindestmass. 2,2 Millionen Menschen lebten 1986 in diesen Gebieten. Am stärksten belastet sind die Gebiete Gomel (mit über 1500 Siedlungen), Mogilev und Brest. Eine Fläche von 2'650 Quadratkilometern, das entspricht etwa der Grösse des Saarlandes, ist mit über 40 Curie pro Quadratkilometer belastet und jeder landwirtschaftlichen Nutzung entzogen.

Ausgerechnet die am stärksten belasteten Regionen im Süden des Landes bieten die besten Böden. Sei es Fatalismus, sei es die pure Not: Viele Menschen sind wie Ludmilla Kmyr bereit, selbst in den Sperrzonen mit den höheren gesundheitlichen Risiken zu leben und einen Neuanfang zu wagen. Das kann tödlich enden. «Ich rechne für Weissrussland mit rund 1000 zusätzlichen Krebstoten pro Jahr. In den stärker verstrahlten Gebieten sind es dabei deutlich mehr als in den weniger stark betroffenen Regionen. Wir beobachten bei praktisch allen Krebsarten eine steigende Anzahl von Fällen. Und ich befürchte, wir haben den Zenit noch nicht erreicht. Alle Indizien deuten darauf hin, dass die Akkumulation der radioaktiven Dosis in den Körpern die Krebsraten noch erhöht», sagt Mikhail Malko.

Malko ist Physiker an der Nationalen Akademie der Wissenschaften in der weissrussischen Hauptstadt Minsk. Die von ihm auf Basis der statistischen Auswertung der weissrussischen Krebsregister ermittelten Zahlen übersteigen jene, die in den vergangenen Jahrzehnten von verschiedenen internationalen Organisationen veröffentlicht wurden, bei weitem. Er sei vom weissrussischen Präsidenten beauftragt worden, herauszufinden, ob die Bevölkerung des Landes wegen Tschernobyl aussterben könnte, sagt Malko. «Ich konnte ihn beruhigen. So schlimm wird es nicht kommen. Und 70'000 Krebstote in 70 Jahren, könnte man argumentieren, sind doch durchaus vertretbar angesichts der dramatischen Umstände.» Diesem Credo folgt, unausgesprochen, auch die weissrussische Politik.

Zahl der Tschernobyl-Invaliden steigt weiter an

Doch es geht nicht nur um Krebs. Korsak Sergey Stanislavovich ist Leiter des zentralen Kreisspitals in Buda-Koshelevo 50 Kilometer nordöstlich von Gomel und Präsident der Vereinigung «Hilfe für die Kinder Tschernobyls. Der ganze Kreis zählte vor der Katastrophe 52'000 Einwohner, heute sind es noch 33'000. Die gesamte Fläche von 1600 Quadratkilometern ist radioaktiv belastet, zwei Drittel der 242 Dörfer sind mit einem bis fünf Curie pro Quadratkilometer kontaminiert. Sie müssten periodisch kontrolliert werden, es gelten aber aber keine Einschränkungen für Siedlungen und Landwirtschaft gelten. In den am stärksten belasteten Gebieten leben heute keine Menschen mehr.

Stanislavovich berichtet vom Schicksal einer Familie, die, nachdem sie starker Strahlung ausgesetzt war, 1986 umgesiedelt wurde und seither in einem weniger stark belasteten Dorf im Kreis Buda-Koshelevo lebt. Am 5. Mai 1986 wurde die fünfköpfige Familie evakuiert. 2003 erkrankte die Mutter an Schilddrüsenkrebs, seither sind weitere Erkrankungen dazu gekommen, heute ist die 73-jährige anerkannt als Tschernobyl-Invalide. Ihr Mann hatte keinerlei chronische Krankheiten vor der Katastrophe. Heute ist er 72 Jahre alt und gesetzlich anerkannt als Tschernobyl-Invalider der «Gruppe D 3» mit «chronischen Krankheiten, Fehlfunktionen der Organe und Körpersysteme».

Diana, Jahrgang 1978, leidet als 37-jährige an einer Vielzahl von chronischen Krankheiten, ihrer Schwester Valentina, 1980 geboren, und Bruder Alexander, der bei der Katastrophe vierjährig war, geht es ähnlich. «Diese Familie lebe in ständiger Angst, nicht nur um die eigene Gesundheit, sondern auch jener der Kinder und Enkel. Es hört einfach nicht auf. Tschernobyl ist nicht vorbei, es fängt erst an.» In seinem Kreise steige die Zahl der Tschernobyl-Invaliden jedes Jahr weiter an.

Staatliche Unterstützung laufend zurückgefahren

Die weissrussischen Gesetze kategorisieren Mensch und Natur in den verstrahlten Gebieten und suchen, einem geregelten Leben einen Rahmen zu geben. Doch in Wirklichkeit wird die. In seinem Kreis beschränke sich der Strahlenschutz inzwischen auf Notfalleinsätze bei Bränden oder illegaler Jagd, sagt Stanislovich. Seine Empfehlung: den Menschen offen zu sagen, worum es geht und das Möglichste für die Prävention tun. Doch diese harte Wirklichkeit prallt an der Macht der faktischen Politik in Weissrussland ab.

