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SVP: BUNDESRATS-KANDIDAT ANDREAS BRÖNIMANN

Jürg Lehmann / 15. Mai 2013 - Einen Wettbewerb gibts im «Extrablatt» der SVP zur Volkswahl des Bundesrates. Über die Kandidatenauswahl darf man sich wundern.

Fast drei Millionen Exemplare des Blattes liess die Partei im Land verteilen, um für die Initiative zu werben – «damit die Schweiz nicht zu Grunde geht». Etwas Farbe in diese Finsternis bringt die simulierte Bundesrats-Volkswahl in Form eines Wettbewerbs.

Welche sieben Köpfe darf man wählen? Die SVP nennt die Kriterien: «Die Parteien werden nur Kandidaten aufstellen, die in der ganzen Schweiz bekannt sind, weil sie es sonst schwer haben, gewählt zu werden.» Beim aktuellen Bundesrats, der zur Auswahl steht, dürfte das der Fall sein; ebenso bei Christoph Darbellay (CVP), Maya Graf (Grüne) sowie plus/minus Jean-François Rime (SVP) und Martin Bäumle (Grünliberale). Marco Borradori (Lega) und Robert Cramer (Grüne) müssten vermutlich den lateinischen Minderheitenschutz der Initiative in Anspruch nehmen, um Bundesrat zu werden.

Aber was machen Andreas Brönimann (EDU) und Marianne Streiff-Feller (EVP) im Kandidatenfeld? Streiff-Feller ist immerhin aktuelle Nationalrätin; Brönimann hatte eine kurze Karriere im Nationalrat von 2009-2011 und hinterliess keine Spuren.

Offenbar ist es doch nicht so einfach, eine Kandidaten-Auswahl von Köpfen zu nominieren, «die in der ganzen Schweiz bekannt sind». Oder hat die SVP hier den faulen Kompromiss gesucht, den sie sonst heftig anprangert?

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