4-Jahres-Budget der FIFA: 5 Milliarden Dollar © CC-BY-SA license
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4-Jahres-Budget der FIFA: 5 Milliarden Dollar

Red. / 27. Mai 2015 - Nach der Verhaftung von FIFA-Exponenten hier eine grafische Darstellung der Finanzen des Welt-Fussballverbandes.

Die in der Schweiz von den Steuern weitgehend befreite, «gemeinnützige» FIFA rechnet in den nächsten vier Jahren mit Einnahmen von rund fünf Milliarden Dollar. Mehr als die Hälfte davon, nämlich 2,7 Milliarden Dollar, will die FIFA von den nationalen oder privaten Fernsehanstalten kassieren.

Weitere 2,3 Milliarden Dollar sollen Rechte der Vermarktung einbringen (Nutzung des Logos, der exklusiven Verkaufsrechte usw.). [Grossformat der Grafik siehe unten «weiterführende Informationen»]

43 Prozent der gesamten Einnahmen oder 2,153 Milliarden Dollar plant die FIFA in den nächsten vier Jahren für die «FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2018» in Russland zu investieren. Hier die Details:

Quelle: CC-BY-SA license

Etwas mehr als die Hälfte der FIFA-Ausgaben gehen vorwiegend an

  • die Landesverbände («Financial Assistance Programme»), die mit dem Geld «den Fussball stärken» sollen;
  • die kontinentalen Konföderationen, die ihre eigenen Programme finanzieren sollen;
  • das «Goal-Programm» zur Finanzierung von Fussballplätzen, Verwaltungsgebäuden, Kunstrasen usw.

Gewinn von 100 Millionen Dollar

Die FIFA budgetiert in den nächsten vier Jahren einen Gewinn von 100 Millionen Dollar.

Themenbezogene Interessen (-bindung) der Autorin/des Autors

Keine

Weiterführende Informationen

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Eine Meinung

Die Einnahmen der Fifa stellen nur eine Seite dieses Geschäfts dar. Dahinter steht zudem eine enorme Wettfreudigkeit, mit der global weitere Milliarden Risiko-Geschäfte - verbunden mit Intrigen, weitergereichtes Insiderwissen usw. -eingegangen werden. Unsere wohlberüchtigten Banken seien mal wieder gegrüsst.
Von den Doping-Geschäften gar nicht zu reden, wo die Pharma ihr Unwesen treibt - die sind ja fast schon ein kleiner Nebenschauplatz.

Das Ausmass des Korruptionssumpfes bei der Fifa und damit im Weltfussball können wir uns kaum vorstellen. Und andere publikumsbeliebte Sportarten werden diesem Sumpf kaum in etwas nachstehen. Blatter selbst konnte dagegen wenig bis gar nichts unternehmen, er musste mitspielen oder er flog. Jetzt wird er als Einzelperson in der Öffentlichkeit heruntergemacht, obwohl hinter den Vorwürfen an ihn einflussreiche intrigante Gruppierungen stecken, darunter auch die Kläger, die diesen Sumpf gewinnorientiert mitgestalteten und das auch weiterhin vorhaben. Wer eine Änderung erwartet, der träumt.
Elisabeth Krail, am 04. Juni 2015 um 09:30 Uhr

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