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MILLIONEN ERGAUNERT

R. L. / 17. Feb. 2012 - Bevor Banken in Bulgarien pleite gingen, haben sich einige Millionenkredite auszahlen lassen. Geheimdienstakten können aufklären.

Vor der bulgarischen Bankenkrise 1996 und 1997, als ein Drittel aller bulgarischen Geldinstitute Pleite ging, haben einige wenige Personen Millionenkredite aufgenommen und vermutlich nie zurückgezahlt. Um die weit verbreitete Vermutung aufzuklären, dass es sich bei den sogenannten Kreditmillionären um kommunistische Geheimdienstler handelte, fordert die Tageszeitung «Trud» die Offenlegung ihrer Stasi-Akten. Dafür nimmt das Blatt sogar Gesetzesänderungen in Kauf, da sie zu Personen des öffentlichen Interesses erklärt werden müssten: «Eine solch winzige Gesetzesänderung von zwei, drei Worten würde endlich die Wahrheit über den unerklärlichen Reichtum dieser Menschen und die Rolle der Staatssicherheit bei der Privatisierung des Bankensektors ans Tageslicht bringen. ... Wenn die Regierungspartei Gerb die Hintergründe um die Stasi-Seilschaften wirklich restlos aufklären will, wie sie behauptet, dann erwarten wir, dass sie das Gesetz so ändert, dass alle versteckten Informationen aus den Archiven ans Licht kommen. Und wenn es zu spät ist, dann wenigstens für die Geschichtsbücher.»

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