Lizenzentzug für den FC Xamax

R. L. / 19. Jan. 2012 - Der russische Investor Bulat Tschagajew hat den FC Xamax «in neun Monaten verfremdet, ausgehöhlt und schliesslich ruiniert» (NZZ).

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Eine Meinung

Xamax ein Begriff für die ganze Fussballwelt.
Ein Club, der weit mehr Anhänger über die Sprachgrenze hinaus hat, als die Stadt Neuenburg Einwohner hat, der hat durch faszinierenden Fussball und ein gutes Management echte Freunde geschaffen. Auch ich bin ein Freund der Qualität. Heute muss ich leider sagen, ein Freund der alten Schule, die von echten Patrons wie Facchinetti, Monachen etc. mit weitsicht aufgebaut wurde. Heute zählt leider zuerst nur das Geld. Das Geld glänzt und viele hat es einmal mehr geblendet.
Was über Jahrzehnte wie eine Familie ständig wuchs, wurde in wenigen Monaten stark zerrüttet. Angeschlagen, totgeschrieben, begraben und wie ich mir wünsche folgt hoffentlich bald die Auferstehung. Fussballfreunde in der ganzen Schweiz wollen nicht auf Xamax verzichten. Auch die sportlich grössten Gegner werden zu Verbündeten, wenn es um ein Trauerspiel dieser Art geht.
Zugegeben, solange der Name Xamax in den verkrampften Händen fremder Väter liegt, wird viel Zeit verstreichen. Aber die Auferstehung kommt. Vielleicht braucht es, um kurzfristig wirksam zu sein einen kleinen Umweg.
Mein Vorschlag. Wir erinnern uns zurück. Vor der Erfolgsgeschichte Xamax hiess Fussball am Neuenburgersee noch «Cantonal". Mit gutem Willen aller offiziell verantworrlichen Stellen der SFV (Schweizer Fussballverband) könnte die Lizenz natlos auf diesen altwürdigen Namen übertragen werden. Der Name Xamax würde bis zur möglichen Auferstehung ins leere laufen. Willkommene, qualifizeirte Teile vom angeschlagenen leblosen Körper Xamax, könnten sofort im neuen Namen aufgehen. Der Präsident ist bereits gesetzt. Gilbert Facchinetti ist das auf Stein gebaute Fundament.
Ich rufe alle Fussballfreunde auf, mit gesundem Menschenverstand den Paragraphen aller Rechtsmittelbelehrungen ein Schnippchen zu schlagen. Dann wird der Umweg plötzlich zur Abkürzung aus einem leidigen, unwürdigen Marathon.
Es gibt nur Gewinner. Bei näherem Hinschauen sogar auch Herr Bulat Tschagajew..

Josef Rothenfluh
E. Schiblistrasse 24
Postfach 377
2543 Lengnau

Tel. 032 652 22 26
Josef Rothenfluh, am 23. Januar 2012 um 12:38 Uhr

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