Nur so viel Prozent der Angestellten arbeiteten bis zum Alter von 65 Jahren © SRF

Bei der SwissRe arbeitet niemand bis 65

Red. / 01. Dez 2016 - Die Konzernspitzen des Versicherungskonzerns SwissRe fordern ein höheres Rentenalter. Die Angestellten gehen lieber in Frühpension.

Der SwissRe-Konzern ist im Geschäft mit den Pensionskassen als Rückversicherer ein grosser Player und lobbyiert deshalb für ein höheres Rentenalter und einen tieferen Umwandlungssatz, also tiefere Renten. Der VR-Präsidentspräsident Walter Kielholz verlangte schon 2014 ein höheres Rentenalter und kritisierte den «realitätsfremden Umwandlungssatz».

Doch im eigenen Konzern arbeitete im Jahr 2015 praktisch niemand bis zum Alter von 65 Jahren. Das ergab eine Umfrage des Schweizer Fernsehens SRF (siehe Grafik). Auch bei der Zürich-Versicherung war es höchstens jeder vierte Angestellte.

«Modelle zum Arbeiten übers Pensionsalter hinaus»

Als einen Grund, weshalb bei der SwissRe niemand bis zum Pensionsalter arbeitet, gab Konzernsprecherin Brigitte Meier an, dass die SwissRe das firmeninterne Rentenalter erst per 1. Januar 2015 auf 65 Jahre heraufgesetzt hat. Vorher galt im Konzern, der nach aussen ein allgemein höheres Rentenalter fordert, noch das Pensionsalter von 63 Jahren.

Als weiteren Grund gab Brigitte Meier Senkungen des Umwandlungssatzes an. Oft hätten Mitarbeitende deshalb eine Frühpensionierung gewählt. Auch die von SwissRe gewährte Überbrückungsrenten hätten Angestellten finanziell erlaubt, sich früher pensionieren zu lassen. Statt Anreize zum länger arbeiten also Anreize für Frühpensionierungen.

Die SwissRE gehe davon aus, dass in Zukunft etliche Angestellte bis zum Alter von 65 Jahren arbeiten würden. Die Überbrückungsrenten seien ab 1. Januar 2016 gesenkt worden. «Des Weiteren sind wir dabei, weitere Modelle auszuarbeiten, um die älteren Mitarbeiter länger im Unternehmen halten zu können und dies nicht nur bis zum ordentlichen Pensionierungsalter, sondern auch darüber hinaus.»

Details über die aktuelle Situation bei der SwissRE sind auf dieser SwissRe-Webseite zu finden.

Themenbezogene Interessen (-bindung) der Autorin/des Autors

Keine

Meinungen / Ihre Meinung eingeben

Ähnliche Artikel dank Ihrer Spende

Möchten Sie weitere solche Beiträge lesen? Ihre Spende macht es möglich: Bis zu 10 CHF per SMS an 9889 mit der Nachricht «Infosperber 10» (10 = Frankenbetrag). Grössere Beträge per IBAN, via PayPal oder mit Kreditkarte (auch ohne PayPal möglich).

Mit Kreditkarte oder Paypal - oder direkt aufs Spendenkonto für Stiftung SSUI, Jurablickstr. 69, 3095 Spiegel BE
IBAN CH0309000000604575581 (SSUI)
BIC/SWIFT POFICHBEXXX, Clearing: 09000

Ihre Spenden können Sie bei den Steuern abziehen.

Einzahlungsschein anfordern: kontakt@infosperber.ch (Postadresse angeben!)

Noch keine Meinungen

Ihre Meinung

Loggen Sie sich ein, um Ihre Meinung unter Ihrem richtigen Namen zu äussern. Wir gestatten keine Meinungseinträge anonymer User, um Missbräuche zu vermeiden. Hier können Sie sich registrieren.
Sollten Sie ihr Passwort vergessen haben, können Sie es neu anfordern. Achtung: Die Länge der Einträge ist beschränkt und wir erlauben nicht, zwei Meinungseinträge unmittelbar hintereinander zu platzieren. Unnötig herabsetzende Formulierungen ändern oder löschen wir ohne Korrespondenz.