Es geht um Menschen

Robert Ruoff © VH/R.
Robert Ruoff / 26. Jul 2015 - Der «Spiegel» startet eine Serie über die Begegnung mit Flüchtlingen.

Sechs Gesichter, sechs Menschen – der «Spiegel» macht die Begegnung mit Flüchtlingen zur Titelgeschichte. Er beginnt damit «eine Serie über den Umgang mit Flüchtlingen in Deutschland und Europa».

Die Serie beginnt mit einer Geschichte über die «Architektur des guten Willens», über die grosse Bereitschaft vieler Deutschen, die Flüchtlinge aufzunehmen, sie zu betreuen, ihnen auch etwas abzugeben. Sie diskutiert die Frage, ob diese Mitmenschlichkeit stark genug ist, um auch dem wachsenden Ansturm Stand zu halten, der sich in diesem Sommer und in diesem Jahr abzeichnet. Sie zeichnet den Wandel in der Bundespolitik der Angela Merkel nach, die nun ein Einwanderungsgesetz will, mit dem das Asyl- und Aufenthaltsrecht, Arbeits- und Bleiberecht geregelt wird. Auch, um qualifizierten Einwanderern einen anderen Weg ins Land zu eröffnen als den Weg über das Asylverfahren. Damit das Asylrecht unbeschadet bleiben und gleichzeitig der Bedarf an Fachkräften auch der deutschen Wirtschaft mit qualifizierten Einwanderern gedeckt werden kann. Die Unterscheidung zwischen denen, die eine Arbeit und eine Existenz suchen, und den Flüchtlingen vor Krieg und Diktatur und Vergewaltigung, Folter und Vertreibung, bedeutet nicht, dass die einen einfach draussen bleiben und die anderen Aufnahme finden. Aber zu beiden gehören ganz wesentlich beschleunigte Verfahren, wie sie auch die Schweizer Justizministerin Sommaruga vorantreibt.

Und selbstverständlich beschäftigt sich der «Spiegel» auch mit dem Hass der Rechten, von der Pegida bis zu den offen deklarierten Neonazis, die nicht nur hetzen gegen den Islam und die andersfarbigen Einwanderer. Und mit der rassistischen Gewalt, die zunimmt. Flüchtlingsheime brennen, deutsche Mitarbeiter des Roten Kreuzes werden mit Steinen angegriffen.

Es ist in Deutschland alles ein bisschen früher und ein bisschen extremer als in der Schweiz. Bis jetzt. Aber der «Spiegel» zeigt in einer ringsum mitfühlenden und differenzierten Analyse, dass es in jedem Fall um Menschen geht.

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Keine

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Wahrscheinlich eskaliert die Situation noch bevor der Spiegel sein Serie beenden kann:

http://m.mainpost.de/regional/kitzingen/Asylbewerber-Fluechtlinge-Landfriedensbruch-Polizeiinspektionen-Polizeisprecher-Wirtschaftsfluechtlinge;art773,8840855

http://www.br.de/nachrichten/niederbayern/inhalt/sozialministerium-asyl-aufnahmestopp-adam-100.html

http://www.mittelbayerische.de/region/regensburg-stadt-nachrichten/asyl-die-oberpfalz-im-notfallmodus-21179-art1261709.html

http://www.nw.de/lokal/kreis_guetersloh/guetersloh/guetersloh/20522721_Fluechtlinge-beziehen-ihr-Notlager-in-Guetersloh.html

http://www.hna.de/lokales/hofgeismar/calden-ort74694/halle-statt-zelte-fluechtlinge-calden-erwartet-5290337.html
Olivier Bregy, am 26. Juli 2015 um 13:59 Uhr

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