Der weissrussische Präsident Aljaksandr Lukaschenka auf Besuch in der Stadt Choiniki, einer der am schwersten betroffenen Kommunen Weissrusslands. Er tut alles, um den Eindruck einer Normalisierung zu erwecken. (Bild: Urs Fitze)

Verpackt mit allerlei symbolischem Brimborium und Inszenierungen mit einem besorgten Präsidenten vor Ort, der versichert, er lasse die Menschen nicht im Stich, wird verharmlost und normalisiert, es wird landwirtschaftliches Nutzland wieder freigegeben, die medizinische Überwachung gelockert und Personal abgezogen, das eigentlich die Sperrzonen überwachen sollte. Offensichtlich hat sich das diktaktorisch agierende Regime mit der Realität abgefunden: Zehntausende sterben, Hunderttausende sind chronisch krank. Denn eine andere strahlende Zukunft hat schon begonnen. In Astravets im Nordosten des Landes, unweit der litauischen Grenze, wird am ersten weissrussischen Atomkraftwerk gebaut, schon 2018 soll der erste von zwei 1200 Megawatt-Reaktoren seinen Betrieb aufnehmen und damit Weissrusslands Abhängigkeit von Russlands Erdgas mindern – das AKW selbst wird von Russlands Staatskonzern Rusatom gebaut und betrieben.

Eine Handvoll Alte liess sich nicht vertreiben

In Dobraja Volja, das als «Dorf im Sumpf» ein literarisches Denkmal erhalten hat, ist das Leben zum Erliegen gekommen. Eine Wetterlaune bescherte dem Ort irgendwann Ende April oder Anfang Mai 1986 eine mit Radionukliden gesättigte Wolke, die genau hier abregnen sollte – der Nachbarort kam vergleichsweise glimpflich davon. Das Dorf wurde schliesslich evakuiert, die meisten Gebäude dem Erdboden gleich gemacht. Doch eine Handvoll Alte liess sich nicht vertreiben, und so lebt das Dorf im Sumpf auf Zeit weiter. Einige sind schon gestorben, drei, zwei Frauen und ein Mann, leben noch, sie erhalten Lebensmittel, Post, es gibt Strom und Telefon. Maria Gruelko zeigt stolz ihr Pferd. Zum Anschirren sei sie zu schwach, sagt sie, aber trennen wolle sie sich nicht von ihm. «Ich weiss nicht, wie lange ich noch hier bleiben kann», sagt die Alte. Ihre Tochter wolle sie zu sich holen. «Aber ich gehöre hierher, und solange es geht, so bleibe ich.»

Maria Gruelko mit ihrem Pferd. Sie ist die letzte von drei Einwohnern des evakuierten Dorfes Dobraja Volja. (Bild: Urs Fitze)

Jekaterina Kuzminitscha Gasjuk ist mit ihrer Familie als Kind aus Dobraja Volja evakuiert worden. Heute ist sie Präsidentin des Gemeinderates Diatlowitschi. Auf dem Gemeindegebiet liegt auch ihr Geburtsort. «Was soll ich Ihnen antworten?» meint sie nur auf die Frage, wie man heute in der Gemeinde mit den Folgen von Tschernobyl lebe. «Wir haben überlebt, wir hatten sehr schwere Zeiten, und jetzt wollen wir nach vorne schauen». Dann berichtet sie, wie sehr die Gesellschaft hier überaltere. «Wir haben 900 Rentner, 574 Kinder und Jugendliche und nur 550 Menschen im erwerbsfähigen Alter, unsere sozialen Institutionen sind heillos überfordert. Wir müssen deshalb dringend die soziale Sicherheit verbessern, und wir brauchen ein Gemeindezentrum für die alten Menschen».

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Die Reportage ist erstmals auf der Homepage «Mensch und Atom» erschienen.

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«Tschernobyl» Bildband von Alexander Hofmann, Stämpfli-Verlag, 2016, 40 CHF bei Ex Libris.

«Die strahlende Wahrheit – vom Wesen der Atomkraft», Verlag rüffer & rub, 2015, 36 CHF.

Themenbezogene Interessen (-bindung) der Autorin/des Autors

Keine.

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2 Meinungen

Es ist sehr traurig, die Nachlässigkeiten idiotisch. Dass unser Parlament wieder atomunkritisch ist, ist eine riskante Hypothek für uns und die Zukunft. Der Lerneffekt von Tschernobyl und von Fukushima ist schnell vorbei.
Zu den gesundheitlichen Risiken gesellen sich immer mehr auch die ökonomischen.
Der heutige Kontext ist hörenswert: http://www.srf.ch/sendungen/kontext/30-jahre-tschernobyl-und-jetzt-die-zukunft
Urs Lachenmeier, am 25. April 2016 um 18:26 Uhr
Danke für diese Reportage! Ich hoffe, viele Leute werden sie lesen.
Stefan Bachmann, am 03. Mai 2016 um 15:27 Uhr

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